Phonetik und Phonologie am Beispiel verschiedener Sprachen, überwiegend anhand der Portugiesischen


Seminararbeit, 2007

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Phonetik
1.1 Artikulatorische Phonetik
1.2 Akustische Phonetik
1.3 Auditive Phonetik
1.4 Rückkopplung

2. Anwendungsgebiete der Phonetik

3. Das Internationale Phonetische Alphabet (IPA)
3.1 Die Entstehungsgeschichte
3.2 Das Transkriptionssystem

4. Phonologie
4.1 Phoneme, Allophone, Minimalpaare
4.2 Distinktive Merkmale
4.3 Assimilation

5. Prosodische Phonologie
5.1 Das Wortakzent

6. Gebärdensprache
6.1 Phoneme in der Gebärdensprache
6.2 Distinktive Merkmale und Minimalpaare in der Gebärdensprache
6.3 Gibt es eine internationale Gebärdensprache? Gibt es Gebärdensprachen auch als Amtssprachen?

Literaturverzeichnis:

1. Phonetik

Der Begriff Phonetik stammt aus dem Griechischen [φωνητικóς] (phōnētikós), was soviel wie „zum Tönen/Sprechen gehörig“ bedeutet. Dies wurde von dem Wort [φωνή] (phōnḗ) abgeleitet, was „Laut, Ton oder Stimme“ als Bedeutung hat.[1] Diese Wissenschaft beschäftigt sich also mit Lauten, besser gesagt, mit ihrer Produktion, Übertragung und Wahrnehmung. Man unterscheidet, dementsprechend, drei Zweige dieses Teilgebiets der Sprachwissenschaft: die artikulatorische, die akustische und die auditive Phonetik. (Pelz, 1997)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Zweige der Phonetik

http://spzwww.uni-muenster.de/~griesha/spw/pho/artorgane.html

1.1 Artikulatorische Phonetik

Die Aufgabe der artikulatorischen Phonetik ist es, die Bildung der Laute zur Untersuchen. Diese Disziplin ist sehr alt, da man sich schon in der Antike mit der Entstehung der Laute – ihrer Art und ihren Entstehungsorten – beschäftigte (Wagner, o.J., Quelle Nr.5). In dem Buch „Die Cambridge Enzyklopädie der Sprachen“, nennt David Crystal sechs Hauptfaktoren, die bei der Entstehung und Beschreibung der Laute eine wichtige Rolle spielen:

1) Luftstrom: Ursprung und Richtung sind für die grundlegende Kategorie des Lautes ausschlaggebend.
2) Stimmbänder: Ob ein Laut stimmhaft oder stimmlos ist, hängt davon ab, ob die Stimmbänder schwingen oder nicht
3) Gaumensegel: Wenn der Gaumen abgesenkt ist, entstehen Nasale, da die Luft durch die Nase strömt. Ist er jedoch angehoben, tritt die Luft aus dem Mund und es entstehen Orale.
4) Artikulationsort: Als Artikulationsort bezeichnet man die Stelle, an dem der Verschluss oder die Verengung stattfindet, die für die Art des jeweiligen Lautes bestimmend sind. (Zähne, Gaumen, Lippen etc.)
5) Artikulationsart: Art der Verengung bzw. der Verschlusses, der an der jeweiligen Artikulationsstelle stattfindet.
6) Lippen: „Die Stellung der Lippen (gerundet, auseinander, geschlossen, geöffnet) ist ein wichtiges Merkmal bei der Beschreibung bestimmter Laute.“ (Crystal, 1995:152)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Artikulationsorte

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://spzwww.uni-muenster.de/~griesha/spw/pics/pho.art-organe.png&imgrefurl=http://spzwww.uni-muenster.de/~griesha/spw/pho/artorgane.html&h=352&w=316& sz=20&hl=de&start=4&um=1&tbnid=LRLZvM2RSWhxVM:&tbnh=120&tbnw=108&prev=/images%3Fq%3DPhonetik%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DG

1.2 Akustische Phonetik

In diesem Teilgebiet untersucht man die Übertragung der Laute als Schallsignale. Entgegen der artikulatorischen, ist die akustische Phonetik eine eher junge Disziplin, da die notwendigen Messgeräte (wie z.B. der Spektrograph), die die übertragenen Schallsignale untersuchen und ihre Frequenz erfassen, erst in neuerer Zeit erfunden worden sind. (Wagner, o.J., Quelle Nr.5)

1.3 Auditive Phonetik

Die Wahrnehmung der Laute, letztendlich, fällt in den Bereich der auditiven Phonetik. Dabei untersucht man, wie die einzelnen Laute von Gehörnerven und Gehirn wahrgenommen und identifiziert werden. (Wagner, o.J., Quelle Nr.5)

1.4 Rückkopplung

Während man spricht, ist es einem möglich, die gesprochenen Laute selbst wahrzunehmen. Diesen Vorgang nennt man in der Phonetik Rückkopplung. Man unterscheidet dabei zwischen der auditiven Rückkopplung und der kinästhetischen. (Wagner, o.J., Quelle Nr.5)

Bei der auditiven Rückkopplung nimmt der Sprecher die Laute, die er produziert, selbst wahr. Bei der kinästhetischen, spürt er die Bewegungen, die bei der Lauterzeugung entstehen (Muskeln, Kiefer, Zunge, etc.). Dieser Vorgang ermöglicht uns das Sprechen zu kontrollieren. Wenn man jedoch unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, oder wenn z.B. nach einem Zahnarztbesuch der Mund betäubt wurde, werden die Rückkopplungen beeinträchtigt und es führt zu einem Kontrollverlust des Sprechens. (Wagner, o.J., Quelle Nr.5)

2. Anwendungsgebiete der Phonetik

Viele kennen Phonetik aus dem Fremdsprachenunterricht. Für die Schüler ist es genauso wichtig wie für die Lehrer die phonetischen Grundlagen zu kennen. Die Aussprache ist daher wichtig, da sie oft auch bedeutungsunterscheidend wirkt. Folglich können einige Wörter an Sinn verlieren und Grammatik oder Semantik verloren gehen, wenn die Aussprache nicht stimmt. (Wagner, o.J., Quelle Nr.5)

Ein weiteres Gebiet, indem Phonetik angewandt wird, ist die Logopädie. Um die Ursachen der Sprechstörungen zu erkennen, müssen die Logopäden über phonetisches Wissen verfügen. Die Gründe für Sprechstörungen und falsche Aussprache können verschiedener Natur sein. Wenn der Patient während der Artikulation die Lippen falsch formt, die Zunge falsch bewegt usw., so wird die korrekte Aussprache einzelner Laute beeinträchtigt. Der Logopäde muss daher untersuchen, an welcher Stelle und wie der Patient den Laut bildet und ihn entsprechend verbessern. Die Ursachen für die Sprechstörung können aber auch anatomisch bedingt sein. (Wagner, o.J., Quelle Nr.5)

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Phonetik (aufgerufen am 02.07.2008)

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Phonetik und Phonologie am Beispiel verschiedener Sprachen, überwiegend anhand der Portugiesischen
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Portugiesisches Institut)
Veranstaltung
Sprachwissenschaft
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V130266
ISBN (eBook)
9783640387601
ISBN (Buch)
9783640387502
Dateigröße
599 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phonetik, Phonologie, Beispiel, Sprachen, Portugiesischen
Arbeit zitieren
Katharina Martin (Autor), 2007, Phonetik und Phonologie am Beispiel verschiedener Sprachen, überwiegend anhand der Portugiesischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130266

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