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Kellers Invisible-hand-Theorie

Zum Wandel der Sprache

Title: Kellers Invisible-hand-Theorie

Term Paper , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magister Henning Braun (Author)

German Studies - Linguistics
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Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Invisible-hand-Theorie von Rudi Keller. Grundlegend ist vor allem die Darstellung der Theorie in „Sprachwandel: von der Unsichtbaren Hand in der Sprache“ . Außerdem wird das später erschienene Werk „Bedeutungswandel“ , besonders in Teil 3, berücksichtigt. Ferner ziehe ich noch ein Beispiel aus einem 1982 erschienenen Zeitschriftenartikel von Keller heran.
In Teil 1 werde ich also die Theorie weitgehend kritiklos, doch teilweise schon reflektierend, darstellen. Dies beinhaltet die Prämisse, dass Sprache sich wandelt, die Kritik an früheren Erklärungen sprachlichen Wandels anderer Autoren und die Einführung der Invisible-hand-Theorie. Schließlich werde ich die „Individualkompetenzen“ und den daraus resultierenden Sprachbegriff berücksichtigen.
In Teil 2 setze ich mich kritisch mit dem in Teil 1 besprochenen Text auseinander. Dabei orientiere ich mich überwiegend an kritischen Beiträgen anderer Autoren zu „Sprachwandel“, welche selbst wiederum von mir kritisch betrachtet werden.
In Teil 3 kommt es dann zur Anwendung der Invisible-hand-Theorie. An konkreten Beispielen wie z.B. Friseur/Coiffeur/Hair Stylist werde ich die Anwendbarkeit unter Bezug auf die vorhergegangene Kritik überprüfen.
Im Schluss ziehe ich dann das Fazit meiner Überlegungen zu Kellers Invisible-hand-Theorie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Darstellung der Invisible-hand-Theorie

1.1. Die Voraussetzung sprachlichen Wandels

1.2. Dichotomien und ihr Ausweg

1.3. Phänomene der 3. Art und Invisible-hand-Theorie

1.4. Sprache als abstrahierte, gebrauchte Individualkompetenz

2. Kritik

2.1. Beispiellosigkeit

2.2. Invisible-hand-Theorie vs. sprachinterner Wandel u.a. Theorien

2.3. Wortschöpfungen

2.4. Selbstisolation

2.5. Extreme Dichotomie

2.6. Prognostizierbarkeit und Wahrheitswert

2.7. Handlungsmaximen

2.8. gleichgerichtete Intentionen, Trivialität und getrennte Sprachbereiche

3. Anwendung an konkreten Beispielen

3.1. Friseur vs. Coiffeur vs. Hair-Stylist

3.2. Weib vs. Frau

3.3. englisch1 vs. englisch2

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und bewertet die Invisible-hand-Theorie von Rudi Keller hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf sprachliche Wandlungsprozesse. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit den theoretischen Prämissen, der Unterscheidung von Mikro- und Makrobereichen sowie der praktischen Erprobung der Theorie an ausgewählten Sprachbeispielen.

  • Darstellung der Invisible-hand-Theorie nach Rudi Keller
  • Kritische Reflexion der theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätze
  • Analyse der Interaktion zwischen intentionalem Handeln und unintendierten kollektiven Folgen
  • Praktische Anwendung der Theorie an konkreten Beispielen (z. B. Friseur/Coiffeur, Weib/Frau)
  • Bewertung des Sprachbegriffs und der Handlungsmaximen

Auszug aus dem Buch

1.3. Phänomene der 3. Art und Invisible-hand-Theorie

Die oben genannte zweite Möglichkeit, Ergebnis einer menschlichen Handlung zu sein, nennt Keller „Phänomen der 3. Art“. Am gut nachzuvollziehenden Beispiel der Entstehung eines Staus erklärt er, wie jenes Phänomen mit den Intentionen der Individuen zusammenhängt. Die Intentionen der einzelnen Individuen richten sich weitgehend auf ihren persönlichen Vorteil, ihre Sicherheit, ihren Mikrokosmos. Keines von ihnen intendiert wahrscheinlich die Entstehung eines Staus. Dass nun ein Stau aus den vielen gleichen individuellen Einzelhandlungen (dem Abbremsen) entsteht, nennt Keller die kollektive Konsequenz, welche ein Phänomen der 3. Art darstellt. Die individuellen Handlungen im Mikrobereich haben also nicht intendierte, nicht überschaubare Auswirkungen in einen Makrobereich, welche notwendigerweise eintreten. „Phänomene der dritten Art sind immer zusammengesetzt aus einem Mikrobereich, der intentional ist, und einem Makrobereich, der kausaler Natur ist.“ (Keller 2003: 92) Ist der Stau entstanden, haben die Handlungen der Personen, die in ihm stehen oder hineinkommen, strenggenommen auch die notwendige, kollektive Konsequenz der Erhaltung des Staus, ohne dass sie es intendieren.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit führt in die Invisible-hand-Theorie von Rudi Keller ein und skizziert das methodische Vorgehen, das von einer deskriptiven Darstellung über eine kritische Auseinandersetzung bis hin zur praktischen Anwendung reicht.

