Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Theorien zum Umgang mit verhaltensauffälligen Schüler:innen sowie mit subjektiven Theorien von Lehrkräften über den Umgang mit verhaltensauffälligen Schüler:innen.
Ziel der Arbeit ist die Ermittlung der Lehrereinstellung bezüglich verhaltensauffälligen Schüler:innen und die Ermittlung von Umgangsformen mit diesen Jugendlichen. Sowie der Konsequenzen, die man daraus für den Umgang mit schwierigen Schüler:innen allgemein und speziell in der Regelschule ziehen könnte.
Die Arbeit mit verhaltensauffälligen, lernbehinderten Kindern ist jeden Tag eine neue Herausforderung. Es gibt erfahrene Lehrkräfte, die an dieser Herausforderung scheitern, andere wiederum meistern die Aufgabe mit Bravour. Worin unterscheiden sich diese Lehrkräfte und was entscheidet über Erfolg oder Misserfolg im Umgang mit diesen Kindern und Jugendlichen? Gibt es überhaupt Faktoren, die man beeinflussen kann? Und wenn ja, welche?
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
3. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
3.1 Erläuterung der Fragestellung
3.2 Zusammenfassung der Fragestellungen
3.3 Hinweise auf das untersuchte Material
3.4 Untersuchungsmethoden
4. INFORMATIONEN ZUM UNTERSUCHUNGSORT UND BEGRIFFSKLÄRUNG
4.1 Das sonderpädagogische Zentrum Bachtelen
4.2. Verhaltensauffällig, verhaltensgestört, verhaltensoriginell- was ist das eigentlich?
5. FAKTOREN IM UMGANG MIT VERHALTENSAUFFÄLLIGEN SCHÜLER/INNEN UND JUGENDLICHEN
5.1 Das Konzept der „Neuen Autorität in der Schule“ nach Haim Omer
5.1.1 Stärke statt Macht, neue Autorität im Umgang mit Kindern und Jugendlichen
5.2 Techniken der Klassenführung nach Jacob S. Kounin
6. PRAXISTEIL
6.1 Forschungsziel und Forschungsfragen der Untersuchung
6.2 Zur Untersuchung
6.2.1 Methodenreflexion
6.2.2 Auswertungsverfahren
6.2.3 Aussagekraft der Untersuchung
6.3 Der Interviewleitfaden
7. ERGEBNISSE
7.1 Ergebnisse zum Leitthema 2
7.1.1 Diskussion der Ergebnisse zum Leitthema 2
7.2 Ergebnisse zum Leitthema 3 und 3.1
7.2.1 Diskussion der Ergebnisse zum Leitthema 3 und 3.1
7.3 Ergebnisse aus dem Leitthema 3.2
7.3.1 Diskussion der Ergebnisse zum Leitthema 3.2
7.4 Ergebnisse aus dem Leitthema 4
7.4.1 Ergebnisse zum Leitthema 4
7.5 Diskussion der Ergebnisse mit einer Oberstufenlehrkraft
8. SCHLUSS
8.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
8.2 Ausblick
8.3 Reflexion der Arbeit
Zielsetzung & Themen
Diese Diplomarbeit untersucht die konstruktiven Haltungen und Handlungsweisen von Lehrpersonen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus auf der Ermittlung von subjektiven Lehrereinstellungen und deren Abgleich mit etablierten pädagogischen Theorien liegt.
- Einfluss der Lehrerpersönlichkeit und Grundhaltung auf den Schulerfolg.
- Anwendung des Konzepts der "Neuen Autorität" nach Haim Omer.
- Techniken der effektiven Klassenführung basierend auf Jacob S. Kounin.
- Herausforderungen und Lösungsansätze für die Integration in der Regelschule.
- Bedeutung von Präsenz, Struktur und professioneller Unterstützung.
Auszug aus dem Buch
Die neue Autorität nach Haim Omer
Wir alle wissen, dass sich das Lehrerbild im letzten Jahrhundert stark geändert hat. Wo früher die Lehrkraft eine unantastbare Autoritätsperson darstellte, steht heute eine Person, die tagtäglich um ihre Autorität kämpfen muss. Es ist klar, dass dies nicht mehr auf dem altbekannten Weg passieren kann. Stockschläge, oder die Schüler in eine Ecke stellen, sind nicht länger tolerierte oder gar funktionierende Mittel um sich im Schulalltag Autorität zu verschaffen.
