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ADHS im pädagogischen Kontext. Classroom Management, Lernstrategien für einzelne Schulfächer und didaktisch-methodische Überlegungen

Titel: ADHS im pädagogischen Kontext. Classroom Management, Lernstrategien für einzelne Schulfächer und didaktisch-methodische Überlegungen

Bachelorarbeit , 2017 , 34 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik ADHS als Phänomen im Kontext pädagogischer Praxis. Im ersten Abschnitt soll das Störungsbild ADHS und dessen Komplexität dargestellt werden. Es soll ein Überblick gegeben werden, wie sich ADHS äußert, welche Ursachenhypothesen es unter Fachleuten gibt und mit welchen Diagnosesystemen zur Bestimmung gearbeitet wird. Der zweite Abschnitt soll verschiedene Interventionsmöglichkeiten beschreiben. Der Kontext pädagogischer Praxis soll im dritten Abschnitt untersucht werden. Dabei soll im Wesentlichen darauf eingegangen werden, welche Möglichkeiten zur Förderung speziell Lehrer haben und inwiefern Pädagogik und Didaktik Einfluss nehmen können.

Die typischen Verhaltensweisen von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind den meisten wahrscheinlich schon einmal begegnet. Doch dieses Störungsbild ist keinesfalls neu. Im Gegensatz zur Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS), bei der Kinder eher als Träumer beschrieben werden, äußert sich die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in übermäßigem Bewegungsdrang und verminderter Impulskontrolle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Was ist ADHS?

2.1. Entstehung und Ursachenhypothesen von ADHS

2.2.Kernsymptome

2.2.1. Aufmerksamkeitsdefizit – Unaufmerksamkeit

2.2.2.Impulsivität

2.2.3. Hyperaktivität

2.3.Begleiterscheinungen und zusätzlicheStörungen

2.4. Diagnostik nach den Kriterien des IDC-10 und des DSM-IV

3. Verschiedene Interventionsansätze von ADHS

3.1. Psychoedukation

3.2. Pharmakologische Intervention mit Stimulanzien

3.2.1. Die Entdeckung von Psychostimulanzien in Bezug auf ADHS

3.2.2. Mögliche Risiken der Pharmakologischen Intervention

3.3. Multimodale Intervention

4. ADHS in der Schule

4.1. Ausgangssituation

4.2.Classroom Management

4.3. Umgang des Lehrers mit ADHS-Schülern

4.3.1. Nonverbale Ermahnungen

4.3.2. Positive Verstärkungen

4.3.3. Strukturen und Regeln

4.3.4. Eklat verhindern

4.4. Lernstrategien für einzelne Schulfächer

4.4.1. Unterrichtsfach Mathematik

4.4.2. Unterrichtsfach Deutsch - Lesen und Rechtschreiben

4.4.3. Problemfeld Lernfächer

4.5. Didaktisch-methodische Überlegungen

4.5.1. Klarheit und Transparenz

4.5.2. Differenzierung und Individualisierung

4.5.3. Interessenbezogener und anregender Unterricht

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Störungsbild ADHS im Kontext der pädagogischen Praxis. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Fördermaßnahmen, Strukturen und differenzierte Didaktik den Schulalltag für betroffene Kinder gestalten können, um soziale und lernbezogene Nachteile zu minimieren.

  • Neurobiologische und psychologische Grundlagen von ADHS
  • Interventionsansätze: Von Psychoedukation bis Pharmakotherapie
  • Herausforderungen für ADHS-Kinder im Schulalltag
  • Praktische pädagogische Strategien (Classroom Management, Verstärkerpläne)
  • Lernstrategien und didaktische Anpassungen in verschiedenen Schulfächern

Auszug aus dem Buch

4.2.Classroom Management

Das äußere Chaos unterstützt das bereits vorhandene innere Chaos beim ADHS-Kind. Demnach sollten Räume, Regale, Arbeitsplätze, Schulranzen so wenigMaterialien wie möglich aufweisen. Ferner sollten diese übersichtlich geordnet sein: Jedes Ding hat seinen Platz. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Aufteilung der Schulbänke im Klassenzimmer nach Möglichkeit so zu organisieren, dass die Lehrkraft jeden Schüler bzw. jede Schülerin im Blick hat. Tischgruppen oder sogenannte U-Anordnungen, bei den sich Schüler/innen gegenüber sitzen, können nachteilig sein, da sie sich gegenseitig ablenken könnten. Der Blick auf die Tafel oder eingesetzte Medien sollte für diese Schüler frei sein.

