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Mehrsprachigkeit. Chancen und Widersprüche für den Deutschunterricht

Título: Mehrsprachigkeit. Chancen und Widersprüche für den Deutschunterricht

Trabajo , 2020 , 23 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Emily Gampoura (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Alemán como segundo idioma
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Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Überblick über die grundlegenden Begrifflichkeiten im Kontext der Mehrsprachigkeit zu bieten sowie die Mehrsprachigkeit in ihrer Wirkung auf den Deutschunterricht zu betrachten. Wie geht das Bildungssystem mit der vorherrschenden Kulturen- und Sprachenvielfalt in Hinblick auf den Deutschunterricht um? Wie wirken sich jene Prozesse auf Lehrende und Lernende aus und welche Hürden und Chancen bergen sie?

"Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen" (Goethe) – eine gewinnbringende Sicht auf Mehrsprachigkeit, welche der bedeutende deutsche Schriftsteller in seinem Werk Maximen und Reflexionen bekundet. Dieser Auffassung nach ist die Kenntnis fremder Sprachen grundlegend für das Verständnis der eigenen. Damit verdeutlicht der Aphorismus nicht bloß die gesellschaftliche Relevanz im Umgang mit Mehrsprachigkeit, sondern auch die damit verbundene Toleranz gegenüber anderen Kulturen sowie die Wichtigkeit des Spracherwerbs selbst. Obwohl jener Ansatz aus dem 19. Jahrhundert stammt, hat er seine Aktualität bis heute nicht verloren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN

2.1 WAS VERSTEHT MAN UNTER MEHRSPRACHIGKEIT?

2.2 DIFFERENZIERUNGEN: MUTTERSPRACHE VS. ERSTSPRACHE – ZWEITSPRACHE VS. FREMDSPRACHE – DAZ VS. DAF

3 WEGE IN DIE MEHRSPRACHIGKEIT

3.1 DIE BEDEUTUNG DER ERSTSPRACHE

3.2 SIMULTANER UND SUKZESSIVER ZWEITSPRACHERWERB

3.3 UNGESTEUERTER UND GESTEUERTER SPRACHERWERB

4 MEHRSPRACHIGKEIT IN GESELLSCHAFT UND SCHULE

4.1 BILDUNGSBENACHTEILIGUNG VON SCHÜLERN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

4.2 BILDUNGSSTANDARDS UND CURRICULARE VORGABEN

5 MEHRSPRACHIGKEIT IM DEUTSCHUNTERRICHT

5.1 HERAUSFORDERUNGEN EINES MEHRSPRACHIGEN DEUTSCHUNTERRICHTS

5.1.1 Sprache im schulischen Kontext: Herausforderung Bildungssprache

5.1.2 Wertigkeit von Erst- und Zweitsprache(n)

5.1.3 Die Lehrerbildung

5.2 CHANCEN EINER MEHRSPRACHIGKEITSDIDAKTIK

5.2.1 Didaktische Überlegungen im Umgang mit Mehrsprachigkeit

5.2.2 Charakteristika eines sprachförderlichen Unterrichts

5.2.3 Beurteilung eines ausgewählten Arbeitsmaterials

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das deutsche Bildungssystem mit der durch Migration geprägten kulturellen und sprachlichen Vielfalt im Deutschunterricht umgeht. Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Bildungsbenachteiligung zu analysieren und didaktische Lösungsansätze aufzuzeigen, um Mehrsprachigkeit nicht als Defizit, sondern als Ressource für einen integrativen Unterricht zu nutzen.

  • Grundlagen zur Definition von Mehrsprachigkeit und Abgrenzung von Sprachbegriffen
  • Die Rolle der Erstsprache im Prozess des Zweitspracherwerbs
  • Strukturelle Bildungsbenachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund
  • Herausforderungen der bildungssprachlichen Anforderungen in der Schule
  • Didaktische Konzepte und Methoden zur Förderung mehrsprachiger Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Wertigkeit von Erst- und Zweitsprache(n)

Die Sprachförderung im Kontext des Deutschunterrichts orientiert sich an der monolingual deutschen Schülerschaft und vernachlässigt dabei die Bedürfnisse der heterogenen Schülerschaft, insbesondere der Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erwerben (vgl. Harr et al. 2018, S. 177). Dieser Umstand wird besonders im Hinblick auf die aktuellen Schulbücher deutlich: Mithilfe von Schulbüchern gibt der Staat das zu lehrende Schulwissen vor und sozialisiert somit indirekt die Schülerinnen und Schüler, um sie als mündige Bürger auszubilden, welche die Demokratie – und somit den Staat – aufrechterhalten (vgl. Augschöll Blasbichler et al. 2013, S. 16). Allerdings schaffen es die Schulbücher nicht, der wachsenden Heterogenität der Schülerschaft gerecht zu werden. Zum einen bedienen sich Schulbücher der bereits thematisierten Bildungssprache, die sich wesentlich von der deutschen Alltagssprache unterscheidet und sowohl muttersprachliche Deutschlerner als auch DaZ-Lerner vor eine Herausforderung stellt (vgl. ebd., S. 17). Zum anderen begrenzen sich Schulbücher auf die Bildungssprache Deutsch und schaffen es nicht, die Vielzahl unterschiedlicher Herkunftssprachen zu integrieren. Für Kinder mit Migrationshintergrund scheint daher vor allem das Ziel der Einsprachigkeit in der Zweitsprache im Vordergrund zu stehen, welches kaum Platz für ihre Herkunftssprache als Bildungsressource lässt (vgl. Jeuk 2018, S.118).

