Bei dieser Arbeit handelt sich um einen Unterweisungsentwurf zum Thema Umgang mit der Vollpipette für den Ausbildungsberuf Produktionsfachkraft Chemie. Das Unterweisungsziel wird durch die Vier-Stufen-Methode vermittelt.
Durch meine Erfahrung als Prüfer für die Ausbildereignung bei der IHK sowie als Trainer in der Erwachsenenbildung zeige ich in dieser Unterweisung das methodische und didaktische Vorgehen auf, so wie es in einem Unterweisungsentwurf erwartet wird. Der Auszubildende befindet sich im ersten Monat des ersten Ausbildungsjahrs. Nach einer genauen Adressatenanalyse folgt die sachliche Analyse des Themas. Anschließend werden die angestrebten Kompetenzen und Lernziele definiert sowie die didaktische Methodenfindung begründet.
Im praktischen Teil wird dann die Durchführung der Methode beschrieben. Zum Abschluss wird diskutiert, wie der Lernerfolg geplant und gesichert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zum Prüfling und der Firma
2. Begründung der Themenwahl
3. Adressatenanalyse
3.1. Angaben zum Auszubildenen
3.2. Allgemeine Vorkenntnisse
3.3. Lernort, Dauer, Zeitpunkt
4. Zielformulierung
4.1. Richtlernziel (Ausbildungsrahmenplan)
4.2. Groblernziel (Ausbildungsrahmenplan)
4.3. Feinlernziel (Betrieblicher Ausbildungsplan)
4.4. Lernzielbereiche (Konkrete Beschreibung)
5. Methodenwahl
6. Motivation
7. Ablaufbeschreibung
8. Arbeitsmittel
9. Lernzielkontrolle
10. Lernerfolgssicherung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als Unterweisungsvorlage zur Vermittlung der fachgerechten Handhabung einer Vollpipette im Laborumfeld. Das primäre Ziel ist es, dem Auszubildenden die präzise Volumenmessung von Flüssigkeiten zu lehren, um ihn langfristig zu befähigen, selbstständig Maßlösungen für Titrationen anzusetzen und seine Fachkompetenz zu erweitern.
- Vermittlung der Vier-Stufen-Methode im Laborumfeld
- Präzise Handhabung von Volumenmessgeräten
- Sicherheitsprotokolle und Arbeitshygiene im Labor
- Förderung der intrinsischen Motivation durch extrinsische Anreize
- Methodik der Lernzielkontrolle und Lernerfolgssicherung
Auszug aus dem Buch
7. Ablaufbeschreibung
Stufe 1: Vorbereiten
Arbeitsplatz vorbereiten: Arbeitsmaterialien übersichtlich bereitlegen. Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz. Ebenso soll er Rückschlüsse auf die Wichtigkeit des vorausschauenden Denkens, Planens und Handels ziehen.
Angenehme Atmosphäre schaffen: Smalltalk über das letzte Wochenende. Ich lobe den Auszubildenden, dass er die letzte Unterweisung gut verstanden und umgesetzt hat. Unsicherheiten und Nervosität nehmen. Evtl. auch vorhandenen Erfolgsdruck.
Lernziel nennen: Vorstellung des Unterweisungsthemas. Pipettieren mit einer Vollpipette. Damit dem Auszubildendem das Lernziel bekannt ist.
Interesse wecken: Ich mache dem Auszubildendem bewusst wie wichtig es ist präzise zu arbeiten und dass er in Zukunft gerne die im Labor anstehenden Aufgaben selbstständig durchführen darf. Die Neugier und das Interesse wecken, da der Auszubildende eine hohe Lernbereitschaft besitzt.
Vorkenntnisse feststellen: Kurze Fragen, was schon in der Theorie oder Praxis zum Thema vermittelt wurde. Um den Wissensstand des Auszubildenden zu erfahren. So kann der Ausbilder erfahren wo er am besten anfangen und worauf er aufbauen kann.
