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Selbstkonzept und Identitätsentwicklung von Schüler*innen mit geistiger Behinderung. Einfluss bildnerischen Gestaltens

Titel: Selbstkonzept und Identitätsentwicklung von Schüler*innen mit geistiger Behinderung. Einfluss bildnerischen Gestaltens

Hausarbeit , 2021 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich vor allem den Zusammenhang zwischen dem bildnerischen Gestalten bzw. dem kreativen Arbeiten im Allgemeinen und der Identitäts- sowie Selbstkonzeptentwicklung von Schüler*innen mit einer geistigen Behinderung betrachten.

Den Impuls zur Wahl dieser Thematik bekam ich aus der gedanklichen Reflexion des Kunstunterrichts an einer Schule für Schüler*innen mit geistiger Behinderung während meines Praktikums. Schon damals fragte ich mich, was die Kunst und das kreative Arbeiten im Unterricht in den Schüler*innen auslöste bzw. inwieweit sie sich dadurch entwickeln oder verändern konnten. Beginnend werde ich den Einfluss bildnerischen Gestaltens mittels wissenschaftlicher Quellen belegen und im Anschluss daran eigene Ideen und Möglichkeiten der Umsetzung im Unterricht darstellen. In diesem Zusammenhang habe ich mich dazu entschieden, noch einmal gesondert auf die Gestaltung von Selbstporträts einzugehen, da sie für mich intuitiv mit den Begriffen "Identität" und "Selbstbild" verbunden sind und wahrscheinlich die direkteste Ausdrucksweise dessen darstellen.

Die Fähigkeit der Kreativität und des kreativen Arbeitens wurde in der Vergangenheit vielen Menschen mit geistiger Behinderung abgesprochen. Dementgegen setzten sich viele Autor*innen mit genau dieser Thematik auseinander und postulierten das Gegenteil. Kreatives Arbeiten kann als ein allgemein "wertvolles menschliches Potenzial", das allen Individuen innewohnt, beschrieben werden, sodass auch Menschen mit geistiger Behinderung inkludiert sind und somit zu kreativen Aktivitäten fähig sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Einfluss von Kreativität Auf Selbstkonzept und Identität von Menschen mit geistiger Behinderung

III. Identitätsfördernde Elemente im Kunstunterricht

3.1 Auseinandersetzung mit dem Selbstporträt

3.2 Weitere Gestaltungsmöglichkeiten zur Identitätsbildung

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen bildnerischem Gestalten, kreativem Arbeiten und der Identitäts- sowie Selbstkonzeptentwicklung bei Schüler*innen mit einer geistigen Behinderung mit dem Ziel, praktische Möglichkeiten zur Förderung im Kunstunterricht aufzuzeigen.

  • Kreativität als wertvolles menschliches Potenzial bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Bedeutung nonverbaler Kommunikation und ästhetischer Ausdrucksformen
  • Die identitätsstiftende Funktion der Auseinandersetzung mit dem Selbstporträt
  • Didaktische Ansätze zur Gestaltung förderlicher Lernumgebungen
  • Förderung von Selbstwirksamkeit, Autonomie und Individualität durch künstlerische Prozesse

Auszug aus dem Buch

3.1 AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM SELBSTPORTRÄT

Das Selbstporträt als Darstellungs- und Repräsentationsform der eigenen Identität ist die wohl direkteste und unmittelbarste künstlerische Darstellung dieser. Das Selbstporträt hat neben anderen Bildgattungen seinen eigenen festen Platz im komplexen System der Kunst (Scholz, 2012). Unterschiedliche Untersuchungen, die kreative und künstlerische Menschen mit geistiger Behinderung befragten, kamen zu dem Ergebnis, dass jene Aktivitäten präferieren, die es ihnen ermöglichen, ihr Selbst und ihre Identität künstlerisch auszudrücken. Das bedeutet beispielsweise, dass sie sich lieber selbst zeichneten als vorgegebene Motive auszumalen (Schuppener, 2005).

„Von Selbstdarstellungen in Form eines Bildes geht eine gewisse grundlegende Faszination aus“ (Schuppener, 2005, S.140). Besonders bei Menschen mit geistiger Behinderung können Selbstporträts als relevante Dokumente ihrer Persönlichkeit und Identität gesehen werden. Diese Relevanz wird in Bezug auf mögliche Beeinträchtigungen auf sprachlicher Ebene erweitert. Kunst ist in diesem Zusammenhang als ein Mittel der nonverbalen Kommunikation anzusehen und nimmt somit in der Persönlichkeitsentwicklung eine wichtige Rolle ein (Schuppener, 2005). So kann die Darstellung mittels Selbstporträt auch dazu genutzt werden, dass sich die Schüler*innen einer Klasse besser kennenlernen und Verständnis und Akzeptanz für ihre Mitmenschen entwickeln können (Schoppe, 2017).

