Länderportfolio Frankreich unter besonderer Berücksichtigung des Handels


Hausarbeit, 2009
13 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzprofil
2.1 Kurze Darstellung der historischen Entwicklung
2.2 Basisdaten
2.3 Sozio-kulturelle Situation
2.4 Politische Situation

3 Wirtschaftliche Situation
3.1 Grundlagen der französischen Wirtschaftspolitik
3.2 Aktuelle Wirtschaftslage
3.3 Entwicklung des Außenhandels
3.4 Wirtschaftliche Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Frankreich

4 Fazit

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Frankreich ist nicht nur aufgrund seiner Lage, seiner Geschichte und seiner Kultur, sondern auch wegen seiner vielfältigen und intensiven Austauschbeziehungen mit seinen Nachbarländern eng mit Europa und der Welt verbunden. Noch 1945 war Frankreich ein Agrar- und Kolonialstaat, jedoch ist ihm in der Folge der Sprung in die Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft schnell gelungen.[1] Dieser Schritt wurde vor allem durch die wirtschaftspolitischen Bemühungen, die Außenhandelsbilanz zu verbessern sowie die Inflation und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, vorangetrieben. Die Bewältigung dieser Aufgaben galt und gilt nicht nur als entscheidendes ökonomisches Erfolgs- und Wachstumskriterium, sondern markiert auch gleichzeitig den engen politischen Handlungsspielraum, dem sich der französische Staat ausgesetzt sieht.[2]

Da Frankreich sowohl flächenmäßig als auch politisch eine entscheidende Rolle in Europa und der Welt einnimmt, ist es zunächst wichtig, ausgehend von einer kurzen Darstellung der historischen Entwicklung und einigen Basisdaten, die sozio-kulturelle und politische Situation Frankreichs zu betrachten. Schwerpunkt dieser Hausarbeit soll die Auseinandersetzung mit der wirtschaftlichen Lage Frankreichs sein. Um einen genaueren Einblick in die Zusammenhänge der französischen Wirtschaft zu bekommen, soll zunächst die historische Wirtschaftsentwicklung dargestellt werden. Anschließend sollen aktuelle Probleme und Fragestellungen auch im Bezug auf die aktuelle Finanz- und die damit verbundene Wirtschaftskrise dargestellt werden. In diesem Teil soll sich insbesondere mit der Außenhandelsbeziehung Frankreichs auseinandergesetzt werden, da diese in den letzten Jahrzehnten unterschiedlichen Strömungen ausgesetzt war.

2 Kurzprofil

2.1 Kurze Darstellung der historischen Entwicklung

In seiner Geschichte hat Frankreich einen stetigen Wandel an politischen Regimen erlebt. Nach der französischen Revolution (1789) gab es bis 1946 drei Republiken, die zwischen vier und 70 Jahren dauerten. Der französischen Revolution verdankt Frankreich auch heute noch seinen Nationalfeiertag am 14. Juli (Sturm auf die Bastille 1789). In der vierten Republik (1946 bis 1958) erlebte Frankreich 25 Regierungen in zwölf Jahren. Seit der Annahme der Verfassung der fünften Republik, die am 28. September 1958 durch eine Volksabstimmung angenommen wurde, gab es sechs Präsidenten (Charles de Gaulle: 1959 bis 1969, Georges Pompidou: 1969 bis 1974, Valéry Giscard d´Estaing: 1974 bis 1981, Francois Mitterrand: 1981 bis 1995, Jacques Chirac: 1995 bis 2007 und Nicolas Sarkozy seit 2007), die im Durchschnitt 9,5 Jahre im Amt waren.

2.2 Basisdaten

Das französische „Mutterland“ (ohne die Übersee-Departements und -gebiete) hat eine Fläche von rund 543.965 km² (zum Vergleich: Mit den Übersee-Departements und -gebieten 551.700 km²).[3] Damit ist Frankreich das flächenmäßig größte Land der Europäischen Union. Aufgrund der Tatsache, dass Frankreich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges Kolonien und Besitzungen in verschiedenen Teilen der Welt besaß, gehören mittlerweile auch einige staatsrechtlich zu Frankreich und damit zur Europäischen Union (sie sind jedoch nicht Teil des „Schengen-Gebiets“). Ein Bespiel hierfür ist das südpazifische Französisch-Polynesien mit der Hauptstadt Pepeete, 17.770 km von Paris entfernt.[4]

In Frankreich leben rund 64,3 Mio. Menschen[5], womit es im europäischen Vergleich das zweitbevölkerungsreichte Land (hinter Deutschland) ist.[6] Rund 2,0 Mio. Bürger teilen sich auf die verschiedenen Übersee-Dépatements und -gebiete auf.4 Nach einer zwischenzeitlichen Bevölkerungs-explosion (1945 bis 1956) nimmt die Zahl der Geburten inzwischen kontinuierlich ab, sodass das Bevölkerungswachstum heute nur noch bei rd. 0,5 % p.a. liegt.4 Mit 115 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Frankreich ein sehr dünn besiedeltes Land (im Vergleich: Deutschland (231 EW/km²)).

