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Schatten: Wesen, Funktionen und Verwendung im Film

Analyse anhand von Fritz Langs "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (1931)

Title: Schatten: Wesen, Funktionen und Verwendung im Film

Term Paper , 2009 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Cornelia Steinigen (Author)

Communications - Movies and Television
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Schatten stehen stets im Schatten des Lichts. Was wie ein Paradox erscheint, lässt sich leicht erklären: Die Geschichte unserer Zivilisation ist eine Geschichte des Lichts, in der Schatten häufig übersehen werden. Dies zeigt sich schon in der Sprache z. B. mit den Lichtmetaphern, in denen wir sprechen. So ist die Rede vom „Licht der Aufklärung“, assoziiert mit Wissen, und dem „dunklen Mittelalter“, verbunden mit Unwissen. Doch, so Leonardo da Vinci, „[...] der Schatten hat mehr Macht als das Licht, denn er kann das Licht abschaffen und die Körper vollends des Lichtes berauben […].“
Welche verschiedenen Aspekte Schatten in ihrem Wesen aufweisen und welche Funktionen sie erfüllen können, soll Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Zuerst werden Schatten im Allgemeinen, danach im Bezug auf Filme betrachtet, wobei auf deren Metaphorik und Funktionalität für das Kino eingegangen wird. In einer Fallstudie zu Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von 1931 werden der Einsatz von Schatten und damit verbundene visuelle Leitmotive in diesem Film analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Aspekte des Schattens

2.1 Physikalische Betrachtung: Definition, Entstehung und Eigenschaften

2.2 Etymologische Betrachtung

2.3 Semiotische Betrachtung

2.4. Mythologische Betrachtung und Konnotationen

2.4.1 Schatten als Todessymbol

2.4.2 Schatten als Seele des Menschen

2.4.3 Schatten als Doppelgänger

2.4.4 Schatten als Spiegel

2.4.5 Schatten als Unwissen

2.5 Kunsthistorische Betrachtung

2.6 Funktionen

3. Aspekte des Schattens im Film

3.1 Metaphorik

3.2 Funktionen

4. Analyse der Verwendung von Schatten in Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931)

4.1 Allgemeines zum Film und seiner Handlung

4.2. Die Verwendung von Schatten im Film

4.2.1 Schatten in der Gesamtheit des Films

4.2.2 Der Mörder als Schatten

4.2.3 Die Ellipse des Mordes als „Schatten der Erzählung“

4.3. Weitere visuelle Leitmotive

4.3.1 Vorbemerkungen

4.3.2 „M“, die Markierung des Mörders

4.3.3 Spiegel / Spiegelbild

4.4 Schatten kreieren Schatten: Einflüsse von „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ auf „Scarface“

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Wesen, die Funktionen und die filmische Verwendung von Schatten. Das primäre Ziel ist die Analyse des gezielten Einsatzes von Schatten und damit verbundenen visuellen Leitmotiven in Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) sowie der Vergleich mit Howard Hawks' Film „Scarface“ (1932).

  • Physikalische, etymologische und mythologische Grundlagen des Schattens
  • Die Funktion von Schatten im Medium Film als metaphorisches und psychologisches Mittel
  • Fallstudie zu Fritz Langs „M“: Schatten, Markierungen und Spiegelungen als Leitmotive
  • Intertextuelle Analyse der Schattenverwendung in „M“ und „Scarface“

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Der Mörder als Schatten

Der einzig wirklich bedeutende Schatten in „M“ ist der des Mörders, der an einer Litfaßsäule auftaucht, als er mit seinem nächsten Opfer, Elsie Beckmann, zusammen trifft. Elsie befindet sich auf dem Nachhauseweg von der Schule und bleibt vor einer Litfaßsäule stehen, auf der ein Fahndungsaufruf nach dem Kindermörder zu lesen ist. Sie wirft ihren Ball gegen die Säule und fängt ihn wieder auf. Dieser Stopp bedeutet Elsies Tod, denn von rechts kommt ein bedrohlich wirkender Schatten ins Bild, der genau über der Suchanzeige auf der Litfaßsäule, genauer gesagt über dem Wort „Mörder“, innehält (→ Anhang, Abb. 5). Elsie sieht keinen Zusammenhang zwischen der schwarzen Silhouette und der Anzeige. Doch für den Zuschauer wird durch die Überblendung von Form (Schatten eines Menschen) und Inhalt (Fahndung nach einem Kindermörder) sofort klar: Der Schatten gehört zum gesuchten Mörder.