Das Selbstporträt kann dabei auf ganz unterschiedliche Weisen, je nach individuellen Kompetenzen, zum Unterrichtsgegenstand werden. Neben dem klassischen Zeichnen und Malen des eigenen Ichs mit verschiedenen Mitteln und Werkzeugen, kann dies auch in der plastischen Gestaltung mit Ton oder auch Knete umgesetzt werden. Besonders an den plastischen Verfahren ist, dass die Schüler*innen die Formen spüren und dadurch auch einen direkten Bezug zum eigenen Körpergefühl und den Formen erhalten. Weiterhin können auch Fotografien (besonders Porträtfotos) eine Auseinandersetzung mit der Selbstdarstellung widerspiegeln. Eine weitere Möglichkeit bietet die Arbeit mit Spiegeln. In diesen können die Schüler*innen ihr Gesicht und dessen Proportionen erforschen, es in verschiedenen Lichtverhältnissen kennenlernen und unterschiedliche Gesichtsausdrücke und die damit verbundene Veränderung der Mimik erproben und vergleichen (Schoppe, 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Das Kapitel erläutert die Relevanz von Kreativität für Menschen mit geistiger Behinderung und skizziert die Fragestellung bezüglich des Zusammenhangs von Kunst und Identitätsentwicklung.

II. Einfluss von Kreativität Auf Selbstkonzept und Identität von Menschen mit geistiger Behinderung: Hier wird dargelegt, wie künstlerische Aktivitäten als Form des Selbstausdrucks und der nonverbalen Kommunikation die Selbstwirksamkeit und Identität stärken.

III. Identitätsfördernde Elemente im Kunstunterricht: Dieses Kapitel behandelt notwendige Rahmenbedingungen und didaktische Faktoren, um kreative Prozesse und Identitätsbildung im schulischen Kontext zu fördern.

3.1 Auseinandersetzung mit dem Selbstporträt: Der Fokus liegt auf dem Selbstporträt als Medium zur direkten Thematisierung des eigenen Ichs und dessen Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung.

3.2 Weitere Gestaltungsmöglichkeiten zur Identitätsbildung: Hier werden praktische Übungen wie das "Ich-Buch" oder Collagen vorgestellt, um auch bei heterogenen Gruppen Identitätsfindung zu ermöglichen.

IV. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer, den Kunstunterricht als zentrales Instrument für Teilhabe und Selbstverwirklichung stärker in der sonderpädagogischen Förderung zu verankern.

Schlüsselwörter

Kreativität, Identitätsbildung, Selbstkonzept, geistige Behinderung, Kunstunterricht, Selbstporträt, Selbstwirksamkeit, Autonomie, künstlerisches Gestalten, nonverbale Kommunikation, sonderpädagogische Förderung, Persönlichkeitsentwicklung, Individuelle Förderung, Ausdrucksform, Inklusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Kunst und kreativem Arbeiten für die Entwicklung des Selbstkonzepts und der Identität von Schüler*innen mit geistiger Behinderung.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Im Zentrum stehen die kreative Praxis im Kunstunterricht, die Auswirkungen nonverbaler Kommunikation auf die Selbstwahrnehmung sowie die Gestaltung förderlicher Rahmenbedingungen für Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch bildnerisches Gestalten Identitätsbildungsprozesse angeregt und die Autonomie sowie das Selbstvertrauen der Schüler*innen gezielt gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Studienarbeit, die aktuelle fachdidaktische Literatur und wissenschaftliche Quellen zur Kunstpädagogik und Sonderpädagogik analysiert und reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Einfluss von Kunst auf die Persönlichkeit, erörtert didaktische Gestaltungselemente für den Unterricht und zeigt konkrete Methoden wie Selbstporträts oder "Ich-Bücher" auf.

Was sind die wichtigsten Schlüsselbegriffe der Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Identitätsbildung, Selbstkonzept, Kreativität, Selbstwirksamkeit und sonderpädagogische Kunsttherapie bzw. Kunsterziehung.

Warum spielt die Wahlfreiheit bei der künstlerischen Arbeit eine so große Rolle für die Schüler*innen?

Wahlfreiheit ist entscheidend, damit die künstlerischen Ergebnisse als Ausdruck eigener Wünsche und Bedürfnisse wahrgenommen werden können, was das Gefühl von Autonomie und Identität nachhaltig stärkt.

Welchen Stellenwert nimmt das "Ich-Buch" in der Praxis ein?

Das "Ich-Buch" bietet eine inklusive Methode, bei der Schüler*innen trotz unterschiedlicher Kompetenzen gemeinsam reflektiert ihre Interessen, Gefühle und ihre eigene Identität dokumentieren können.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbstkonzept und Identitätsentwicklung von Schüler*innen mit geistiger Behinderung. Einfluss bildnerischen Gestaltens
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
11
Katalognummer
V1301514
ISBN (PDF)
9783346777959
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstkonzept identitätsentwicklung schüler*innen behinderung einfluss gestaltens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Selbstkonzept und Identitätsentwicklung von Schüler*innen mit geistiger Behinderung. Einfluss bildnerischen Gestaltens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301514
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