Auch der Schultisch sollte zum Stundenende bzw. zum Stundenbeginn hin konsequent aufgeräumt werden, das heißt, überflüssige Gegenstände und Materialien müssen eingepackt oder weggestellt werden. Die Zuteilung fester Sitzplätze, möglichst vorn in Lehrernähe mit einem ruhigen Banknachbarn, kann einen Teil zur routinierten Unterrichtsstruktur beitragen, da die Vorbildfunktion der Lehrkraft und Tischpartner/innenfür solche Kinder, die sich selbst nur schwer steuern können, große Bedeutung haben (vgl. Valentina Bruns).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Störungsbild ADHS ein, verweist auf historische Bezüge und umreißt die Struktur der vorliegenden Arbeit im pädagogischen Kontext.

2. Was ist ADHS?: Hier werden die Kernsymptome, Ursachenhypothesen und diagnostischen Kriterien nach ICD-10 und DSM-IV erläutert sowie komorbide Störungen dargelegt.

3. Verschiedene Interventionsansätze von ADHS: Dieses Kapitel betrachtet die multimodale Behandlung, insbesondere Psychoedukation und pharmakologische Interventionen bei Kindern.

4. ADHS in der Schule: Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Herausforderungen im Unterricht sowie auf praktische Methoden der Klassenführung und individuellen Lernförderung.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz eines pädagogischen Umdenkens zusammen und plädiert für Nachteilsausgleiche sowie eine stärkere Inklusion im Schulsystem.

Schlüsselwörter

ADHS, ADS, Hyperaktivität, Impulsivität, Aufmerksamkeitsdefizit, Psychoedukation, Pharmakotherapie, Classroom Management, Pädagogik, Didaktik, Inklusion, Nachteilsausgleich, Lernstrategien, Schulleistung, Verhaltensstörungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation befasst sich mit ADHS als Phänomen im Kontext der schulischen und pädagogischen Praxis und untersucht Fördermöglichkeiten für betroffene Kinder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen, klinische Interventionsmöglichkeiten sowie konkrete pädagogische Strategien zur Bewältigung von ADHS-Symptomen im schulischen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Lehrkräften fundierte Einblicke und praktische Handlungsempfehlungen zu geben, um ADHS-Kindern schulische Erfolge und eine bessere Integration zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse, die medizinische Leitlinien, psychologische Studien und erziehungswissenschaftliche Fachliteratur zusammenführt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Classroom-Management, dem Lehrer-Schüler-Verhältnis sowie spezifischen Lernstrategien für Mathematik, Deutsch und die sogenannten Lernfächer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind ADHS, Multimodale Intervention, Classroom-Management, Nachteilsausgleich, Psychoedukation und pädagogische Didaktik.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit ADHS von ADS?

ADHS ist durch einen übermäßigen Bewegungsdrang und Impulsivität gekennzeichnet, während sich ADS-Betroffene häufiger durch Träumerei und herabgesetzte Aktivität auszeichnen.

Welche Bedeutung hat das KAP-Konzept?

Das KAP-Konzept beschreibt einen dreistufigen Ansatz der Psychoedukation, der die Konzeption der Problematik, die Aktivierung von Ressourcen und die konkrete Problemlösung umfasst.

Warum wird im Kontext der Schule von einem „Nachteilsausgleich“ gesprochen?

Ähnlich wie bei Legasthenie soll ein Nachteilsausgleich sicherstellen, dass ADHS-Kinder durch individuelle Anpassungen, wie Zeitverlängerungen oder spezielle Arbeitsmittel, faire Chancen in der Schule erhalten.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
ADHS im pädagogischen Kontext. Classroom Management, Lernstrategien für einzelne Schulfächer und didaktisch-methodische Überlegungen
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
34
Katalognummer
V1300053
ISBN (eBook)
9783346768131
ISBN (Buch)
9783346768148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
adhs kontext classroom management lernstrategien schulfächer überlegungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, ADHS im pädagogischen Kontext. Classroom Management, Lernstrategien für einzelne Schulfächer und didaktisch-methodische Überlegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1300053
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Leseprobe aus  34  Seiten
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