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Die Kurden. Dauerhafte Konfliktlöser im Nahen Osten?

Title: Die Kurden. Dauerhafte Konfliktlöser im Nahen Osten?

Term Paper , 2017 , 26 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Tobias Wagner (Author)

Politics - Miscellaneous
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Die Kurden sind das größte Volk der Welt ohne eigenen Staat. Im Krieg gegen den IS haben sie durch ihren Mut und ihre militärischen Erfolge internationale Aufmerksamkeit erlangt. Zeit, einen genaueren Blick darauf zu werfen, welche Rolle sie für einen friedlichen und demokratischen Nahen Osten spielen (können).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Errungenschaften der Kurden

a. Rojava, die Autonome Föderation Nordsyrien

I. Demokratischer Konföderalismus

II. Verlässlichste Partner des Westens

III. Gleichberechtigung der Frau

b. Autonome Region Kurdistan

I. Regierungssystem nach europäischem Vorbild

II. Verbot der Todesstrafe

III. Internationale Beziehungen

IV. Bollwerk gegen den IS

3. Verfehlungen und Probleme der Kurden

a. Vergehen in Syrien und im Irak

b. Fehlende Unterstützung

c. Kurdische Bevölkerung aufgeteilt

I. Kurden im Iran

II. Kurden in der Türkei

d. Diversitäten unter den Kurden

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Kurden im Nahen Osten und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob und auf welche Weise die kurdische Bevölkerung zu einer dauerhaften Konfliktlösung in der Region beitragen kann.

  • Analyse der Errungenschaften kurdischer Gebiete hinsichtlich Demokratisierung und Gleichberechtigung.
  • Untersuchung der Rolle der Kurden als Bündnispartner im Kampf gegen terroristische Gruppierungen wie den IS.
  • Kritische Beleuchtung von Problemen und Verfehlungen kurdischer Akteure, einschließlich ethnischer Spannungen.
  • Darstellung der innerkurdischen Fragmentierung und der schwierigen politischen Lage in Syrien, Irak, Iran und der Türkei.

Auszug aus dem Buch

III. Gleichberechtigung der Frau

Als die YPG durch ihre Erfolge gegen den IS in den Blick der Öffentlichkeit gerieten, wurde auch ein anderer Gesichtspunkt bekannt, der einzigartig im Nahen Osten zu sein scheint: die Gleichberechtigung der Frau. Aus den kurdischen Gebieten Syriens kommen immer wieder Bilder und Videos an die Öffentlichkeit, die Frauen zeigen, die sich aktiv am Kampf beteiligen. Der Journalist Frank Nordhausen schreibt dazu in der Frankfurter Rundschau: „Von allen anderen Milizen unterscheiden sich die Kurden, indem sie weibliche Bataillone aufstellen – unvorstellbar bei arabischen Kämpfern.“14

Mit den 2012 aufgestellten Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) existieren eigene Frauenkampfverbände in den YPG. Der Anteil der Frauen an den YPG-Kämpfern wird unterschiedlich angegeben, manchmal mit rund einem Drittel, manchmal mit etwa 40%. Auch die Kampfausbildung der Frauen unterscheidet sich kaum von der der Männer. Angehende YPJ-Kämpferinnen müssen ein vierwöchiges Training im Umgang mit schweren Maschinengewehren, Panzergranatwerfern und dem sowjetisch-russischen Sturmgewehr AK-47 (‚Kalaschnikow‘) absolvieren. Daraufhin erhalten sie – wie auch die Volksverteidigungseinheiten – eine 20-tägige politische Schulung in der kurdische Sprache und Geschichte sowie in verschiedenen Bestandteilen der Ideologie Abdullah Öcalans (zum Beispiel Antiimperialismus oder autonome Selbstverwaltung).15

