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Einfluss der Massenmedien auf die (Gender-)Identitätsbildung. Zwei Identitätskonzepte vor dem Hintergrund von Geschlechteridentitäten

Titel: Einfluss der Massenmedien auf die (Gender-)Identitätsbildung. Zwei Identitätskonzepte vor dem Hintergrund von Geschlechteridentitäten

Hausarbeit , 2022 , 25 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern Massenmedien zur Konstruktion von Identitäten beitragen. Explizit wird analysiert, inwiefern Genderidentität von und durch Massenmedien (re)produziert werden. Gender wird als soziales Geschlecht, also als Resultat sozialen Handelns, das durch alltägliche Praktiken (re)produziert wird, abgrenzbar von sex, dem biologischen Geschlecht, gefasst.

Butler revolutionierte den Diskurs um die Differenzierung zwischen sex und Gender, indem sie sex ebenso wie Gender als soziales Konstrukt deklarierte und der Trennung von sex und Gender eine diskursive Herstellung zuschreibt, die dazu dient, Herrschaft und Macht auszuüben. Ebenso deklariert sie, dass keine natürlichen Ausrichtungen des Begehrens existieren, Heterosexualität ist somit als ein diskursiver Effekt zu deuten. Dies wird durch den Genderidentitätsbegriff nach Marchart wichtig.

Wie im späteren Verlauf dieser Ausarbeitung zu sehen sein wird, sind auch Geschlechteridentitäten nicht singulär. Hier werden wir uns allerdings auf Geschlechteridentifikationen weiblich, männlich, divers beschränken, da diese als drei Hauptkategorien im Diskurs gesehen werden. Damit beabsichtigen wir einen Fokus auf die theoretische Ebene und das Konzept von Identität und die Konstruktion ebendieser durch Massenmedien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cultural Studies

2.1 Historische Orientierung

2.2 Darstellung des „magischen Dreiecks“ – Kultur, Identität, Macht

3. Massenmedien

3.1 Definition

3.2 Codieren/Decodieren nach Stuart Hall

3.3 Wirklichkeitskonstruktionen

4. Identität

4.1 Der machttheoretische Identitätsbegriff

4.2 Der kommunikative Identitätsbegriff

4.3 Zusammenführung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Massenmedien bei der Konstruktion von Identitäten, mit einem besonderen Fokus auf die (Re-)Produktion von Genderidentitäten als soziales Konstrukt durch mediale Prozesse.

  • Grundlagen der Cultural Studies und des Kulturbegriffs
  • Massenmedien als Mittel der Realitätskonstruktion
  • Stuart Halls Modell des Codierens/Decodierens
  • Machttheoretisches Verständnis von Identität
  • Kommunikative Identitätskonstitution nach Krotz und Hepp
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher Macht und Genderidentität

Auszug aus dem Buch

3.3 Wirklichkeitskonstruktionen

Kommunikation (in den Massenmedien) ist kein geschlossenes System, sondern findet im Kontext von soziokulturellen und politischen Strukturen statt (vgl. Hall 1980b: 119). Medien bilden also soziale und kulturelle Kontexte ab und schaffen somit eine bestimmte Wirklichkeit, die jedoch von den Menschen, die hinter den Medien stecken, konstruiert werden (vgl. Winter 2010: 17).

„Reality exists outside language, but it is constantly mediated by and through language: and what we can know and say has to be produced in and through discourse. Discursive knowledge is the product not of the transparent representation of the real in language but of the articulation of language on real relations and conditions” (Hall 1980b: 121).

