Das Ziel dieser Arbeit ist, die Verbreitung des Tabak- und Cannabiskonsums bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen zu beschreiben und die Ursachen dieses Verhaltens zu reflektieren. Welche Auswirkungen bringt der Konsum von Tabak und Cannabis bei Jugendlichen mit sich? Immer mehr Jugendliche unserer Generation leiden an Suchtkrankheiten. Der einmalige Gebrauch von Cannabis unter Jugendlichen ist weit verbreitet. Zigarettenkonsum gefährdet die Gesundheit, kann Krebs verursachen und ist auch ohne wissenschaftliche Beweise ein weit verbreitetes Verhalten. Obwohl das als allgemein bekannt vorausgesetzt werden kann, bringt der Konsum von Cannabis bestimmte Risiken wie psychische Auffälligkeiten hervor. Aufgrund dessen stellt sich aber immer wieder die Frage, weshalb Jugendliche Tabak anfordern und konsumieren. Der Konsum von Tabak ist eine wirtschaftlich und sozial anerkannte wie sozial-kommunikative Erscheinung, die in weiteren Teilen der Welt sowie auch der Bundesrepublik weder sozial noch politisch sanktioniert wird. Der Cannabiskonsum gehört in Deutschland zu den nicht verkehrsfähigen Stoffen und ohne Genehmigung ist Anbau, Herstellung, Handel und Besitz strafbar, dessen ungeachtet wird der Stoff konsumiert. Viele Forscher haben sich bis heute bereits mit dem Konsum von potenziell schädlichen Substanzen befasst und neue Ergebnisse hervorgebracht. Einige haben sich spezifisch dem Tabak sowie auch dem Cannabis und dessen Wirkung gewidmet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Sucht?
3. Gründe für den Tabakkonsum im Jugendalter
3.1 Medialer Einfluss und Macht der Werbung
3.2 Das Bedürfnis dazuzugehören
3.3 Akt der Rebellion
4. Konsequenzen des Rauchens
4.1 Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen
4.2 Physiologische Abhängigkeit
4.3 Psychische Störungen durch den Tabakkonsum
4.4 Mortalität und Morbidität durch den Tabakkonsum
5. Rückgang des Tabakkonsums
6.Cannabis
6.1 Cannabis in der Gesellschaft
6.2 Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen
6.3 Psychische Störungen durch den Cannabiskonsum
6.4 Die Rechtslage: Legalisierung und Tolerierung
6.5 Gebrauchsmuster der Rauschdroge
7. Cannabis IQ Studie
8. Auswirkungen von Tabak- und Cannabiskonsum auf schulische Leistungen
9. Rausch
10. Praxistransfer
11. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den aktuellen Forschungsstand zum Tabak- und Cannabiskonsum bei Jugendlichen zu erläutern, die Verbreitung sowie die Ursachen dieses Verhaltens zu beschreiben und die negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen zu reflektieren.
- Analyse der Beweggründe für Tabakkonsum im Jugendalter (Einfluss der Werbung, Gruppenzwang, Rebellion)
- Darstellung der physiologischen und psychischen Folgen von Nikotin- und Cannabiskonsum
- Evaluation des Rückgangs des Tabakkonsums durch präventive Maßnahmen
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Drogenkonsum, schulischen Leistungen und Intelligenzentwicklung
- Reflexion der rechtlichen Situation und gesellschaftlichen Wahrnehmung von Cannabis
Auszug aus dem Buch
3.1 Medialer Einfluss und Macht der Werbung
Untersuchungen zeigen, dass im Allgemeinen zwei Phänomene eintreten, die sich besonders auf die Übernahme neuer Gewohnheiten, Stile und Haltungen der Jugendlichen auswirken. Zuerst machen sich Jugendliche durch Massenmedien, Altersgenossen sowie durch Beobachtung der Erwachsenenwelt bildhafte Vorstellungen wobei manche sehr konkret sind, andere überaus vage. Sie wollen wie ihre Vorbilder sein, so haben vor allem rauchende Topstars einen starken Einfluss auf Kinder und Jugendliche, denn sie vermitteln besonders eindringlich das Gefühl, dass Rauchen beeindruckend und attraktiv ist. Studien zeigen, dass je mehr Rauchszenen Kinder oder Jugendliche in Filmen sehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst mit dem Rauchen anfangen. In der Werbung werden assoziiert man Rauchen mit Attributen, die in unserer Gesellschaft als positiv empfunden werden. Das zeigt sich auch in der bekannten Werbung der Marke Marlboro, in dem ein Mann durch die weite Landschaft reitet. Es wird suggeriert, dass Freiheit, Unabhängigkeit, Abenteuer und Zigaretten zusammengehören. Das Bild von „echten Männern“ wird geschaffen. Jungen Mädchen wird vermittelt, dass sie dadurch schlank, begehrenswert und attraktiv werden. Diese ganzen Botschaften werden unbewusst wahrgenommen und schaffen positive Assoziationen, die emotionale Auswirkungen haben. (Busson, 2010, S.19-20) Laut der DAK Gesundheit (2018) haben Kinder und Jugendliche ein höheres Risiko, mit dem Rauchen anzufangen, wenn sie viele Serien oder Filme sehen, in denen geraucht wird. Jugendliche, denen ein Promotionsprodukt oder eine Werbekampagne einer Tabakmarke oder ein T-Shirt besonders gut gefällt, rauchen häufiger.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Analyse des Tabakkonsums bei Jugendlichen in Deutschland und Zielsetzung der Seminararbeit zur Erläuterung des Forschungsstandes.
