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Mormonismus als eigene Jugendkultur. Sind jugendliche Mormonen beeinträchtigt?

Title: Mormonismus als eigene Jugendkultur. Sind jugendliche Mormonen beeinträchtigt?

Seminar Paper , 2008 , 31 Pages

Autor:in: Beatrice Silber (Author)

Sociology - Children and Youth
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Die Hauptfragestellung der vorliegenden Arbeit lautet: Sind Mitglieder der Jugendkultur der Mormonen in ihrem Jugend-Sein in irgendeiner Weise beeinträchtigt?

Ich hatte während meiner ganzen Schulzeit Mormonen um mich und habe sie so auch besser kennenlernen können. Die Intensität, mit der sie ihren Glauben betreiben, das Familienleben pflegen und das ganze Konstrukt dieser funktionierenden Kirche hat mich von jeher fasziniert. Ich persönlich könnte mir aber nie vorstellen, zu dieser Kirche zu gehören. Im Gegenteil, viele Offenbarungen an die Mormonen erscheinen mir weit hergeholt, sodass es mich erstaunt, wie ein Mensch vorbehaltlos daran glauben kann. Dennoch hat dieser Glaube auch seine guten Seiten. Selten habe ich einen derart starken Familienzusammenhalt erlebt. Auch die Jugendlichen untereinander pflegen ein Verhältnis und legen ein Verhalten an den Tag, das seinesgleichen sucht. Durch dieses korrekte und wertkonservative Verhalten unterscheiden sich die Jugendlichen der Kirche der Heiligen der letzten Tage stark von der heutigen Jugend. Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich mit den Wertvorstellungen und Denkweisen dieser Jugendkultur beschäftigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Fragestellung und Hypothesen

Hauptfragestellung

Hypothesen

4. Die Kirche Jesu Christi der heiligen der letzten Tage

Organisation

Glaube und Lehre

Abweichungen vom Christentum

5. Sachlich- theoretischer Teil zur Jugendkultur der Mormonen

Mormonismus eine Jugendkultur?

6. Entwicklungspsychologischer Aspekt

Die Identitätsentwicklung nach James Marcia

7. Interview

8. Beantwortung der Fragestellungen

Hauptfragestellung

9. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Mitglieder der mormonischen Jugendkultur in ihrer Lebensführung und Identitätsbildung durch ihren Glauben beeinflusst oder eingeschränkt werden. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob mormonische Jugendliche aufgrund ihrer Glaubenssätze in ihrem Alltag beeinträchtigt sind, sowie die Analyse der Identitätsentwicklung innerhalb dieser spezifischen sozialen Gruppe.

  • Organisation und Glaubenslehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
  • Strukturelle Merkmale und Szene-Codes der mormonischen Jugend
  • Identitätsbildungsprozesse Jugendlicher nach dem Modell von James Marcia
  • Einfluss von Glaubensnormen auf den Schulalltag und soziale Beziehungen
  • Empirische Fallanalyse durch ein narratives Interview

Auszug aus dem Buch

Mormonismus eine Jugendkultur?

Die Frage ob Religion zu einer Jugendkultur gezählt werden kann, wird in der Literatur kaum behandelt. Nach den Definitionen von Höhn und Grossegger kann Religion nicht zu einer Jugendkultur gezählt werden, da sie nicht zu den populären Freizeitthemen der Jugendlichen zählt und von ihren Angehörigen keine Grenzerfahrung erfordert.

Die Definition von Schröder, der Jugendkultur vor Allem über die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft definiert, schliesst Religion allerdings mit ein. „Wir sprechen von einer Jugendkultur als Teilkultur der Gesellschaft, wenn die Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Weltanschauung, der Aktivitäten, der Kleidung, der symbolischen Handlungen, der Sprache und anderer Elemente eines Lebensstils zu einem Zugehörigkeitsgefühl führen, welches nicht ortsgebunden ist.“

Die Jugendkultur der Mormonen erfüllt diese Bedingungen gänzlich. Die Weltanschauung ergibt sich durch den bereits oben beschriebenen Glauben. Symbolische Handlungen finden sich beim Beten oder auch bei den Ritualen wie dem Endowment oder der Totentaufe, die im Tempel durchgeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Hier werden die Motivation zur Themenwahl, der Aufbau der Arbeit sowie die persönliche Herangehensweise und Gratwanderung bei der Befragung neutral erläutert.

