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Theorie und Praxis der Leistungsförderung und Leistungsbeurteilung am Beispiel der Montessori-Schule

Title: Theorie und Praxis der Leistungsförderung und Leistungsbeurteilung am Beispiel der Montessori-Schule

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 18 Pages , Grade: mit Erfolg

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Einleitung

Was heißt eigentlich Leistung?

Lauscht man Talkshows, verfolgt man sozial-kulturelle Teile auch seriöser Magazine oder liest aufmerksam Zeitungen und Zeitschriften, so kann man zu dem Schluss kommen, dass das, was in vielen freien oder reformpädagogisch orientierten Schulen geleistet wird, nicht dem entspricht, was eigentlich unter Leistung zu verstehen sei.1 In einem freien Land wie Deutschland besteht in der Schule eine Vielfalt von Wegen der Erziehung zur Leistungsfähigkeit.

Vertreter der Montessori-Pädagogik behaupten diese Schule führe Kinder schon früh zu Höchstleistungen und das ganz und gar ohne Notendruck2. Leistungen sind auf die eigene Person bezogen und werden nicht in einem für alle im gleichen Maße gültige Norm bewertet3.

Diese Arbeit möchte einen Einblick in das Leistungsverständnis an Montessori- Schule gewähren. Es steht dabei außer Frage, dass diese Thema keinesfalls erschöpflich im Rahmen einer Seminararbeit behandelt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Maria Montessori, eine kurze Darstellung ihrer Biographie

2. Grundzüge der Montessori-Pädagogik

3. Kurze Auseinandersetzung mit dem Begriff der Leistung aus schulpädagogischer Sicht

4. Das Verständnis von Leistung in der Montessori-Pädagogik

5. Leistungserbringung in der Montessori-Schule

6. Leistungskontrolle, Leistungsbewertung und Beurteilungsformen in der Montessori-Schule

7. Ausgewählte Einblicke in die Schulwirklichkeit von Montessori-Schulen

8. Schlussbemerkung mit eigenen Hinweisen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leistungsverständnis sowie die Methoden der Leistungsförderung und -beurteilung an Montessori-Schulen, um den Kontrast zwischen reformpädagogischen Ansätzen und dem herkömmlichen Notensystem des Regelschulwesens aufzuzeigen.

  • Biographische und pädagogische Grundlagen nach Maria Montessori
  • Differenzierung des Leistungsbegriffs aus schulpädagogischer Perspektive
  • Analyse der prozessorientierten Leistungserbringung in der Montessori-Praxis
  • Darstellung alternativer Beurteilungsformen wie Lernberichte und Pensenbücher
  • Kritische Reflexion der Vereinbarkeit von Montessoripädagogik und staatlichen Leistungsanforderungen

Auszug aus dem Buch

4. Das Verständnis von Leistung in der Montessori-Pädagogik

Obwohl Lernen, Leisten und Beurteilen auch in der Montessori-Pädagogik einen unauflösbaren Zusammenhang bilden, unterscheidet sich das Leistungsverständnis der Montessori-Pädagogik grundlegend von dem Leistungsverständnis des Regelschulsystems. Ziel ist es junge Menschen in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern. Maria Montessori bezeichnet dabei die „Aufbaufähigkeit, die das Kind dabei im Rahmen seiner Entwicklung, die aus einer beständigen Auseinandersetzung mit Welt sich in Prozessen tiefer Konzentration vollzieht (...) als Leistung.“ BERG spricht von einem „anthropologischen Denkmodell“ und bezeichnet damit das Verständnis von Leistung im Sinne Montessoris. Leistungen des Kindes werden primär als Aufbau der Person gesehen. Sie sind auf die eigene Person bezogen und keine für alle im selben Maß gültige gesellschaftlich festgeschriebene Norm.

Das Kind erwirbt durch diesen Selbstaufbau Ausgeglichenheit, Gesellschaftsfähigkeit und Schlüsselqualifikationen wie Eigenständigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortung und Kreativität. Die Montessori-Pädagogik zeigt ein Leistungsverständnis, das den ganzen Menschen einbezieht. Sie berücksichtigt gleichwertig Persönlichkeitsbildung und Wissensvermittlung. Das Lernen wird als selbstgesteuerter Vorgang in den Mittelpunkt gestellt. Leistungsanforderungen richten sich nach dem Entwicklungsstand des Kindes, sowie nach seinen individuellen Lernvoraussetzungen. Dabei werden Interessen und Neigungen ebenso wie reale Erfahrungen in der Lebenswelt der Kinder berücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung hinterfragt den allgemeinen Leistungsbegriff und stellt die These auf, dass Montessori-Schulen eine alternative, prozessorientierte Leistungsförderung ohne Notendruck bieten.

