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Ist die Montessori-Pädagogik als Symptom des Wertewandels nach Ronald Inglehart zu verstehen? Alternative Bildungsinstitutionen in Deutschland

Titel: Ist die Montessori-Pädagogik als Symptom des Wertewandels nach Ronald Inglehart zu verstehen? Alternative Bildungsinstitutionen in Deutschland

Hausarbeit , 2022 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Elian Meyer (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird erstens die in Deutschland dominante Bildungsstruktur - das gegliederte Schulsystem - betrachtet. Historische Entwicklungen und bedeutende Zeitpunkte sowie wichtige Charakteristika sind hierbei passend zusammengefasst worden. Zweitens nimmt das Prinzip der Montessori-Pädagogik einen weiteren Platz in der Arbeit ein: Es werden bedeutende Unterschiede gegenüber des klassischen Bildungssystems erörtert. Der theoretische und letzte Hauptteil verbindet den Hintergrund des Postmaterialistischen Wertewandels nach Ronald Inglehart mit den inhaltlichen Befunden. Das Zusammenspiel Wertewandel - Bildung - Gesellschaft lenkt sich in eine bedeutsame Richtung, die in dieser Arbeit skizziert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2.1 Das gegliederte Schulsystem als traditionelle Bildungsinstitution

2.1.1 Ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess?

2.1.1.1 Preußen

2.1.1.2 Kaiserreichszeit

2.1.1.3 Weimarer Republik

2.1.1.4 Nationalsozialismus

2.1.1.5 Bundesrepublik

2.1.2 Funktionen und charakterliche Ausgestaltungen des traditionellen Bildungssystems

2.1.2.1 Bewertungsmethode

2.1.2.2 Prüfungsarten

2.1.2.3 Unterrichtsprinzip

2.2 Die Montessori-Pädagogik als alternative Bildungsinstitution

2.2.1 Zielvorstellungen, Eigenschaften und Umsetzungen der Montessori-Pädagogik

2.2.1.1 Einordnung der Montessori-Schulen im deutschen Schulsystem

2.2.1.2 Der Erdkinderplan

2.2.1.3 Bewertungsmethode

2.2.1.4 Unterrichtsmethode: Franz-von-Assisi-Schule in Augsburg

2.4 Bildungsinstitutionen im gesellschaftlichen Kontext

2.4.1 Der postmaterialistische Wertewandel nach Inglehart

2.4.1.1 Einführung und Überblick

2.4.1.2 Die deutsche Gesellschaft im Wandel

2.4.1.3 Veränderungen innerhalb der deutschen Bildungslandschaft

2.4.2 Das soziale System der Bildung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Interaktion zwischen historisch gewachsenen, gegliederten Schulstrukturen in Deutschland und dem gesellschaftlichen Wertewandel nach Ronald Inglehart. Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit alternative Bildungsmodelle wie die Montessori-Pädagogik als Symptome oder Reaktionen auf diese Wertentwicklungen zu verstehen sind.

  • Historische Entwicklung des gegliederten deutschen Schulsystems
  • Charakterisierung der Montessori-Pädagogik als alternative Bildungsform
  • Theorie des postmaterialistischen Wertewandels nach Inglehart
  • Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Werten und Schulstruktur
  • Konzeptuelle Vergleiche von Bewertungsmethoden und Unterrichtsprinzipien

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Preußen

Der Startpunkt dieser historischen Untersuchung beginnt in Preußen im Jahr 1717, in welchem die allgemeine Unterrichtspflicht eingeführt wurde (vgl. Ackeren et al. 2015: 14). Obwohl die Pflicht rechtlich bindend war, konnte sie in ihrer Anfangsphase nur schrittweise umgesetzt werden. So mangelte es an Schulräumen, Lehrkräften und der essenziellen Finanzierung des normalen Schulbetriebs (vgl. Anders 2018). Die Langwierigkeit der tatsächlichen Durchsetzung wird offensichtlich, da erst im Jahr 1816 ca. 60 Prozent der Schulkinder preußische Schulen besuchte (vgl. Ackeren et al. 2015: 14). In seiner frühen Entwicklungszeit wurde das Schulsystem Preußens langsam ausgebaut und weiterentwickelt. Einen historischen Wendepunkt stellen deshalb die Reformbemühungen durch Wilhelm von Humboldt (1767-1835) dar. Erste Züge des gegliederten Systems lassen sich hier erkennen: Demnach sahen die Humboldt-Reformen ein Schulsystem vor, das sich in Elementarschulen, Stadtschulen und Gymnasien ordnen sollte (vgl. Schindler 2019: Abschn. Erster Absatz). Der Hintergrund der Ideen Humboldts war in einer schwächelnden absoluten Monarchie eingebettet. Dazu zählte auch die Überwindung der bestehenden Ständeordnung, um qualifizierten Nachwuchs der wirtschaftlich relevanten Berufsstände zu garantieren. Weiterhin stellte sich der preußische Flickenteppich im Bildungsbereich gegen die Vorstellung eines modernen Staatenwesens (vgl. 2019: Abschn. Überwindung des Ständesystem in der Bildung). Wie heute klar ist, scheiterten die größten Teile der Reform, zumindest aus einer zeitgenössischen Perspektive (vgl. Tenorth 2017: 127). Dass sie trotzdem einen bleibenden Einfluss hinterließen und in einer anderen Form umgesetzt wurden, zeigt ihre historische Bedeutung und deren Einfluss auf das gegliederte Schulsystem. Denn zum einen entwickelte sich das humanistische Gymnasium als höchste Gliederungsstufe. Andererseits entstanden diverse Gewerbeschulen (vgl. Vogel 2017: 80). Diese als „höheren“ und „niederen“ Schulen (Ackeren et al. 2015: 15) bezeichneten Einrichtungen können als erste Ausprägungen des gegliederten Systems verstanden werden. So zeigt sich, dass durch die Abgrenzungen von Schulformen in untere und obere Anstalten der Ursprung des gegliederten Schulsystems besonders in Preußen liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Verknüpfung historischer Bildungsstrukturen mit dem Wertewandel.

