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Von Armut betroffene Kinder in ihrer Resilienzentwicklung begleiten

Titel: Von Armut betroffene Kinder in ihrer Resilienzentwicklung begleiten

Facharbeit (Schule) , 2022 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Facharbeit soll folgende Hypothese genauer betrachtet werden: Die Begleitung der Resilienzentwicklung für von Armut betroffene Kinder, hat für diese positive Auswirkungen. Um diese Hypothese zu bestätigen sind mehrere Fragestellungen zu untersuchen. Zunächst ist der Armutsbegriff zu definieren. Als zweites ist die Frage zu beantworten, wie so eine Resilienzbegleitung überhaupt in Kindertagesstätten aussehen kann. Welche Chancen bieten sich hier an und wo liegen die Begrenzungen der Resilienzbegleitung.
Um die Verhältnisse in der von Armut betroffene Kinder leben detaillierter aufzuzeigen, wird im primären Teil der Facharbeit das Phänomen Armut untersucht und eine Definition gefunden. Im sekundären Teil wird das noch vergleichsweise junge Resilienzkonzept ausführlich unter die Lupe genommen, um zu erklären wie die Ausgangspunkte in der Resilienzbegleitung aussehen und durch welche Punkte es geprägt ist. Im tertiären Abschnitt wird aufgezeigt, welche Chancen ein Resilienzkonzept im Alltag einer Kindertageseinrichtung haben kann. Es wird aber ebenfalls offengelegt, welche Stolpersteine und eventuell sogar Schwierigkeiten in der Resilienzbegleitung auftreten können. Zu guter Letzt kommt das Resümee zur Facharbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Definitionen von Armut

2.1 Einkommensarmut

2.1.1 Absolute Armut

2.1.2 Relative Armut

2.2 Politisch – normative Definition des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

2.3 Armut im Ressourcen- und Lebenslagenansatz

2.3.1 Die materielle Dimension

2.3.2 Die kulturelle Dimension

2.3.3 Die soziale Dimension

2.3.4 Die gesundheitliche Dimension

3. Das Konzept der Resilienz

3.1 Der Resilienzbegriff

3.2 Grundlagen und Forschung zum Resilienzkonzept

3.3 Die Risiko- und Schutzfaktoren

3.3.1 Risikofaktoren

3.3.2 Schutzfaktoren

3.4 Die vier Resilienzmodelle

3.4.1 Das Kompensationsmodell

3.4.2 Das Herausforderungsmodell

3.4.3 Das Interaktionsmodell

3.4.4 Das Kumulationsmodell (Erweitertes Interaktionsmodell)

4. Methode zur Resilienzbegleitung für von Armut betroffener Kinder

4.1 Resilienzbegleitung in Kindertagesstätten

4.2 Ressourcenorientierte Resilienzbegleitung

4.3 Die Rolle der PFKs in der Resilienzbegleitung

4.4 Orientierungspunkte zur Resilienzbegleitung von Kindern

4.4.1 Selbstwahrnehmung als Resilienzfaktor

4.4.2 Selbststeuerung als Resilienzfaktor

4.4.3 Soziale Kompetenz als Resilienzfaktor

4.4.4 Selbstwirksamkeit als Resilienzfaktor

4.4.5 Stressbewältigung als Resilienzfaktor

4.4.6 Problemlösefähigkeiten als Resilienzfaktor

4.5 Umgebungsbezogene Schutzfaktoren

4.6 Nachbetrachtungen zum Resilienzkonzept

4.7 Beanstandungen am Resilienzkonzept

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Kinderarmut und analysiert, wie pädagogische Fachkräfte Kinder aus armutsbelasteten Familien durch gezielte Resilienzbegleitung in Kindertagesstätten stärken können, um deren Widerstandsfähigkeit gegenüber entwicklungshemmenden Lebensbedingungen zu fördern.

  • Multidimensionale Definitionen von Armut (Einkommens-, Ressourcen- und Lebenslagenansatz)
  • Wissenschaftliche Grundlagen des Resilienzkonzepts und Risiko-/Schutzfaktoren
  • Die vier zentralen Resilienzmodelle (Kompensation, Herausforderung, Interaktion, Kumulation)
  • Praktische Methoden der Resilienzbegleitung im Kita-Alltag
  • Rolle und Handlungskompetenzen pädagogischer Fachkräfte (PFKs)

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Resilienzbegriff

Der Resilienzbegriff, was auf lateinisch soviel wie abprallen oder zurückspringen heißt, stellt in der Psychologie die physische und psychische Widerstandskraft dar. Ein Mensch ist in der Lage schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigungen zu überstehen. (Bensel 2016, S. 222).

