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Gewalt an Schulen

Title: Gewalt an Schulen

Diploma Thesis , 1997 , 143 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Mag. Andrea Kanzian (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Diplomarbeit soll dazu Anlaß geben, das Thema Gewalt und Aggression in der Schule nicht so einfach "unter den Teppich zu kehren" sondern diese Thematik genauer zu erläutern. Es wird versucht, anhand der mir zur Verfügung stehenden Literatur, meines während des Studiums erworbenen Wissens und meiner Praxiserfahrung als unmittelbar am Geschehen beteiligte Person (Sekretärin an einer Berufsschule und Vortragende am Berufsförderungsinstitut) Hintergründe und Ursachen der verschiedenen Gewalt- und Aggressionsformen aufzuzeigen.

In meiner Berufstätigkeit werde ich immer wieder unmittelbar mit diesem Thema konfrontiert. Aufgrund von Nachforschungen stoß ich unter anderem auf nachstehende "Headlines", die meine These bestätigen, daß die Gewalt- und Aggressionsproblematik gerade heutzutage mehr denn je der Mühe wert ist, in den Mittelpunkt eines besonderen Interesses und Überlegungen zu stellen.

- Gewalt in den Schulen: Die Lehrer wollen Hilfe (Neues Volksblatt, 8.10.1993)
- Schuß auf Schuldirektor: Jugend-Aggressivität wächst (Salzburger Nachrichten, 7.10.1993)
- 15jähriges Mädchen von drei Mitschülern vergewaltigt (Kurier, 23.1.1993)
- "Mädchenbande" verprügelte Buben (Neue Zeit, 26.1.1993)
- Brutalität im Pausenraum, Gewalt an Deutschlands Schulen: Es wird geprügelt, erpreßt und gestohlen (Jugend, 13.2.1993)
- Geil auf Gewalt (Politik, Falter 41/93)
- Heimische Pflichtschullehrer: 80 Prozent klagen über Streß (Tiroler Tageszeitung, 15.2.1994)
- Lehrer bricht das Schweigen: "Ich kann einfach nicht mehr" (Kurier, 10.3.1993)
- Tränengas in der Klasse: Schüler auf Intensivstation (Kleine Zeitung, 10.2.1996)

Aufgrund meiner Nachforschungen kam auch eine Unmenge Not zum Vorschein, welche am Lebensgefühl vieler Jugendlichen nagt, lange bevor physische Gewalt überhaupt einsetzt. Diese Not schlägt sich in "Verachtung in Blicken, Gesten und Worten, an Kälte in zwischenmenschlichen Beziehungen und an Desinteresse" nieder.

Unsere Jugendlichen fühlen sich einfach im Stich gelassen. Wir Erwachsenen haben die Rahmenbedingungen für Gewalterscheinungen geschaffen und können jetzt nicht einfach nur zusehen. Jugendliche haben Sehnsucht nach Lösungen, und wir Erwachsene haben die Pflicht, ein Miteinander zu suchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1. Gewalt

2.1.1. Begriffs(er)klärung

2.2. Aggression

2.2.1. Begriffs(er)klärung

2.2.2. Aggressives Verhalten / Aggression / Aggressivität

2.2.3. Aggressionstheorien

2.2.4. Kindliche und jugendliche Aggression

3. Ein Fallbeispiel

4. Erklärungsansätze für Gewalt an Schulen

4.1. Tatort „Schule“ - Erscheinungsformen von Gewalt

4.1.1. Eine Studie über Gewalterfahrungen in Österreich (1995)

4.2. Soziale und gesellschaftliche Bedingungen von Gewalt

4.3. Situative und personale Bedingungen bzw. individuelle Einflüsse von Gewalt

4.3.1. Gewalt und Medienkonsum

4.3.2. Gewalt und Herkunftsfamilie

4.3.3. Gewalt und Gesellschaftliche Strukturen

4.3.3.1. Ursachen und Effekte institutioneller Zwänge und Strukturen

4.3.3.2. Schule als institutionelles Geflecht von Vorschriften und Erlässen

4.3.3.3. Beziehungsverhältnisse

4.3.3.4. Faktoren einer Lehrer-Schüler-Beziehung

4.3.3.5. Schule als Handlungsfeld von Individuen

4.3.3.6. Unterrichtsvorbereitung

4.3.3.7. Hausübungen

4.3.3.8. Leistungsbemessung, -beurteilung

4.4. Gewalt aus Sicht der Schüler

4.5. Risikofaktoren für Gewalt

4.6. Psychische Gewaltprozesse von Gewalttäter und -opfer

5. Maßnahmen der Schule für Gewaltprävention

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Diplomarbeit befasst sich mit den Hintergründen und Ursachen von Gewalt und Aggression an Schulen. Das primäre Ziel ist es, diese komplexe Thematik theoretisch zu fundieren, anhand eines Fallbeispiels zu beleuchten und daraus Präventionsmaßnahmen für den schulischen Alltag abzuleiten.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung von Gewalt und Aggression
  • Analyse von Ursachenmodellen (soziale, gesellschaftliche und individuelle Einflüsse)
  • Untersuchung des schulischen Kontextes als institutionelle Rahmenbedingung
  • Reflexion der Rolle der Medien und der Herkunftsfamilie
  • Entwicklung und Diskussion von Präventionsstrategien für die Schule

