Diese Studienarbeit analysiert den Microsofts Windows XP Nachfolger mit dem Codenamen
Longhorn. Im Mittelpunkt der Analyse steht Microsofts neues drei Säulen Modell mit dem
neuen Benutzerinterface Avalon, dem Dateisystemaufsatz Windows Future Store (WinFS)
und der Kommunikationsschnittstelle Indigo. Auf alle 3 Säulen wird im Rahmen dieser Studienarbeit
ausführlich eingegangen.
Über diesen drei Säulen befindet sich WinFX, der Nachfolger des Win32 API. WinFX bildet
die gesamte Funktionalität des Betriebssystems über Managed Code ab.
Unter den drei Säulen befindet sich das Fundament mit dem neuen Schattenbetriebssystem
Next Generation Secure Computing Base (NGSCB), welches durch die Trennung des Betriebssystems
in zwei Kerne und durch die Zusammenarbeit von spezieller Hard- und Software
für mehr Sicherheit sorgen soll.
Neben der Installation und Analyse von Microsoft Longhorn wird die Studienarbeit durch eine
Sicherheitsanalyse von Longhorn mit dem Open-Source Sicherheitsanalysetool Nessus
ergänzt.
Da Longhorn nur einen Teil der Microsoft .NET Vision für die kommenden Jahre darstellt,
befasst sich diese Studienarbeit auch mit der Installation und Analyse von Whidbey.
Whidbey ist der Nachfolger der Visual Studio .NET Entwicklungsumgebung und bildet zugleich
auch das .Net Framework der zweiten Generation.
Hierbei werden einige der herausragenden Features von Whidbey, wie z.B. Generics, Object
Spaces, Whitehorse und Clickonce-Deployment vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Longhorn
2.1 WinFX und das Longhorn SDK
2.2 3-Säulen Modell
2.2.1 Avalon
2.2.1.1 Ziel
2.2.1.2 Architektur und Funktionalität
2.2.1.3 XAML
2.2.2 Windows Future Store (WinFS)
2.2.2.1 Ziele von WinFS
2.2.2.2 Architektur
2.2.2.3 NTFS- Die Basis von WinFS
2.2.2.4 Datenmodell-Items
2.2.2.5 Info-Agenten
2.2.3 Indigo
2.2.3.1 Verteilte Systeme
2.2.3.2 Ziel
2.2.3.3 Einsatz von Indigo
2.2.3.4 Verfügbarkeit
2.3 NGSCB
2.3.1 Sicherheit durch Hard- und Software
2.3.1.1 TPM-Chips
2.3.1.2 Nexus Computing Agents
2.3.1.3 Security Support Component
2.3.1.4 Wird NGSBC unter Longhorn zur Pflicht?
2.4 Sicherheitsanalyse Longhorn
2.5 Treiber unter Longhorn
2.5.1 Longhorns Treiberinstallationsarchitektur
2.6 Performancevergleich Longhorn vs. Windows XP
3 .NET Framework
3.1 Was ist das .NET Framework?
3.2 Whidbey
3.2.1 Generics
3.2.2 Object Spaces
3.2.3 Whitehorse
3.2.4 Clickonce-Deployment
3.3 Performancevergleich Visual Studio .NET vs. Visual Studio 2005 (Whidbey)
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit analysiert das Microsoft-Betriebssystem mit dem Codenamen Longhorn sowie das .NET Framework, wobei der Fokus auf der technischen Architektur, Sicherheitskonzepten und der Entwicklungsumgebung Whidbey liegt, um den Übergang zur nächsten Generation von Microsoft-Technologien zu verstehen.
- Analyse des 3-Säulen-Modells (Avalon, WinFS, Indigo)
- Sicherheitsarchitektur durch NGSCB und verbesserte Firewall-Funktionen
- Umstellung der Treiberinstallationsarchitektur
- Evaluierung der Entwicklungsumgebung Whidbey
- Performance-Vergleiche zwischen Vorläufer- und neuen Systemkomponenten
Auszug aus dem Buch
2.2.1.2 Architektur und Funktionalität
Avalon baut nicht auf den herkömmlichen Windows Forms bzw. Win32 auf, sondern das .NET Framework wurde um mehrere neue Klassen erweitert. Diese neue Technologie soll die bekannten Schnittstellen wie das Graphical Device Interface (GDI), GDI+ und zum Teil auch DirectX ablösen und ist tief in dem Betriebssystem verwurzelt.