Die größte und wichtigste Stadt Frankreichs ist die Hauptstadt Paris, in der über zwei Millionen Menschen leben. Im Großraum Paris sind es sogar annähernd vierzehn Millionen. Die kommunalen und regionalen Verwaltungen Frankreichs werden von rund 36.400 Gemeinden, 3.714 Kantonen, 325 Arrondissments, 96 Departments und 22 Regionen getragen.4

2.3 Sozio-kulturelle Situation

Die Gesellschaft Frankreichs war und ist durch eine zunehmende Verstädterung (drei Viertel der Einwohner Frankreichs leben in Städten) geprägt, was den Effekt der sozialen Ungleichheit stärker sichtbar gemacht hat. Ein Grund für das angespannte Klima ist, dass sich das Land seit 1945 enorm, aber unregelmäßig verändert hat.4

Die Bevölkerung Frankreichs teilt sich in 94,4 % Franzosen und 5,6 % Ausländer auf. Dabei bilden die Basken und Nordafrikaner die kleinsten ethnischen Minderheiten.[7] Mit 90 % gehören die römisch-katholischen Christen zur größten Religionsgemeinschaft Frankreichs. Daneben sind unter anderem Muslime (rd. 7 %), Protestanten (rd. 1 %), Juden (rd. 1 %) und Orthodoxe (< 1 %) wiederzufinden.[8]

Seinen Rang in Europa und der Welt leitet Frankreich u.a. aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert. So werden in Frankreich vor allem die Pflege und der Erhalt des reichen und kulturellen Erbes sowie die Förderung der Frankophonie[9] als Aufgabe von nationalem Rang angesehen, sodass dieses Verständnis durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert wird.[10] In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Unterhaltungsmusik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO („United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization“) und der WTO („ World Trade Organization“) seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt.[11]

2.4 Politische Situation

Frankreich ist eine parlamentarische Präsidialdemokratie, in der der Präsident eine besondere Rolle einnimmt. Dieser hat in Frankreich neben der Rolle des Staatsoberhauptes u.a. die Aufgabe den Premierminister zu ernennen und zu entlassen.[12] Seit dem Jahr 2000 wird der Präsident direkt vom Volk auf fünf Jahre gewählt („quinquennat“), zuvor wurde er auf sieben Jahre gewählt („septennant“).

[...]


[1] Vgl. Ménudier, Henri (2006), S. 131

[2] Vgl. Große, Ernst Ulrich und Lüger, Heinz-Helmut (1996), S. 108 f.

[3] Vgl. Europa auf einen Blick (2009a)

[4] Vgl. Ménudier, Henri (2006), S. 132 ff.

[5] Stand: 01.01.2009

[6] Vgl. National Institute for Statistics and Econimic Studies (2009)

[7] Vgl. Stratenschulte, Eckart (2007), S. 43

[8] Zu beachten ist, dass die Angaben über die Religionszugehörigkeit Schätzungen unterliegen, da von staatlicher Seite keine Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung erhoben werden. (Vgl. Goruma (2009) und Auswärtiges Amt (2009))

[9] Unter Frankophonie wird die Gesamtheit der französischsprachigen (frankophonen) Staaten bezeichnet, also der französische Sprachraum.

[10] Vgl. Auswärtiges Amt (2009)

[11] Vgl. Auswärtiges Amt (2009)

[12] Vgl. Ménudier, Henri (2006), S. 132

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Länderportfolio Frankreich unter besonderer Berücksichtigung des Handels
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V130380
ISBN (eBook)
9783640362622
ISBN (Buch)
9783640362424
Dateigröße
416 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frankreich, Handel, Länderportfolio
Arbeit zitieren
Christian Bach (Autor), 2009, Länderportfolio Frankreich unter besonderer Berücksichtigung des Handels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130380

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