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Die Frau - zwischen Berufs- und Hausarbeit

Title: Die Frau - zwischen Berufs- und Hausarbeit

Seminar Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: 1

Autor:in: Kathrin Mössler (Author)

Economics - Micro-economics
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Einleitung

Trotz der gesetzlich vorgeschriebenen Gleichberechtigung sind immer noch viele Frauen in unserer Gesellschaft benachteiligt. So liegt das Einkommen berufstätiger Frauen im Durchschnitt um ein Drittel niedriger als das ihrer männlichen Kollegen. Ein großer Teil der weiblichen Angestellten und mehr noch der Arbeiterinnen liegt in den unteren Einkommensgruppen. Je höher der Rang auf der Stufenleiter der Berufe und Ämter, um so weniger Frauen sind dort anzutreffen: Professorinnen, Ministerinnen, Chefärztinnen, Chefredakteurinnen oder Unternehmensleiterinnen sind selten.
Auch die ungleiche Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau in der Familie benachteiligt meist die Frau. Wenn sie berufstätig ist, hat sie zum größten Teil die Mehrfachbelastung durch Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Kindererziehung zu tragen.
In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich zunächst mit der Lebenslage von Frauen in unserer Gesellschaft, die nur vor dem Hintergrund der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und ihren Theorien zu verstehen ist. Dabei wird anhand neueren Datenmaterials aufgezeigt, welche Nachteile Frauen aufgrund dieser Arbeitsteilung erfahren. Der nächste wichtige Aspekt in meiner Arbeit sind die Probleme und nachteiligen Folgen, die durch eine Berufstätigkeit der Frau entstehen, sowie die Auswirkungen der Hausarbeit auf die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und Benachteiligung von Frauen

2.1. Die Theorie sozialer Ungleichheit

2.2. Benachteiligung durch die Familienarbeit

2.3. Die Lage der berufstätigen Frau

2.3.1. Benachteiligung in der Berufswelt

2.3.2. Teilzeitarbeit – Frauenarbeit

3. Benachteiligung im System sozialer Sicherung

4. Die Auswirkung der Frauenarbeit auf die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

5. Schlußfolgerungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Lebenslage von Frauen in der modernen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und deren negativen Auswirkungen auf die berufliche Situation sowie die soziale Absicherung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Gründen für die andauernde Benachteiligung von Frauen, den Folgen der Mehrfachbelastung und dem mangelnden ökonomischen Stellenwert der unbezahlten Hausarbeit.

  • Analyse theoretischer Ansätze zur sozialen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.
  • Untersuchung der strukturellen Benachteiligung durch unbezahlte Familienarbeit.
  • Evaluation der Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • Darstellung der diskriminierenden Mechanismen im System sozialer Sicherung.
  • Kritische Betrachtung des Einflusses der Hausarbeit auf volkswirtschaftliche Berechnungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Benachteiligung der Frauen in der Berufswelt

Die Anforderungen der Erwerbsarbeit sind derzeit so, daß eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine einzige Person mit großen Schwierigkeiten verbunden. Durch die Zuweisung der Familienarbeit ist die Berufstätigkeit für Frauen –wenn überhaupt- nur sehr eingeschränkt möglich. Eine der Voraussetzungen für einen Beruf ist das Freisein von Familienarbeit.(Vgl. SEUBERT, 1993, S.9)

Die vermittelte Verankerung von Frauen im Hausarbeitsbereich wirkt sich auch auf Berufswahlprozesse aus, so konzentrieren sich Frauen auf einige wenige hausarbeitsverwandte Berufe wie Sozial- und Pflegeberufe, Textil- und Bekleidungsberufe, oder Büroberufe. Dies sind hauptsächlich Berufe mit geringen Qualifikationsanforderungen, geringer Entlohnung und schlechtem Sozialprestige. Die meisten Frauenberufe sind Sackgassen. Es gibt kaum Aufstiegsmöglichkeiten, Durchlässigkeiten für „Karrierewege“.

