Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit und heute. Ursprünge und heutige Situation in Indien

Titel: Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit und heute. Ursprünge und heutige Situation in Indien

Bachelorarbeit , 2022 , 56 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Frage, warum vor allem Frauen als Hexen verfolgt wurden und werden. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden verschiedene Methoden eingesetzt. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Während der erste Teil Fakten über die vergangene Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit sowie deren Ursprünge liefert, wird der zweite Teil aktuelle Ereignisse untersuchen. Da sich der erste Teil mit der Vergangenheit befassen wird, eignen sich Literaturrecherchen und Inhaltsanalysen am besten, um eine Theorie bilden zu können. Der zweite Teil wird ebenfalls literaturbasierte Erkenntnisse liefern, um die aktuellen Hexenverfolgungen in Indien darzustellen. Besonderes Augenmerk wird auf aktuelle Online-Zeitungsartikel in Indien gelegt, um die Aktualität der Hexenjagden zu überprüfen. Die Literaturrecherche und die Inhaltsanalyse verschiedener Quellen, wie Präsentationen, Zeitungsartikel und Berichte, dienen der induktiven Beweisführung, um eine Theorie für die Forschungsfrage aufzustellen. Diese aufgestellte Theorie wird, mithilfe der vor recherchierten Ergebnisse in einer qualitativen Forschung, einem Zeitzeugeninterview, überprüft. Das bedeutet, dass diese Arbeit die Forschungsfrage mit Hilfe von induktiven und deduktiven Forschungen beantworten wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemaufriss

1.2 Ziel und Struktur der Arbeit, Methode

1.3 Forschungsstand

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Dämonologie

2.2 Zauberei, Ketzer, Hexe, Hexenprozess

3. Historischer Überblick: Ursprung der Hexenverfolgungen

3.1 Ketzerverfolgung

4. Historische Überblick: Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit

4.1 Die gesellschaftliche Stellung der Frau im Mittelalter und Früher Neuzeit

4.2 Die kirchliche Vorstellung der Frau

4.2.1 Der Sündenfall

4.3 Die Hexenverfolgungen als Frauenvernichtung

4.3.1 Frauen als Idealbild der Hexen

5. Fakten über Hexenverfolgungen heute

5.1 Der Hexenwahn lebt weiter

6. Hexenverfolgung in Indien

7. Forschungsdesign

7.1 Qualitative Forschung- Grundlagen und Ziele

7.2 Methodisches Vorgehen

7.2.1 Das Leitfadeninterview

7.2.2 Vorbereitung und Durchführung des Interviews

7.2.3 Aufbereitung der Daten

7.3 Analyse des Interviews

7.3.1 Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

7.4 Ergebnisse

7.4.1 Frühneuzeitliche Hexenjagd

7.4.2 Frauenbild

7.4.3 Hexenverfolgungen in Indien

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Hexenverfolgung mit einem Fokus auf die Diskriminierung und Vernichtung von Frauen, ausgehend von der Frühen Neuzeit bis hin zur aktuellen Situation in Indien. Die zentrale Forschungsfrage lautet, warum vor allem Frauen als Hexen verfolgt wurden und werden.

  • Historische Entwicklung der Hexenverfolgung in Europa und ihre Wurzeln in der Ketzerverfolgung.
  • Einfluss des kirchlichen Frauenbildes und der sozialen Stellung der Frau als Rechtfertigung für Verfolgung.
  • Analyse der aktuellen Hexenverfolgungen in Indien und Vergleich zu frühneuzeitlichen Strukturen.
  • Qualitative Untersuchung mittels eines Zeitzeugeninterviews zur subjektiven Wahrnehmung der Problematik.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemaufriss

"Du sollst die Zauberinnen nicht leben lassen" (2. Mose 22,17), heißt es in der Bibel. Dieser Bibelvers diente als Rechtfertigung für die Hexenverfolgungen und -verbrennungen in der Frühen Neuzeit. In den Jahren zwischen 1450 und 1750 wurden in Europa Tausende von Menschen, insbesondere Frauen, wegen des Verdachts der Hexerei verfolgt, verurteilt und vor Gericht gestellt. Die Hälfte der Angeklagten wurde in der Regel auf dem Scheiterhaufen hingerichtet, und bis 1780 waren in Europa bereits 50.000 Menschen wegen Hexerei getötet worden.

Magie ist ein Aberglaube des ungebildeten Volkes, dem schon damals Tausende von Menschen zum Opfer fielen. Frauen und Männer, die in der Frühen Neuzeit der Hexerei beschuldigt wurden, waren „von Gott abgefallen“, eine Behauptung, die durch keinen anderen Beweis, als das Geständnis der Beschuldigten belegt werden konnte. Die geistig-religiöse Begründung diente als Rechtfertigung für die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen in Europa. Neben dem materiellen Vergehen der schädlichen Zauberei, wurde die Hexerei als Abtrünnigkeit vom christlichen Glauben verstanden. Die Ausübung der Hexerei wurde als eine vom Teufel angezettelte Verschwörung gegen die christliche Gemeinschaft verstanden, weshalb sie gefürchtet, gejagt und gefoltert wurden.

