Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Somatisierungsstörung und somatoformen Schmerzstörung als Spezifik inklusive ihrer Facetten und führe in diesem Kontext auf das Potenzial der kunsttherapeutischen Behandlung hin. Ich setze mich so mit der Frage auseinander: Wie kann Kunsttherapie den Schmerz mindern und zum Heilungsprozess beitragen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung
2.1 Definition
2.2 Diagnostische Kriterien
2.3 Pathogenese
3. Kunsttherapie und ihre Qualitäten
3.1 Kunsttherapie als kreative Alternative
3.2 Ziele der schmerzspezifischen Kunsttherapie
3.3 Kunsttherapeutische Ansätze
3.3.1 Biografie in der Kunsttherapie
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Potenzial kunsttherapeutischer Interventionen bei der Behandlung von Patienten mit chronischen somatoformen Schmerzstörungen. Das zentrale Ziel ist es, den therapeutischen Nutzen kreativer Methoden für die Schmerzlinderung, die emotionale Verarbeitung sowie die psychosomatische Rehabilitation wissenschaftlich zu erörtern und aufzuzeigen.
- Klinische Grundlagen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
- Biopsychosoziale Faktoren der Schmerzgenese und Aufrechterhaltung
- Kunsttherapeutische Wirkniveaus und Konzepte bei Schmerzpatienten
- Biografiearbeit als therapeutische Intervention zur Schmerzbewältigung
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Biografie in der Kunsttherapie
Wie bereits erläutert, spielen bei der Entstehung und Erhaltung chronischer Schmerzen, verschiedene Dimensionen eine Rolle. Nicht jede Schmerzstörung liegt den gleichen Ursachen zu Grunde, sondern ist das Ergebnis individueller Konstellationen biologischer, sozialer und psychologoscher Faktoren.
In der kunsttherapeutischen Arbeit mit Schmerzpatient*innen, ist das Arbeiten mit biografischen Aspekten eine bevorzugte Intervention. Es kann auf verschiedene Weisen biografisch gearbeitet werden. In dem Seminar „klinische Konzepte der Kunsttherapie“, behandelten wir die Erinnerungen und das emotionale Erinnern als einen Ansatz der biografischen Arbeit. Das Zurückschauen an einzelne Situationen des Lebens, in denen schwierige Momente gemeistert wurden, kann Erinnerungen an vorhandene, derzeit nicht aktivierte Ressourcen wecken. Erfahrungen können dadurch neu belebt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Bewältigung der Gegenwart geprüft werden. „Dies führt zu einem bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen und Fähigkeiten, zeigt Wege zur Konflikt- und Krisenbewältigung auf und kann Menschen zu einer versöhnlichen Haltung dem eigenen Lebensschicksal gegenüber führen“ (Specht- Tomann, 2018, S.2). Auch können negative Erinnerungen durch bildnerisches, künstlerisches, narratives Arbeiten verändert werden, wodurch das kognitive und emotionale Gedächtnis angeregt wird Veränderungen im Sinne sog. „Musterunterbrechung“ sowie „Muster(neu)bildung“ zu erzeugen (Vgl. Schulze- Stampa, 2020).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik chronischer Schmerzen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Potenzial der Kunsttherapie zur Linderung subjektiven Leidens.
2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung: Dieses Kapitel definiert klinische Konzepte der Schmerzstörung, erläutert diagnostische Klassifikationssysteme wie ICD-10 und MASK und beleuchtet das biopsychosoziale Entstehungsmodell.
3. Kunsttherapie und ihre Qualitäten: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kunsttherapie in der Schmerzbehandlung sowie spezifische therapeutische Ansätze wie die Biografiearbeit detailliert dargelegt.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kunsttherapie einen essenziellen Bestandteil in der multimodalen Schmerzbehandlung darstellt, indem sie neue Ressourcen erschließt und die Eigenverantwortung der Patienten stärkt.
Schlüsselwörter
Kunsttherapie, Somatoforme Schmerzstörung, Chronischer Schmerz, Biopsychosoziales Modell, Schmerzbewältigung, Biografiearbeit, Ressourcenschärfung, MASK, Multimodale Therapie, Psychische Komorbidität, Selbststeuerung, Schmerzpatienten, Klinische Kunsttherapie, Empathie, Heilungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung kunsttherapeutischer Methoden bei Patienten, die an anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen leiden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Definition und Pathogenese chronischer Schmerzen sowie die therapeutischen Möglichkeiten und Ziele der Kunsttherapie im Kontext der Schmerzbehandlung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, darzulegen, wie kunsttherapeutische Interventionen einen Beitrag zur Schmerzreduktion und zum bio-psycho-sozialen Heilungsprozess zu leisten vermögen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung klinischer Konzepte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert zum einen die Ursachen und Klassifikationsmöglichkeiten von Schmerzstörungen und zum anderen spezifische kunsttherapeutische Ansätze und deren Wirkweise.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Kunsttherapie, Schmerzstörung, Biopsychosoziales Modell, Biografiearbeit und Ressourcenorientierung.
Was ist das Ziel der sogenannten „Portraitintervention“?
Die Portraitintervention nutzt biografische Erinnerungsbilder, um Patienten den Einstieg in den therapeutischen Prozess zu erleichtern und den Zugang zu eigenen Emotionen und Ressourcen zu eröffnen.
Welche Bedeutung hat das multimodale Behandlungskonzept?
Das multimodale Konzept ist essenziell, da es medizinische und psychologische Ansätze kombiniert, um den komplexen Anforderungen der Schmerzchronifizierung gerecht zu werden.
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- Denise Sporschill (Author), 2021, Kunsttherapie für die Behandlung von Schmerzstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302909