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Unterrichtsmaterialien und Medien im Französischunterricht

Titel: Unterrichtsmaterialien und Medien im Französischunterricht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 16 Seiten , Note: 3

Autor:in: Raphaela Reiber (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter einem Medium versteht man einen Gegenstand, dessen Einsatz Lehr- und Lernprozesse in Gang bringt, unterstützt, erleichtert oder fördert. Diese Definition wird im Französischen sehr schön durch den Ausdruck 'support téchnique' wiedergegeben.
Zuallererst muss einerseits zwischen auditiven, visuellen und audiovisuellen Medien, sowie zwischen herkömmlichen, modernen (Video, Overhead, usw.) und neuen (Computer, Internet, usw.) Medien unterschieden werden.
Der Einsatz von Medien ist beim Erwerb der französischen Sprache, oder dem Erlernen von Fremdsprachen in der Schule im Allgemeinen, erwiesenermaßen förderlich.
Dennoch werden auch heutzutage die Möglichkeiten des Medieneinsatzes nur geringfügig genützt und bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Inez De Florio-Hansen spricht in ihrem Aufsatz 'Cahin-Cahan - Les médias en classe de langues' sogar von „seltenem Einsatz von Medien im Unterricht“ , wobei man hier vielleicht eher sagen sollte von technischen Medien. Denn selbst im Falle des klassischen Frontalunterrichts werden Medien wie Lehrbücher, Tafel und Lektüren regelmäßig eingesetzt.
Die seltene Nutzung von neueren Medien hat mehrere Gründe. Zum Einen und wohl auch am wichtigsten ist die schlechte Ausstattung der Klassenzimmer und die damit zusammenhängende Inkompetenz der Lehrer im Umgang mit ihnen. Denn viele trauen es sich nicht zu technische Medien, und seien es nur ein Videorecorder oder ein CD-Player, in ihren Unterricht zu integrieren, aus Angst vor Pannen und Ausfällen.
Außerdem sind selbst in den aktuellen Lehrwerken mediale Angebote nur unzureichend integriert, das bedeutet die Möglichkeit der Unterstützung, die ein Medieneinsatz dem Lehrer bei Unterrichten einer Fremdsprache bieten würde, ist für jenen nicht zwingend und wird deshalb wohl nur relativ selten wahrgenommen.
Immerhin gibt es heute einige Programme an Lernsoftware, diese sind jedoch nur wenig auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt und erschweren dem Lehrer eher die Arbeit, anstatt sie ihm zu erleichtern.
Hinzu kommt, dass immer noch kein umfassendes mediendidaktisches Konzept existiert, welches vor allem für junge Lehrer und Referendare als Orientierungshilfe für den Medieneinsatz dienlich wäre.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die seltene Nutzung von Medien im Fremdsprachenunterricht

2. Medien im Französischunterricht

2.1 Theorie

2.1.1 Allgemeine Funktionen des Medieneinsatzes

2.1.2 Voraussetzungen für den Gebrauch von audiovisuellen Medien im Unterricht

2.1.3 Die einzelnen Medien und ihre Einsatzmöglichkeiten

2.1.3.1 Der Lehrer

2.1.3.2 Printmedien

2.1.3.3 Massenmedien

2.1.3.4 Realien

2.1.3.5 Produktmedien

2.1.3.6 Transportmedien

2.1.3.7 Computer

2.1.3.8 Internet

2.1.4 Unterrichtsentwurf

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den praktischen Einsatz von verschiedenen Unterrichtsmaterialien und Medien im modernen Französischunterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Auswahl und Integration technischer sowie klassischer Medien die Lernprozesse der Schüler aktiviert, die Motivation gesteigert und eine authentische Begegnung mit der Zielsprache und Kultur ermöglicht werden kann.

