"Nicht sehen trennt den Menschen von den Dingen.
Nicht hören trennt den Menschen von den Menschen!"
Zitat:Immanuel Kant
Schon der Philosoph Immanuel Kant hat diese Feststellung gemacht -
und trotzdem achten wir zum Einem viel zu wenig auf unsere Ohren und zum Anderen muten wir ihnen viel zu viel zu.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, meine Facharbeit über das Thema Hörerziehung im Kindergarten bzw. über die Förderung des Hörsinnes zu schreiben. Denn nur wenn man sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt, kann man die nötigen Hintergrundinformationen erlangen, die man braucht, um den Jungen und Mädchen ein Vorbild sein zu können. Zusätzlich erwirbt man dadurch Kompetenzen, die für die Arbeit mit den Kindern im Bereich Hörerziehung unerlässlich sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Wunderwerk Ohr
1.1 Sinnesorgan Ohr - das Ohr zur Welt
1.2 Die Bestandteile des menschlichen Ohrs
1.3 Der Aufbau des Ohrs
1.4 Wozu haben wir Ohren?
1.5 Was kann das Ohr?
2. Schon gehört!
2.1 Die Entwicklung des Gehörs - vom Säugling bis zum Vorschulkind
2.2 Wie Kinder das Hören lernen
2.3 Warum das Hören so wichtig ist
2.4 Von Tonwahrnehmung und Lautstärke
3. Wenn die Ohren nichts mehr hören
3.1 Ursachen und Arten von Hörschädigungen
3.2 Hinweise auf Hörschwierigkeiten bei Kindern
3.3 Verdacht „hörgeschädigt“ - und jetzt?
4. Das Abenteuer Hören im Kindergarten
4.1 Hörerziehung - was ist das?
4.2 Warum muss der Hörsinn gefördert werden?
4.3 Welche Ziele verfolgt die Hörerziehung?
4.4 Welche Aufgaben hat die pädagogische Fachkraft?
4.5 Das methodische Vorgehen in der Hörerziehung
5. Projektarbeit: „Ganz Ohr sein!“
5.1 Intention
5.2 Inhalte des Projektes
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich intensiv mit der Bedeutung des Hörsinns auseinander und entwickelt ein pädagogisches Konzept zur Hörerziehung im Kindergarten, um Kinder für akustische Reize zu sensibilisieren und Lärmbelastungen entgegenzuwirken.
- Anatomische Grundlagen und Funktionen des menschlichen Ohrs
- Entwicklungsprozesse des kindlichen Gehörs
- Prävention von Hörschädigungen und Lärmprävention
- Methodische Ansätze und praktische Projektarbeit zur Hörerziehung
Auszug aus dem Buch
1.1 Sinnesorgan Ohr - das Ohr zur Welt
Unser Ohr ist ein echtes Wunderwerk, es ist ein hochkomplexes System, das permanent im Einsatz ist. Das Gehör ist allerdings so komplex, dass es der Wissenschaft bis heute nicht gelungen ist, alle wichtigen Funktionen bis ins Detail zu erforschen.
Das Ohr (Lateinisch auris) ist das empfindlichste unserer Sinnesorgane und das erste Organ, dass - schon ungefähr 18 Wochen nach der Zeugung - fertig ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass es als erstes seine Tätigkeit aufnimmt und es ist in der Regel auch das letzte der Sinnesorgane, welches seine Funktion einstellt.
Eine Fähigkeit, die das Wunderwerk Ohr nicht besitzt, ist, dass sie sich einfach zurückziehen oder zuzumachen, wenn es zu viel wird. Die Ohren sind dem ständigen Lärm, dem Stimmengewirr und der musikalischen Dauerbeschallung hilflos ausgeliefert. Sie können sich also nicht vor der Reizüberflutung im Alltag schützen, wie beispielsweise die Augen. Trotzdem lassen sie uns meist nicht im Stich, deshalb ist es besonders wichtig, dass wir sie schützen. Denn ohne unsere Ohren könnten wir weder sprechen noch lesen oder schreiben.
Aber unsere Ohren können nicht nur hören, sondern sie haben noch weitere Fähigkeiten, die uns im Alltag hilfreich sind, auch wenn wir es oft vergessen oder gar nicht wissen. Sie können beispielsweise Töne, Geräusche und Klänge wahrnehmen und diese unterscheiden oder Entfernungen abschätzen. Deshalb wissen wir auch, wo die Person, die uns ruft, sich befindet, dass heißt weit entfernt oder gleich neben uns.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Wunderwerk Ohr: Dieses Kapitel erläutert die anatomische Komplexität des Ohrs sowie dessen zentrale Funktionen als Sinnesorgan für die Welt.
2. Schon gehört!: Hier wird die physiologische Entwicklung des Gehörs von der Geburt bis zum Vorschulalter und die Bedeutung des Hörens für die kindliche Entwicklung dargestellt.
3. Wenn die Ohren nichts mehr hören: Das Kapitel behandelt Ursachen von Hörschädigungen und gibt Hilfestellungen zur Früherkennung bei Kindern.
4. Das Abenteuer Hören im Kindergarten: Hier werden Definition, Ziele und methodische Ansätze der Hörerziehung sowie die Rolle der pädagogischen Fachkraft beschrieben.
5. Projektarbeit: „Ganz Ohr sein!“: Die Intention und die inhaltliche Struktur des praktischen Projekts zur Umsetzung der Hörerziehung im Kindergarten werden vorgestellt.
Schlüsselwörter
Hörerziehung, Kindergarten, Hörsinn, Gehör, Lärmprävention, auditive Wahrnehmung, Hörschädigung, pädagogische Fachkraft, Sinnesentwicklung, Sprachförderung, akustische Umwelt, Projektarbeit, Schallereignisse, Hörmedien, auditive Diskrimination.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Förderung des Hörsinns bei Kindern im Kindergartenalter durch gezielte Hörerziehung und die Sensibilisierung für akustische Reize.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Anatomie des Ohrs, die kindliche Gehörsentwicklung, die Gefahren durch Lärm sowie praktische pädagogische Ansätze zur Hörerziehung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Erzieherinnen und Erziehern Hintergrundwissen zu vermitteln, um den Hörsinn der Kinder gezielt zu schulen und ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit akustischen Reizen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturrecherche und der Ausarbeitung eines praxisorientierten Projektkonzepts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen der Anatomie und Hörfähigkeit, die Analyse von Hörschädigungen, pädagogische Förderziele sowie eine konkrete Projektplanung für den Kindergartenalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Hörerziehung, auditive Wahrnehmung, Lärmprävention, Gehörsentwicklung und spielerische Hörerfahrungen.
Warum ist das "Ohr als Wunderwerk" ein wichtiger Ausgangspunkt?
Das Verständnis für die anatomische Komplexität und die frühe Ausdifferenzierung des Gehörs unterstreicht die Notwendigkeit, dieses sensible Sinnesorgan bereits im frühen Kindesalter bewusst zu schützen und zu fördern.
Welche Rolle spielt die Raumakustik im Kindergarten laut der Arbeit?
Eine gute Raumakustik ist essenziell, da eine zu lange Nachhallzeit und hohe Lärmpegel die Konzentration, den Spracherwerb und das Wohlbefinden der Kinder negativ beeinflussen.
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- Anne Herrmann (Author), 2008, Die Förderung des Hörsinnes durch die Hörerziehung im Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130329