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Der Lebensweltbezug und seine Bedeutung für den Philosophieunterricht

Titel: Der Lebensweltbezug und seine Bedeutung für den Philosophieunterricht

Ausarbeitung , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Aileen Röhrs (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Philosophische Probleme sind Ausgangs- und Anknüpfungspunkt für den problemorientierten Unterricht. Sie dienen Schüler*innen und Lehrkräften zur Orientierung und geben einen thematischen Rahmen vor. Neben der Auswahl geeigneter Fragestellungen ergibt sich aus den Fachanforderungen noch ein anderes Prinzip des Philosophieunterrichts: der Lebensweltbezug. Es gilt zunächst zu klären, was unter diesem zu verstehen ist und welche Bedeutung er für die Philosophiedidaktik hat.

Didaktische Prinzipien gelten als allgemeine Vorgaben zu Gestaltung von Erziehung und Unterricht. Neben den allgemeingültigen, wie Motivierung, Strukturierung oder Differenzierung der Unterrichtsmaterialien, steht im Philosophieunterricht insbesondere das Prinzip der Problemorientierung im Vordergrund. Daraus ergeben sich spezifische Herausforderungen, denen sich die Philosophiedidaktik stellen muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Theorie und Bedeutung von Präkonzepten

Unterrichtskonzept nach Thein

Das hermeneutische Dreieck

Lebenswelt-Theorie

Bezug zu den Fachanforderungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch das Unterrichtskonzept von C. Thein im Hinblick auf seine Eignung, die Präkonzepte von Schülerinnen und Schülern im Philosophieunterricht zu erfassen, zu analysieren und einer kritischen Reflexion zu unterziehen, wobei insbesondere die theoretischen Grundlagen nach Husserl und Habermas sowie die geltenden Fachanforderungen in Schleswig-Holstein als Maßstab dienen.

  • Analyse und Kritik philosophiedidaktischer Unterrichtsprinzipien
  • Untersuchung der Lebenswelt-Theorien nach Edmund Husserl und Jürgen Habermas
  • Kritische Evaluation des Transformationsprozesses von Schüler-Präkonzepten in argumentativen Diskursen
  • Überprüfung des Konzepts "hermeneutisches Dreieck" nach Thein
  • Abgleich des Unterrichtsmodells mit den offiziellen Fachanforderungen für das Fach Philosophie

Auszug aus dem Buch

Das hermeneutische Dreieck

In Theins Unterrichtsgang führt er das „hermeneutische Dreieck“ als ein Zusammenspiel der Leitfrage, der Präkonzepte und der philosophischen Theorien an. Wie oben ausgeführt wird die Leitfrage als Ausgangspunkt für die Konstruktion der Präkonzepte genutzt, welche wiederum durch den Diskurs mit philosophischen Texten und Theorien überwunden und in Gründe transformiert werden. Im hermeneutischen Dreieck spiegeln sich somit die drei Facetten des Unterrichtsganges wider. Diese bilden in ihrem Zusammenspiel zum einen eine feste Struktur und geben zum anderen Sicherheit und Orientierung. Der Philosophieunterricht spielt sich zwischen diesen Eckpunkten ab, bildet entsprechend übertragen die Fläche des Dreiecks und wird von der Leitfrage, den Präkonzepte und der philosophischen Theorie aufgespannt.

Die von Thein offenkundig gepriesene Gleichwertigkeit der Eckpunkte stellt zwar einen guten Ausgangsgedanken dar, wird jedoch, ähnlich wie sein Vorhaben, die Schüler*innen mit ihren Lebenswelten in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen, in keinster Weise erreicht. Die Eckpunkte des Unterrichtes sollten gleichberechtigt nebeneinander stehen und gleichwertig im Unterricht Beachtung finden. In Theins Unterrichtskonzeption drängt sich jedoch die philosophische Theorie sehr in den Vordergrund. Wie oben bereits geschildert, widmet sich Thein der Entwicklung der Leitfrage in seinen Ausführungen nicht. Diese Nichtbeachtung spiegelt die Bedeutung wider, die Thein der Leitfrage zu misst. Gerade in der Entwicklung der Leitfrage hat der Philosophieunterricht jedoch ein großes Potenzial, welches Thein an dieser Stelle vergibt. Die Möglichkeit, die Schüler*innen zum Selbstdenken zu motivieren und ihnen ein großes Mitspracherecht einzuräumen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken sowie ihre Interessen zu berücksichtigen sind nur einige Vorteile, die sich durch eine gemeinsame Erarbeitung einer Leitfrage ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

