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Empirische Effekte einer Verwendung von IFRS

Title: Empirische Effekte einer Verwendung von IFRS

Diploma Thesis , 2008 , 104 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Schnee (Author)

Business economics - General
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Das Europäische Bilanzrecht hat sich mit dem Inkrafttreten der IAS-Verordnung zum 1. Januar 2005 dramatisch geändert. Erstmals müssen sämtliche börsennotierte Konzerne in der Europäischen Union nach einheitlichen Regelungen bilanzieren. Auch weit über Europa hinaus erfolgt eine zunehmende Akzeptanz der IFRS als „Weltstandard“. Mit dem US-amerikanischen Kapitalmarkt soll über das Konvergenzprojekt der beiden Gremien IASB und FASB eine Annäherung der beiden Rechnungslegungssysteme erreicht werden, was zu dem Ziel, weltweit nach einheitlichen Regeln erstellter Konzernabschlüsse, beitragen soll.

Von der Internationalisierung der Rechnungslegung erwartet man mehr Vergleichbarkeit und Transparenz in der Finanzberichterstattung sowie eine realistischere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Qualitativ hochwertige Finanzberichte sollen zur Vermittlung besserer Informationen für Investitionsentscheidungen der Kapitalmarktteilnehmer führen. Das primäre Ziel der IFRS besteht in der Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen an aktuelle oder potenzielle Eigenkapitalgeber. Was genau entscheidungsnützliche Informationen sind, ist jedoch streitbar.

In zahlreichen empirischen Studien wurde bisher versucht, nicht nur die Entscheidungsnützlichkeit, sondern allgemein die Wirkungen einer Rechnungslegung nach IFRS zu messen. Erwartungen gehen dahin, sich von einer Anwendung der als qualitativ hochwertig erachteten IFRS insbesondere eine verbesserte Wertpapierliquidität, sinkende Kapitalkosten, eine Reduktion von Gewinnsteuerung durch striktere Regelungen sowie eine höhere Kapitalmarktrelevanz der Rechnungslegungsdaten zu versprechen. Diese Behauptungen gilt es durch empirische Beweise zu untermauern.

Ziel dieser Arbeit ist die kritische Aufarbeitung und Würdigung des aktuellen Forschungsstandes – insbesondere der empirischen Beiträge – zu den Wirkungen einer Rechnungslegung nach IFRS. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse von Effekten in Bezug auf die Wertpapierliquidität, Kapitalkosten und Gewinneigenschaften. Zusätzlich erfolgt die Aufarbeitung von Beiträgen zu den Reaktionen des Kapitalmarktes auf die Ankündigung einzelner Unternehmen, künftig freiwillig nach IFRS Rechnung zu legen, sowie auf die Ankündigung von Regulierern, die Verwendung von IFRS für kapitalmarktorientierte Unternehmen vorzuschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Konzeptionelle Hintergründe

2.1. Zusammenhang von Publizität, Wertpapierliquidität und Kapitalkosten

2.2. Determinanten und Effekte einer Verwendung von IFRS

2.3. Freiwillige versus verpflichtende Anwendung von IFRS

2.4. Messung der betrachteten Effekte

2.4.1. Messung der Wertpapierliquidität

2.4.2. Messung der Eigenkapitalkosten

2.4.2.1. Schätzmethoden

2.4.2.2. Vor- und Nachteile der Schätzmethoden

2.4.3. Messung der Gewinneigenschaften

3. Studien zur freiwilligen IFRS-Anwendung

3.1. Ankündigungseffekte

3.1.1. Befunde

3.1.2. Würdigung

3.2. Liquiditätseffekte

3.2.1. Befunde

3.2.2. Würdigung

3.3. Kapitalkosteneffekte

3.3.1. Befunde zu Eigenkapitalkosteneffekten

3.3.2. Würdigung

3.3.3. Befunde zu Fremdkapitalkosteneffekten

3.3.4. Würdigung

3.4. Gewinneigenschaften

3.4.1. Befunde

3.4.2. Würdigung

4. Studien zur verpflichtenden IFRS-Anwendung

4.1. Ankündigungseffekte

4.1.1. Befunde

4.1.2. Würdigung

4.2. Liquiditätseffekte

4.2.1. Befunde

4.2.2. Würdigung

4.3. Kapitalkosteneffekte

4.3.1. Befunde

4.3.2. Würdigung

4.4. Gewinneigenschaften

4.4.1. Befunde

4.4.2. Würdigung

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zu den empirischen Effekten einer IFRS-Rechnungslegung kritisch aufzuarbeiten und zu würdigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit die Verwendung von IFRS tatsächlich positive Auswirkungen auf die Wertpapierliquidität, die Kapitalkosten sowie die Qualität der Gewinneigenschaften von Unternehmen hat und wie der Kapitalmarkt auf entsprechende Ankündigungen reagiert.

  • Effekte der IFRS-Anwendung auf die Wertpapierliquidität
  • Auswirkungen der IFRS-Bilanzierung auf die Eigen- und Fremdkapitalkosten
  • Analyse der Gewinneigenschaften unter IFRS-Rechnungslegung
  • Kapitalmarktreaktionen auf freiwillige und verpflichtende Ankündigungen zur IFRS-Anwendung

Auszug aus dem Buch

2.1. Zusammenhang von Publizität, Wertpapierliquidität und Kapitalkosten

Der Zusammenhang zwischen Publizität, Wertpapierliquidität und den Kapitalkosten eines Unternehmens ist durch zahlreiche Theorien untermauert. Ausgangspunkt der theoretischen Analyse sind Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Kapitalmarktteilnehmern, die zur adversen Selektion und zu Transaktionskosten führen können. Quantitativ mehr oder qualitativ höherwertige Informationen aus der Finanzberichterstattung können diese Informationsasymmetrie reduzieren und sich dadurch positiv auf Wertpapierliquidität und Kapitalkosten auswirken. Die theoretischen Ansätze lassen sich differenzieren in Modelle, die einen Zusammenhang von Publizität und Wertpapierliquidität herstellen und Modelle, die eine Beziehung zwischen Publizität und Kapitalkosten begründen.

