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Der Babelsberger Park. Pücklers Anteil an der von Lenné geprägten Potsdamer Kulturlandschaft

Titel: Der Babelsberger Park. Pücklers Anteil an der von Lenné geprägten Potsdamer Kulturlandschaft

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 57 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit soll sich speziell mit Pücklers Anteil am Babelsberger Park beschäftigen. Warum wurde ihm der Auftrag zuteil? Wie ging Fürst Pückler mit der vorherigen Gestaltung seines Konkurrenten Lenné um? Welche Elemente des Parks sind dem Fürsten zuzuschreiben? Einführend beschäftigt sich die Arbeit mit der Entstehungszeit des Parks. Schinkels und Persius’ Schlossbau, der für die Erscheinung ein grundlegender Bestandteil ist, muss zum Verständnis des Parks knapp vorgestellt werden. Aufgrund der entscheidenden Vorgestaltung durch Peter Joseph Lenné soll zu Beginn die Leistung des preußischen Hofgärtners zusammenfassend dargelegt werden.

Der Babelsberger Park in Potsdam, gestaltet zwischen 1833 und 1888 für Prinz Wilhelm und Gattin Augusta von Preußen, ist einer von vielen in der reichen preußischen Parklandschaft. Heute ist der Park Babelsberg wie die gesamte Potsdamer Kulturlandschaft mit seinen Schlössern, dazugehörigen Schlossgärten und Parks seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Ab den 1820er Jahren prägte die Parks um Berlin und Potsdam vor allem eine gartenkünstlerische Hand: die des preußischen General-Gartendirektors Peter Joseph Lenné (1789-1866). Gerade aufgrund dieser Tatsache ist der Babelsberger Park heute einer, der hervorsticht, denn nach Beginn einer Gestaltung durch Peter Joseph Lenné übernahm Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) die gestalterische Leitung auf dem Babelsberg. Somit trägt der Park als einziger in der preußischen Potsdamer Garten- und Parklandschaft eine andere Handschrift als die Lennés.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsstand

2. Das erste Parkjahrzehnt 1833-1843

2.1 Eine Sommerresidenz für das Prinzenpaar Wilhelm und Augusta

2.2 Die Entstehung des Landschaftsgartens unter Peter Joseph Lenné

3. Hermann Fürst von Pückler-Muskau in Babelsberg ab 1843

3.1 Das Unterthänigste Promemoria vom 6. März 1842

3.2 Technischer Aufschwung: Dampfmaschinenhaus und Wasserspiele im Park

3.3 Pücklers Veränderungen in Lennés Landschaftspark

3.3.1 Zonierung nach „englischem nachahmungswerthen Vorbilde“

3.3.1.1 Die Schlossterrassen

3.3.1.2 Der Pleasureground

3.3.2 Wegenetz und Aussichten

3.4 Pücklers Arbeitsweise und Intention in Babelsberg

4. Babelsberg nach Pücklers Zeit: Der Park als politisches Monument Wilhelms I.

5. Fazit und historische Einordung des Parks

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen künstlerischen Beitrag des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau zur Gestaltung des Babelsberger Parks in Potsdam. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Pückler mit der landschaftsplanerischen Vorgestaltung seines Vorgängers, Peter Joseph Lenné, umging und welche spezifischen Elemente seiner Handschrift, beeinflusst durch englische Vorbilder wie Humphrey Repton, den Park heute so einzigartig machen.

  • Analyse des Pückler’schen Anteils an der gestalterischen Entwicklung des Parks.
  • Untersuchung des englischen Einflusses auf Schlossterrassen und Pleasureground.
  • Betrachtung technischer Neuerungen, insbesondere des Dampfmaschinenhauses.
  • Diskussion der Politisierung des Parks unter Wilhelm I.
  • Einordnung des Parks in die historische Gartenkunstgeschichte.