  • Theoretische Grundlagen und Funktionen des Medieneinsatzes im Fremdsprachenunterricht
  • Klassifizierung und Einsatzmöglichkeiten einzelner Medientypen (Lehrer, Printmedien, digitale Medien, Realien)
  • Voraussetzungen und didaktische Konzepte für eine erfolgreiche Medienintegration
  • Praktische Umsetzung anhand eines konkreten Unterrichtsentwurfs zur "Francophonie"
  • Förderung von Medienkompetenz und Lernerautonomie im Schulalltag

Auszug aus dem Buch

2.1.3.7 Computer

Der Computer dient Lehrern und Schülern eher zur Unterrichtsvorbereitung als im Unterricht selbst. Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlicher Lernsoftware, teilweise ist diese auch speziell zum Lehrwerk erhältlich. Dies ist z.B. bei dem Französischlehrbuch des Klettverlags Découvertes Série verte der Fall, welches den Schülern die Möglichkeit gibt, sowohl Vokabeln, als auch Grammatik und Hörverstehen Lektion für Lektion parallel zum im Unterricht behandelten Stoff zu üben. Auch wenn diese im Unterricht vielleicht nur zu Demonstrationszwecken geeignet ist, so kann sie doch dem einzelnen Schüler bei der Vor und Nachbereitung der Französischstunden sehr dienlich sein, da sie ihm wesentlich mehr individuelle Aufmerksamkeit und direkte Rückmeldung in dem Maße zuteil werden lässt, wie es dem Lehrer unmöglich ist.

Außerdem fördert der Computer die Lernerautonomie und das eigenverantwortliche Lernen des Schülers, wenn er sich z.B. im Bereich der eigenständigen Textproduktion Korrekturprogramme bedient, denn sie bieten ihm die Möglichkeit sich während des Schreibprozesses bereits mit seinen sprachlichen Unzulänglichkeiten auseinander zu setzen und sie zu verbessern. Außerdem bleiben mit Hilfe dieser Korrekturprogramme mehr Freiräume für eine Interaktion des Schreibenden mit seiner Textproduktion, da er das Geschriebene beliebig umstellen, nachträgliche Einfügungen ergänzen und Umformulierungen tätigen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die seltene Nutzung von Medien im Fremdsprachenunterricht: Das Kapitel analysiert die Gründe für die oft unzureichende Nutzung technischer Medien im Unterricht und beleuchtet bestehende Hürden sowie den Bedarf an mediendidaktischen Konzepten.

2. Medien im Französischunterricht: Dieser Hauptteil bildet das theoretische Fundament und detailliert die verschiedenen Medientypen, deren Funktionen und Voraussetzungen für ihren Einsatz im Französischunterricht.

2.1 Theorie: Dieser Abschnitt erörtert die grundlegenden Prinzipien des Medieneinsatzes, einschließlich des "Lernens mit allen Sinnen" und der Notwendigkeit einer bewussten Einbettung in das Lernkonzept.

2.1.1 Allgemeine Funktionen des Medieneinsatzes: Hier wird verdeutlicht, wie Medien als Stimuli für Lernprozesse fungieren, interkulturelle Sensibilität fördern und als Brücke zur authentischen Sprache dienen.

2.1.2 Voraussetzungen für den Gebrauch von audiovisuellen Medien im Unterricht: Der Fokus liegt auf der Planung, der Integration in ein Gesamtkonzept und der Berücksichtigung von Lernerbedürfnissen gegenüber technischen Möglichkeiten.

2.1.3 Die einzelnen Medien und ihre Einsatzmöglichkeiten: Dieser Teil kategorisiert systematisch verschiedene Medien vom Lehrer über Print- und Massenmedien bis hin zu Computer und Internet.

2.1.3.1 Der Lehrer: Der Lehrer wird als wichtigstes Medium definiert, das die Schnittstelle zwischen Lernenden und Zielsprache bildet.

2.1.3.2 Printmedien: Das Kapitel differenziert zwischen Lehrwerken und authentischen Materialien wie Zeitungen oder Lektüren.

2.1.3.3 Massenmedien: Es wird beschrieben, wie Plakate oder andere Werbemittel als Sprechanreize im Unterricht genutzt werden können.