Erstere gehen davon aus, dass Informationsasymmetrien unter den Marktteilnehmern auf Eigenkapitalmärkten zu dem Problem der adversen Selektion führen. Nicht-informierte Investoren laufen Gefahr, mit informierten Investoren zu handeln. Daher werden weniger informierte Investoren den Preis senken (erhöhen), zu dem sie bereit sind, eine Aktie zu kaufen (verkaufen), um sich vor Verlusten aus dem Handel mit einer besser informierten Partei zu schützen. Die Preisanpassung reflektiert die Wahrscheinlichkeit, mit einem informierten Marktteilnehmer zu handeln, sowie den potenziellen Informationsvorsprung dieses Marktteilnehmers. Aus der Preisanpassung resultiert eine Geld-Brief-Spanne auf dem sekundären Aktienmarkt. Informationsasymmetrie und adverse Selektion reduzieren zudem die Anzahl der Aktien, die nicht informierte Händler bereit sind zu handeln. Beide Effekte verringern die Liquidität am Aktienmarkt und somit die Möglichkeit für Investoren, Aktien zu niedrigen Kosten und mit geringem Kurseinfluss zu kaufen oder zu verkaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende internationale Akzeptanz der IFRS und führt in die Erwartungen an eine solche Rechnungslegung hinsichtlich Vergleichbarkeit und Entscheidungsnützlichkeit ein.

2. Konzeptionelle Hintergründe: Hier werden theoretische Zusammenhänge zwischen Publizität, Liquidität und Kapitalkosten sowie die methodischen Grundlagen zur Messung der betrachteten Effekte dargelegt.

3. Studien zur freiwilligen IFRS-Anwendung: Dieses Kapitel analysiert empirische Studien zu Marktreaktionen, Liquidität, Kapitalkosten und Gewinneigenschaften für Unternehmen, die sich freiwillig für IFRS entschieden haben.

4. Studien zur verpflichtenden IFRS-Anwendung: Hier liegt der Fokus auf der Aufarbeitung empirischer Arbeiten, die die Effekte der regulatorisch erzwungenen IFRS-Umstellung in der EU untersuchen.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen und bewertet den aktuellen Forschungsstand.

Schlüsselwörter

IFRS, IAS, Kapitalkosten, Wertpapierliquidität, Gewinnqualität, Gewinnglättung, Rechnungslegung, Kapitalmarkt, Informationsasymmetrie, adverse Selektion, Kapitalmarkteffekte, Publizität, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, Entscheidungsnützlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung der Auswirkungen einer Rechnungslegung nach IFRS (International Financial Reporting Standards) auf Unternehmen und deren Kapitalmarktbewertung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Wertpapierliquidität, den Eigen- und Fremdkapitalkosten sowie den Gewinneigenschaften eines Unternehmens unter IFRS.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die kritische Aufarbeitung und Würdigung des bestehenden empirischen Forschungsstandes, um zu klären, welche Auswirkungen die Umstellung auf IFRS auf die untersuchten Kapitalmarktgrößen hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin verwendet die Methode der Literaturanalyse und Aufarbeitung empirischer Studien, indem sie existierende wissenschaftliche Beiträge systematisch kategorisiert, vergleicht und ihre methodischen Ansätze sowie Ergebnisse kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Studien zur freiwilligen und verpflichtenden IFRS-Anwendung und beleuchtet jeweils deren Auswirkungen auf Ankündigungseffekte, Liquidität, Kapitalkosten und die Eigenschaften von Gewinnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie IFRS-Anwendung, Kapitalkosteneffekte, Wertpapierliquidität, Gewinnqualität und Kapitalmarkteffekte charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "label adopters" und "serious adopters" in einigen Studien wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass die bloße formelle Übernahme der IFRS ("Labeling") nicht zwingend zu ökonomischen Vorteilen führt, sondern nur eine ernsthafte, materielle Umstellung ("Serious Adoption") zu echter Transparenz und daraus resultierenden positiven Effekten am Kapitalmarkt führen kann.

Welche Herausforderungen bestehen bei der empirischen Messung von Gewinnsteuerung?

Die Messung gestaltet sich schwierig, da verwendete Modelle (wie das Jones-Modell) oft mit hohen Prognosefehlern behaftet sind, die Abgrenzung zwischen normaler und diskretionärer Bilanzpolitik methodisch komplex ist und externe institutionelle Rahmenbedingungen oft nicht ausreichend isoliert werden können.

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Details

Title
Empirische Effekte einer Verwendung von IFRS
College
LMU Munich  (Rechnungswesen und Prüfung)
Course
Internationale Rechnungslegung
Grade
1,3
Author
Stefanie Schnee (Author)
Publication Year
2008
Pages
104
Catalog Number
V130183
ISBN (eBook)
9783640391417
Language
German
Tags
Empirische Effekte Verwendung IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schnee (Author), 2008, Empirische Effekte einer Verwendung von IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130183
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