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Wie prekär ist die Lage der Crowdworker in Deutschland?

Titel: Wie prekär ist die Lage der Crowdworker in Deutschland?

Seminararbeit , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Marius Dobber (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit analysiert, ob Crowdworking ein prekärer Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes ist. Genauer wird herausgearbeitet, ob Crowdworking mit unsicheren Lebenslagen und unzureichenden Absicherungen verbunden werden kann.

Die digitale Plattformarbeit ist eine der facettenreichsten Arbeitsmethoden, die es in der Arbeitswelt 4.0 gibt. Durch einen anderen Umgang mit dem Thema Arbeit eröffnet sich sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Arbeitgeber viele neue Möglichkeiten am Arbeitsmarkt, die zuvor undenkbar gewesen wären. Die Flexibilität hat ein so großes Ausmaß angenommen, dass ein fester Arbeitsplatz seine Bedeutung immer weiter verliert. Doch die Flexibilität reicht noch viel weiter. In der Arbeitswelt 4.0 muss man nicht mehr an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden sein, um seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Durch das Prinzip des Crowdworking ist es möglich verschiedene Aufträge nach Lust und Laune anzunehmen, ohne dabei direkt an ein bestimmtes Unternehmen gebunden zu sein. Egal ob man sein eigenes Auto als Taxi für Fremde benutzt, wie es bei dem Transportdienst „Uber“ der Fall ist, oder man Produktbeschreibungen für Online-Shops verfasst. Die Möglichkeiten am Crowdworking-Markt an Geld zu kommen sind, obwohl es noch ein Randphänomen ist, riesig. Durch die Macht des Internets ist dieser neuartige Arbeitsmarkt für so gut wie jede Person zugänglich. Dieses Konzept hat aber natürlich auch seine Schattenseiten, welche unter anderem im Folgenden noch genauer beleuchtet werden.

Der Begriff des „Crowdsourcings“ wurde erstmals von Jeff Howe in Wired Magazin 2006 verwendet. Dabei handelt es sich um einen Neologismus aus den Worten „Crowd“ und „Outsourcing“. Durch die Verbindung dieser beiden Wörter wird deutlich, wie sich Crowdsourcing von Outsourcing unterscheidet. Bei Outsourcing werden Aufgaben an bestimmte Institutionen oder Drittanbieter weitergegeben, wo hingegen beim Crowdsourcing die Aufgaben an eine nicht definierbare Menschenmenge, die Crowd, ausgehändigt werden. Die Menschen, die Mitglieder in so einer „Crowd“ sind, werden als Crowdworker bezeichnet. Bei Crowdworking handelt es sich also um ein schon etwas länger etabliertes System. Die erste Crowdsourcing-Plattform, Amazon Mechanical Turk wurde bereits im Jahre 2005 lanciert. In der globalen Verteilung belegt Europa mit 14% den dritten Platz hinter Nordamerika mit 24% und Asien mit 55%.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was ist Crowdworking Begriffsklärung

Internes und externes Crowdworking/Crowdsourcing

Prekarität

Definition nach Klaus Dörre

Prekarität nach Klaus Krämer

Modell zur Analyse prekärer Arbeitsverhältnisse

Gefühlte Prekarisierung

Analyse: wie prekär ist Crowdworking?

Bezahlung

Mindestlohn

Rechte und Absicherung der Crowdworker

Optimierungsvorschläge zur Eliminierung der Prekarität

Verbesserung der sozialen Absicherung

Crowdworker als Arbeitnehmer

Sollen Crowdworker also Arbeitnehmer sein?

Die Zukunft von Crowdworking

Fazit und Beantwortung der Leitfrage

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen Crowdworking in Deutschland mit dem Ziel zu ergründen, ob diese moderne Form der digitalen Plattformarbeit prekäre Züge aufweist. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie prekär die aktuelle arbeitspolitische und soziale Lage der Crowdworker auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist und inwieweit regulatorischer Handlungsbedarf besteht.

  • Grundlagendefinition von Crowdworking und Abgrenzung zum klassischen Crowdsourcing.
  • Anwendung des Prekaritätsbegriffs nach Klaus Dörre und Klaus Krämer auf das Arbeitsfeld Crowdworking.
  • Analyse der Verdienstmöglichkeiten, des Mindestlohn-Problems und der sozialen Absicherung.
  • Diskussion rechtlicher Rahmenbedingungen sowie des Kündigungs- und Arbeitnehmerschutzes.
  • Evaluation von Verbesserungsvorschlägen, wie etwa der "Digitalen Sozialen Sicherung".

