Grundlagen der digitalen Kommunikation


Hausarbeit, 2006

21 Seiten, Note: 2,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thematische Fragen
1.1. Was bedeutet „Digitale Kommunikation“? Welche Besonderheiten hat sie im Vergleich mit der persönlichen Kommunikation und der Kommunikation mit gedruckten Medien?
1.2. Welche speziellen Chancen bietet die digitale Kommunikation in der internen Kommunikation?
1.3. Welche speziellen Anforderungen und welche Besonderheiten gibt es für Bilder und Texte in der digitalen Kommunikation?
1.4. Aus welchen Bestandteilen besteht das Kommunikationskonzept für die digitale Kommunikation? Beschreiben Sie die einzelnen Bestandteile und verwenden Sie hierbei Beispiele aus dem Kultur- und Medienmanagement
1.5. Nennen Sie 5 Beispiele, wie die digitale Kommunikation das Kultur- und Medienmanagement unterstützen kann (auf die Beispiele können Sie mit der URL verweisen)

2. Literaturverzeichnis

3. Abkürzungsverzeichnis

1. Thematische Fragen

1.1. Was bedeutet „Digitale Kommunikation“? Welche Besonderheiten hat sie im Vergleich mit der persönlichen Kommunikation und der Kommunikation mit gedruckten Medien?

Heute leben wir mehr den je in einer Gesellschaft, die im Wesentlichen nur durch Kommunikation auf allen Ebenen und in allen ihren Bezirken funktioniert. Im öffentlichen Bereich ist Kommunikation in der Form von Informationsaustausch, Diskussion und Argumentation die Basis aller sozialen, ökonomischen und politischen Entscheidungsprozesse und hier ebenso unentbehrlich wie im privaten Bereich. Nur über Kommunikation vermag das Individuum Ich-Autonomie zu erwerben, sich zu artikulieren verantwortlich zu handeln und die Beziehungen zu den Mitmenschen zu regulieren.

Das Wort „Kommunikation“ entstammt dem lateinischen „communicatio“ = Mitteilung. Es beruht auf dem Wort „communis“ = gemeinsam und „communicare“ bedeutet sowohl gemeinsam handeln als auch teilen, mitteilen. Bereits eine Mitteilung in einer einfachen Rede ist „communicatio“, d. h. ein gemeinsames Tun.[1]

Kommunikation lässt sich allgemein als Übermittlung von Information definieren, wobei „Übermittlung“ ein formales Strukturmoment, „Information“ ein inhaltliches Moment bezeichnet. Übermittlung setzt mind. einen Sender und einen Empfänger (Adressat der Information) voraus. Zeichen werden vom Sender codiert, d. h. mit Sinn unterlegt, sie werden vom Empfänger decodiert, d. h. ihr Sinn wird entschlüsselt. Die Übermittlung einer Information oder Botschaft kann u. U. auch durch ein Medium erfolgen. Diese modellhafte Darstellung der Bestandteile Sender, Empfänger, Botschaft und Medium sei im Folgenden dargstellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 1: Kommunikationsmodell Sender-Empfänger-Botschaft-Medium[2]

Durch die Kommunikation über Medien (medial-vermittelte Kommunikation) wird versucht, Schwächen der Face-to-Face Kommunikation entgegenzuwirken und zu überbrücken. Durch unterstützende Medien wie Rundfunk, Fernsehfunk und Print kann die Reichweite vergrößert werden (Ort der Empfänger), die Anzahl der Empfänger wird größer (statt eine Einzelperson oder Gruppe, können jetzt Millionen erreicht werden), und die Informationen werden zeitlich unabhängiger (Informationen können auch noch später als zum Sendezeitpunkt empfangen werden).

Digitale Kommunikation bedeutet Kommunikation mit Hilfe digitaler Medien. Unter den digitalen Medien ist zurzeit das Internet an erster Stelle, durch sein vielfältiges Angebot an das Publikum auch die Reaktionsmöglichkeit und Aktivität seitens des Publikums.

