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Interaktive Verhältnis zwischen Zuschauer und filmischer Textstruktur

Filmrezeption und Kognitionsprozesse im neoformalistischen Ansatz

Title: Interaktive Verhältnis zwischen Zuschauer und filmischer Textstruktur

Seminar Paper , 2007 , 13 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Magister Vesna Dakic (Author)

Film Science
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Kreiert mit dem Ziel, um eine vollständige Universalität und die effektivste Anwendung im Bereich der Filmanalyse zu erreichen, besitzt der neoformalistische Ansatz noch viele Mangelhaften. Obwohl wurde im neoformalistischen Ansatz die Frage wie man einen Film versteht, erklärt, beantworten die Neoformalisten aber nicht, warum man einen Film überhaupt anschaut und warum er von einem Film fasziniert wird. Die Definition von Subjekts (Zuschauer) im neoformalistischen Ansatz bleibt auch problematisch. Nämlich ist es unklar, ob das Subjekt ein neutrales, zweckgerichtetes, rationales Wesen ist, das schemata und Vorwissen benutzt, um Information zu verarbeiten und einen Film zu verstehen. Wenn das so ist, stellt man logischerweise die Frage, wie das Subjekt sich von den kulturellen und sozialen Systemen distanziert, um so ein hohes Niveu von Objektivität zu erreichen.Deswegen kann man weiter das Problem der unaufgeklärte Rolle der Emotionen im neoformalistischen Interpretation von Kognitionsprozess aktualisieren. Die kognitive Psychologie befaßt sich zwar mit Emotionen, aber die Frage der emotionalen Wirkung ist in dem neoformalistischen Ansatz noch weitgehend offen. Also bleibt noch als ´Streitpunkt´ zwischen der neoformalistischen kognitiven Theorie und der poststrukturalistisch-psychoanalytischen Theorie, die Frage, ob und wie unbewußte und emotionale Faktoren konstitutiv für den Zuschauer sind und wie man sie in Hinsicht auf die Filmrezeption konzipieren kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Neoformalismus und Konzeption der Filmrezeption

Konstruktivistische Annahme der Rolle des Zuschauers

Story-Konstruktion und narrative comprehension

Die Rolle von Schemata in Kognitionsprozess

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Zuschauer und der filmischen Textstruktur durch die theoretische Linse des Kognitivismus und Neoformalismus. Das primäre Ziel ist es, zu ergründen, wie kognitive Prozesse des Zuschauers die Filmrezeption determinieren und welche Rolle dabei die Konstruktion einer narrativen Geschichte (story-constructing) spielt.

  • Grundlagen des neoformalistischen Ansatzes und der Filmrezeption
  • Die konstruktivistische Sichtweise auf die aktive Rolle des Zuschauers
  • Mechanismen der Story-Konstruktion und narrativen Verständnisses
  • Die Bedeutung von Schemata und Erwartungsbildungen im Kognitionsprozess

Auszug aus dem Buch

Story-Konstruktion und narrative comprehension

Der neoformalistische Ansatz basiert auf der Prämisse, dass das Zuschauers Verständnis der story das wichtigste Ziel der Filmnarration ist. Wie Peter Riedl das formuliert: "Der Zuschauer ist das Medium der Form". Die Hintergründe, die sich ständig im Lauf der Zeit ändern, könnten unser Verstehen eines Films nicht mehr umwandeln, wenn es ausschließlich von der inneren Form des Werks bestimmt wäre. Dabei behauptet Kristin Thompson: "Es gibt keine unendlich vielen Lesearten, sondern nur eine, das auf Filmstruktur basiert".

Welche Machanismen aktiviert der Zuschauer, um eine Geschichte zu verstehen? Wegen Neoformalisten sind diese Mechanismen sehr komplex und umfassen eine Reihe von verschiedenen Aktivitäten, die von uns eine Geschicklichkeit relevant für story-Konstruktion fordert. Bordwell erläutert das durch eine Parallele mit Lesen: "We are accustomed to think of reading printed matter as automatic, but even after the language has been learned, reading is an immensely intricate achievement, requiring the selection of slient cues, the processing of large units, decisions about how to sample the text, anticipations, and the projection of an ongoing semantic whole." Änlich fordert der Film, als eine Mischung von visuellen, akustischen und verbalen stimuli, eine aktive und komplexe Konstruktion von dem Zuschauer. Die Aufgabe des Zuschauers ist also nicht nur zu betrachten, was in dem Film passiert, sondern aktiv im Prozess von story-Konstruktion teilzunehmen. Kurz gesagt, wenn die grundlegende Funktion von einem narrativen Film das story-telling ist, ist dann die grundlegende Funktion des Zuschauers das story-following. Gerade hat der neoformalistische Ansatz die Ambition das Mechanismus des story-following zu erklären. Zentrale Frage dieses Ansatzes ist also wie der Zuschauer die Ereignisse, die nicht chronologisch dargestellt werden, ordnet sukzessiv und findet die kausale Verbindungen zwischen ihnen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der Filmrezeption und die Gegenüberstellung von neoformalistisch-kognitiven und poststrukturalistisch-psychoanalytischen Ansätzen.