Im Zusammenhang mit Kindern wird Resilienz von Wustmann-Seiler folgendermaßen bestimmt:“ Resilienz meine eine psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“ (Wustmann 2016, S. 18). Sodass man von Resilienz ausgehen kann, muss ein erhebliches Risiko der Entwicklung des Kindes und eine gelungene Bewältigung der nachteiligen Lebensumstände gegeben sein. Unter diesen Umständen können vereinzelte begünstigende Punkte wie zum Beispiel ein ausgeprägtes Selbstvertrauen oder eine hohe Sozialkompetenz für sich allein betrachtet nicht als Merkmale für Resilienz anerkannt werden. Es muss stets eine Wechselwirkung mit Problemen und Widerständen in Kombination mit der erfolgreichen Bewältigung bestehen. (Wustmann 2016, S. 18). Folglich ist Resilienz demnach kein Persönlichkeitsmerkmal welches man von Geburt an besitzt, sondern sie ist eigentlich ein dynamischer und lebendiger Anpassungs- und Entwicklungsprozess im Ablauf der kindlichen Weiterentwicklung, welcher von außerhalb vorangetrieben werden kann. Nach aktuellem Forschungsstand der Wissenschaft heißt Resilienz keine anhaltende Resistenz gegenüber unvorteilhaften Lebenseinflüssen. Dementsprechend können Kinder in einem Kapitel ihres Lebensbiografie resilient sein, jedoch in einem späteren Lebensabschnitt volnurabel sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Erläutert die Relevanz von Kinderarmut im deutschen Kontext und formuliert die Hypothese, dass Resilienzbegleitung einen wesentlichen Beitrag zur Förderung betroffener Kinder leisten kann.

2. Definitionen von Armut: Bietet einen Überblick über verschiedene Armutsbegriffe, von der reinen Einkommensarmut bis hin zum ganzheitlichen Lebenslagenansatz, der materielle, kulturelle, soziale und gesundheitliche Dimensionen umfasst.

3. Das Konzept der Resilienz: Führt in die theoretischen Grundlagen der Resilienzforschung ein und erläutert die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die vier klassischen Resilienzmodelle.

4. Methode zur Resilienzbegleitung für von Armut betroffener Kinder: Detailliert die praktische Implementierung resilienzfördernder Angebote in Kindertagesstätten, betont die Rolle der Fachkräfte und reflektiert kritisch über die Grenzen des Konzepts.

5. Resümee: Fasst zusammen, dass Resilienzbegleitung keine Armutsbekämpfung im wirtschaftlichen Sinne ersetzen kann, aber durch eine ressourcenorientierte pädagogische Haltung Kindern wichtige Bewältigungsstrategien bietet.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Resilienzkonzept, Resilienzbegleitung, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Kindertagesstätte, pädagogische Fachkräfte, Lebenslagenansatz, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Entwicklung, Armutsprävention, Sozialkompetenz, Stressbewältigung, Problemlösefähigkeit, Entwicklungsrisiken.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in Armut aufwachsen, und erforscht, wie pädagogische Fachkräfte durch gezielte Resilienzbegleitung in Kindertagesstätten zur Stärkung dieser Kinder beitragen können.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Armutsdefinition?

Die Arbeit behandelt Armut multidimensional, wobei neben dem reinen Einkommen auch materielle, soziale, kulturelle und gesundheitliche Aspekte sowie der Lebenslagenansatz beleuchtet werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, ob und wie die Resilienzbegleitung von von Armut betroffenen Kindern positive Auswirkungen auf deren Lebensweg hat und welche methodischen Möglichkeiten Fachkräften dazu zur Verfügung stehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit existierenden Konzepten der Resilienzforschung und Armutsberichterstattung, ergänzt durch die Ableitung pädagogischer Vorgehensweisen aus diesen Modellen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Resilienzkonzepts (Risiko- und Schutzfaktoren) und die praktische Anwendung in Kindertagesstätten, etwa durch die Förderung von Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Kinderarmut, Resilienz, Schutzfaktoren, Ressourcenorientierung, pädagogische Fachkraft und Resilienzmodelle.

Warum betont der Autor, dass Resilienz kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal ist?

Weil Resilienz in der Arbeit als ein dynamischer, veränderbarer Prozess verstanden wird, der sich erst im Zusammenspiel mit Umwelteinflüssen und Bewältigungserfahrungen entwickelt und somit durch pädagogische Interventionen beeinflussbar bleibt.

Welche Rolle spielen "Schutzfaktoren" laut dem vorgestellten Modell?

Schutzfaktoren bilden das notwendige Gegengewicht zu Risikofaktoren; sie sind essenziell, um negative Auswirkungen von Armut auf die kindliche Entwicklung abzufedern oder zu kompensieren.

Was ist die zentrale Kritik des Autors am Resilienzkonzept?

Der Autor warnt davor, Resilienz als „Freibrief“ für die Politik zu missbrauchen; Resilienzbegleitung darf nicht von der strukturellen Verantwortung befreien, die materiellen Ursachen von Armut anzugehen.

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Details

Titel
Von Armut betroffene Kinder in ihrer Resilienzentwicklung begleiten
Veranstaltung
UVL - Unterschiedlichkeit und Vielfalt leben
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
26
Katalognummer
V1303717
ISBN (PDF)
9783346771520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Facharbeit Erzieher Ausbildung PiA
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Von Armut betroffene Kinder in ihrer Resilienzentwicklung begleiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303717
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Leseprobe aus  26  Seiten
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