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Auswirkungen der Coronapandemie auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder

Título: Auswirkungen der Coronapandemie auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder

Tesis (Bachelor) , 2022 , 69 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Chiara Freudigmann (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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In dieser Arbeit wird untersucht, ob die Coronapandemie Auswirkungen auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren hat. Hierbei werden Sprachexpert*innen nach ihrer subjektiven fachlichen Einschätzung befragt. Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich mich den wichtigsten, in dieser Arbeit verwendeten, Begriffen widmen und definieren sowie den benötigten theoretischen Hintergrund für die Thematik geben. Im darauffolgenden Abschnitt wird auf die methodischen Aspekte eingegangen, die Ergebnisse präsentiert und zuletzt diskutiert. Ein Fazit und ein Ausblick schließen die Arbeit ab.

Die Weltbevölkerung sieht sich seit Anfang 2020 mit einer Pandemie konfrontiert. Diese wurde durch den sogenannten Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst. Das Virus breitete sich in kürzester Zeit global aus. So wurde auch im März 2020 die erste sogenannte „Coronawelle“ in Deutschland registriert. Da das Virus hochinfektiös ist und unter Umständen lebensbedrohlich sein kann, wurden Maßnahmen eingeführt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Nun bestimmen diese Maßnahmen den Alltag vieler Menschen, darunter auch den der Kinder. So wurde beispielsweise eine Meldepflicht zum Infektionsgeschehen, Ein- und Ausreiseregeln, ebenso Hygieneregeln wie das Hände waschen/desinfizieren, die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in geschlossenen Räumen und Abstandsregeln von eineinhalb bis zwei Metern. Eine Vielzahl an sozialen Einschränkungen wurden zunehmend ergänzt. Hierzu zählen unter anderem die Quarantäne bei Infektion oder Erstkontakt zu infizierten Personen, die sogenannten „Lockdowns“ als Intensivmaßnahme zur Eindämmung der Infektionsrate, das Schließen von sämtlichen Institutionen im Bereich Bildung, Betreuung, Freizeit und Kultur, das Arbeiten im Homeschooling/Homeoffice und Haushaltsregeln als Kontrolle der Kontaktbeschränkungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Bilingualismus

2.2 Definition Sprachentwicklung/Spracherwerb

2.2.1 Bilingualer Spracherwerb

2.3 Formen des Bilingualismus

2.3.1 Simultane und sukzessive Zweisprachigkeit

2.3.2 Natürliche und gesteuerte Zweisprachigkeit

2.3.3 Additive und subtraktive Zweisprachigkeit

2.4 Wortschatzerwerb

2.4.1 Aktiver und passiver Wortschatz

2.4.2 Die Wortartenentwicklung

2.5 Voraussetzungen des Spracherwerbs anhand des Sprachbaums

2.5.1 Sprachförderliches Verhalten anhand des Sprachbaums

2.6 Die Coronapandemie

2.6.1 Entstehung und Verlauf

2.6.2 Maßnahmen

2.6.3 Folgen

3. Fragestellungen und Hypothese

4. Methodik

4.1 Studiendesign

4.2 Studienpopulation

4.3 Fragebogen

4.3.1 Entwicklung des Fragebogens

4.4 Datenanalyse

5. Ergebnisse

5.1 Merkmale der Studienpopulation

5.2 Ergebnisse der Inhaltlichen Fragen

6. Diskussion

6.1 Problemdarstellung

6.2 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

6.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

6.3.1 Methodenkritik

6.3.2 Interpretation der inhaltlichen Fragen

6.4 Forschungsstand

7. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorthesis untersucht, ob sich soziale Einschränkungen durch die Coronapandemie negativ auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren ausgewirkt haben, indem subjektive fachliche Einschätzungen von Logopäden und Erziehern erfasst werden.

  • Auswirkungen der Coronapandemie auf den Wortschatzerwerb bilingualer Kinder.
  • Untersuchung der Rolle von Notbetreuung und Vergleich zu monolingualen Kindern.
  • Erhebung subjektiver Einschätzungen mittels quantitativer Querschnittsstudie (Online-Fragebogen).
  • Analyse des Einflusses spezifischer pandemiebedingter Maßnahmen auf die Sprachentwicklung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Bilingualer Spracherwerb

Der Spracherwerb bei Zweisprachigkeit ist in der Forschung sehr umstritten. Mehrere Studien weisen auf eine sogenannte „kritische Phase“ oder „sensible Phase“ hin, die laut ihrer Ergebnisse eine wichtige Rolle im Zweitspracherwerb einnimmt. Es handelt sich hierbei um ein sprachsensibles Zeitfester, in dem das Kind lexikalische als auch grammatische Fähigkeiten erwirbt. Wird die zweite Sprache während dieser Phase erworben, weist sie muttersprachliche Qualitäten auf. (Pagonis G., 2009, S. 19 ff.) Dies führen die Wissenschaftler*innen auf die neurobiologischen Reifungsprozesse des Gehirns zurück.