Doch nicht nur bei den Streitkräften hat die kurdische Frau in Rojava eine stärkere Rolle als in anderen Ländern des Nahen Ostens. 2005 etwa wurde die Organisation der kurdischen Frauen (Yekitiya Star) gegründet, in der alle Frauen, die sich im sozialen, politischen oder militärischen Bereich engagieren, Mitglied werden können. Es werden Gesundheitsseminare, Erste-Hilfe-Kurse, Kurse zur Kindergesundheit, Kultur- und Kunst-Workshops sowie weitere Kurse zu vorgeschlagenen Themen organisiert. Im November 2014 schließlich erließ die kurdische Verwaltung ein Gesetz, das Frauen und Männer gleichstellte. Seither arbeiten Frauen unter den gleichen Arbeitsbedingungen und erhalten die gleiche Bezahlung wie Männer, sie dürfen erst ab 18 heiraten und nicht gegen ihren Willen verheiratet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die politische Instabilität und den Terrorismus im Nahen Osten dar und führt in die Fragestellung ein, ob die Kurden als Akteure für eine zukünftige Konfliktlösung fungieren können.

2. Errungenschaften der Kurden: Dieses Kapitel betrachtet die politischen Strukturen in Rojava sowie der Autonomen Region Kurdistan und hebt die Errungenschaften in den Bereichen Demokratie, Frauenrechte und Kampf gegen den IS hervor.

3. Verfehlungen und Probleme der Kurden: Hier werden kritische Aspekte wie ethnische Spannungen, interne Zerstrittenheit und die mangelnde politische Unterstützung durch die internationale Staatengemeinschaft beleuchtet.

4. Schluss: Das Fazit fasst die positiven Fortschritte gegen das Spannungsfeld der fortdauernden Unterdrückung sowie die Herausforderung der inneren Uneinigkeit zusammen und ordnet die Zukunft der Kurden als ungewiss ein.

Schlüsselwörter

Kurden, Naher Osten, Demokratischer Konföderalismus, Rojava, Autonome Region Kurdistan, YPG, YPJ, Peschmerga, Islamischer Staat, Menschenrechte, Gleichberechtigung, politische Autonomie, ethnische Konflikte, Masud Barzani, Abdullah Öcalan

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Situation der Kurden im Nahen Osten und untersucht, inwieweit sie durch ihre politische und militärische Entwicklung zu einer dauerhaften Stabilisierung der Region beitragen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf politischen Errungenschaften wie dem demokratischen Konföderalismus, der Rolle von Frauen in der Gesellschaft, militärischen Bündnissen gegen den IS sowie den internen und externen Problemen der kurdischen Regionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Fragestellung lautet, ob – und falls ja, wie – die Kurden konkret als Akteure zu einer dauerhaften Konfliktlösung im Nahen Osten beitragen können.

Auf welche wissenschaftlichen Methoden stützt sich der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung politischer Indizes sowie der Betrachtung aktueller Berichte und Medienberichterstattung zur politischen Lage in den kurdischen Siedlungsgebieten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Errungenschaften in Rojava und Irakisch-Kurdistan sowie eine kritische Analyse der Verfehlungen, Probleme und der innerkurdischen Diversitäten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Regionalautonomie, Demokratisierung, Identitätspolitik, interethnische Konflikte und politische Fragilität im Nahen Osten beschreiben.

Welche Rolle spielt die Gleichberechtigung der Frau in Rojava konkret?

Die Gleichberechtigung der Frau nimmt in Rojava eine Vorreiterrolle ein, die sich in militärischen Frauenbündnissen, dem Ko-Vorsitzenden-System in der Verwaltung und gesetzlichem Schutz vor Zwangsheirat und Diskriminierung manifestiert.

Warum wird die innere Zerstrittenheit der Kurden als Hindernis betrachtet?

Die innerkurdischen Differenzen in Bezug auf Ideologie, Sprachgruppen und politische Loyalitäten gegenüber verschiedenen Nachbarstaaten erschweren eine einheitliche Strategie und schwächen die Position der Kurden gegenüber ihren externen Gegenspielern.

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Details

Title
Die Kurden. Dauerhafte Konfliktlöser im Nahen Osten?
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seeing like a State
Grade
1,5
Author
Tobias Wagner (Author)
Publication Year
2017
Pages
26
Catalog Number
V1303787
ISBN (eBook)
9783346771216
ISBN (Book)
9783346771223
Language
German
Tags
Kurden Staat Irak Iran Türkei Syrien Bürgerkrieg Barzani IS Terror
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Wagner (Author), 2017, Die Kurden. Dauerhafte Konfliktlöser im Nahen Osten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303787
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