Bei Longhorn soll keine pixelbasierte Darstellung wie bisher, sondern eine dpi-unabhängige, d.h. auflösungsunabhängige Vektorgrafik mit Windows Vector Graphics (WVG) genutzt werden. Ein Grund hierfür ist sicherlich das man mit den Bitmap-basierenden Systemen, bei den immer größer werdenden Bildschirmen mit höheren Auflösungen, schnell an die Grenzen des Machbaren stößt. Ein weiteres Feature dieser WVG Technologie ist, dass man einen stufenlosen Zoom erhält.
Die einzelnen Elemente (wie z.B. Buttons, DataGrids oder Labels) werden sich auch ohne großen Aufwand transformieren, d.h. beliebig drehen, spiegeln, verzerren, etc. lassen, da sie über Vektoren beschrieben werden.
Die verschiedenen Technologien, die heute bestehen um Oberflächen auf dem Windows Desktop anzuzeigen sollen bei Avalon zusammengefasst werden. Avalon schafft dadurch ein einheitliches Modell für UI, Dokumente und Medieninhalte.
Das bedeutet man möchte eine flexible Architektur bekommen, die die verschiedenen Technologien integriert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Kontext der Ankündigung von Longhorn auf der Professional Developer Conference (PDC) 2003 und nennt die angestrebten Hardware-Voraussetzungen.
2 Longhorn: Analysiert die technologischen Kernkomponenten des Betriebssystems, insbesondere das WinFX-Programmiermodell, das 3-Säulen-Modell (Avalon, WinFS, Indigo), Sicherheitsmechanismen wie NGSCB und neue Treiber-Installationskonzepte.
3 .NET Framework: Erläutert das .NET Framework als Grundlage für moderne Windows-Entwicklung und untersucht die Entwicklungsumgebung Whidbey sowie deren Neuerungen wie Generics, Object Spaces und Clickonce-Deployment.
4 Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und ordnet Longhorn in die langfristige .NET-Vision von Microsoft ein, wobei der Fokus auf dem schrittweisen Wandel hin zu Managed Code liegt.
Schlüsselwörter
Longhorn, Windows, WinFX, .NET Framework, Avalon, WinFS, Indigo, NGSCB, Whidbey, Sicherheit, Performance, Managed Code, Betriebssystem, Architektur, Treiber
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Analyse des Windows XP-Nachfolgers mit dem Codenamen Longhorn sowie der Entwicklungsumgebung Whidbey.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Felder sind das sogenannte 3-Säulen-Modell (Präsentation, Daten, Kommunikation), Sicherheitsaspekte, Treiber-Architektur und die Weiterentwicklung der .NET-basierten Softwareumgebung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist eine fundierte Analyse der neuen Technologien, die Microsoft unter dem Codenamen Longhorn einführt, um zu verstehen, wie diese das Betriebssystem und die Anwendungsentwicklung verändern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus konzeptioneller Analyse der Systemarchitektur und praktischen Performancetests (Benchmarking) sowie Sicherheitsüberprüfungen mittels Nessus an einem installierten Alpha-Build.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Longhorns Kernkomponenten (Avalon, WinFS, Indigo), das Sicherheitskonzept NGSCB, Treiberarchitekturen und eine detaillierte Betrachtung des .NET Frameworks und Whidbey.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind Longhorn, .NET, Managed Code, WinFX, Sicherheitsanalyse und Systemarchitektur.
Wie bewertet der Autor den Status des untersuchten Longhorn-Builds 4051?
Der Autor stellt fest, dass das Build 4051 noch stark auf der Basis von Windows XP operiert und viele der angekündigten neuen Konzepte in der vorliegenden Alpha-Version nur in Ansätzen oder noch nicht vollständig implementiert sind.
Welche Rolle spielt die Sicherheitsanalyse mittels Nessus?
Die Nessus-Analyse dient dazu, Schwachstellen des Longhorn-Builds aufzudecken, wobei insbesondere die Netzwerkintegration und die Firewall-Funktionalität getestet wurden, um den Sicherheitsstatus gegenüber Windows XP zu vergleichen.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Ing. Stefan Zähringer (Autor:in), 2005, Installation und Analyse Microsoft Longhorn, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130121