Man hat festgestellt, daß überall dort, wo Frauen überwiegend in einem Bereich tätig sind, es im Laufe der Zeit zu einer Arbeitsentwertung kommt. Wllims-Herget wies in ihren Untersuchungen nach, daß weibliche Arbeitskräfte häufig als „Nachrücker“ in Branchen und Arbeitsbereichen rekrutiert wurden, die für männliche Berufsanfänger aufgrund ihrer Beschäftigungsbedingungen an Attraktivität verloren hatten.(Vgl. TÖPSCH, 1994, S.43)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die trotz gesetzlicher Gleichberechtigung bestehende Lohn- und Karrierekluft zwischen den Geschlechtern und führt in die Problematik der Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie ein.

2. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und Benachteiligung von Frauen: Dieses Kapitel analysiert theoretische Hintergründe der Geschlechterrollen und deren historisch gewachsene Verfestigung, die Frauen in den privaten Bereich der Familienarbeit drängt.

3. Benachteiligung im System sozialer Sicherung: Der Fokus liegt hier auf der strukturellen Abhängigkeit von Frauen, da das Renten- und Sicherungssystem primär auf erwerbsbiografischen Leistungen basiert, die von vielen Frauen aufgrund ihrer familiären Aufgaben nicht erbracht werden können.

4. Die Auswirkung der Frauenarbeit auf die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung: Dieses Kapitel thematisiert, dass die unbezahlte häusliche Arbeit volkswirtschaftlich als "Nullwert" betrachtet wird und somit nicht als produktive Leistung in das Bruttosozialprodukt einfließt.

5. Schlußfolgerungen: Das Fazit fasst die systemische Diskriminierung zusammen und weist darauf hin, dass die fehlende Anerkennung der Hausarbeit und tiefsitzende gesellschaftliche Vorurteile den sozialen Status von Frauen weiterhin negativ beeinflussen.

Schlüsselwörter

Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Frauenarbeit, Familienarbeit, soziale Ungleichheit, Berufstätigkeit, Einkommenskluft, Teilzeitarbeit, soziale Sicherung, Doppelbelastung, ökonomische Abhängigkeit, Hausfrauisierung, Geschlechterrollen, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, warum Frauen trotz formaler Gleichberechtigung in der modernen Gesellschaft ökonomisch und sozial benachteiligt sind, insbesondere durch die ungleiche Verteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Familienarbeit.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Geschlechterhierarchie, die Auswirkungen der Familienarbeit auf die Karrierechancen, Diskriminierung am Arbeitsmarkt sowie die mangelnde soziale Absicherung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der traditionellen Arbeitsteilung in der Familie und der daraus resultierenden systematischen Benachteiligung von Frauen in der Berufs- und Vorsorgewelt aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse und stützt sich auf vorhandene Datenmaterialien sowie soziologische Theorien, um die Lebenslagen von Frauen zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Theorie der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, die Barrieren für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, die Problematik der Teilzeitarbeit und die negativen Effekte für die individuelle Altersvorsorge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Doppelbelastung, Lohngefälle, soziale Sicherung und die Abwertung von Hausarbeit.

Inwiefern beeinflusst das Rentensystem die materielle Situation von Frauen?

Da das System der sozialen Sicherung auf erwerbsbiografischen Beitragsjahren und der Höhe des Einkommens basiert, führt die häufige Unterbrechung der Erwerbstätigkeit zur Familienbetreuung direkt zu geringeren Rentenansprüchen und Altersarmut.

Warum wird die Hausarbeit in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung als wertlos eingestuft?

Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung erfasst primär monetäre Ströme und produktive Marktleistungen; unbezahlte häusliche Leistungen fallen in den Bereich der Schattenwirtschaft und werden daher als Nullwert geführt, obwohl sie essenziell für die Gesellschaft sind.

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Details

Title
Die Frau - zwischen Berufs- und Hausarbeit
College
Vienna University of Economics and Business  (Institut für VWL)
Grade
1
Author
Kathrin Mössler (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V12993
ISBN (eBook)
9783638187572
Language
German
Tags
Frau Berufs- Hausarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Mössler (Author), 2003, Die Frau - zwischen Berufs- und Hausarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12993
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