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Rassismus in der Sozialen Arbeit

Inwieweit reproduzieren Sozialarbeiter*innen Rassismus im beruflichen Alltag und inwiefern reflektieren sie ihre eigenen Denk- und Handlungsweisen in Bezug auf rassistische Strukturen?

Titel: Rassismus in der Sozialen Arbeit

Bachelorarbeit , 2020 , 83 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fulya Okur (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll einen Beitrag zur aktuellen Auseinandersetzung mit Rassismus in der Sozialen Arbeit leisten. Hierfür werden die Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit, die die Reproduktion von Rassismus in der Sozialen Arbeit begünstigt, in den Blick genommen und die Verstrickung der Sozialen Arbeit in Macht- und Herrschaftsstrukturen aufgezeigt. Die Arbeit geht konkret der Frage nach, inwiefern Sozialarbeiter*innen in ihrem beruflichen Alltag Rassismus reproduzieren und inwiefern sie ihre eigenen Denk- und Handlungsweisen in Bezug auf rassistische Strukturen reflektieren. Zentrale Antworten auf diese Frage werden durch eine bereits vorhandene Studie von Claus Melter (2006) „Rassismuserfahrungen in der Jugendhilfe: eine empirische Studie zu Kommunikationspraxen in der Sozialen Arbeit“ gewonnen. Diese Ergebnisse werden unter rassismuskritischen Gesichtspunkten ausgewertet, um die rassismuskritische pädagogische Arbeit als einen Ansatz vorzustellen, der die Reproduktion von Rassismus in der Sozialen Arbeit verringert und zu einer Reflexion der eigenen Positionierung in rassistischen Verhältnissen auffordert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zum Aufbau der Arbeit

1.2 Begriffsdefinitionen und Schreibweisen

1.2.1 Anführungszeichen

1.2.2 „Rasse“

1.2.3 Schwarze Menschen, weiße Menschen und People of Color

1.2.4 Postkolonialismus

1.2.5 Kultur

2 Annäherung an den Begriff Rassismus

2.1 Umgang mit Rassismus in der BRD

2.2 „Ausländerfeindlichkeit“ und „Fremdenfeindlichkeit“

2.3 Rassismustheoretische Positionen

2.3.1 Rassismus als Apparat nach Mark Terkessidis

2.3.2 Rassismus zur Legitimation von ungleichen Machtverhältnissen

2.3.3 Rassismus ohne „Rassen“

2.4 Alltagsrassismus

2.5 Institutioneller und struktureller Alltagsrassismus

2.6 Othering- Konstruktion der „Anderen“

3 Kritisches Weißsein

4 Rassismuskritik als Querschnittaufgabe für die Soziale Arbeit

4.1 Selbstverständnis und Auftrag der Sozialen Arbeit

4.2 Rassismuskritische Soziale Arbeit

4.3 Interkulturelle Kompetenz Vermittlung

5 Forschungsgegenstand

6 Forschungsmethodik

7 Zugang zu der Studie

7.1 Forschungsergebnisse

7.1.1 Differenziertes Wissen über Rassismus

7.1.2 Sprechen über Rassismuserfahrung

7.1.3 (Selbst-)Reflexivität

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Sozialarbeiter*innen in ihrem beruflichen Alltag rassistische Strukturen reproduzieren und inwiefern sie ihre eigenen Denk- und Handlungsweisen in Bezug auf diese Strukturen reflektieren. Ziel ist es, die Verstrickung der Sozialen Arbeit in Macht- und Herrschaftsverhältnisse sichtbar zu machen und Ansätze für eine rassismuskritische Praxis aufzuzeigen.

  • Analyse rassismustheoretischer Positionen zur Definition von Rassismus
  • Untersuchung von Erscheinungsformen wie Alltags-, institutionellem und strukturellem Rassismus
  • Bedeutung der kritischen Weißseinsforschung als Praxis der Selbstreflexion
  • Rolle der Sozialen Arbeit als Institution in rassistischen Diskursen
  • Kritische Reflexion der interkulturellen Kompetenzvermittlung

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Anführungszeichen

In dieser Arbeit werden einige Begriffe in Anführungsstriche gesetzt und großgeschrieben, um auf den Konstruktionscharakter dieser Begriffe hinzuweisen. Die soziale Unterscheidungspraktik in „Wir“ und „die Anderen“ sind beispielweise das Produkt von Rassismus und werden in Anführungszeichen gesetzt, da es sich hier um künstlich hergestellte, sozial konstruierte Gruppen handelt. Anja Weiß (1998:280) verweist auf die Macht, die in dieser Konstruktion steckt, folgendermaßen: „Diese Konstruktion der „anderen“ ist untrennbar mit Werthierarchien verbunden, die auch idealisierend verlaufen können“. Folglich sind die „Anderen“ nicht objektiv vorfindlich, sondern das Resultat von Machtdifferenzen.