Anstatt einer Förderung dieses Potenzials, erleben Kinder mit Migrationshintergrund vielmehr eine Verdrängung ihrer Herkunftssprache: Besonders Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter werden oft von Seiten der Eltern und Erzieherinnen dazu gedrängt, verstärkt in der Zweitsprache Deutsch zu kommunizieren, in der Annahme, dies würde ihre Sprachkompetenz verbessern (vgl. Jung & Günther 2016, S. 152f.). Da die Erstsprache ein Teil der kindlichen Identität ist, führt eine Einschränkung ihrer Herkunftssprache laut Jung und Günther (2016, S. 153) jedoch zu „schweren emotionalen, sozialen, sprachlichen und kognitiven Beeinträchtigungen“, was zu Schulversagen führen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz der Mehrsprachigkeit in Deutschland durch Zuwanderung und skizziert die Fragestellung nach den Herausforderungen und Chancen in der Schule.

2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Muttersprache, Erstsprache, Zweitsprache sowie DaZ und DaF, um eine einheitliche wissenschaftliche Basis zu schaffen.

3 WEGE IN DIE MEHRSPRACHIGKEIT: Hier wird der Erstspracherwerb im Verhältnis zum simultanen und sukzessiven Zweitspracherwerb betrachtet und die Bedeutung der Erstsprache als Grundlage hervorgehoben.

4 MEHRSPRACHIGKEIT IN GESELLSCHAFT UND SCHULE: Dieses Kapitel analysiert die statistische Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund und erläutert die nationalen Bildungsstandards.

5 MEHRSPRACHIGKEIT IM DEUTSCHUNTERRICHT: Der Hauptteil diskutiert Herausforderungen wie die Bildungssprache, die Qualifikation der Lehrkräfte und präsentiert Ansätze einer ressourcenorientierten Mehrsprachigkeitsdidaktik.

6 FAZIT: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, das Bildungssystem hin zu einem integrativen, mehrsprachigkeitsfreundlichen Modell unter Berücksichtigung der Herkunftssprachen zu reformieren.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Deutschunterricht, Zweitspracherwerb, Migrationshintergrund, Bildungssprache, Sprachförderung, Erstsprache, Interkulturelle Pädagogik, Didaktik, Scaffolding, Sprachkompetenz, Schulerfolg, Ressourcenorientierung, Deutschland, Lehrerausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Mehrsprachigkeit im Kontext des deutschen Deutschunterrichts und untersucht, wie Lehrkräfte und das Bildungssystem mit der zunehmenden sprachlichen Vielfalt in Schulklassen konstruktiv umgehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition wissenschaftlicher Sprachbegriffe, die Lernprozesse beim Zweitspracherwerb, die Bildungsbenachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund sowie didaktische Konzepte zur Sprachförderung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, den Fokus im Deutschunterricht von einer einseitigen Defizitorientierung hin zu einer Anerkennung und gezielten Einbindung der herkunftssprachlichen Kompetenzen der Kinder zu lenken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, bildungspolitischen Vorgaben und der kritischen Beurteilung von Unterrichtsmaterialien für den Deutschunterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt Herausforderungen wie die Differenz zwischen Alltags- und Bildungssprache, die Rolle der Lehrerbildung und stellt verschiedene Konzepte wie Scaffolding oder mehrsprachige Projekte vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Mehrsprachigkeit, Deutschunterricht, Bildungsbenachteiligung, Zweitspracherwerb, Bildungssprache und Ressourcenorientierung.

Warum ist das Konzept der "Bildungssprache" für Schüler so entscheidend?

Die Bildungssprache ist ein akademisches Register, das weit über die Alltagssprache hinausgeht und für den Schulerfolg unerlässlich ist, jedoch im Unterricht oft vorausgesetzt statt gezielt vermittelt wird.

Inwiefern beeinflusst die Haltung der Lehrkraft den Spracherwerb der Kinder?

Eine defizitorientierte Haltung kann bei Kindern zu Identitätskonflikten, Abwehrhaltung oder Blockaden führen, während eine wertschätzende Haltung das Selbstbewusstsein stärkt und die aktive Teilnahme am Unterricht fördert.

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Detalles

Título
Mehrsprachigkeit. Chancen und Widersprüche für den Deutschunterricht
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Curso
Heterogenität im Deutschunterricht
Calificación
1.7
Autor
Emily Gampoura (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
23
No. de catálogo
V1299724
ISBN (Ebook)
9783346768117
ISBN (Libro)
9783346768124
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mehrsprachigkeit Deutsch als Zweitsprache DaZ Heterogenität Didaktik Deutschunterricht Lehrerausbildung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Emily Gampoura (Autor), 2020, Mehrsprachigkeit. Chancen und Widersprüche für den Deutschunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1299724
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