Harry Pross unterscheidet die Kommunikation je nach Ihrem Verstärker/ Medium in vier Sektoren:[3]

Primäre Medien – Sie zeichnen sich dadurch aus, dass eine kopräsente Situation (Face-to-Face) vorhanden ist und diese kann nur begrenzt verstärkt werden. Das Medium ist hierbei die Luft, das Licht, etc. die es uns ermöglichen, Signale zu senden und zu empfangen.

Sekundäre Medien – Dies beschreibt künstliche Hilfsmittel und die Geräte, die von der Senderseite (ausschließlich) eingesetzt werden, um eine größere Reichweite und mehr Rezipienten zu erreichen (z. B. Buch, Mikrofon). Diese sekundären Medien sind auch wiederum auf die primären Medien angewiesen.

Tertiäre Medien – In der industriellen und postindustriellen Gesellschaft sind wir zunehmend auf technische Medien (TV, Telefon, Radio, eMail) angewiesen. Die Besonderheit dieser Medien ist, dass hier nicht nur Geräte auf Seiten des Senders, sondern auch des Empfängers notwendig sind. Zudem ist auch ein Umkehren (Wechselbeziehung) zwischen Sender und Empfänger möglich. Eine einseitig gerichtete Kommunikation wird bei einigen Medien durch eine Kommunikation, die ähnlich der Face-to-Face Kommunikation ist, ersetzt.

Quartäre Medien – Diese beschreit Pross ausschließlich als technische Geräte, bei denen es sich um Computer und Computernetzwerke handelt.

Ich verstehe die Kommunikation, betrachtet nach den verwendeten Medien, in drei Kategorien:

1. Persönliche Kommunikation

Dies meint die eigentliche Kommunikation. Die ist geprägt von Sender und Empfänger und einer zu vermittelnden Botschaft. Dies geschieht im persönlichen Kontakt. Dies erfordert die direkte räumliche und zeitliche Präsenz beider Kommunikationspartner.

2. Die einseitig medial-vermittelte Kommunikation

Medien können die Reichweite der Botschaft erweitern, ebenso können sie die zeitliche Spanne lösen, indem die Informationen zeitunabhängig zur Verfügung stellen. Diese Kommunikation ist nicht wirklich eine Wechselbeziehung, da nur der Sender die Informationen ausschüttet, eine Umkehrung und ein Austausch aber nicht zeitgleich möglich sind.

3. Die wechselseitige medial-vermittelte Kommunikation

Diese Kommunikation ist wie in der Face-to-Face Situation wechselseitig möglich. Zu dieser Gruppe gehören auch die digitalen Medien. Sie heben sich von den anderen Medien ab, da sie die wechselseitige Kommunikation zulässt, bei der es auch möglich ist, zeitgleich wechselseitig zu kommunizieren (z. B. durch Chats, eMail). So ist eine Interaktivität gegeben (technisch oder persönlich). Eine Kommunikation kann also wie in einer Face-to-Face Situation stattfinden. Gegenüber der direkten Kommunikation hat sie aber entscheidende Vorteile: es ist schnell, zeitunabhängig und global. Zudem hat es einen weiteren Vorteil: es ist multimedial. D. h. eine Verknüpfung und Kombination mit anderen technischen Möglichkeiten kann genutzt werden. Kombinationen von Ton und Bild, die Speichermöglichkeit, die Vernetzung mit anderen Programmen und anderem eröffnet eine gelungene Kombination des bisher Gewesenen und eröffnet zudem neue Möglichkeiten.

