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Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Chancen und Herausforderungen

Titel: Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Chancen und Herausforderungen

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Luca Leon Wittky (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Hausarbeit wird Multiperspektivität als eine besondere Herausforderung des Geschichtsunterrichts dargestellt. Sie bietet besondere Schwierigkeiten und gleichermaßen Chancen, den einzelnen Schülerinnen und Schülern des Geschichtsunterrichts ein historisches Narrativ nahezulegen. Der Begriff der Multiperspektivität wird aus dem Kontext von Klaus Bergmanns Beitrag zur Geschichtsdidaktik betrachtet, wobei sie sowohl begrifflich als auch inhaltlich der Monoperspektivität von früheren historischen Unterrichtskonzepten gegenübersteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Was ist Multiperspektivität?

2. Hauptteil

2.1 Die Chancen von Multiperspektivität

2.2 Wieso Multiperspektivität meiner Meinung nach guten Geschichtsunterricht kennzeichnet

2.3 Die Herausforderungen hinter Multiperspektivität

2.3 Kritik

3. Schluss

3.1 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das geschichtsdidaktische Prinzip der Multiperspektivität als zentrale Herausforderung und Chance für den modernen Geschichtsunterricht, wobei insbesondere die Ablösung monoperspektivischer, lehrerzentrierter Unterrichtsmodelle zugunsten einer reflektierten, quellengestützten historischen Erkenntnisbildung analysiert wird.

  • Definition und geschichtliche Entwicklung des Konzepts der Multiperspektivität
  • Abgrenzung der Multiperspektivität zur monoperspektivischen historischen Lehre
  • Didaktische Chancen der Multiperspektivität zur Förderung historischen Denkens
  • Herausforderungen bei der Quellenauswahl und Quelleninterpretation im Unterricht
  • Bedeutung des Prinzips für die Antisemitismusprävention und Gegenwartsbezogenheit

Auszug aus dem Buch

1.1 Was ist Multiperspektivität?

Bergmann benennt als Grundlage des Konzepts der Multiperspektivität einen Grundsachverhalt menschlicher Wahrnehmung und Deutung der Wirklichkeit. Bevor jedoch der Einsatz von Multiperspektivität im Geschichtsunterricht diskutiert wird, lohnt sich ein Blick auf die Alternative bzw. den Vorgänger der Monoperspektivität im traditionellen Geschichtsunterricht. In diesem inzwischen veralteten Szenario steht ein allwissender Lehrer im Zentrum des Geschichtsunterrichts. Er und das Schulbuch waren Sprachrohr einer „historischen Wahrheit“. Diese wurde den unwissenden Schülerinnen und Schülern gelehrt, geprägt von narrativem Wissen über die Vergangenheit, welche als feststehende historische Wahrheit ausgegeben wurde. Dieses Prinzip wurde in jüngerer Vergangenheit immer wieder kritisiert (Der Philosoph Walter Benjamin bspw. kritisierte den Historismus insofern, dass nur die „Geschichte der Sieger“ geschrieben werde, und man nicht die „namenlose Fron der Zeitgenossen“ bedenke.) bevor schließlich die monoperspektivische Sichtweise auf Geschichte als Wissenschaft durch ein weniger steifes, mit interpretationsspielraum ausgestattetes multiperspektivisches Unterrichtsprinzip zum Ende des letzten Jahrhunderts ersetzt wurde.

Die Multiperspektivität im Kontext des Geschichtsunterrichts lässt es zu, dass unter Betracht vieler individueller Sichtweisen auf einen bestimmten Zeitabschnitt eine Geschichte erzählt wird, bzw. unter Einfluss des eigenen Verständnisses und Interpretation eine Geschichte konstruiert wird. Die Geschichte der „namenlosen Zeitgenossen“ findet hier ihren Platz. Sie haben die Dinge, Vorkommnisse, Zusammenhänge aus ihrer Sicht gesehen, und damit auf eine andere Weise wahrgenommen und verarbeitet als andere Zeitgenossen. Zentrale Faktoren der multiperspektivischen Sichtweise sind vor allem soziale Herkunft, Zugehörigkeit, Zugehörigkeit des Geschlechts, Erziehung, lebensgeschichtliche Erfahrungen, Interessen und kulturelle Einflüsse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept der Multiperspektivität ein, ordnet es geschichtsdidaktisch ein und setzt es in den Gegensatz zur traditionellen Monoperspektivität.