In erster Linie waren die Hexenverfolgungen von der Bevölkerung gewollt. Die Verfolgungen wurden sogar gegen den Willen der Obrigkeit durchgeführt, aber das ist nicht allein die Schuld der Bevölkerung. Der Hauptgrund ist die Kirche, die Justiz und der Staat, die die Verfolgungen relativierten und die Bevölkerung mit immer mehr Hinrichtungen davon überzeugten, dass die Angeklagten wirklich Hexen und Zauberer waren. „Die Folter ist zwar nicht die Ursache der Hexenprozesse, aber für deren massenhafte Durchführung eine unerlässliche Voraussetzung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der historischen und modernen Hexenverfolgung ein und definiert das Forschungsziel sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Dämonologie, der Begriff der Hexe und die historische Entstehung der Hexenprozesse erläutert.

3. Historischer Überblick: Ursprung der Hexenverfolgungen: Das Kapitel befasst sich mit der Frühphase des Hexenwahns und dessen enger Verknüpfung mit der Ketzerverfolgung im Mittelalter.

4. Historische Überblick: Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit: Der Fokus liegt auf der Rolle der Kirche, dem gesellschaftlichen Frauenbild und wie diese Faktoren zur massenhaften Verfolgung und Vernichtung von Frauen beitrugen.

5. Fakten über Hexenverfolgungen heute: Dieses Kapitel veranschaulicht, dass der Hexenglaube auch im 21. Jahrhundert existiert und in verschiedenen Teilen der Welt weiterhin zu Gewalt führt.

6. Hexenverfolgung in Indien: Eine detaillierte Betrachtung der aktuellen Situation in Indien, insbesondere der Region Jharkhand, wo indigene Gruppen wie die Adivasi stark von Verfolgungen betroffen sind.

7. Forschungsdesign: Hier wird der methodische Rahmen der empirischen Studie, basierend auf einer qualitativen Analyse und einem Zeitzeugeninterview, dargelegt.

8. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht eine Verbindung zwischen historischen Mustern und der heutigen Realität der Frauenverfolgung.

Schlüsselwörter

Hexenverfolgung, Frühe Neuzeit, Frauenbild, Indien, Adivasi, Ketzer, Dämonologie, Patriarchat, Gewalt gegen Frauen, Hexenprozess, Qualitative Forschung, Bildung, Aberglaube, Menschenrechte, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Verfolgung von vermeintlichen Hexen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der spezifischen Diskriminierung und Vernichtung von Frauen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Ursprünge der Hexenverfolgung in der Ketzerverfolgung, die Rolle von Kirche und Gesellschaft, das negative Frauenbild sowie die aktuelle Situation in Indien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die historisch und aktuell fortbestehende Hexenverfolgung zu identifizieren und den Zusammenhang zwischen Frauenfeindlichkeit und diesem Phänomen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Inhaltsanalysen sowie einen qualitativen Ansatz in Form eines ausführlichen Zeitzeugeninterviews, um die Forschungsfrage zu beantworten.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil analysiert das Frauenbild in der Frühen Neuzeit, beschreibt die historische Hexenjagd und vergleicht diese mit aktuellen Vorfällen in Indien, um Parallelen in den Ursachen aufzuzeigen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hexenverfolgung, Patriarchat, Adivasi, Dämonologie, Ketzerei und die soziologische Rolle des Frauenbildes.

Inwiefern ist die aktuelle Situation in Indien mit der Frühen Neuzeit vergleichbar?

Beide Epochen bzw. Regionen zeigen laut der Autorin ähnliche Muster: Soziale Instabilität, mangelnde Bildung und die Suche nach Sündenböcken führen dazu, dass vor allem arme und alleinstehende Frauen der Hexerei beschuldigt werden.

Welche Rolle spielt die Bildung laut der Zeitzeugin für die Hexenjagd in Indien?

Die Interviewpartnerin sieht in mangelnder Bildung den Hauptkatalysator; ungebildete Gemeinschaften seien anfälliger für Manipulationen und gewaltsame Vorurteile, da ihnen das Wissen für eine rationale Einordnung von Problemen wie Krankheiten fehle.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit und heute. Ursprünge und heutige Situation in Indien
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
56
Katalognummer
V1302418
ISBN (PDF)
9783346775283
ISBN (Buch)
9783346775290
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hexenverfolgung frühen neuzeit ursprünge situation indien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit und heute. Ursprünge und heutige Situation in Indien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302418
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  56  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum