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Altersarmut bei Frauen in Deutschland. Analyse der Hintergründe im deutschen Rentensystem mit Fokus auf §57 SGB VI

Verliert die Frau mit Kind(ern) im Vergleich zum Mann mit Kind(ern) essenzielle Anteile ihrer Rente?

Título: Altersarmut bei Frauen in Deutschland. Analyse der Hintergründe im deutschen Rentensystem mit Fokus auf §57 SGB VI

Texto Academico , 2021 , 36 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Derecho - Civil / Derecho laboral
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Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Gender Pay Gap in Deutschland. Sie geht dabei vor allem auf die Altersarmut bei Frauen ein.

In keinem anderen Mitgliedsstaat der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) ist die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen so groß wie in Deutschland. Daraus erwächst ein erhöhtes Risiko für Frauen, von Altersarmut betroffen zu sein. Dies konnte im Jahr 2019 durch die OECD Studie "Renten auf einen Blick 2019" ermittelt werden. Frauen über 65 erhalten demnach im Schnitt 46 Prozent niedrigere Rentenbezüge als Männer.

Und auch im europäischen Vergleich schneidet die Bundesrepublik im Jahr 2018 verhältnismäßig schlecht ab: Es konnte ein Unterschied von 37,4 Prozent in den Rentenauszahlungen von Männern und Frauen ausgemacht werden. Nur fünf europäische Staaten performten noch schlechter.

Die Schuld für den sogenannten Gender Pension Gap wird häufig dem Arbeitsmarkt selbst und nicht dem deutschen Rentensystem zugeschoben. So würden Frauen häufiger in Teilzeit, in schlecht bezahlten Berufen oder in Niedriglohnsektoren arbeiten und die Erziehung der Kinder und die Pflege von Angehörigen übernehmen, was eine niedrigere Renteneinzahlung zur Folge habe.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Problematik und Relevanz des Themas

2 Der Sozialstaat und das deutsche Rentensystem

3 Das Rentensystem der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Die drei Säulen der Altersvorsorge

3.2 Verfassungsrechtliche Determinanten der gesetzlichen Rentenversicherung

3.3 Relevante Veränderungen des gesetzlichen Rentensystems

3.4 Grundsätze des gesetzlichen Rentensystems nach dem SGB VI

3.4.1 Grundprinzipien

3.4.2 Versicherter Personenkreis

3.4.3 Voraussetzungen für die Rentenansprüche im Alter

3.4.4 Berechnung und Finanzierung

3.4.5 Auszahlung

4 Weitere rechtliche Regelungen

5 Altersarmutsgefährdung

5.1 Begriffsbestimmung

5.2 Das soziokulturelle Existenzminimum

5.3 Altersarmut in der Bundesrepublik Deutschland

5.4 Die Bedeutung des Gender Care Gaps

5.4.1 Der Gender Care Gap in der Bundesrepublik

5.4.2 Folgen der Ungleichverteilung

6 Berücksichtigungszeiten aus § 57 SGB VI

6.1 Auslegung § 57 SGB VI

6.1.1 Sinn und Zweck der Norm

6.1.2 Voraussetzungen des § 57 SGB VI

6.2 Kritik und Reformvorschläge

6.2.1 Kritik an den Berücksichtigungszeiten aus § 57 SGB VI

6.2.2 Kritik an der gesetzlichen Rentenversicherung in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männern mit Kind(ern)

7 Schlussbetrachtung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das deutsche Rentensystem hinsichtlich einer potenziellen Benachteiligung von Müttern gegenüber Vätern. Zentrale Forschungsfrage ist, ob deutsche Frauen mit Kindern aufgrund der aktuellen Ausgestaltung des Rentensystems, insbesondere der Berücksichtigungszeiten nach § 57 SGB VI, Rentenansprüche verlieren.