1. Maria Montessori, eine kurze Darstellung ihrer Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Montessoris nach, insbesondere den Wandel von ihrer medizinischen Laufbahn hin zur Entwicklung ihrer pädagogischen Methode.

2. Grundzüge der Montessori-Pädagogik: Es werden die zentralen Prinzipien wie die „vorbereitete Umgebung“, die „freie Wahl der Arbeit“ und das Kind als pädagogisches Prinzip erläutert.

3. Kurze Auseinandersetzung mit dem Begriff der Leistung aus schulpädagogischer Sicht: Eine theoretische Einordnung des Leistungsbegriffs im Kontext der Erziehungswissenschaften und der kritischen Debatte durch PISA.

4. Das Verständnis von Leistung in der Montessori-Pädagogik: Das Kapitel definiert Leistung als einen individuellen Prozess des Selbstaufbaus und der Persönlichkeitsentwicklung, der sich von staatlichen Normen abhebt.

5. Leistungserbringung in der Montessori-Schule: Der Fokus liegt hier auf der „großen Arbeit“ und der Bedeutung der Selbsttätigkeit des Kindes als wesentliche Form der Leistungserbringung.

6. Leistungskontrolle, Leistungsbewertung und Beurteilungsformen in der Montessori-Schule: Hier wird erklärt, warum klassische Noten fehlen und wie stattdessen nonverbale Rückmeldungen sowie Lernentwicklungsberichte eingesetzt werden.

7. Ausgewählte Einblicke in die Schulwirklichkeit von Montessori-Schulen: Dieser Teil beleuchtet praxisnah, wie staatlich anerkannte Privatschulen den Spagat zwischen eigener Pädagogik und notwendigen formalen Abschlüssen meistern.

8. Schlussbemerkung mit eigenen Hinweisen: Der Autor reflektiert kritisch die Anwendung der Methode und plädiert für eine stärkere sonderpädagogische Diagnostik bei Kindern mit abweichendem Leistungsverhalten.

Schlüsselwörter

Montessori-Pädagogik, Leistungsverständnis, Leistungsförderung, Leistungsbewertung, Reformpädagogik, Selbsttätigkeit, Lernentwicklungsbericht, Pensenbuch, individuelle Entwicklung, Schulpraxis, Notenfreiheit, Maria Montessori, Bildung, Persönlichkeitsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Umsetzung von Leistungsförderung und Leistungsbewertung an Montessori-Schulen im Vergleich zum Regelschulsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die pädagogische Biographie Maria Montessoris, das reformpädagogische Verständnis von Leistung als Prozess und die konkreten Alternativen zum klassischen Notensystem.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Montessori-Schulen individuelle Leistungsentwicklung fördern, ohne dabei auf den Konkurrenzdruck klassischer Ziffernnoten angewiesen zu sein.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse erziehungswissenschaftlicher Quellen sowie auf der Auswertung von Konzepten und praktischen Beispielen aus verschiedenen Montessori-Schulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Leistungsbegriffs, die Prinzipien der Montessori-Pädagogik und eine detaillierte Betrachtung von Beurteilungsformen in der schulischen Realität.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Montessori-Pädagogik, Leistungsbewertung, Selbsttätigkeit, Reformpädagogik und individuelle Förderung.

Wie gehen Montessori-Schulen mit staatlichen Anforderungen an Zeugnisse um?

Da viele dieser Schulen staatlich anerkannt sind, müssen sie für Abschlüsse oft formale Notenzeugnisse erstellen, nutzen aber intern häufig alternative Pensenbücher oder ausführliche Lernberichte.

Was kritisiert der Verfasser in seiner Schlussbemerkung?

Der Autor äußert Bedenken hinsichtlich des langen Zuwartens bei Lernschwierigkeiten und empfiehlt eine frühzeitigere sonderpädagogische Unterstützung für Kinder, die nicht den erwarteten Lernfortschritt zeigen.

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Details

Title
Theorie und Praxis der Leistungsförderung und Leistungsbeurteilung am Beispiel der Montessori-Schule
College
University of Würzburg  (Lehrstuhl für Schulpädagogik)
Course
Schule ohne Noten ?
Grade
mit Erfolg
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V12998
ISBN (eBook)
9783638187619
Language
German
Tags
schulleistung Leistungsbewertung Leistungsbeurteilung Montessorie-Pädagogik Montessori-Schule Maria Montessori
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2003, Theorie und Praxis der Leistungsförderung und Leistungsbeurteilung am Beispiel der Montessori-Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12998
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