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Islamische Philosophie. Vereinbarkeit von Religion und Vernunft

Title: Islamische Philosophie. Vereinbarkeit von Religion und Vernunft

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Deniz Canli (Author)

Theology - Islamic theology
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Unter den religionsphilosophischen Untersuchungen nimmt das Thema „Religion und Vernunft“ eine zentrale Stellung ein, bei der es um die Frage geht, ob zwischen diesen beiden eine Wechselbeziehung besteht, genauer gesagt, ob Religion und wahy (Offenbarung) mit der Vernunft vereinbar sind. Angeregt von dieser Problemstellung wird in dieser Arbeit die Frage untersucht, ob Religion und Vernunft hinsichtlich der Botschaft des Quraan vereinbar sind, inwieweit muslimische Philosophen zu dessen Klärung beigetragen haben und welchen Beitrag der Quraan dazu geleistet hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Frage- und Zielstellung(en)

2 Der Verdienst der „islamischen“ Philosophie

3 Die Haltung der islamischen Philosophie zu Wahiy und Vernunft

4 Vernunftbeweise der Wahiy

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die philosophische Vereinbarkeit von Religion und Vernunft („wahiy“ und „aql“) im Kontext der islamischen Geistesgeschichte. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit muslimische Philosophen das Verhältnis zwischen Offenbarung und rationalem Denken harmonisiert haben und welche Rolle der Quraan bei der Aufforderung zum kritischen Denken spielt.

  • Historische Bedeutung der islamischen Philosophie für die europäische Wissenschaft.
  • Die Wechselbeziehung zwischen Offenbarung (wahiy) und Vernunft (aql).
  • Die Rolle des freien Willens und der Verantwortung des Menschen.
  • Kritik an blinder Nachahmung (taqliid) zugunsten eines eigenständigen Erkenntnisstrebens.

Auszug aus dem Buch

Der Verdienst der „islamischen“ Philosophie

Der Mensch ist ein Wesen, das seiner Natur entsprechend mit dem Potenzial des Strebens nach Wissen und Erkenntnis ausgestattet ist. Man könnte den Menschen auch als ein Medium „göttlicher“ Intention, der ein Empfänger von Informationen ist, beschreiben. Einerseits gelangt der Mensch durch Sinneswahrnehmungen zu Informationen, und andererseits durch eine göttliche Botschaft. Die Informationen, die den Menschen erreichen, werden vom Empfänger durch die Sinne wahrgenommen, aufgenommen und verarbeitet. Dies ist dem Menschen eine angeborene (fitrah), dass eine vom Schöpfer verliehene Fähigkeit ist, um die Mannigfaltigkeit der Welt, in dem er lebt, zu erkennen und zu verstehen.

In diesem Zusammenhang ist das Erkennen und Verstehen eine “philosophische Anstrengung.“ Natürlich geht dem Erkennen und Verstehen ein Denken voraus. Dass jeder Mensch beim (Nach-) Denken nach einer gewissen Antwort sucht, ist nach dem Kausalitätsprinzip folgerichtig. Philosophie bedeutet sinngemäß „Suche nach Wissen“, und wörtlich „Liebe zur Weisheit“. In der Natur des Menschen ist das Potenzial des profanen Philosophierens angelegt, sodass der gewöhnliche Mensch weniger komplizierte Weisheit erlangen kann. Bei den Fachphilosophen, die die Liebe (philo) zur Weisheit/Wissen (sophia) zum Beruf gemacht haben, geht das Philosophieren in die Tiefen des Ozeans. Der Unterschied liegt darin, dass der gewöhnliche Mensch die Welle des Ozeans betrachtet, der Philosoph hingegen in die Tiefen des Ozeans taucht, und nach der Meeresperle sucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Blütezeit des Islams in Wissenschaft und Philosophie und stellt die zentrale Frage nach der Vereinbarkeit von Vernunft und Religion.

1.1 Frage- und Zielstellung(en): Dieser Abschnitt definiert das Ziel der Arbeit, das Verhältnis von Religion und Offenbarung im Kontext der islamischen Philosophie zu untersuchen.

2 Der Verdienst der „islamischen“ Philosophie: Es wird der geschichtliche und philosophische Beitrag muslimischer Gelehrter sowie die Bedeutung des Strebens nach Wissen als menschliche Natur dargelegt.

3 Die Haltung der islamischen Philosophie zu Wahiy und Vernunft: Das Kapitel analysiert verschiedene philosophische Positionen, wie beispielsweise von Ibn Rushd, Al-Kindi oder Al-Ghazâli, zur Koexistenz von Glaube und Rationalität.

4 Vernunftbeweise der Wahiy: Hier wird diskutiert, wie der Quraan den Menschen explizit dazu auffordert, den Verstand zu nutzen, um die Zeichen der Schöpfung zu begreifen und Verantwortung zu übernehmen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Philosophie ein wesentliches Hilfsmittel ist, um die Weisheit der Offenbarung durch Vernunft und Logik für den Menschen zugänglich zu machen.

Schlüsselwörter

Islamische Philosophie, Vernunft, Wahiy, Offenbarung, Quraan, Aql, Erkenntnis, Weisheit, Freier Wille, Islam, Wissenschaftsgeschichte, Erkenntnistheorie, Idschtihaad, Religion, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung der Vereinbarkeit von Religion (Offenbarung) und menschlicher Vernunft aus der Perspektive islamischer Denker.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die historische Leistung der islamischen Philosophie, die erkenntnistheoretische Verbindung von Offenbarung und Logik sowie die Aufforderung des Quraans zum eigenständigen Nachdenken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass in der islamischen Tradition kein Widerspruch zwischen der Vernunft und der Offenbarung (wahiy) besteht, sondern eine harmonische Wechselbeziehung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine geisteswissenschaftliche Analyse angewandt, die sich auf historische Quellen, philosophische Abhandlungen und exegetische Betrachtungen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ansätze bedeutender Philosophen wie Al-Kindi, Al-Ghazâli und Ibn Rushd sowie die vielfältigen Bezüge im Quraan, die den Gebrauch der Vernunft fordern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Islamische Philosophie, Vernunft (Aql), Offenbarung (Wahiy), Erkenntnis und Verantwortung.

Welche Rolle spielt der freie Wille in der Argumentation des Autors?

Der freie Wille ist wesentlich, da er den Menschen befähigt, sich bewusst für den Gebrauch seiner Vernunft zu entscheiden; er ist die Voraussetzung für die moralische Verantwortung des Menschen.

Warum wird die „Nachahmung“ (taqliid) vom Autor als kritisch eingestuft?

Die unkritische Nachahmung wird als Hemmschuh für den intellektuellen Fortschritt betrachtet, da sie den eigenständigen Einsatz des Verstandes und den „Idschtihaad“ unterbindet.

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Details

Title
Islamische Philosophie. Vereinbarkeit von Religion und Vernunft
Grade
2,5
Author
Deniz Canli (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1299256
ISBN (PDF)
9783346767400
ISBN (Book)
9783346767417
Language
German
Tags
islamische Philosophie Vernunft Verstand Offenbarung Wahy Quraan Quran Koran Islam Muslim Moslem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Deniz Canli (Author), 2021, Islamische Philosophie. Vereinbarkeit von Religion und Vernunft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1299256
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