  • Analyse des deutschen Rentensystems unter Berücksichtigung des Sozialstaatsprinzips
  • Untersuchung des "Gender Care Gaps" und dessen Auswirkung auf Erwerbsbiografien
  • Hinterfragung der rentenrechtlichen Wirksamkeit von Kindererziehungszeiten und Berücksichtigungszeiten
  • Diskussion der Reformvorschläge zur Verbesserung der Rentengerechtigkeit für Familien

Auszug aus dem Buch

5.4 Die Bedeutung des Gender Care Gaps

Bevor untersucht werden kann, ob die deutsche Frau mit Kind(ern) aufgrund der für die Kindererziehung aufgewendeten Zeit und der Ausgestaltung von § 57 VI SGB essenzielle Anteile ihrer Rente verliert, ist es unumgänglich, den sogenannten Gender Care Gap zu erläutern. „Der Gender Care Gap ist die Lücke in der Zeitverwendung von Männern und Frauen für unbezahlte Hausarbeit und Kinderbetreuung.“ Doch auch die Versorgung Neugeborener, die familiäre Pflege und Unterstützung bei Krankheit oder Behinderung, die Erziehung und Bildung der Kinder sowie Reparaturarbeiten im Haushalt und viele andere Dinge sind von dem Begriff der Care Arbeit umfasst.

Im Jahr 2017 ermittelte die Hans Böckler Stiftung in Bezug auf die Auswirkungen, die die Ungleichverteilung der Care Arbeit zwischen Mann und Frau hervorruft, folgendes: Männer in der Bundesrepublik verbringen im Durchschnitt 5 Stunden und 32 Minuten am Tag mit bezahlter Arbeit. Das ist 1,2-mal so viel, wie die Zeit, die Frauen für bezahlte Arbeit am Tag aufbringen (4 Stunden und 15 Minuten). Diese verbringen stattdessen durchschnittlich 3 Stunden und 29 Minuten mit unbezahlter Arbeit, was das 1,6-fache der Zeit darstellt, die Männer für ebenjene Arbeit täglich aufbringen (2 Stunden und 8 Minuten). Dass dieses Phänomen sowohl alle gesellschaftlichen Schichten als auch alle arbeitsteilungsmöglichen Konstellationen durchzieht, wird klar, wenn bereits bestehende Forschungsergebnisse genauer betrachtet werden.

Vor allem die Kindererziehung scheint das Ungleichverhältnis zu verschärfen. Während Frauen in Paarhaushalten ohne Kinder werktags doppelt so viel Zeit wie ihr männlicher Partner für die Care Arbeit aufbringen, handelt es sich bei Paarhaushalten, in denen das jüngste Kind jünger als 6 Jahre alt ist, bereits um die dreifache Zeit. Doch auch wenn das jüngste Kind in einer Altersspanne von 7 bis 18 Jahre liegt, verbringt die Frau durchschnittlich mehr als doppelt so viel Zeit mit der Kindererziehung, wie ihr männlicher Partner.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Problematik und Relevanz des Themas: Diese Einleitung beleuchtet die geschlechtsspezifische Rentenlücke in Deutschland und stellt fest, dass Frauen ein erhöhtes Risiko für Altersarmut tragen, welches die Forschungsfrage der Arbeit motiviert.

2 Der Sozialstaat und das deutsche Rentensystem: Dieses Kapitel erläutert das Sozialstaatsprinzip als verfassungsrechtliche Grundlage und diskutiert den Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei der Rentenpolitik.

3 Das Rentensystem der Bundesrepublik Deutschland: Hier wird der Aufbau des Rentensystems in drei Säulen dargestellt, sowie die verfassungsrechtlichen Determinanten und die Grundsätze gemäß SGB VI detailliert analysiert.

4 Weitere rechtliche Regelungen: Dieser Abschnitt ordnet ergänzende Gesetze wie das Mutterschutzgesetz und das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz in den Kontext ein, wobei ein Fokus auf deren Ziele für Familien gelegt wird.