1.2. Welche speziellen Chancen bietet die digitale Kommunikation in der internen Kommunikation?

Die digitale Kommunikation hat bereits in den 80er und 90er Jahren den Einzug in die Firmen gefunden. Früher wurde sie vorrangig zur Berichterstattung über Entscheidungen oder für Infodienste und interne Zeitungen (starke Instrumentenorientierung) genutzt. Die Mitarbeiter selbst wurden kaum einbezogen, denn die interne Kommunikation wurde weitestgehend durch die Funktion bestimmt. D. h. ausschließlich Funktionsvertreter bestimmen die Themen, Medien, Umfang, Inhalt und Zeitpunkt der internen Kommunikation. Das wichtigste Kapital und damit der Erfolgsfaktor eines Unternehmens sind die Mitarbeiter. Durch eine zum Teil sehr unterschiedliche Sichtweise (von Unternehmensführung und Mitarbeiter) der Geschehnisse und Entscheidungen in einem Unternehmen und einen Mangel an austauschender Kommunikation darüber, unterstützen Mitarbeiter oft die Managementkonzepte nicht. Dies hat oft fatale Folgen für das Unternehmen: Fusionen scheitern, Kapazitäten und Ziele werden nicht gelebt und erfüllt usw. – dies kann bis zur Schließung des Unternehmens führen. Genau diese Kluft zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung lässt sich mit Hilfe der internen digitalen Kommunikation verringern.

Speziell die Form des Intranet (internes Internet) hat sich zum führenden digitalen Medium der internen Kommunikation entwickelt. Das Intranet bietet Kommunikation in Text, Bild und Ton, die zeitunabhängig, ortsunabhängig, schnell und vor allem auch lösgelöst von Hierarchien sind. Es ermöglicht damit Integration (Einbindung in Wissen und Prozesse), Verfügbarkeit (Zugriff zeit-, orts- und personenunabhängig), Vernetzung (Verbindung einzelner Bereiche und Quellen) und Interaktivität (aktive Eingriffs- und Gestaltungsmöglichkeiten durch die Nutzer) im Unternehmen und zwischen den Mitarbeitern. Das Intranet kann durch seine Strukturierungsmöglichkeiten und durch seine ständige Verfügbarkeit, organisatorische Prozesse im Unternehmen unterstützen und erleichtern. So können Arbeitsvorlagen, Dokumente und Regeln für alle jederzeit zugreifbar sein. Dies unterstützt die schnelle und unabhängige Arbeitsweise der Mitarbeiter. Durch die Schnittstelle zwischen allen Mitarbeitern, hierarchieunabhängig, kann ein Informationsaustausch übergreifend und lückenlos erfolgen. Die vielen interaktiven Elemente (wie Newsgroups, Chats, Videokonferenzen, usw.) ermöglichen es des Weiteren, dass jeder Nutzer, unabhängig von Rang und Abteilung, aktiv eingreifen kann und mitgestalten kann. Er hat damit Einfluss auf die Gestaltung des Intranet und auch seines Unternehmen, was die Bindung und damit auch die Verantwortung für das Unternehmen erhöht. Diese ganzen Prozesse und Vorteile können das Wissensmanagement im Unternehmen fördern und stärken. Die folgenden grundlegenden Fragen können mit Hilfe eines richtig organisierten Intranet beantwortet werden: 1. Welches Wissen gibt es? Wer weiß was? (Wissensidentifikation), 2. Wie erhält die Organisation neues Wissen? (Wissenserwerb), 3. Wie sorgen wir dafür, dass Wissen aktuell bleibt? (Wissensentwicklung), 4. Wie wird Wissen in der Organisation verteilt? (Wissensverteilung), 5. Wie stellen wir sicher, dass das Wissen genutzt wird? (Wissensnutzung), 6. Wie können wir unser Wissen speichern? (Wissensbewahrung).

[...]


[1] Vgl. Grimm, 2005, S. 1.

[2] Vgl. Grimm, 2005, S. 3.

[3] Vgl. Döring, 2003, S. 40.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Grundlagen der digitalen Kommunikation
Note
2,5
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V130372
ISBN (eBook)
9783640364787
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale, Kommunikation, Grundlagen
Arbeit zitieren
Katrin Hahn (Autor), 2006, Grundlagen der digitalen Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130372

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