Das Auftreten, die Anzahl und das Ende der sensiblen Phase(n) ist hierbei umstritten, jedoch gibt es zahlreiche Studien, die folgende Annahme belegen: Je jünger das Alter beim Beginn des Spracherwerbs, desto besser die Sprachkompetenz. Folglich lernen bzw. erwerben Kinder besser Sprachen als Erwachsene. Diese Arbeit orientiert sich an der Auffassung Kenneth Hyltenstams. Demnach wird die Grenze dieses Zeitfensters im siebten Lebensjahr gesetzt. (ebd, S. 19 - 27.) Später ist der Erwerb der Sprache deutlich schwerer und nicht mit demselben Erfolg gekennzeichnet (Dux W.; Sievert S., 2012, S. 4). Aktuellen Studien zufolge gilt die Annahme, dass die sensible Phase nicht abrupt endet, sondern das Ende in Schritten erfolgt (Chilla S.; Fox-Boyer A., S. 20). Die „Erstsprache“, auch „Muttersprache“ genannt, wird in den ersten Lebensjahren eines jeden Kindes gelernt. Sie spielt eine wichtige Rolle in der kognitiven und emotionalen Entwicklung sowie der sozialen Teilhabe des Kindes.

Jedoch gibt es ebenfalls Kinder, die mit mehr als einer Sprache aufwachsen. Wenn der Erwerb der Muttersprache ungestört abläuft, so ist zu erwarten, dass dies ebenfalls beim Zweitspracherwerb der Fall sein wird. Die Forschung ist sich dabei einig, dass es sich beim Zweitspracherwerb nicht um eine grundlegend andere Form des Spracherwerbs handelt. Besondes im Hinblick auf die Entwicklungsschritte eines monolingualen Spracherwerbs (s. Anhang I) sind diese auch bei bilingualen Kindern zu beobachten. Allerdings können sie einen zeitlichen Unterschied aufweisen. So finden einige Schritte zeitgleich statt, während andere verzögert auftreten. (Triarchi-Herrmann V., 2006, S. 49 ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass pandemiebedingte soziale Einschränkungen und Kita-Schließungen die Sprachentwicklung insbesondere von mehrsprachig aufwachsenden Kindern beeinträchtigt haben könnten.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Bilingualismus, Spracherwerb und Wortschatz sowie die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur kindlichen Sprachentwicklung unter Einbeziehung der Corona-Maßnahmen.

3. Fragestellungen und Hypothese: Das Kapitel definiert das Forschungsziel, den Wortschatzerwerb bilingualer Kinder während der Pandemie durch Expertenbefragung zu untersuchen, und stellt die zu prüfende Hypothese auf.

4. Methodik: Hier wird das quantitative Forschungsdesign einer Querschnittsstudie mittels Online-Fragebogen bei Logopäden und Erziehern in Baden-Württemberg detailliert beschrieben.

5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten zur Studienpopulation und die inhaltlichen Einschätzungen der Experten zu Spracherwerb, Pandemie-Einflüssen und Notbetreuung.

6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, interpretiert und in den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand eingeordnet.

7. Fazit/Ausblick: Das Fazit bestätigt die Hypothese einer Verschlechterung des Wortschatzerwerbs bei bilingualen Kindern und plädiert für künftige Unterstützungsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Coronapandemie, Bilingualismus, Wortschatzerwerb, Sprachentwicklung, Bilinguale Kinder, Zweitspracherwerb, Lockdowns, Sprachexperten, Logopädie, Erzieher, Sprachauffälligkeiten, Inhaltswörter, Funktionswörter, Sprachdefizite, Notbetreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die subjektive Einschätzung von Fachleuten zur sprachlichen Entwicklung bilingualer Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren während der Coronapandemie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte sind die Auswirkungen von sozialen Einschränkungen und Lockdown-Maßnahmen auf das Verständnis und die Verwendung von Inhalts- sowie Funktionswörtern in der Zweitsprache Deutsch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es zu eruieren, ob sich der Wortschatzerwerb dieser Kindergruppe laut Einschätzung von Logopäden und Erziehern verschlechtert hat oder stagniert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin wählte ein quantitatives Querschnittsdesign in Form einer Online-Befragung von 44 Fachkräften in Baden-Württemberg.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich vom theoretischen Rahmen über die Darstellung der Methodik bis hin zur detaillierten Auswertung der Fragebogendaten und deren Diskussion hinsichtlich Sprachauffälligkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Bilingualismus, Coronapandemie, Wortschatzerwerb, Sprachentwicklung und Pandemie-Maßnahmen.

Unterscheiden die befragten Experten zwischen monolingualen und bilingualen Kindern?

Ja, die Arbeit vergleicht die Einschätzungen der Experten für beide Gruppen und stellt bei bilingualen Kindern eine stärkere negative Wahrnehmung fest.

Welche Rolle spielt die Notbetreuung für die Sprachentwicklung?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bilinguale Kinder, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen konnten, weniger Sprachauffälligkeiten zeigen als Kinder ohne diese Betreuungsmöglichkeit.

Final del extracto de 69 páginas  - subir

Detalles

Título
Auswirkungen der Coronapandemie auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder
Calificación
1,3
Autor
Chiara Freudigmann (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
69
No. de catálogo
V1303401
ISBN (PDF)
9783346771742
ISBN (Libro)
9783346771759
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachentwicklung Coronapandemie Auswirkungen Wortschatzerwerb Mehrsprachigkeit Spracherwerb Wortschatz Soziale Maßnahmen bilingual
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Chiara Freudigmann (Autor), 2022, Auswirkungen der Coronapandemie auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303401
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