Auf welche Art und Weise ist der durchschnittliche Jugendliche von der Coronakrise betroffen und welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Gesellschaft?
Die Arbeit umfasst zunächst die Klärung der zentralen Begriffe des Themas sowie die Darstellung grundlegender Merkmale der heutigen Jugend. Als zentraler Punkt folgt daraufhin die Betrachtung der Jugendstudien ‚TUI-Jugendstudie 2020‘, ‚JuCo2‘ und ‚Junge Deutsche 2021‘, welche im Anschluss dann reflektiert werden, bevor ein abschließendes Fazit mit Ausblick folgt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführende Worte
2 Begriffsklärungen
2.1 Die Begriffe ,Jugend‘ und ,Jugendliche‘
2.2 Die Begriffe ,Pandemie‘ und ,Coronakrise‘
3 Merkmale der Jugend
3.1 Entwicklungsaufgaben und Lebenswelten der Jugend
3.2 generelle Charakteristika der heutigen Jugend
4 Lebenswelten und Einstellungen der Jugend während der Corona-Pandemie
4.1 TUI-Jugendstudie
4.1.1 Studienaufbau
4.1.2 Zur Einhaltung von Corona-Regeln
4.1.3 Zu persönlichen Belastungen
4.1.4 Zu politischen Einstellungen
4.2 JuCo2 und Junge Deutsche 2021
4.2.1 Studienaufbau
4.2.2 Zur Einhaltung von Corona-Regeln, persönlichen Belastungen und politischen Einstellungen
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die Lebenswelten und persönlichen Einstellungen junger Menschen in Deutschland auswirkt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Art und Weise der Betroffenheit der Jugendlichen sowie auf gesellschaftliche Folgerungen aus dieser krisenhaften Lebensphase.
- Auswirkungen der Coronakrise auf die Lebenswelten Jugendlicher
- Analyse und Vergleich aktueller Jugendstudien (TUI-Studie, JuCo2, Junge Deutsche 2021)
- Einfluss der Pandemie auf die psychische Gesundheit und soziale Kontakte
- Veränderungen in politischen Einstellungen und das aufkommende Gefühl der politischen Nicht-Repräsentation
- Rolle von Generationenkonflikten im Kontext der Krise
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Zu persönlichen Belastungen
Dass die Jugend durchaus nicht unbeträchtlich von den Corona-Einschränkungen betroffen ist, verdeutlicht die Befragung zu persönlichen Belastungen: Was die Jugend als größte persönliche Belastung in der Corona-Zeit empfindet, ist die Reduzierung der physischen sozialen Kontakte. An zweiter Stelle werden die Einschränkungen im Freizeitbereich genannt, gefolgt von den Mobilitätseinschränkungen und dem Verzicht auf private Feiern. Auch das Lernen und Arbeiten empfindet jeder fünfte Jugendliche als besonders belastend, unter den 16 bis 20-Jährigen sind es annähernd ein Drittel. Hier zeigt sich ein drastischer Unterschied im Vergleich zu den über 27-Jährigen: Aus dieser Altersgruppe geben nur 6% die Heimarbeit als besonders belastend an.
Als zusätzlicher Belastungsfaktor kommt die materielle Unsicherheit dazu. Während der Anteil bei den über 27-jährigen nur 11% beträgt, sind es bei den Jugendlichen rund ein Fünftel, die sich finanziell stärker einschränken müssen. So wird von einem starken Anstieg an Anträgen für Überbrückungshilfen sowie Studienkrediten berichtet. Das hängt v.a. damit zusammen, dass Jugendliche selten sogenannte systemrelevante Jobs wahrnehmen und oft (noch) keine Festanstellung haben. „Eine britische Studie kommt zu dem Schluss, dass junge Erwachsene eine zweieinhalbfach höhere Wahrscheinlichkeit haben, in einem Job oder Beruf zu arbeiten, der durch die Corona-Pandemie wegfällt“ (Joyce & Xiaowei, 2020, zitiert nach TUI-Stiftung, 2020, S.5). Schätzungen zufolge könnten zudem etwa 45000 Ausbildungsplätze wegfallen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführende Worte: Einleitung in die Thematik der Pandemie als soziale und psychische Belastung für die Jugend, basierend auf einer persönlichen und wissenschaftlichen Motivation.
2 Begriffsklärungen: Definition und Abgrenzung zentraler Termini wie Jugend, Pandemie, Coronakrise und Lebenswelten zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.
3 Merkmale der Jugend: Darstellung der alterstypischen Entwicklungsaufgaben und der Bedeutung von Sozialisationskontexten für die heutige Generation.
4 Lebenswelten und Einstellungen der Jugend während der Corona-Pandemie: Detaillierte Auswertung und Gegenüberstellung von Ergebnissen aus der TUI-Jugendstudie, JuCo2 und Junge Deutsche 2021 hinsichtlich Einhaltung von Regeln, Belastungen und Haltungen.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenführende Synthese der Studienergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass die Pandemie Jugendliche besonders in ihrer kritischen Lebensphase der Identitätsfindung einschränkt.
Schlüsselwörter
Coronakrise, Jugend, Lebenswelten, Pandemie, TUI-Jugendstudie, JuCo2, soziale Kontakte, psychische Belastung, Generationenkonflikt, politische Partizipation, Identitätsfindung, Zukunftssorgen, digitale Sozialisation, Bildung, Gesundheitsschutz
Häufig gestellte Fragen
<Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie die Coronakrise die Lebensumstände, die psychische Verfassung und die politischen Einstellungen von jungen Menschen in Deutschland geprägt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf den sozialen Auswirkungen der Pandemie, der Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen, persönlichen Belastungsfaktoren sowie Veränderungen im politischen Selbstverständnis der Jugend.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Die Autorin möchte aufzeigen, inwieweit junge Menschen durch die Pandemie in ihrer Identitätsentwicklung und sozialen Orientierung beeinflusst wurden und welche langfristigen Folgen für die Gesellschaft daraus resultieren könnten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende empirische Jugendstudien (wie die TUI-Studie, JuCo2 und Junge Deutsche 2021) heranzieht und diese miteinander vergleicht und reflektiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Einordnung der Merkmale heutiger Jugendlicher sowie eine systematische Auswertung der Jugendstudien bezüglich Belastungen und Einstellungen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Aspekte sind Coronakrise, Jugend, psychische Belastung, Lebenswelten, Generationenkonflikt und politische Partizipation.
Verlieren Jugendliche in der Pandemie das Vertrauen in die Politik?
Ja, die Arbeit identifiziert ein zunehmendes Misstrauen, da sich Jugendliche politisch nicht gehört fühlen und den Eindruck haben, dass die Interessen älterer Generationen bevorzugt werden.
Welche Rolle spielen Lebensübergänge bei der Belastung durch die Krise?
Jugendliche, die sich an Übergängen (z.B. Schulabschluss oder Berufsstart) befinden, sind besonders stark betroffen, da ihnen wichtige Erfahrungen zum Ausprobieren und zur Identitätsentwicklung fehlen.
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- Clara Schoch (Author), 2021, Junge Deutsche in der Pandemie. Wie die Coronakrise die Lebenswelten und Einstellungen der heutigen Jugend prägt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1298497