2.1 Das gegliederte Schulsystem als traditionelle Bildungsinstitution: Dieses Kapitel analysiert die historische Entstehung und die strukturellen Merkmale des deutschen Schulsystems von der Preußenzeit bis zur Bundesrepublik.

2.1.2 Funktionen und charakterliche Ausgestaltungen des traditionellen Bildungssystems: Hier werden die zentralen Funktionsweisen wie Notengebung und Frontalunterricht kritisch beleuchtet.

2.2 Die Montessori-Pädagogik als alternative Bildungsinstitution: Das Kapitel stellt die Montessori-Pädagogik als Gegenmodell vor und untersucht deren Konzepte sowie die praktische Umsetzung.

2.4 Bildungsinstitutionen im gesellschaftlichen Kontext: Dieser Teil ordnet Bildung in den theoretischen Rahmen des postmaterialistischen Wertewandels nach Inglehart ein.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das gegliederte System reformbedürftig ist und alternative Ansätze zunehmend an Bedeutung gewinnen, um auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.

Schlüsselwörter

Schulsystem, Montessori-Pädagogik, Wertewandel, Ronald Inglehart, Postmaterialismus, Bildungsinstitution, Schulentwicklung, Leistungsprinzip, Zertifikatsausgabe, Bildungsforschung, Preußen, Schulreform, Sozialstruktur, Pädagogik, Individualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das deutsche gegliederte Schulsystem im Kontext historischer Entwicklungen und dessen Korrelation zum gesellschaftlichen Wertewandel, insbesondere im Hinblick auf alternative Bildungsangebote.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Genese des preußischen Schulsystems, die Montessori-Pädagogik als pädagogische Alternative sowie die Inglehart’sche Theorie des postmaterialistischen Wertewandels.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, inwieweit alternative Bildungsstrukturen wie die Montessori-Pädagogik als Reaktion auf den sich wandelnden Wertewandel in der deutschen Gesellschaft zu interpretieren sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer historisch-analytischen Auswertung von Literatur und Fachbeiträgen, ergänzt durch die Analyse von Konzepten im Kontext der Bildungssoziologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung der Schulstrukturen, die Darstellung der Montessori-Prinzipien und die Verknüpfung dieser mit sozialwissenschaftlichen Theorien zur gesellschaftlichen Transformation.

Welche Begriffe charakterisieren diese Publikation am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungssystem, Montessori-Pädagogik, Wertewandel, Schulentwicklung und postmaterialistische Werte.

Warum ist der "Erdkinderplan" für die Argumentation der Arbeit wichtig?

Der Erdkinderplan verdeutlicht den Montessori’schen Ansatz für das Sekundarschulalter, welcher eine bewusste Abkehr vom traditionellen, fremdbestimmten Unterricht zugunsten individueller Persönlichkeitsentfaltung vorsieht.

Welche Rolle spielt die Notengebung als Bewertungsmethode?

Die Notengebung fungiert im traditionellen System als Selektionsinstrument und Zeichen für das Leistungsprinzip, während alternative Konzepte wie die Montessori-Schulen eher auf differenzierte, qualitative Rückmeldungen setzen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist die Montessori-Pädagogik als Symptom des Wertewandels nach Ronald Inglehart zu verstehen? Alternative Bildungsinstitutionen in Deutschland
Veranstaltung
Forschungsthemen der Sozialstrukturanalyse
Note
1,3
Autor
Elian Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
27
Katalognummer
V1301131
ISBN (PDF)
9783346770035
ISBN (Buch)
9783346770042
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gegliedertes Schulsystem Deutschland Montessori-Pädagogik Sozialstruktur Bildungssoziologie Wertewandel soziale System
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elian Meyer (Autor:in), 2022, Ist die Montessori-Pädagogik als Symptom des Wertewandels nach Ronald Inglehart zu verstehen? Alternative Bildungsinstitutionen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301131
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Leseprobe aus  27  Seiten
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