Nachfolgend wird eine Aufstellung präsentiert, in der die traditionelle Autorität, mit der „Neuen Autorität“ nach Haim Omer verglichen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen als Stellvertretung und Klassenlehrperson im Umgang mit herausfordernden Schülern und begründet ihr Interesse an wirksamen Handlungsmöglichkeiten.
3. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Definition der Forschungsfrage, die sich auf die Haltungen und Strategien fokussiert, die einen erfolgreichen Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern ermöglichen.
4. INFORMATIONEN ZUM UNTERSUCHUNGSORT UND BEGRIFFSKLÄRUNG: Vorstellung des sonderpädagogischen Zentrums Bachtelen (SZB) sowie eine wissenschaftliche Einordnung des Begriffs der Verhaltensauffälligkeit anhand der Klassifikation von Norbert Myschker.
5. FAKTOREN IM UMGANG MIT VERHALTENSAUFFÄLLIGEN SCHÜLER/INNEN UND JUGENDLICHEN: Theoretische Fundierung durch das Konzept der "Neuen Autorität" von Haim Omer und die Klassenführungstechniken von Jacob S. Kounin.
6. PRAXISTEIL: Beschreibung der qualitativen Forschungsmethode, bei der die subjektiven Theorien von Lehrkräften mittels Interviews erfasst und mit der Theorie verglichen werden.
7. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung und Diskussion der Experteninterviews in Bezug auf die Grundhaltung, den Umgang mit Störungen und die Anwendung theoretischer Konzepte in der Praxis.
8. SCHLUSS: Zusammenfassende Auflistung der essenziellen Charaktereigenschaften und Strategien, die sich für die Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern als besonders wirksam erwiesen haben.
Schlüsselwörter
Neue Autorität, Haim Omer, klassische Klassenführung, Jacob S. Kounin, Verhaltensauffälligkeit, sonderpädagogisches Zentrum Bachtelen, Lehrer-Schüler-Beziehung, Präsenz, Erziehungsauftrag, Integration, Unterrichtsstörungen, Schulentwicklung, soziale Kompetenz, Lehrergesundheit, Konfliktmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Haltungen und Handlungsmöglichkeiten von Lehrkräften, um konstruktiv mit verhaltensauffälligen Schülern in der Schule und im speziellen Kontext der Regelschule zu arbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die professionelle Grundhaltung der Lehrperson, das Konzept der "Neuen Autorität", wirksame Klassenführungstechniken sowie Voraussetzungen für eine gelingende Integration in der Regelschule.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Ermittlung, welche Faktoren und Einstellungen bei Lehrpersonen den Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern effizienter gestalten und wie diese Erkenntnisse in den Regelschulalltag übertragen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem fokussierte Interviews mit erfahrenen Lehrkräften geführt und systematisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Konzepte von Haim Omer und Jacob S. Kounin sowie eine empirische Auswertung, die diese Theorien mit der gelebten Praxis in einer sonderpädagogischen Institution vergleicht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Präsenz, wachsame Sorge, Klassenführung, Störungsprävention, sonderpädagogische Förderung und Selbstreflexion der Lehrkraft.
Warum spielt die Umgebung bei der Untersuchung eine Rolle?
Die Umgebung, hier das sonderpädagogische Zentrum Bachtelen, ist relevant, da in dieser spezialisierten Institution andere Maßstäbe für Präsenz und Struktur gelten, die als Vorbild für die Regelschule dienen können.
Welche Rolle spielt die Schulleitung bei der Integration?
Die Schulleitung ist von entscheidender Bedeutung, da sie als "Netzwerk"-Knotenpunkt und Auffangstation fungiert, die Lehrkräfte in ihrem Handeln stützt und für eine einheitliche pädagogische Struktur sorgt.
Inwieweit lässt sich das Konzept der "Neuen Autorität" transferieren?
Die Arbeit zeigt, dass das Konzept im SZB bereits weit verbreitet ist, in der Regelschule jedoch aufgrund von Generationenkonflikten und mangelnder struktureller Vorbereitung noch Herausforderungen bei der praktischen Implementierung bestehen.
- Quote paper
- Beatrice Silber (Author), 2010, Der Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern in der Schule. Welche Haltungen von Lehrkräften sind konstruktiv im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301440