Neoformalismus und Konzeption der Filmrezeption: Erläuterung des neoformalistischen Ansatzes als "ein Ansatz, viele Methoden", der die Aufmerksamkeit auf die stilistische und formalistische Erkennung des Zuschauers lenkt.

Konstruktivistische Annahme der Rolle des Zuschauers: Beschreibung des Zuschauers als aktives Subjekt, das durch physiologische und psychologische Prozesse eine konstruktive Wahrnehmung der Filmwelt leistet.

Story-Konstruktion und narrative comprehension: Analyse der Mechanismen, durch die Zuschauer visuelle und auditive Reize zu einer schlüssigen Narration zusammensetzen.

Die Rolle von Schemata in Kognitionsprozess: Untersuchung der Bedeutung von erlernten Mustern (Schemata) für die Hypothesenbildung und das Verständnis der Filmhandlung.

Zusammenfassung: Kritische Reflexion der Stärken und Schwächen des neoformalistischen Modells, insbesondere hinsichtlich der Vernachlässigung emotionaler Faktoren.

Schlüsselwörter

Filmrezeption, Neoformalismus, Kognitionsprozess, Filmtheorie, Story-Konstruktion, Konstruktivismus, Zuschauer, Schemata, Filmanalyse, narrative comprehension, Perzeption, Hypothesenbildung, Filmstruktur, Wahrnehmung, Emotionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Zuschauer kognitiv Filme verarbeiten und dabei eine narrative Struktur aus dem Gesehenen konstruieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Filmrezeption, der Neoformalismus, kognitive Prozesse der Wahrnehmung sowie die Rolle von Schemata und Hypothesen bei der filmischen Erzählung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie Kognitionsprozesse die Filmrezeption determinieren und auf welche Weise der Zuschauer aktiv zur Entstehung der Filmbedeutung beiträgt.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf den Neoformalismus (insbesondere David Bordwell und Kristin Thompson) und konstruktivistische Wahrnehmungstheorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil befasst sich mit der aktiven Rolle des Zuschauers, der Konstruktion von Filmhandlungen, der Nutzung von Schemata und der kritischen Bewertung der kognitiven Theorie.

Welche Schlüsselwörter definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kognition, Filmrezeption, Neoformalismus, Schemata und narrative Konstruktion charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Neoformalismus von psychoanalytischen Theorien?

Während psychoanalytische Theorien unbewusste Faktoren zentral setzen, betrachtet der Neoformalismus den Zuschauer als rationales, aktives Subjekt, das bewusst Informationen verarbeitet.

Welche Kritik übt die Autorin am neoformalistischen Ansatz?

Die Autorin weist darauf hin, dass der kognitive Ansatz emotionale Faktoren und die Gründe, warum man Filme überhaupt faszinierend findet, weitgehend vernachlässigt.

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Details

Title
Interaktive Verhältnis zwischen Zuschauer und filmischer Textstruktur
Subtitle
Filmrezeption und Kognitionsprozesse im neoformalistischen Ansatz
College
Free University of Berlin  (Institut für Theaterwissenschaft)
Course
Theorie und Ästhetik des Films
Grade
1.3
Author
Magister Vesna Dakic (Author)
Publication Year
2007
Pages
13
Catalog Number
V130031
ISBN (eBook)
9783640361939
ISBN (Book)
9783640362196
Language
German
Tags
Interaktive Verhältnis Zuschauer Textstruktur Filmrezeption Kognitionsprozesse Ansatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Vesna Dakic (Author), 2007, Interaktive Verhältnis zwischen Zuschauer und filmischer Textstruktur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130031
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