Diese Einsendeaufgabe aus dem Studiengang Wirtschaftspsychologie befasst sich mit den Rahmenbedingungen für ein wissenschaftliches Interview und umfasst hierbei die Themen Interviewleitfaden, Transkription sowie qualitative Fallauswahl.
Häufig wird an Interviews gedacht, welche im Fernsehen ausgestrahlt werden, wo ein Politiker beziehungsweise eine Politikerin zu einem Thema ausgefragt wird oder einfach Bürger auf der Straße um ein kurzes Statement gebeten werden.
Dabei spielt das Interview eine sehr große Rolle in vielen wichtigen Bereichen, wie der Psychologie, den Sozialwissenschaften oder der Marktforschung, wo Interviews persönlich und mündlich abgehalten werden. Damit es klarer wird, was unter einem Interview verstanden wird, folgt nun eine Definition darüber.
Ein Interview ist eine wissenschaftliche Befragung, wo systematisch versucht wird Äußerungen von der befragten Person zu bekommen, welche für das Forschungsvorhaben von Interesse sind. Das Ziel ist es möglichst viele Informationen über das Wissen, Erleben oder Verhalten einer Person zu einem bestimmten Thema herauszufinden. Dabei kann ein Interview sowohl Face-to-Face erfolgen oder aber auch durch Telefonbefragungen, in beiden Fällen ist es eine mündliche Konversation zwischen der befragten Person und dem Interviewer, bzw. der Interviewerin. Die Antworten werden dann anschließend analysiert, damit die Daten für die weitere Forschung genutzt werden können.
Ein Interview kann drei unterschiedliche Formen der Standardisierung haben. Beim standardisierten Interview hat der Interviewer, bzw. die Interviewerin einen Fragebogen, welcher immer exakt so formuliert werden muss. Es dürfen also keine Fragen ausgelassen werden und die Reihenfolge muss gleich sein. Häufig sind bei dieser Form die Antwortmöglichkeiten ebenfalls vorgegeben, welche somit auch so dem Befragten/der Befragten formuliert werden muss. Bei halbstandardisierten Interviews gibt es ebenfalls einen Fragebogen, bzw. einen Interviewleitfaden, allerdings ist hier der Interviewer/die Interviewerin flexibler, was zum Beispiel die Reihenfolge der Fragen oder die Formulierung der Fragen angeht. Hier können auch Fragen weggelassen werden, je nachdem, was am besten für die Interviewsituation passt.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe C1 - Interviewleitfaden
Aufgabe C2 - Transkription
Aufgabe C3 – Qualitative Fallauswahl
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den methodischen Grundlagen wissenschaftlicher Interviews und deren praktischer Umsetzung. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Interviewprozess – von der Auswahl der Befragten über die Leitfadenerstellung bis hin zur Transkription – methodisch sauber gestaltet werden kann, um valide Daten für die Forschung zu gewinnen.
- Grundlagen und Definition der Interviewführung
- Konzeption und Aufbau eines halbstandardisierten Interviewleitfadens
- Methoden der qualitativen Fallauswahl und Stichprobenstrategien
- Prozesse und Techniken der Transkription
- Anwendung am Beispiel des Orientierungsbedürfnisses zum Ukraine-Krieg
Auszug aus dem Buch
Aufgabe C1 - Interviewleitfaden
Häufig wird an Interviews gedacht, welche im Fernsehen ausgestrahlt werden, wo ein Politiker, bzw. Politikerin zu einem Thema ausgefragt wird oder einfach Bürger auf der Straße um ein kurzes Statement gebeten werden.
Dabei spielt das Interview eine sehr große Rolle in vielen wichtigen Bereichen, wie der Psychologie, den Sozialwissenschaften oder der Marktforschung, wo Interviews persönlich und mündlich abgehalten werden (Reinhardt, Ornau & Tennert, 2020, S. 11). Damit es klarer wird, was unter einem Interview verstanden wird, folgt nun eine Definition darüber.
Ein Interview ist eine wissenschaftliche Befragung, wo systematisch versucht wird Äußerungen von der befragten Person zu bekommen, welche für das Forschungsvorhaben von Interesse sind. Das Ziel ist es möglichst viele Informationen über das Wissen, Erleben oder Verhalten einer Person zu einem bestimmten Thema herauszufinden. Dabei kann ein Interview sowohl Face-to-Face erfolgen oder aber auch durch Telefonbefragungen, in beiden Fällen ist es eine mündliche Konversation zwischen der befragten Person und dem Interviewer, bzw. der Interviewerin. Die Antworten werden dann anschließend analysiert, damit die Daten für die weitere Forschung genutzt werden können (Döring & Bortz, 2016, S. 356). Ein Interview kann drei unterschiedliche Formen der Standardisierung haben.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe C1 - Interviewleitfaden: Dieses Kapitel definiert das wissenschaftliche Interview, differenziert zwischen verschiedenen Standardisierungsformen und erläutert die methodische Konstruktion eines Interviewleitfadens.
Aufgabe C2 - Transkription: Hier wird der Prozess der Überführung gesprochener Sprache in schriftliche Daten behandelt, inklusive der Bedeutung von Transkriptionsregeln und deren Einfluss auf die Datenqualität.
Aufgabe C3 – Qualitative Fallauswahl: Dieses Kapitel widmet sich den Strategien zur Auswahl von Untersuchungspersonen, unter anderem durch theoretische Stichprobenziehung, Quotenpläne und gezielte Auswahlverfahren.
Schlüsselwörter
Wissenschaftliches Interview, Interviewleitfaden, Halbstandardisiertes Interview, Transkription, Transkriptionsregeln, Qualitative Fallauswahl, Theoretische Stichprobenziehung, Theoretical Sampling, Quotenplan, Gezielte Auswahl, Schneeballverfahren, Forschungsdaten, Datenvalidität, Orientierungsbedürfnis, Qualitative Sozialforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die methodischen Rahmenbedingungen für die Durchführung qualitativer, wissenschaftlicher Interviews.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Interviewleitfäden, der systematischen Transkription von Gesprächen sowie modernen Verfahren der Fallauswahl in der qualitativen Forschung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den gesamten Forschungsprozess von der Planung über die Befragung bis zur Datenauswertung methodisch fundiert darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit fokussiert sich auf das halbstandardisierte Interview sowie verschiedene Verfahren der qualitativen Stichprobenziehung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Bereiche: Interviewleitfadenerstellung, Transkriptionsprozesse und die Strategien der Fallauswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Grundlegende Begriffe sind qualitatives Interview, Interviewleitfaden, Transkription sowie verschiedene Selection-Methoden wie theoretical sampling.
Warum wird im Interviewleitfaden der Ukraine-Krieg als Thema gewählt?
Das Thema dient als konkretes Anwendungsbeispiel, um das Orientierungsbedürfnis nach Matthes (2005) empirisch zu untersuchen.
Was unterscheidet die "fixe" von der "flexiblen" Fallauswahl?
Bei der fixen Fallauswahl stehen Auswahlkriterien bereits vorab fest, während die flexible Fallauswahl Anpassungen während des laufenden Forschungsprozesses ermöglicht.
Warum sind Transkriptionsregeln für die Forschung so wichtig?
Regeln stellen sicher, dass alle Interviews eines Projekts nach einheitlichen Standards festgehalten werden, was die Daten objektiv nachvollziehbar und vergleichbar macht.
- Quote paper
- Denis Pyttel (Author), 2022, Rahmenbedingungen für ein wissenschaftliches Interview. Fallauswahl, Interviewleitfaden, Transkription, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1298859