Die Arbeit hat das Ziel, den Wandel der subjektiven Wahrnehmung des Individuums im Verlauf des Überganges von den Wirtschaftssystemen des Fordismus und des Taylorismus hin zu der zeitgenössischen Form des Neoliberalismus in groben Zügen darzulegen und die pathologischen Erscheinungen der Depression und des Burn-out Syndroms in diesem Zusammenhang zu betrachten.
Nachdem der Begriff der Freiheit im neoliberalen Sinne eine kurze Erläuterung erfährt (Kapitel 2) wird der Terminus Individualismus im Kontext der gegenwärtigen Arbeitswelt eingeordnet (Kapitel 3), ergänzend zu dieser ‚Allgemein‘ gehaltenen Begriffsklärung, findet in einem Unterpunkt (Kapitel 3.1.) eine kritische Betrachtung des Begriffes „Individuum“ aus speziell (sozial-)wissenschaftlicher Perspektive statt. Folgend wird in einem Kapitel (4) der „gesellschaftliche Wandel der subjektiven Wahrnehmung“ während des Systemwandels kurz beleuchtet, um in einem weiterem Unterkapitel (4.1.) sich ein wenig näher mit dem „Diskurswandel der Anerkennung und Würdigung“ im posttaylorischen System zu beschäftigen.
Ab Kapitel 5 findet eine Betrachtung der „pathologischen Auswirkungen“ statt. Nach einer allgemeinen (Kurz-)Einleitung in die „Ursachen“ (Kapitel 5.1.) werden die Formen der „Depression“ (5.2.) und das „Burn-out-Syndrom“ (5.2.) thematisiert.
Abschließend kommt es in Kapitel 6 zu einer Schlussbetrachtung der dieser Arbeit zugrundeliegenden Frage: ‚Ist ein Zusammenhang zwischen dem ökonomischen- gesellschaftspolitischem Wandel und den Pathologien der Depression und des Burn-out-Syndroms erkennbar?‘
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das neoliberale Wirtschaftssystem und dessen Begriff von „Freiheit“
- „Individualismus“ im neoliberalen Arbeitskontext
- Anmerkung zu dem allgemeinen Begriff der „Individualisierung“
- Der gesellschaftliche Wandel der subjektiven Wahrnehmung in Kontext mit den sich veränderten ökonomischen Systemen
- Diskurswandel der Anerkennung und Würdigung von Arbeit im posttayloristischen System
- Pathologische Auswirkungen des neoliberalen Wirtschafts-/Gesellschaftssystems
- Ursachen
- Depression
- Burn-out-Syndrom
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Wandel der subjektiven Wahrnehmung des Individuums im Übergang von den Wirtschaftssystemen des „Fordismus“ und „Taylorismus“ hin zum „Neoliberalismus“. Sie untersucht, welche pathologischen Erscheinungen wie „Depression“ und „Burn-out-Syndrom“ in diesem Zusammenhang auftreten können.
- Der Begriff der „Freiheit“ im neoliberalen Kontext
- Die Rolle des „Individualismus“ in der neoliberalen Arbeitswelt
- Der gesellschaftliche Wandel der subjektiven Wahrnehmung
- Der Diskurswandel der Anerkennung und Würdigung von Arbeit im posttayloristischen System
- Die pathologischen Auswirkungen des neoliberalen Systems, insbesondere Depression und Burn-out-Syndrom
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage der Arbeit vor und skizziert den Aufbau der Arbeit.
- Kapitel 2: Das neoliberale Wirtschaftssystem und dessen Begriff von „Freiheit“: Dieses Kapitel analysiert den Begriff der „Freiheit“ im neoliberalen Kontext und beleuchtet die damit verbundenen Folgen für das Individuum.
- Kapitel 3: „Individualismus“ im neoliberalen Arbeitskontext: Dieses Kapitel untersucht die Bedeutung des „Individualismus“ in der neoliberalen Arbeitswelt und seine Auswirkungen auf die subjektive Wahrnehmung des Individuums.
- Kapitel 4: Der gesellschaftliche Wandel der subjektiven Wahrnehmung in Kontext mit den sich veränderten ökonomischen Systemen: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel der subjektiven Wahrnehmung im Übergang zu neoliberalen Wirtschaftssystemen.
- Kapitel 5: Pathologische Auswirkungen des neoliberalen Wirtschafts-/Gesellschaftssystems: Dieses Kapitel untersucht die pathologischen Auswirkungen des neoliberalen Systems, insbesondere die Entstehung von „Depression“ und „Burn-out-Syndrom“.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Schlüsselbegriffe „Neoliberalismus“, „Individualismus“, „Freiheit“, „Depression“, „Burn-out-Syndrom“, „Arbeitswelt“, „subjektive Wahrnehmung“, „gesellschaftlicher Wandel“ und „posttayloristisches System“. Sie analysiert die Zusammenhänge zwischen diesen Begriffen und untersucht die Auswirkungen des neoliberalen Systems auf das Individuum.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich das Arbeitsleben vom Fordismus zum Neoliberalismus verändert?
Der Übergang markiert einen Wandel von starren Hierarchien und kollektiver Absicherung hin zu Eigenverantwortung, Flexibilisierung und einem gesteigerten Individualismus in der Arbeitswelt.
Was versteht man unter dem neoliberalen Begriff der „Freiheit“?
Freiheit wird im Neoliberalismus oft als Marktfreiheit und individuelle Selbstoptimierung interpretiert, was jedoch gleichzeitig zu einem permanenten Leistungsdruck für das Individuum führen kann.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Neoliberalismus und Burn-out?
Die Arbeit untersucht die These, dass die Entgrenzung der Arbeit und der Zwang zur ständigen Selbstvermarktung pathologische Erschöpfungszustände wie das Burn-out-Syndrom begünstigen.
Wie wirkt sich der Systemwandel auf Depressionen aus?
Durch den Wandel der Anerkennung und Würdigung von Arbeit im posttayloristischen System können Gefühle der Unzulänglichkeit und Orientierungslosigkeit entstehen, die klinische Depressionen fördern.
Was bedeutet „Diskurswandel der Anerkennung“?
Es beschreibt, wie sich die gesellschaftliche Wertschätzung von Arbeit weg von der reinen Pflichterfüllung hin zur ständigen Sichtbarkeit und individuellen Performance verschoben hat.
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- Oliver Timm (Autor), 2022, Die Krise des Individuums im neoliberalen Kapitalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302962