2.1.3.4 Realien: Dieser Abschnitt thematisiert den Einsatz von Gegenständen aus dem Zielsprachenland zur multisensorischen Förderung.

2.1.3.5 Produktmedien: Hier geht es um auditive und audiovisuelle Abspielgeräte, die eine variable Gestaltung des Unterrichts ermöglichen.

2.1.3.6 Transportmedien: Tafel und Overheadprojektor werden als klassische, aber unverzichtbare Hilfen zur Strukturierung und Fixierung von Ergebnissen betrachtet.

2.1.3.7 Computer: Die Rolle des Computers bei der Unterrichtsvorbereitung und zur Förderung der Lernerautonomie steht hier im Mittelpunkt.

2.1.3.8 Internet: Es wird der Mehrwert weltweiter Informationszugänge und interaktiver Möglichkeiten wie E-Mail oder Chat für den Spracherwerb diskutiert.

2.1.4 Unterrichtsentwurf: Dieses Kapitel präsentiert ein konkretes Fallbeispiel zur "Francophonie", in dem verschiedene Medien methodisch sinnvoll kombiniert werden.

3. Schluss: Abschließend wird ein Fazit zur Notwendigkeit der Medienintegration gezogen, um das Lernen abwechslungsreicher zu gestalten und die Motivation der Schüler nachhaltig zu fördern.

Schlüsselwörter

Französischunterricht, Medieneinsatz, Mediendidaktik, Fremdsprachenerwerb, audiovisuell, Unterrichtsmaterialien, Medienkompetenz, Lernerautonomie, Authentizität, Lernsoftware, Projektorientierung, Lernmotivation, Landeskunde, Francophonie, Unterrichtsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Relevanz von Medien im Französischunterricht und untersucht, wie diese zur Unterstützung und Bereicherung von Lehr-Lernprozessen eingesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Funktionen des Medieneinsatzes, die didaktische Einordnung verschiedener Medientypen, die Herausforderungen bei der Implementierung sowie die praktische Anwendbarkeit in einer konkreten Unterrichtsstunde.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch abwechslungsreiche und medienorientierte Unterrichtsgestaltung die Motivation der Schüler steigern und die Qualität des Fremdsprachenunterrichts verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die theoretische Prinzipien des Fremdsprachenunterrichts mit praktischen Anwendungsbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die mediendidaktischen Grundlagen, eine detaillierte Übersicht über verschiedene Medientypen und deren didaktische Funktion sowie einen beispielhaften Unterrichtsentwurf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Französischunterricht, Medienkompetenz, authentisches Lernen, Lernerautonomie, Lernmotivation und Medieneinsatz.

Welche Rolle spielt der "Lehrer" als Medium?

Der Lehrer wird als das zentrale Medium identifiziert, das durch sein Handeln die Brücke zur Zielsprache schlägt und den größten Einfluss auf die Motivation und das Lernverhalten der Schüler ausübt.

Warum ist der Einsatz von authentischen Materialien wichtig?

Authentische Materialien (z. B. Zeitungen, Internet) ermöglichen den Schülern den Kontakt mit der lebendigen Sprache außerhalb des lehrwerkgebundenen Kontexts und fördern somit das interkulturelle Verständnis.

Wie soll der Medieneinsatz laut der Autorin erfolgen?

Der Medieneinsatz sollte kontinuierlich, abwechslungsreich und methodisch in das Unterrichtskonzept integriert werden, wobei die Lernerfordernisse stets Vorrang vor der reinen technischen Verfügbarkeit haben sollten.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichtsmaterialien und Medien im Französischunterricht
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Romanistik)
Veranstaltung
HS Fachdidaktik Französisch
Note
3
Autor
Raphaela Reiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V130139
ISBN (eBook)
9783640391707
ISBN (Buch)
9783640391608
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsmaterialien Medien Französischunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raphaela Reiber (Autor:in), 2008, Unterrichtsmaterialien und Medien im Französischunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130139
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Leseprobe aus  16  Seiten
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