Auszug aus dem Buch

4.3.3.6 Unterrichtsvorbereitung

Laut einer Untersuchung von Maier-Störmer (vgl. MAIER-STÖRMER in WAGNER/BARZ/MAIER-STÖRMER/UTTENDORFER-MAREK/WEIDLE, 1984, S. 134) reicht die Spannbreite des Umfangs der Unterrichtsvorbereitung von gedanklicher Planung („Die Unterrichtsvorbereitung? - die mache ich in Gedanken“) über das Notieren von Notizen („Also so Stichworte aufschreiben oder im Buch Anmerkungen da reinschreiben, je nachdem“) bis zur ausführlichen Planung („Beinahe Tag und Nacht an der Vorbereitung gesessen!“).

Einige Lehrer setzen sich selbst ganz stark unter Druck („Der Unterricht muß vorbereitet werden.“). Die „Institution Schule“ schreibt durch das Schulunterrichtsgesetz die Unterrichtsvorbereitung vor (Unterstreichung von der Verfasserin): „Der Lehrer hat das Recht und die Pflicht, an der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken. Seine Hauptaufgabe ist die dem § 17 entsprechende Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Er hat den Unterricht sorgfältig vorzubereiten“ (SCHULUNTERRICHTSGESETZ, 10. Abschnitt, § 51, Absatz 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch die persönliche Praxiserfahrung der Autorin und die Relevanz der Gewaltproblematik in aktuellen Medienberichten.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Definitionen von Gewalt und Aggression auseinander, um eine klare wissenschaftliche Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.

3. Ein Fallbeispiel: Hier wird ein konkretes, medienwirksames Fallbeispiel (ein Schulattentat) analysiert, um Ursachenmodelle exemplarisch zu veranschaulichen.

4. Erklärungsansätze für Gewalt an Schulen: Das zentrale Kapitel untersucht soziologische, situative und schulstrukturelle Bedingungen für die Entstehung von Gewalt im schulischen Kontext.

5. Maßnahmen der Schule für Gewaltprävention: Der Fokus liegt auf praktischen Interventionsmöglichkeiten und präventiven Strategien für Lehrer, Eltern und Schulleitungen.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit komplexer Erklärungsmodelle bei der Auseinandersetzung mit Gewalt.

7. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Gewalt an Schulen, Aggression, Gewaltprävention, Schulalltag, schulische Rahmenbedingungen, Medienkonsum, Herkunftsfamilie, pädagogische Verantwortung, Konfliktlösung, Institution Schule, strukturelle Gewalt, Lehrkräfte, Schülerschaft, Erziehungswissenschaft, soziale Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen von Gewalt und Aggression an Schulen, um ein besseres Verständnis für das Phänomen zu entwickeln und fundierte Lösungsansätze zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Begriffsdefinition von Gewalt, die Rolle der Familie, den Einfluss der Medien und die systembedingten Faktoren der Institution Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse der verschiedenen Einflussparameter, die zu gewalttätigem Verhalten führen können, sowie die Herleitung von Präventionsmaßnahmen für den schulischen Alltag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine umfassende Literaturanalyse in Kombination mit einer Einzelfallbetrachtung und reflektiert diese anhand ihrer eigenen Praxiserfahrung als Sekretärin und Vortragende.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die sozialen, gesellschaftlichen und situativen Bedingungen, die als Risikofaktoren für Gewalt an Schulen fungieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gewalt an Schulen, Aggression, Prävention, Schulkontext, soziale Integration und institutionelle Strukturen.

Wie bewertet die Autorin den Begriff der "strukturellen Gewalt"?

Die Autorin sieht den Begriff kritisch, da er ihrer Meinung nach durch eine zu weite Auslegung (die "alles" als Gewalt definiert) an Trennschärfe verliert und die wissenschaftliche Analyse erschwert.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel für die Argumentation?

Das Fallbeispiel dient als Einstieg in die Ursachenforschung und zeigt auf, dass Gewalttaten in der Schule oft das Resultat eines komplexen Zusammenspiels aus individuellem Druck und systemischen Defiziten sind.

Excerpt out of 143 pages  - scroll top

Details

Title
Gewalt an Schulen
College
Klagenfurt University  (Institut für Schulpädagogik)
Grade
Gut
Author
Mag. Andrea Kanzian (Author)
Publication Year
1997
Pages
143
Catalog Number
V12990
ISBN (eBook)
9783638187541
ISBN (Book)
9783656449720
Language
German
Tags
Gewalt Aggression Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Andrea Kanzian (Author), 1997, Gewalt an Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12990
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