1. Darstellung der Invisible-hand-Theorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundvoraussetzungen sprachlichen Wandels sowie die von Keller abgeleitete Trichotomie menschlicher Gegenstände als Alternative zu klassischen Dichotomien.

2. Kritik: Der Autor setzt sich mit verschiedenen Kritikpunkten aus der Fachliteratur auseinander, darunter die Frage der Beispielfülle, die Abgrenzung zu anderen Theorien und die Plausibilität der Handlungsmaximen.

3. Anwendung an konkreten Beispielen: Hier wird die Theorie an ausgewählten lexikalischen Beispielen wie der Entwicklung von Berufsbezeichnungen (Friseur/Coiffeur) und Bedeutungswandel (Weib/Frau) in der Praxis überprüft.

4. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass Kellers Ansatz trotz Schwächen in der Reduzierung auf Individualintentionen einen wertvollen theoretischen Beitrag zur Sprachwandeldiskussion leistet.

Schlüsselwörter

Invisible-hand-Theorie, Sprachwandel, Rudi Keller, Mikro- und Makrobereich, Phänomen der 3. Art, Sprachökonomie, Handlungsmaximen, Bedeutungswandel, Kollektive Konsequenz, Sprachgebrauch, Intentionalität, Sprachwissenschaft, Diachronie, Kommunikation, Individualkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert und hinterfragt Rudi Kellers „Invisible-hand-Theorie“ des Sprachwandels hinsichtlich ihrer theoretischen Konsistenz und praktischen Anwendbarkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der „Phänomene der dritten Art“, die Unterscheidung von Mikro- und Makrobereichen sowie die Debatte über intendierte Handlungen und unintendierte Folgen bei der Sprachentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit der Theorie, um aufzuzeigen, wo sie Sprachwandel adäquat erklären kann und wo sie an Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Literaturanalyse bestehender Forschungsbeiträge zu Kellers Werk und kombiniert diese mit einer eigenen empirischen Anwendung an ausgewählten linguistischen Beispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darlegung von Kellers Thesen, eine detaillierte Kritik an den methodischen und empirischen Annahmen sowie eine Überprüfung der Theorie anhand konkreter Sprachbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Invisible-hand-Theorie, Sprachwandel, Phänomen der 3. Art, Kausale/finale Erklärungsweise und Handlungsmaximen.

Inwiefern beeinflussen die „Handlungsmaximen“ Kellers Theorie nach Ansicht des Autors?

Der Autor kritisiert die Maximen als schwächsten Teil des Buches, da sie ihm teilweise zu mechanistisch und trivial erscheinen und die Komplexität menschlichen Handelns nur unzureichend erfassen.

Wie bewertet der Autor die Trennung von Mikro- und Makrobereich?

Obwohl er die Trennung als eigentliche Stärke der Theorie lobt, merkt er kritisch an, dass die Grenze in der Praxis oft fließend und schwer aufrechtzuerhalten ist.

Was zeigt das Beispiel „Friseur vs. Coiffeur“ über den Theorieansatz?

Das Beispiel illustriert laut Autor die Schwierigkeit, eine einzelne „erste Ursache“ für Wandel zu finden, da sich verschiedene gesellschaftliche und sprachliche Einflüsse im Prozess vermischen.

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Details

Title
Kellers Invisible-hand-Theorie
Subtitle
Zum Wandel der Sprache
College
University of Bonn  (Germanistisches Seminar, Abteilung für Deutsche Sprache und Ältere Literatur)
Course
Sprachwandel und Sprachvariation (Dr. Michael Elmentaler)
Grade
1,7
Author
Magister Henning Braun (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V130096
ISBN (eBook)
9783640359820
ISBN (Book)
9783640359646
Language
German
Tags
Kellers Invisible-hand-Theorie Wandel Sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Henning Braun (Author), 2005, Kellers Invisible-hand-Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130096
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