Schlüsselqualifikationen - Ein Begriff, zwei Ansätze


Seminararbeit, 2000
15 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

Abstract

Zusammenfassung

1. Der Begriff Schlüsselqualifikation
1.1 Zur Geschichte des Begriffes
1.2 Der Wandel des Begriffes

2. Vorstellung der Konzepte
2.1 Lothar Reetz
2.2 Ute Laur-Ernst

3. Einbezug der Konzepte in die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen
3.1 Am Beispiel der Arbeit von F.E. Weinert

4. Resümee

5. Literaturverzeichnis

Abstract

Die Vorliegende Arbeit setzt sich mit zwei Ansätzen aus der Diskussion um den Begriff Schlüsselqualifikation auseinander. Es werden die Ansätze von Lothar Reetz und Ute Laur-Ernst betrachtet und im Anschluss daran wird der Frage nachgegangen, inwiefern diese beiden Ansätze Eingang in den Transfer von Schlüsselqualifikationen gefunden haben. Hierzu werden die von F.E. Weinert postulierten zehn Thesen „Wie erwirbt man Schlüsselqualifikationen?“ herangezogen. Die Fragestellung hierbei war: Wie lassen sich Weinerts Thesen mit den beiden Ansätzen in Einklang bringen oder gibt es keinen Einklang?

Zusammenfassung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich in ihrem ersten Teil mit der Entstehung des Begriffes der Schlüsselqualifikation, also dem woher. Der Leser erhält einen kurzen Einblick in die Geschichte des Begriffes der Schlüsselqualifikationen und den Wandel, den er seit seiner Einführung erfahren hat.

Im weiteren Verlauf werden zwei Ansätze zu diesem Begriff näher betrachtet. Es handelt sich hierbei um die Ansätze von Lothar Reetz und Ute Laur-Ernst, beide aus dem Jahre 1990. Diese Ansätze zeichnen sich durch Gemeinsamkeiten aber auch durch Differenzen aus, welche auf den verschiedenen Perspektiven, die die Autoren einnehmen, beruhen.

Im dritten Teil dieser Arbeit untersucht der Autor, wie sich die beiden Ansätze auf die Thesen von F.E. Weinert aus dem Jahr 1994 beziehen lassen bzw. umgekehrt.

1. Der Begriff Schlüsselqualifikation

1.1 Zur Geschichte des Begriffes

Der langjährige Leiter des Nürnberger Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, Dieter Mertens, führte zu Beginn der 70er Jahre ein Plädoyer für eine neue berufliche Qualifikation an. Ausgangspunkt seines Plädoyers war die Entwicklungen am Arbeitsmarkt der frühen 70er Jahre. Diese waren gekennzeichnet durch eine steigende Arbeitslosenzahl, einen Strukturwandel der Wirtschaft und dem Vordringen neuer Technologien, insbesondere den Informations- und Kommunikationstechnologien.

Diese Veränderungen führten zu einer zunehmend schwierigeren prognostizibierbarkeit des Qualifikationsbedarfes einer dynamischen Gesellschaft und Wirtschaft. Diesen raschen Veränderungen, und dem somit verbundenen raschen Veraltern von insbesondere technischem Spezialwissen, sollte ein neues Konzept der beruflichen Ausbildung, das Konzept der Schlüsselqualifikationen, Rechnung tragen.

Mertens vertrat demnach eine Entwertungshypothese, und schlug als eine Konsequenz daraus vor, die „Anpassung an nicht Prognostizierbares selbst zum Angelpunkt bildungsplanerischer Entscheidungen“ (Mertens, 1974, S. 39) zu machen. Um die Flexibilität der Auszubildenden angesichts ungesicherter Prognosen über die Qualifikationsentwicklungen zu sichern, sollte die Vermittlung von Fachwissen zugunsten der Schlüsselqualifikationen reduziert werden. Die Schlüsselqualifikationen sollten als Schlüssel zur raschen und reibungslosen Erschließung von Spezialwissen dienen. Hierzu unterteilte Mertens die Schlüsselqualifikationen in vier Kategorien: 1. Basisqualifikationen, 2. Horizontalqualifikationen, 3. Breitenelemente und 4. Vintagefaktoren. Diese vier Kategorien wurden von Mertens als eine Form beruflicher Allgemeinbildung verstanden, die in Fächern wie „formale Logik“, „Semantik“, „Messtechnik“, „Bibliothekskunde“, „Arbeitsschutz“ usw. vermittelt werden sollte.

Die bald einsetzende Kritik an Mertens Konzept betraf vor allem die Auswahl der Inhalte, ihre unklare Beziehung zum Fachwissen und die Frage des Transfers. Trotz aller Kritik erfreut sich der von Mertens geprägte Begriff einer ungebrochenen Beliebtheit und fand Eingang in viele pädagogische Konzepte und in weitere Bereiche unserer Gesellschaft.

1.2 Der Wandel des Begriffes

Mertens Konzept der Schlüsselqualifikationen von 1974 war in arbeitsmarktpolitischen Zusammenhängen entstanden. Mertens hatte das Bild eines Menschen als flexible und vielseitig einsetzbare Arbeitskraft vor Augen. 1989 modifizierte Mertens sein Konzept in eine Richtung, die der Forderung nach mehr Allgemeinbildung nahe kommt (Gonon, 1996, S.10).

Die beiden von mir ausgewählten Ansätze sind durch einen Perspektivenwechsel, hin zum Individuum, gekennzeichnet. Bei ihnen steht das Individuum und seine Entwicklungsmöglichkeiten im Vordergrund und weniger eine ökonomisch geprägte Perspektive.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Schlüsselqualifikationen - Ein Begriff, zwei Ansätze
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Lehrstuhl für empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie)
Veranstaltung
PS Einführung in die Weiterbildung
Note
1,0
Autor
Jahr
2000
Seiten
15
Katalognummer
V1304
ISBN (eBook)
9783638108164
ISBN (Buch)
9783638841665
Dateigröße
400 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schlüsselqualifikationen
Arbeit zitieren
Mario Huber (Autor), 2000, Schlüsselqualifikationen - Ein Begriff, zwei Ansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304

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