[...] In der heutigen zweiten Stunde möchte ich das finanzielle System des Merkantilismus einführen, indem ich zunächst die Einnahmen und Ausgaben unter König Ludwig XIV. sammeln lasse. Daran anknüpfend sollen die SuS herausarbeiten, auf welche Weise der Generalkontrolleur der Finanzen Colbert die staatlichen Einnahmen verbessern wollte. Dieses System (des Merkantilismus) sollen die SuS in einem Schaubild darstellen und präsentieren.
Im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit sollen wichtige Bestandteile der damaligen Wirtschaft vertieft werden, wie vor allem der Manufakturbetrieb. Weiter sollen die Folgen des Merkantilismus für die verschiedenen Gruppen des französischen Volkes und für die Wirtschaft betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Lerngruppe / Klassensituation
2. Thema der Doppelstunde und der Unterrichtseinheit
2.1 Thema der Doppelstunde:
2.2 Thema der Unterrichtseinheit
3. Einbettung der Stunde in die Gesamtplanung
4. Begründung der didaktischen Entscheidungen
4.1 Sachanalytische Hinweise
4.2 Didaktische Entscheidungen
5. Ziele
6. Begründung der Methoden- und Medienauswahl
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Unterrichtsentwurfs ist die Einführung des Wirtschaftssystems des Merkantilismus im Kontext des französischen Absolutismus, um den Schülern ein Verständnis für die finanzielle Steuerung eines Staates unter Ludwig XIV. zu vermitteln.
- Analyse der Einnahmen- und Ausgabenstruktur des französischen Staates.
- Erarbeitung der merkantilistischen Grundprinzipien (Exportförderung und Importbeschränkung).
- Förderung der Methodenkompetenz durch die Erstellung eines erklärenden Schaubildes.
- Verknüpfung historischer Wirtschaftsweisen mit der Infrastrukturentwicklung.
Auszug aus dem Buch
4.1 Sachanalytische Hinweise
Das Thema der Stunde ist die Erarbeitung des wirtschaftlichen Systems des Merkantilismus. Sicher könnte man direkt mit den wirtschaftspolitischen Maßnahmen einsteigen. Sinnvoller aber ist es, zunächst die Einnahmen und Ausgaben unter König Ludwig XIV. zu betrachten, da die SuS bereits mit seinem Lebensstil vertraut sind und die französische Ständeordnung mit ihren Leistungsströmen kennen.
Bei der Aufstellung der Staatskasse sollen die SuS mindestens auf Steuern und Zolleinnahmen kommen. Die Einnahmequellen der Gewinne aus staatlichen Manufakturen und der Ausplünderung von Kolonien wurden noch nicht im Unterricht behandelt, sollen hier eventuell als kurzer Lehrerinput hinzutreten. Auf der Ausgabenseite sollen die SuS mindestens auf Ausgaben für das Heer, für Kriege und für das Schloss Versailles kommen. Weitere nennenswerte Aspekte wären die Marine, die Hofhaltung, weitere Prunkbauten, Beamte und Offiziere, die Verwaltung und die Förderung von Manufakturen sowie der Bau von Verkehrswegen, Häfen und Schiffen. Durch diese Auflistung soll den SuS bewusst werden, wie teuer die Staatsführung unter König Ludwig XIV. gewesen sein muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zur Lerngruppe / Klassensituation: Beschreibung der Rahmenbedingungen der 8. Klasse, einschließlich der Interessenlage, Disziplin und der zeitlichen Einordnung des Geschichtsunterrichts.
2. Thema der Doppelstunde und der Unterrichtseinheit: Definition der zentralen Fragestellung zur Einführung des Merkantilismus und Einbettung in das übergeordnete Thema des französischen Absolutismus.
3. Einbettung der Stunde in die Gesamtplanung: Erläuterung, wie das Thema in die bisherigen Unterrichtsinhalte integriert ist und welche Vorläuferthemen (z.B. Außenpolitik) die Basis bilden.
4. Begründung der didaktischen Entscheidungen: Darlegung der sachanalytischen Überlegungen zur Erarbeitung der Staatsfinanzen und didaktische Begründung für die gewählte Herangehensweise an den Merkantilismus.
5. Ziele: Auflistung der angestrebten Kompetenzen der Schüler im Bereich der Sachkenntnis und der Darstellung komplexer wirtschaftlicher Zusammenhänge.
6. Begründung der Methoden- und Medienauswahl: Reflexion über den Einsatz von Tafelarbeit, Gruppenarbeit und Visualisierung mittels Schaubildern zur Aktivierung des Vorwissens.
Schlüsselwörter
Merkantilismus, Absolutismus, Ludwig XIV., Staatsfinanzen, Manufaktur, Colbert, Wirtschaftspolitik, Exportförderung, Importbeschränkung, Infrastruktur, Unterrichtsentwurf, Geschichte, Staatsausgaben, Zölle, Frankreich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?
Der Entwurf befasst sich mit der Einführung des Merkantilismus als Wirtschaftssystem unter dem französischen Absolutismus, speziell unter König Ludwig XIV.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Staatsfinanzen, die Einnahme- und Ausgabestruktur des Staates sowie die wirtschaftspolitischen Maßnahmen von Jean-Baptiste Colbert.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen verstehen, wie der Staat versucht hat, seine Einnahmen zu verbessern und welche Grundgedanken des Merkantilismus dazu führten.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht angewandt?
Es wird eine aktivierende Methode gewählt, die mit einer Einstiegsphase (Vorwissen), einer Gruppenarbeitsphase (Erstellung eines Schaubildes) und einer Ergebnissicherung (Präsentation) arbeitet.
Was ist das zentrale Thema des Hauptteils?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Erarbeitung und Visualisierung der merkantilistischen Mechanismen wie Zollpolitik und Exportförderung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Merkantilismus, Manufaktur, Colbert und Ludwig XIV. definiert.
Warum wird das Thema über die Einnahmen und Ausgaben eingeführt?
Dies dient dazu, das Vorwissen der Schüler über den Lebensstil des Königs zu nutzen und eine logische Notwendigkeit für das wirtschaftliche System abzuleiten.
Welche Rolle spielt das Schaubild im Unterricht?
Das Schaubild dient der Systematisierung der komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge des Merkantilismus durch die Schüler.
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- Marco Vorwig (Author), 2009, Französischer Absolutismus und die Bedeutung für die politische Entwicklung in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130006