5 Altersarmutsgefährdung: Dieses Kapitel definiert den Armutsbegriff, erläutert das soziokulturelle Existenzminimum und analysiert die statistische Altersarmut, insbesondere in Verbindung mit dem Gender Care Gap.

6 Berücksichtigungszeiten aus § 57 SGB VI: Das Hauptkapitel untersucht die Rentenwirkung von Berücksichtigungszeiten, kritisiert deren Ausgestaltung und diskutiert Reformansätze zur Schließung von Rentenlücken für erziehende Eltern.

7 Schlussbetrachtung und Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die systembedingte Benachteiligung von Müttern im Rentensystem dringenden Handlungsbedarf erfordert, um einen menschenwürdigen Lebensstandard im Alter zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Rentenversicherung, Altersarmut, Gender Care Gap, Kindererziehungszeiten, Berücksichtigungszeiten, SGB VI, Sozialstaatsprinzip, Gleichstellung, Rentenlücke, Familienlastenausgleich, Mütterrente, Teilzeitbeschäftigung, Altersvorsorge, Rentenreform, Lebensleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob deutsche Frauen durch die spezifische Ausgestaltung des Rentensystems, insbesondere durch die Regelungen zu Berücksichtigungszeiten für Kindererziehung, systembedingt geringere Rentenansprüche erwerben als Väter.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Architektur der deutschen Rentenversicherung, die verfassungsrechtliche Einbettung des Sozialstaatsprinzips, die ökonomischen Folgen unbezahlter Sorgearbeit sowie ausgewählte Aspekte des Rentenrechts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsuntersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine Frau mit Kindern aufgrund der rentenrechtlichen Berücksichtigung von Kindererziehungs- und Phasen der Care-Arbeit essenzielle Anteile ihrer Altersversorgung verliert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftlich fundierte Analyse, die Gesetzesvorgaben (insbesondere SGB VI) mit sozialwissenschaftlichen Daten zur Rentenhöhe und Zeitverwendung kombiniert, um Gerechtigkeitslücken zu identifizieren.

Welche Inhalte bilden den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die Systematik der gesetzlichen Rentenversicherung, definiert Armutsgefährdung und Gender Care Gap und unterzieht insbesondere die Berücksichtigungszeiten nach § 57 SGB VI einer kritischen Prüfung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie gesetzliche Rentenversicherung, Gender Pension Gap, Gender Care Gap, Altersarmut, Erziehungszeiten und Rentenreform.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des BVerfG für Rentenreformen?

Die Autorin hebt hervor, dass das Bundesverfassungsgericht durch zahlreiche Urteile den Gesetzgeber maßgeblich dazu angehalten hat, Kindererziehung und die damit verbundene Sorgearbeit rentenrechtlich stärker zu würdigen und zu schützen.

Welcher Reformvorschlag wird bezüglich der Berücksichtigungszeiten gemacht?

Es wird vorgeschlagen, die Berücksichtigungszeiten über das 10. Lebensjahr des Kindes hinaus zu verlängern, um die typische, durch Kinderbetreuung erforderliche Teilzeitphase von Müttern besser abzufedern.

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Detalles

Título
Altersarmut bei Frauen in Deutschland. Analyse der Hintergründe im deutschen Rentensystem mit Fokus auf §57 SGB VI
Subtítulo
Verliert die Frau mit Kind(ern) im Vergleich zum Mann mit Kind(ern) essenzielle Anteile ihrer Rente?
Universidad
Hamburg University of Applied Sciences
Calificación
2,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
36
No. de catálogo
V1302026
ISBN (PDF)
9783346772824
ISBN (Libro)
9783346772831
Idioma
Alemán
Etiqueta
altersarmut frauen deutschland analyse hintergründe rentensystem fokus verliert frau kind vergleich mann anteile rente
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Altersarmut bei Frauen in Deutschland. Analyse der Hintergründe im deutschen Rentensystem mit Fokus auf §57 SGB VI, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302026
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