Angesichts der Tatsache, dass das Wissen über die sogenannten „Anderen“ Rassismus reproduziert und somit großen Einfluss auf Diskurse und die soziale Wirklichkeit hat, müssen die Gruppen „Wir“ und „die Anderen“ als Konstrukte markiert und entlarvt werden. Des Weiteren gehört zu einer kritischen Auseinandersetzung mit rassistischer Hierarchisierung wie diesen eine „Dekonstruktion der binären Oppositionen samt ihren Zuschreibungen und die Sichtbarmachung der Pluralität und Flexibilität diverser und divergierender Subjektposition“ (Wollrad 2005:19).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Rassismus in der deutschen Sozialen Arbeit ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Annäherung an den Begriff Rassismus: Dieses Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen, indem verschiedene rassismuskritische Positionen vorgestellt werden, um ein differenziertes Rassismusverständnis zu etablieren.

3 Kritisches Weißsein: Hier wird die Weißseinsforschung als notwendiges Instrument der hegemonialen Selbstreflexion für die professionelle Soziale Arbeit diskutiert.

4 Rassismuskritik als Querschnittaufgabe für die Soziale Arbeit: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit dem professionellen Auftrag der Sozialen Arbeit und kritisiert gängige Konzepte wie die interkulturelle Kompetenzvermittlung.

5 Forschungsgegenstand: Dieser Abschnitt erläutert die Auswahl der empirischen Studien, insbesondere jene von Claus Melter, die der Analyse zugrunde liegen.

6 Forschungsmethodik: Hier werden das Forschungsdesign und die methodische Vorgehensweise erläutert, um die Forschungsfrage datenbasiert zu beantworten.

7 Zugang zu der Studie: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der ausgewählten Studien in den Kontext rassismuskritischer pädagogischer Arbeit gestellt.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer reflexiven, rassismuskritischen Haltung in der professionellen Sozialarbeit.

Schlüsselwörter

Rassismuskritik, Soziale Arbeit, Alltagsrassismus, institutioneller Rassismus, Weißseinsforschung, Othering, Migration, Machtverhältnisse, Reflexivität, Diskriminierung, rassismuskritische Pädagogik, Diversitätsbewusstsein, Postkolonialismus, Handlungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Rassismus innerhalb der Sozialen Arbeit in Deutschland und untersucht, wie Sozialarbeiter*innen rassistische Strukturen im Alltag reproduzieren oder reflektieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die rassismuskritische Theorie, das kritische Weißsein, die Problematisierung institutioneller Praxen sowie der Reflexionsbedarf der Profession.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit reproduzieren Sozialarbeiter*innen Rassismus im beruflichen Alltag und inwiefern reflektieren sie ihre eigenen Denk- und Handlungsweisen in Bezug auf rassistische Strukturen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit rassismuskritischen Konzepten sowie auf eine Auswertung empirischer Studien, insbesondere jener von Claus Melter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, kritische Diskussionen zu Weißsein und interkultureller Kompetenz sowie die Analyse von Forschungsergebnissen zur Reproduktion von Rassismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Rassismuskritik, Soziale Arbeit, institutioneller Rassismus, Othering und (Selbst-)Reflexivität.

Warum wird der Begriff „Rassismuskritik“ anstelle von „Antirassismus“ verwendet?

Der Autorin zufolge suggeriert „Antirassismus“ die Existenz eines Ortes „außerhalb“ rassistischer Verhältnisse, während „Rassismuskritik“ die eigene Verwobenheit in rassistische Strukturen stets mitdenkt.

Welche Bedeutung hat das „Triple Mandat“ der Sozialen Arbeit für die Arbeit?

Das Triple Mandat fordert Sozialarbeiter*innen dazu auf, Aufträge kritisch zu hinterfragen und im Sinne der Menschenrechte professionelle, unabhängige Entscheidungen zu treffen.

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Details

Titel
Rassismus in der Sozialen Arbeit
Untertitel
Inwieweit reproduzieren Sozialarbeiter*innen Rassismus im beruflichen Alltag und inwiefern reflektieren sie ihre eigenen Denk- und Handlungsweisen in Bezug auf rassistische Strukturen?
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Note
1,0
Autor
Fulya Okur (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
83
Katalognummer
V1301376
ISBN (PDF)
9783346767158
ISBN (Buch)
9783346767165
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rassismus Soziale Arbeit Alltagsrassismus Othering kritisches Weißsein Ausländerfeindlichkeit Rassismustheorien Rassismus Definition Postkolonialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fulya Okur (Autor:in), 2020, Rassismus in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301376
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Leseprobe aus  83  Seiten
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