Auszug aus dem Buch

Die Zukunft von Crowdworking

Um auf die aktuelle Entwicklung Bezug zu nehmen kann man einen deutlichen Anstieg an der Zahl der Crowdworkern feststellen. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl der Crowdworker weltweit nahezu verdoppelt. 2014 gab es demnach schätzungsweise 64 Millionen Crowdworker. Bis 2016 stieg diese Zahl auf 112 Millionen Crowdworker weltweit. Hierfür wurde bewusst eine globale Studie herangezogen, da Crowdwork ein globales Phänomen ist und somit die Entwicklungen in anderen Ländern sich gegenseitig beeinflussen. Auf deutscher Ebene wünschen sich die Crowdworker für die Zukunft eine verbesserte soziale Absicherung. Dies unterstreicht nochmals die Notwendigkeit für Crowdwork passende Regelungen zu schaffen um der Prekarisierung in dieser digitalen Arbeitsform Einhalt zu gebieten. Zudem wird eine Art Mindestlohn oder eine Mindestzahlung pro Auftrag erwünscht, um zu vermeiden, dass die eigene Arbeit nicht der Leistung entsprechend entlohnt wird. Ungefähr gleich wichtig ist es für die Crowdworker in Zukunft besser durch Gewerkschaften oder ähnliches vertreten zu sein um nicht den Plattformen machtlos gegenüber zu stehen. Die wachsende Popularität von Crowdworking spiegelt sich auch in den deutschen Crowdworking-Plattformen wider. Aus einer Befragung der Universität von Kassel ging hervor, dass 90% der befragten Plattformen Crowdworking als zukunftsfähiges Geschäftsmodell ansehen. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass 90% der befragten Crowdworking-Plattformen eine Geschäftsausweitung des Crowdworkingprinzips in der Zukunft für denkbar halten. Dieser Entwicklung wirkt das steigende Qualifikationsniveau in Deutschland entgegen. Dies hat einen Einfluss auf die Anzahl der hauptberuflichen Crowdworker, welche wegen nicht ausreichender Spezialisierung keinen passenden Job finden. Die Bedeutung von Crowdworking als Nebenerwerb hingegen sieht in Sachen Nebenerwerbstätigkeit anders aus. Diese nimmt tendenziell zu. Dies ist mit den flexiblen Arbeitsverhältnissen zu begründen. Man kann also davon ausgehen, dass die Bedeutung dieser digitalen Arbeitsform in Zukunft zunehmen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Arbeitswelt 4.0 und Vorstellung der Relevanz sowie des Aufbaus der Untersuchung zum Thema Crowdsourcing und Crowdworking.

Was ist Crowdworking Begriffsklärung: Differenzierung der Begriffe Crowdsourcing und Crowdworking sowie Erläuterung der Marktmechanismen und der Rolle von Intermediären.

Prekarität: Theoretische Fundierung des Prekaritätsbegriffs basierend auf den Modellen von Klaus Dörre und Klaus Krämer sowie Einführung einer Analysemethode.

Analyse: wie prekär ist Crowdworking?: Untersuchung der Arbeitsverhältnisse in Bezug auf Bezahlung, Mindestlohn-Thematik sowie der rechtlichen Absicherung und des Kündigungsschutzes für Crowdworker.

Optimierungsvorschläge zur Eliminierung der Prekarität: Vorstellung von Lösungsansätzen wie der sozialen Absicherung für Plattformarbeiter und der Diskussion über den Status als Arbeitnehmer.

Die Zukunft von Crowdworking: Analyse des Wachstums des Crowdworking-Marktes und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung dieser Arbeitsform.

Fazit und Beantwortung der Leitfrage: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsergebnisse und Beantwortung der zentralen Frage zur Prekarität der Crowdworker.

Schlüsselwörter

Crowdworking, Crowdsourcing, Prekarität, Arbeitswelt 4.0, Plattformarbeit, Normalarbeitsverhältnis, Mindestlohn, soziale Absicherung, Digitale Soziale Sicherung, Arbeitsrecht, Clickworking, Scheinselbstständigkeit, Arbeitnehmerstatus, Prekarisierung, Flexibilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Tätigkeit als Crowdworker in Deutschland den Kriterien prekärer Beschäftigungsverhältnisse entspricht und wie diese Arbeitsform gesellschaftlich und rechtlich einzuordnen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Crowdworking, die theoretische Herleitung von Prekarität, die Analyse der Bezahlungssituation, rechtliche Fragestellungen und Zukunftsperspektiven der Plattformökonomie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage: "Wie prekär ist die Lage der Crowdworker in Deutschland?", unter Einbeziehung sozioökonomischer Absicherungsaspekte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptiv-analytische Methode, basierend auf der Auswertung aktueller Studien, Fachliteratur und theoretischen Ansätzen zur Prekarität nach Klaus Dörre und Klaus Krämer.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entlohnung, den fehlenden Arbeitnehmerschutz, die Problematik der Scheinselbstständigkeit sowie konkrete Verbesserungsvorschläge zur sozialen Absicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Crowdworking, Prekarität, Plattformarbeit, Arbeitsrecht und soziale Absicherung charakterisiert.

Inwiefern spielt der "Code of Conduct" eine Rolle für die Sicherheit der Crowdworker?

Der "Code of Conduct" dient als freiwilliges Regelwerk der IG Metall und des Crowdsourcing-Verbands, um Standards für faire Bezahlung, Datenschutz und Aufgabendefinition auf ausgewählten Plattformen zu etablieren.

Warum wird der Arbeitnehmerstatus als potentielle Lösung für Crowdworker diskutiert?

Die Einordnung als Arbeitnehmer würde Crowdworker aus der prekären Lage der Scheinselbstständigkeit führen und ihnen Ansprüche auf Mindestlohn, Kündigungsschutz und Sozialversicherungsleistungen eröffnen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie prekär ist die Lage der Crowdworker in Deutschland?
Note
1,5
Autor
Marius Dobber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1302212
ISBN (PDF)
9783346768483
ISBN (Buch)
9783346768490
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Crowdworker Crowdsourcer prekär Prekarität Deutschland Crowdworking Crowdsourcing Gigworker Gigworking
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marius Dobber (Autor:in), 2021, Wie prekär ist die Lage der Crowdworker in Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302212
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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