Bevor dieser jedoch als Mensch auftaucht, erscheint er nur als ein sich bewegender und sprechender Schatten. Damit soll die Unmöglichkeit ausgedrückt werden, den Mörder in der Anonymität der Großstadt zu fassen. Wie ein Schatten ist er vorerst nur eine unscharfe Sache und kann sich durch sein unauffälliges Äußeres in die schützende Masse integrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Schattens im Verhältnis zum Licht ein und definiert das Ziel, dessen Wesen und filmische Funktionen im Kontext von Fritz Langs „M“ zu untersuchen.

2. Allgemeine Aspekte des Schattens: Dieses Kapitel behandelt die physikalischen, etymologischen, semiotischen und mythologischen Grundlagen des Schattens sowie dessen kunsthistorische Entwicklung und Funktionen.

3. Aspekte des Schattens im Film: Hier wird der Schatten als metaphorisches und funktionales Mittel im Kino betrachtet, insbesondere im Hinblick auf die Identifikation des Zuschauers und dynamische Effekte.

4. Analyse der Verwendung von Schatten in Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931): Dieses Kernkapitel analysiert den sparsamen, aber effektiven Einsatz von Schatten, Markierungen und Spiegelungen in Langs Film, um den Mörder zu charakterisieren.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentrale Bedeutung des Schattens in Kultur und Film und bestätigt die Vorbildfunktion des Konzepts aus „M“ für spätere Produktionen wie „Scarface“.

Schlüsselwörter

Schatten, Fritz Lang, M – Eine Stadt sucht einen Mörder, Film Noir, Schlagschatten, Metaphorik, Markierung, Spiegelbild, visuelle Leitmotive, Howard Hawks, Scarface, Filmgeschichte, Stigmatisierung, Filmtheorie, Psychologie im Film

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Schatten als Phänomen und Gestaltungsmittel, mit einem Fokus auf deren gezielten Einsatz in Fritz Langs Film „M“ von 1931.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die physikalischen und mythologischen Aspekte des Schattens, seine metaphorische Rolle im Kino sowie die Analyse filmischer Leitmotive wie Spiegelungen und Stigmatisierungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Fritz Lang durch den Einsatz von Schatten und visuellen Motiven eine Atmosphäre der Angst schafft und den Mörder charakterisiert, und diese Methode mit dem Film „Scarface“ zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse, die kunstgeschichtliche, semiotische und psychoanalytische Ansätze kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in allgemeine theoretische Grundlagen des Schattens und eine detaillierte Fallstudie zu Fritz Langs „M“, inklusive eines Vergleichs der Schattenverwendung mit „Scarface“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schatten, Film Noir, Visuelle Leitmotive, M – Eine Stadt sucht einen Mörder und filmische Metaphorik.

Welche Bedeutung hat das „M“ im Film für die Charakterisierung des Mörders?

Das „M“ dient als visuelle Markierung, die den Mörder aus der Anonymität reißt, ihn stigmatisiert und als „Mann ohne Eigenschaften“ etikettiert.

Inwiefern beeinflusste „M“ den Film „Scarface“?

Die Arbeit zeigt, dass beide Filme Schatten und Leitmotive (wie das „M“ in Langs Film und das „X“ in „Scarface“) nutzen, um Mordtaten anzukündigen und die Täter zu markieren.

Welche Rolle spielt die Spiegelung in Fritz Langs „M“?

Spiegelungen fungieren als Motiv für die psychische Dopplung und Spaltung der Persönlichkeit des Mörders und verdeutlichen seine zwiespältige Existenz zwischen unauffälligem Bürger und Kindermörder.

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Details

Title
Schatten: Wesen, Funktionen und Verwendung im Film
Subtitle
Analyse anhand von Fritz Langs "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (1931)
College
http://www.uni-jena.de/  (Medienwissenschaft)
Course
Farbe im Film
Grade
1,0
Author
Cornelia Steinigen (Author)
Publication Year
2009
Pages
34
Catalog Number
V129865
ISBN (eBook)
9783640383290
ISBN (Book)
9783640382750
Language
German
Tags
Schatten im Film M - Die Stadt sucht einen Mörder Fritz Lang Kulturgeschichte des Schattens Scarface Howard Hawks
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cornelia Steinigen (Author), 2009, Schatten: Wesen, Funktionen und Verwendung im Film, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129865
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