2. Was ist Sucht?: Abgrenzung und Definition von Sucht und Abhängigkeit anhand international anerkannter Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM5.
3. Gründe für den Tabakkonsum im Jugendalter: Beleuchtung der psychosozialen Motive für den Einstieg in den Tabakkonsum, wie Medieneinfluss, Zugehörigkeitsgefühl und Rebellion.
4. Konsequenzen des Rauchens: Überblick über die gesundheitlichen Gefahren durch toxische Inhaltsstoffe, die Entstehung körperlicher Abhängigkeit sowie psychische und physische Langzeitschäden.
5. Rückgang des Tabakkonsums: Diskussion über die abnehmenden Zahlen bei Jugendlichen und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen wie Werbeverbote und Preiserhöhungen.
6.Cannabis: Erörterung der gesellschaftlichen Positionierung, der Inhaltsstoffe von Cannabis und der rechtlichen Implikationen.
7. Cannabis IQ Studie: Darstellung einer medizinischen Langzeitstudie über die Auswirkungen von Cannabiskonsum auf die Intelligenzentwicklung Jugendlicher.
8. Auswirkungen von Tabak- und Cannabiskonsum auf schulische Leistungen: Untersuchung des Korrelats zwischen Drogenkonsum und schlechteren schulischen Ergebnissen bei Jugendlichen.
9. Rausch: Definition des Rausches als außergewöhnlichem Bewusstseinszustand und dessen Abgrenzung zum Krankheitsbild Sucht.
10. Praxistransfer: Reflexion über die Rolle der professionellen Schulsozialarbeit bei der Prävention und Beratung drogenkonsumierender Jugendlicher.
11. Diskussion: Zusammenführung der Ergebnisse der Literaturanalyse und Fazit zur Notwendigkeit intensiverer Aufklärungsarbeit über die gesundheitlichen Konsequenzen.
Schlüsselwörter
Tabakkonsum, Cannabiskonsum, Jugendliche, Suchtprävention, Nikotinabhängigkeit, Gruppenidentität, Schulleistungen, psychische Störungen, Medienwirkung, Cannabis, Jugendarbeit, Gesundheitsschäden, Konsummuster, Intelligenzquotient, Rausch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundlegend in dieser Seminararbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem Tabak- und Cannabiskonsum bei Jugendlichen in Deutschland, den Ursachen für diesen Konsum und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven für den Einstieg in den Drogenkonsum, den physischen und psychischen Schadensbildern sowie den Auswirkungen des Konsums auf Intelligenz und schulische Leistungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zum Konsumverhalten Jugendlicher zusammenzufassen und die Auswirkungen auf die Gesundheit sowie die Ursachen für das Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung verschiedener Studien, um fundierte Aussagen über Konsummuster und deren Folgen treffen zu können.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche: Ursachen (soziale und mediale Einflüsse), Konsequenzen des Rauchens (Inhaltsstoffe, Suchtpotenzial), spezifische Analysen zu Cannabis (Rechtslage, neurologische Effekte) und Auswirkungen auf Bildung und Entwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Suchtprävention, Jugendgesundheit, Cannabiskonsum, Nikotinabhängigkeit und pädagogischer Praxistransfer aus.
Warum spielt die Gruppenzugehörigkeit eine so große Rolle beim Drogenkonsum Jugendlicher?
Die Arbeit erläutert, dass Jugendliche durch das Rauchen oder den Konsum von Cannabis den Status innerhalb ihrer Clique erhöhen wollen, um Rebellion gegen Autoritäten zu demonstrieren und eine eigene Identität abseits der Eltern zu finden.
Welches Fazit zieht die Arbeit hinsichtlich der Aufklärung von Jugendlichen?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Aufklärung über die gravierenden, langfristigen gesundheitlichen Folgen von Tabak- und Cannabiskonsum nicht intensiv genug erfolgt und für Teenager eine stärkere, zielgruppengerechte Informationsvermittlung notwendig ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Rauchverhalten und Cannabiskonsum bei Jugendlichen. Ursachen und Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1300754