Sicherheitsunterweisung: Nochmal den Auszubildenden darauf hinweisen, dass im Labor immer ein Kittel, Schutzbrille und Handschuhe getragen werden müssen. Er beachtet/ verinnerlicht die Sicherheitsbestimmungen. (affektiven Lernbereich)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zum Prüfling und der Firma: Formale Angaben zur Identifikation des Prüflings und des Ausbildungsbetriebs.
2. Begründung der Themenwahl: Einordnung der Vollpipette als essenzielles Routineinstrument im Laborchemie-Bereich und Begründung der didaktischen Relevanz für den Auszubildenden.
3. Adressatenanalyse: Umfassendes Profil des Auszubildenden basierend auf Vorkenntnissen, Lerntyp sowie sozialem Verhalten und Lernvoraussetzungen.
4. Zielformulierung: Definition der fachlichen Lernziele auf Richt-, Grob- und Fein-Ebene unter Bezugnahme auf den offiziellen Ausbildungsrahmenplan.
5. Methodenwahl: Begründung für den Einsatz der Vier-Stufen-Methode zur optimalen Wissensvermittlung bei einem haptischen Lerntyp.
6. Motivation: Strategien zur Förderung der Motivation durch Lob und die Aussicht auf eigenständige Arbeitsbereiche.
7. Ablaufbeschreibung: Detaillierte tabellarische Darstellung der Unterweisungsphasen von der Vorbereitung bis zur praktischen Übung.
8. Arbeitsmittel: Auflistung der benötigten Gerätschaften und Schutzausrüstung für die Durchführung.
9. Lernzielkontrolle: Beschreibung der Beobachtung und Bewertung des Auszubildenden während des praktischen Einsatzes.
10. Lernerfolgssicherung: Dokumentation der post-unterweisenden Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Praxiserfolgs.
Schlüsselwörter
Vollpipette, Labor, Ausbildung, Produktionsfachkraft Chemie, Pipettieren, Vier-Stufen-Methode, Volumenmessgerät, Titration, Arbeitssicherheit, Messgenauigkeit, Fachkompetenz, Unterweisung, Ausbildungsrahmenplan, Meniskus, Chemische Laborpraxis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung im Kern?
Die Arbeit behandelt die systematische Unterweisung eines Auszubildenden zum korrekten und sicheren Umgang mit einer Vollpipette im chemischen Labor.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?
Es werden methodische Aspekte der Ausbildereignung, arbeitsanalytische Profile des Lernenden sowie die praktische Durchführung einer Unterweisung nach der Vier-Stufen-Methode abgedeckt.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Der Auszubildende soll die Bedienung der Vollpipette beherrschen, um präzise Maßlösungen ansetzen zu können und seine fachliche Qualifikation für weiterführende Laborarbeiten zu steigern.
Welche methodische Vorgehensweise wird verwendet?
Es wird die Vier-Stufen-Methode angewendet, die den Lernenden durch Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen und eigene Übungsphasen führt.
Welcher inhaltliche Fokus liegt auf dem Hauptteil?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Ablaufbeschreibung der Arbeitsschritte (Was, Wie, Warum) für die Stufen der Unterweisung.
Welche Eigenschaften charakterisieren diese Ausbildungsarbeit?
Sie ist geprägt durch eine hohe Praxisorientierung, eine klare didaktische Struktur und die explizite Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Qualitätssicherung.
Wie wird das korrekte Ablesen an der Vollpipette vermittelt?
Durch die visuelle Kontrolle des Meniskus auf Augenhöhe, wobei der tiefste Punkt der konkaven Wölbung mit der Ringmarkierung abschließen muss.
Wie stellt der Ausbilder den langfristigen Erfolg sicher?
Durch kontinuierliches Üben nach der Unterweisung, eine begleitete praktische Anwendung bei Titrationen und die Dokumentation im Ausbildungsnachweis.
- Quote paper
- Sven Arnusch (Author), Umgang mit der Vollpipette. Vier-Stufen-Methode (Unterweisung Produktionsfachkraft Chemie), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1299451