3. Fragestellung und Hypothesen: Dieses Kapitel definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Beeinträchtigung mormonischer Jugendlicher und stellt Hypothesen zur gesellschaftlichen Isolation und Unauffälligkeit der Gruppe auf.

4. Die Kirche Jesu Christi der heiligen der letzten Tage: Es werden die organisatorischen Grundlagen, der Glaube an Joseph Smith und die zentralen Abweichungen zum traditionellen Christentum dargestellt.

5. Sachlich- theoretischer Teil zur Jugendkultur der Mormonen: Hier wird diskutiert, ob der Mormonismus als Jugendkultur definiert werden kann und welche Rolle die Gemeinschaftszugehörigkeit dabei spielt.

6. Entwicklungspsychologischer Aspekt: Dieser Teil führt das Identitätsstatus-Modell nach James Marcia ein, um die Prozesse der Identitätsfindung der interviewten Personen wissenschaftlich fundiert analysieren zu können.

7. Interview: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der Interviewpartnerin N. und beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der narrativen Datenerhebung.

8. Beantwortung der Fragestellungen: Basierend auf dem geführten Interview werden die Erkenntnisse zu Szene-Codes, Isolation, Identitätsentwicklung und dem Einfluss des Glaubens auf den Schulalltag ausgewertet.

9. Schlussfolgerungen: Die Arbeit resümiert, dass mormonische Jugendliche ihr Leben zwar in einem durch den Glauben gesteckten Rahmen führen, dies aber meist als eine bewusste und freie Entscheidung wahrnehmen.

Schlüsselwörter

Mormonismus, Jugendkultur, Identitätsbildung, James Marcia, Religiosität, HLT, Glaubensgemeinschaft, soziale Isolation, jugendliche Lebensführung, soziale Identität, Werte, Normen, Religion, Adoleszenz, Kirche Jesu Christi.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit exploriert die Jugendkultur der Mormonen in der Schweiz, um zu verstehen, wie sich die Ausübung dieses speziellen Glaubens auf das Leben und die Identität junger Mitglieder auswirkt.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen die organisatorischen Strukturen der HLT-Kirche, die entwicklungspsychologische Identitätstheorie nach Marcia sowie der Einfluss religiöser Vorgaben auf Kleidung, Verhalten und soziale Kontakte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob mormonische Jugendliche in ihrem "Jugend-Sein" durch die intensiven Glaubensvorgaben beeinträchtigt werden oder ob diese Zugehörigkeit eine positive identitätsstiftende Funktion erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer qualitativen, narrativen Interviewführung mit einem Mitglied der Glaubensgemeinschaft, das in der Auswertung analysiert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung des Begriffs Jugendkultur, eine Darstellung der Identitätslehre und die detaillierte Auswertung des geführten Interviews zur Beantwortung der Fragestellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Mormonen, Identitätsentwicklung, Jugendkultur, religiöse Normen, Freie Entscheidung, soziale Integration und Wertevermittlung.

Warum ziehen sich mormonische Jugendliche teilweise von Gleichaltrigen zurück?

Die Isolation erfolgt laut der Befragung weniger durch ein direktes Verbot, als vielmehr durch das Bedürfnis der Gemeinschaft, sich von Werten abzugrenzen, die dem mormonischen Lebensstil entgegenstehen.

Ist das Leben als mormonischer Jugendlicher von Fremdbestimmung geprägt?

Die Analyse zeigt, dass die befragte Person ihre Glaubenspraxis als bewusste Entscheidung und nicht als Zwang empfindet, trotz der klaren strukturellen Vorgaben der Kirche.

Welche Rolle spielt die Broschüre "Für eine starke Jugend"?

Sie fungiert als zentrales normatives Dokument, das Verhaltensrichtlinien wie Kleidung, Sprache und soziale Aktivitäten vorgibt und somit massgeblich zur Identitätsbildung der Jugendkultur beiträgt.

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Details

Title
Mormonismus als eigene Jugendkultur. Sind jugendliche Mormonen beeinträchtigt?
Author
Beatrice Silber (Author)
Publication Year
2008
Pages
31
Catalog Number
V1301431
ISBN (PDF)
9783346770318
ISBN (Book)
9783346770325
Language
German
Tags
Soziologie Entwicklungspsychologie Mormonismus Mormonen Jugendkulturen Peers Identitätsbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beatrice Silber (Author), 2008, Mormonismus als eigene Jugendkultur. Sind jugendliche Mormonen beeinträchtigt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301431
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