Im Rahmen des Referats „Prototyping in der Softwareentwicklung“ sollen in einem Überblick die Arten, Wirkungsweise sowie Konsequenzen von Prototypen in der Softwareentwicklung dargestellt werden.
Hierzu werden eingangs die Begriffe Prototyp und Prototyping definiert und abgegrenzt.
Anschließend wird auf rückkopplungsbedingte Probleme der Softwareentwicklung eingegangen und das Prototyping als mögliches Lösungsmodell vorgestellt. In Kapitel 4 wird anschließend auf Prototyping-Modell sowie ihre Wirkung im Softwareentwicklungsprozess eingegangen. Kapitel 6 beinhaltet die Darstellung einzelner Prototypen und ihrer Aufgaben in der Softwareentwicklung.
Inhaltsverzeichnis
1 Aufgabenstellung
2 Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen und -abgrenzungen
2.2 Probleme der Softwareentwicklung
3 Lösungsmodell Prototyping
4 Arten des Prototyping
4.1 Exploratives Prototyping
4.2 Experimentelles Prototyping
4.3 Evolutionäres Prototyping
4.4 Rapid Prototyping
4.5 Horizontales Prototyping
4.6 Vertikales Prototyping
5 Arten von Prototypen
5.1 Demonstrationsprototyp
5.2 Prototyp im engeren Sinne
5.3 Labormuster
5.4 Pilotsystem
6 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen strukturierten Überblick über Prototyping in der Softwareentwicklung zu geben, insbesondere hinsichtlich seiner Arten, Wirkungsweisen und Konsequenzen. Dabei wird analysiert, wie Prototypen als Lösungsmodell für Kommunikationsprobleme zwischen Auftraggebern, Anwendern und Entwicklern fungieren können.
- Grundlagen und Definitionen des Prototyping-Begriffs
- Analyse der klassischen Probleme in der Softwareentwicklung
- Klassifizierung der verschiedenen Arten des Prototyping
- Differenzierung spezifischer Prototypen-Typen und deren Aufgaben
Auszug aus dem Buch
4. Arten des Prototyping
Je nach erwünschter Wirkung im Softwareentwicklungsprozess können folgende Prototyping-Modelle unterschieden werden.
4.1 Exploratives Prototyping
Mit Hilfe des expolorativen (erforschenden) Prototyping sollen bisher noch nicht erkannte Anforderungen an das System ermittelt werden. Es unterstützt primär die Kommunikation zwischen Entwicklern und Anwendern und sorgt somit für eine Beteiligung der zukünftigen Benutzer eines Softwareproduktes am Entwicklungsprozess. Das explorative Prototyping kann als Hilfsmittel im Phasenmodell der Softwareentwicklung besonders den Prozess der Anforderungsdefinition unterstützen. Ein wesentliches Merkmal dieses Prototyping-Modells ist der „Wegwerfcharakter“: Nach Erfüllung seiner Aufgabe wird der Prototyp nicht weiter verwendet. Eine saubere Konstruktion im Sinne der Qualitätsansprüche der Softwareentwicklung ist daher nicht erforderlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Aufgabenstellung: Dieses Kapitel erläutert das Vorhaben, einen Überblick über Prototypen, deren Arten und deren Einfluss auf den Softwareentwicklungsprozess zu geben.
2 Grundlagen: Hier werden der Begriff Prototyp definiert sowie die Probleme der klassischen Softwareentwicklung, insbesondere die mangelnde Rückkopplung zwischen den Beteiligten, beleuchtet.
3 Lösungsmodell Prototyping: Dieses Kapitel beschreibt Prototyping als Modell zur Verbesserung der Kommunikation und diskutiert Vor- sowie Nachteile des Ansatzes.
4 Arten des Prototyping: Hier werden verschiedene Prototyping-Modelle wie exploratives, experimentelles, evolutionäres, Rapid, horizontales und vertikales Prototyping unterschieden.
5 Arten von Prototypen: Dieses Kapitel klassifiziert Prototypen anhand ihrer spezifischen Aufgaben, wie Demonstrationsprototypen, Prototypen im engeren Sinne, Labormuster und Pilotsysteme.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung des Prototyping als Modell zur Problembewältigung und die verschiedenen Unterscheidungsmöglichkeiten kurz zusammen.
Schlüsselwörter
Prototyping, Softwareentwicklung, Wasserfallmodell, Anforderungsdefinition, Exploratives Prototyping, Evolutionäres Prototyping, Rapid Prototyping, Horizontales Prototyping, Vertikales Prototyping, Demonstrationsprototyp, Labormuster, Pilotsystem, Rückkopplung, Systementwicklung, Softwarelösung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einsatz von Prototypen in der Softwareentwicklung als ein Modell, um den Entwicklungsprozess zu unterstützen und bekannte Probleme klassischer Vorgehensmodelle zu überwinden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Prototypen, die Problematik der Anforderungsermittlung, die verschiedenen methodischen Arten des Prototyping sowie die Klassifizierung von Prototypen basierend auf ihren Aufgaben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über die Arten, Wirkungsweisen und Konsequenzen des Prototyping zu vermitteln, um dessen Nutzen in der Softwareentwicklung zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis bestehender theoretischer Konzepte und Standardwerke der Softwaretechnik einen strukturierten Überblick über das Thema erstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Problematik, die Beschreibung von Prototyping als Lösungsmodell, eine detaillierte Auflistung der Prototyping-Modelle sowie eine Einteilung der Prototypen nach ihren Aufgaben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Prototyping, Softwareentwicklung, Anforderungsdefinition, Rückkopplung, Exploratives Prototyping und Evolutionäres Prototyping charakterisieren.
Warum entstehen in klassischen Modellen Probleme bei der Rückkopplung?
Probleme entstehen oft, weil Entwickler nach der Anforderungsphase isoliert arbeiten und Anwender erst nach Fertigstellung des Produkts ein Ergebnis sehen, wodurch eine Einflussnahme während der Entwicklung entfällt.
Was unterscheidet das explorative vom evolutionären Prototyping?
Das explorative Prototyping dient primär der Anforderungsfindung und hat einen "Wegwerfcharakter", während das evolutionäre Prototyping als kontinuierliche Weiterentwicklung einer ersten Version zur endgültigen Softwarelösung angelegt ist.
Was ist das Kennzeichen eines horizontalen Prototyping?
Beim horizontalen Prototyping wird die gesamte Funktionalität einer Softwarelösung betrachtet, jedoch nur für eine spezifische Ebene, wie etwa die Benutzeroberfläche, vollständig realisiert.
Wann ist ein Pilotsystem als Prototyp zu betrachten?
Ein Pilotsystem ist bereits Teil des realen Softwareproduktes; es entsteht, wenn ein Prototyp einen bestimmten Reifegrad erreicht hat und in Zyklen zur finalen Software weiterentwickelt wird.
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- Ulf Schröder (Author), 2008, Prototyping in der Softwareentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130044