1.1 Was ist Multiperspektivität?: Dieses Kapitel definiert Multiperspektivität als grundlegende Kategorie historischer Wahrnehmung und erläutert ihre Bedeutung für die moderne Geschichtswissenschaft und den Unterricht.

2. Hauptteil: Der Hauptteil dient der Auseinandersetzung mit Vor- und Nachteilen des multiperspektivischen Arbeitens im schulischen Kontext.

2.1 Die Chancen von Multiperspektivität: Hier werden die didaktischen Vorteile erörtert, etwa die Bereicherung der Geschichtswissenschaft durch Subdisziplinen und die Förderung individuellen historischen Lernens.

2.2 Wieso Multiperspektivität meiner Meinung nach guten Geschichtsunterricht kennzeichnet: Das Kapitel argumentiert für die Notwendigkeit multiperspektivischen Unterrichts, um Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen, kritischen historischen Sinnbildung zu befähigen.

2.3 Die Herausforderungen hinter Multiperspektivität: Es werden die praktischen Anforderungen an Lehrkräfte bei der Quellenauswahl und die Komplexität der Quellenarbeit mit SuS kritisch beleuchtet.

2.3 Kritik: Dieses Kapitel prüft das Konzept von Bergmann auf seine heutige Aktualität und identifiziert Bereiche, in denen Modifikationen oder Aktualisierungen sinnvoll erscheinen.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der Multiperspektivität für den Geschichtsunterricht des 21. Jahrhunderts.

3.1 Fazit: Das Fazit unterstreicht das multiperspektivische Prinzip als unverzichtbaren Baustein zur Förderung von Gegenwartsbezug, Diskussionskultur und kritischer Urteilskompetenz.

Schlüsselwörter

Multiperspektivität, Geschichtsdidaktik, Historisches Lernen, Quellenarbeit, Monoperspektivität, Narrative Kompetenz, Geschichtsbewusstsein, Geschichtswissenschaft, Quellenkritik, Schülerinnen und Schüler, Gegenwartsbezug, Urteilskompetenz, historisches Denken, Klaus Bergmann, Pluralität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prinzip der Multiperspektivität als geschichtsdidaktischem Ansatz und dessen Anwendung im Geschichtsunterricht zur Förderung eines reflektierten historischen Bewusstseins.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Definition von Multiperspektivität, der Vergleich zur monoperspektivischen Lehre, die Chancen für den Unterrichtsalltag sowie die didaktischen Herausforderungen bei der Quellenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzen der Multiperspektivität für den Aufbau einer historischen „narrativen Kompetenz“ bei Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen und die Verantwortung der Lehrkräfte bei der methodischen Umsetzung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung geschichtsdidaktischer Konzepte unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur (z.B. Klaus Bergmann, M. Lücke) sowie einer reflexiven Analyse schulpraktischer Anforderungen.

Was wird im Hauptteil der Hausarbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden Chancen der Multiperspektivität, die Rolle der Lehrkraft bei der Quellenauswahl, das Erfordernis der Empathiefähigkeit sowie die notwendige Überwindung des „schwarz-weiß“ Geschichtsbildes ausführlich diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Multiperspektivität, Historisches Lernen, Narrative Kompetenz, Quellenarbeit, Quellenkritik und historisches Denken.

Warum bezieht sich der Autor explizit auf den Konflikt in der Ukraine?

Der Autor verwendet das Beispiel, um die Bedeutung der Gegenwarts- und Zukunftsbezogenheit des Fachs Geschichte zu unterstreichen und zu verdeutlichen, warum die Reflexion historischer Krisen für heutige Generationen essenziell bleibt.

Wie bewertet der Autor die Herausforderungen durch "stumme Gruppen"?

Der Autor greift Bergmanns Forderung auf, dass Geschichte auch denjenigen eine Stimme geben muss, die selbst keine Zeugnisse hinterlassen konnten, und verweist auf die Schwierigkeit, solche Perspektiven in einem von Eliten geprägten Quellenbestand zu finden.

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Details

Titel
Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Chancen und Herausforderungen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Theoretische Grundlagen des Geschichtsunterrichts
Note
2,3
Autor
Luca Leon Wittky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1302065
ISBN (eBook)
9783346768582
ISBN (Buch)
9783346768599
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik der Geschichte Multiperspektivität Fachdidaktik Lehramt Lehramtstudium FD2
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luca Leon Wittky (Autor:in), 2021, Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Chancen und Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302065
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Leseprobe aus  13  Seiten
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