Hall sieht also die Aufgabe der Medien, in Bezug auf Realitätskonstruktion, in der Funktion der Sprache im Allgemeinen begründet. Sprache im Allgemeinen ist nicht Realität selbst, aber die Wiedergabe von Realität in Form von linguistischer Codierung. Die Massenmedien konstruieren also Realität, indem sie reelle Ereignisse in Sprache codieren und diese als Nachricht an ein breites Publikum (Empfänger) verbreiten. „The event must become a story before it can become a communicative event” (Hall 1980b: 118). Das bedeutet, dass Geschehnisse durch Narration (Medien) Bedeutung erlangen. Ohne das Erzeugen einer Geschichte, die in Sprache, Bild und/oder Ton codiert ist, kann ein Geschehnis nicht verbreitet werden. Somit müssen Geschehnisse durch Medien in Nachrichten codiert werden, damit eine Öffentlichkeit auf sie zugreifen kann und anschließend kommunikativer Austausch (in Form von Diskurs) passieren kann. Der Ursprung von Nachrichten ist immer die Konstruktion/Codierung durch Menschen (z. B. Journalisten).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung der Medienwirkung auf Identitätskonstruktionen und definiert Geschlecht als soziales Konstrukt.

2. Cultural Studies: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext und den theoretischen Rahmen der Cultural Studies sowie das Zusammenspiel von Kultur, Macht und Identität.

3. Massenmedien: Hier werden Massenmedien als Mittel der Wirklichkeitskonstruktion definiert und das Modell von Stuart Hall zur Analyse der Kommunikation angewendet.

4. Identität: Es werden zwei wissenschaftliche Perspektiven auf Identität – die machttheoretische und die kommunikative – vorgestellt und im Kontext von Genderidentitäten zusammengeführt.

Schlüsselwörter

Cultural Studies, Identität, Massenmedien, Geschlechteridentität, Gender, Machtverhältnisse, Wirklichkeitskonstruktion, Codieren, Decodieren, Kommunikation, Hegemonie, soziale Konstruktion, Diskurs, Subjektivierung, Kulturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie Massenmedien zur Konstituierung von Identitäten beitragen, wobei der Fokus auf dem komplexen Zusammenspiel von Macht, Kultur und der Konstruktion von Genderidentitäten liegt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Zentrale Themen sind die Cultural Studies, die Rolle von Medien als Realitätskonstrukteure, sowie machttheoretische und kommunikative Ansätze, um menschliche Identitätsbildung zu verstehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf theoretischer Ebene zu erklären, wie massenmediale Diskurse und Kommunikation Identitätsbildungsprozesse beeinflussen und inwiefern dabei soziale Geschlechterrollen (re)produziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, indem sie etablierte wissenschaftliche Konzepte (wie das Sender-Empfänger-Modell von Hall oder Identitätskonzepte von Krotz und Marchart) heranzieht, um die Fragestellung zu bearbeiten.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst der konzeptionelle Rahmen der Cultural Studies sowie das Modell des Codierens/Decodierens nach Hall erarbeitet, bevor diese Theorien auf die Dynamiken der Identitätskonstitution übertragen werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Cultural Studies, Identität, Machtverhältnisse, Massenmedien und Genderdiskurs.

Inwiefern beeinflussen Massenmedien die Wahrnehmung von Geschlecht?

Medien fungieren als Instanzen, die durch die Konstruktion von Wirklichkeit Rollenbilder und Handlungsmuster vorgeben, die als Bezugspunkt für die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Geschlecht dienen.

Ist Identität laut dieser Ausarbeitung als statisch oder dynamisch zu betrachten?

Die Autorin verdeutlicht, dass Identität keinesfalls statisch ist, sondern als ein sozial umkämpfter, dynamischer Prozess begriffen werden muss, der sich permanent durch Kommunikation und Machtbeziehungen neu konstituiert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einfluss der Massenmedien auf die (Gender-)Identitätsbildung. Zwei Identitätskonzepte vor dem Hintergrund von Geschlechteridentitäten
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
25
Katalognummer
V1301524
ISBN (PDF)
9783346770400
ISBN (Buch)
9783346770417
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss massenmedien gender- identitätsbildung zwei identitätskonzepte hintergrund geschlechteridentitäten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Einfluss der Massenmedien auf die (Gender-)Identitätsbildung. Zwei Identitätskonzepte vor dem Hintergrund von Geschlechteridentitäten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301524
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Leseprobe aus  25  Seiten
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