Theorie und Bedeutung von Präkonzepten: In diesem Kapitel werden didaktische Prinzipien erläutert und die theoretischen Grundlagen der Lebenswelt-Theorien von Husserl und Habermas untersucht, um deren Relevanz für den Philosophieunterricht zu definieren.

Unterrichtskonzept nach Thein: Hier erfolgt eine kritische Analyse des dreischrittigen Unterrichtsmodells von Thein, wobei besonders auf die problematische Transformation der schülereigenen Präkonzepte eingegangen wird.

Das hermeneutische Dreieck: Dieses Kapitel hinterfragt die Struktur des hermeneutischen Dreiecks und zeigt auf, warum die angestrebte Gleichwertigkeit der Eckpunkte zugunsten einer theorielastigen Vorgehensweise aufgegeben wird.

Lebenswelt-Theorie: Es wird erörtert, warum die philosophischen Theorien von Husserl und Habermas in der praktischen Umsetzung von Thein nur schwer in Einklang zu bringen sind und teils sogar konterkariert werden.

Bezug zu den Fachanforderungen: Abschließend wird das Unterrichtskonzept an den formalen Vorgaben des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft in Schleswig-Holstein gemessen, wobei deutliche Diskrepanzen aufgezeigt werden.

Schlüsselwörter

Philosophieunterricht, Präkonzepte, Lebenswelt-Theorie, Edmund Husserl, Jürgen Habermas, hermeneutisches Dreieck, Fachdidaktik, Problemorientierung, Argumentationskompetenz, Reflexionskompetenz, Fachanforderungen, Transformation, Diskurs, Unterrichtskonzept, Fachliche Klärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Portfolio?

Das Portfolio setzt sich analytisch mit der fachdidaktischen Vorbereitung eines lebensweltbezogenen Philosophieunterrichts auseinander, basierend auf einem Modell von C. Thein.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung von Präkonzepten von Schülern, die Anwendung phänomenologischer und kommunikationstheoretischer Ansätze sowie die kritische Begleitung von Unterrichtsprozessen.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, inwiefern der von Thein vorgestellte Unterrichtsgang geeignet ist, die Präkonzepte der Schüler im Fach Philosophie fundiert zu explizieren, zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und fachdidaktische Kritik, bei der Unterrichtsmodelle und philosophische Theorien mit den Anforderungen des Bildungsplans abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Transformation von Schülereinstellungen in argumentative Gründe, dem "hermeneutischen Dreieck" und der Passung dieser Ansätze mit den Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Präkonzepte, Lebenswelt-Theorie, Reflektion, Diskurs und fachdidaktische Transformation sind die prägenden Fachbegriffe.

Warum kritisiert die Autorin die Transformation der Präkonzepte?

Die Autorin argumentiert, dass eine zu rigide Transformation der Schüleräußerungen dazu führt, dass die ursprünglichen, individuellen Intuitionen abgewertet und das Selbstwertgefühl der Lernenden geschwächt wird.

Inwieweit lässt sich Husserl mit Theins Konzept vereinen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Theins Vorgehen im Widerspruch zu Husserls Auffassung steht, da Husserls „Lebenswelt“ als vorgegebene Seinsweise per se nicht durch einfache Konfrontation „überwunden“ werden kann.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Lebensweltbezug und seine Bedeutung für den Philosophieunterricht
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,7
Autor
Aileen Röhrs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1304088
ISBN (PDF)
9783346774002
ISBN (Buch)
9783346774019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lebensweltbezug bedeutung philosophieunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aileen Röhrs (Autor:in), 2021, Der Lebensweltbezug und seine Bedeutung für den Philosophieunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304088
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Leseprobe aus  15  Seiten
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