Auszug aus dem Buch

Die Schlossterrassen

Parallel zu den Arbeiten am Pleasureground hatte Pückler den zusammen mit Ludwig Persius entwickelten Entwurf der neuen Terrassenanlage umgesetzt. Die Terrassenanlage entstand zeitgleich mit dem Erweiterungsbau des Schlosses und ist 1845 größtenteils vollendet worden. Repton empfahl Terrassen zur Separierung des Schlossbereiches und zum Schutz vor Tieren aus dem Wald des Landschaftsparks.75 Für Pückler waren sie eine zusätzliche gestalterische Nuance innerhalb des Zonierungsprinzips: Terrassen gehören zu den prächtig geschmückten Teilen des Parks und zählten für Pückler damit gleichzeitig zu der Rubrik „Gärten“.76 Jene seien eine Erweiterung der Schlossräume unter freiem Himmel77 und wurden demnach ebenfalls sehr prunkvoll und repräsentativ ausgestattet.

Die Terrassen wurden das neue Verbindungsglied zwischen Schloss, Pleasureground und Park. Dank ihnen mussten das Prinzenpaar und seine Gäste nicht mehr über den vorherigen „unförmigen Kiesplatz“78 schreiten, um in den Garten zu gelangen. Das Schloss hatte bis dato eine steile Rasenböschung umgeben, die es vom Park trennte.79 In der Zusammenarbeit Pücklers mit den Architekten Ludwig Persius, Johann Heinrich Strack und Moritz Wilhelm Gottgetreu entstanden seit 1843 die Blaue Terrasse, die Goldene Terrasse, die Porzellanterrasse und als letzte die treppenartig angelegte Voltaireterrasse (Abb. 16).80

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsstand: Die Einleitung beleuchtet die kunsthistorische Relevanz des Babelsberger Parks als Gemeinschaftswerk von Lenné und Pückler und führt in die zentralen Fragestellungen sowie den aktuellen Forschungsstand ein.

2. Das erste Parkjahrzehnt 1833-1843: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehungsgeschichte des Parks unter Prinz Wilhelm und Peter Joseph Lenné vor dem Eintritt Pücklers in den Gestaltungsprozess.

3. Hermann Fürst von Pückler-Muskau in Babelsberg ab 1843: Der Hauptteil analysiert Pücklers gestalterisches Wirken, von seinem grundlegenden Promemoria über die technischen Errungenschaften bis hin zur feingliedrigen Zonierung nach englischem Vorbild.

4. Babelsberg nach Pücklers Zeit: Der Park als politisches Monument Wilhelms I.: Dieses Kapitel erläutert, wie Wilhelm I. den Park durch Erinnerungsarchitektur bewusst als politisches Monument für Preußen und seine Person nutzte.

5. Fazit und historische Einordung des Parks: Das Fazit fasst die Bedeutung Babelsbergs als deutsche Rezeption des englischen Landschaftsgartens zusammen und reflektiert Pücklers spezifischen Anteil sowie die wechselvolle Geschichte des Erhalts.

Schlüsselwörter

Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Peter Joseph Lenné, Babelsberger Park, Landschaftsgarten, Humphrey Repton, Schloss Babelsberg, Zonierung, Pleasureground, Schlossterrassen, Dampfmaschinenhaus, Gartendenkmalpflege, preußische Kulturlandschaft, Gartenkunst, Wilhelm I., Gartenarchitektur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem künstlerischen Beitrag des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau zur Gestaltung des Babelsberger Parks und analysiert dessen Rolle als Nachfolger von Peter Joseph Lenné.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die gartenkünstlerische Zonierung, der Einfluss englischer Vorbilder, die Wassertechnik im Park sowie die spätere politische Instrumentalisierung durch Kaiser Wilhelm I.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Pücklers spezifischen gestalterischen Einfluss auf den bereits von Lenné geprägten Park herauszuarbeiten und zu belegen, warum der Park in Babelsberg innerhalb der preußischen Landschaftsgeschichte eine Sonderstellung einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung zeitgenössischer Dokumente wie des Promemoria von 1842 sowie einen Abgleich mit zeitgenössischen Fachschriften und Gartenplänen.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der initialen Konzeption (Promemoria), technische Aspekte wie das Dampfmaschinenhaus, die detaillierte Zonierung (Terrassen/Pleasureground) sowie die Arbeitsweise des Fürsten vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Landschaftsgärtnerei, Repton-Rezeption, Gartendenkmalpflege, Zonierungsprinzip und kulturgeschichtliche Einordnung.

Wie ging Pückler mit der ursprünglichen Planung durch Lenné um?

Pückler kritisierte zwar Lennés Ansatz im Promemoria als zu monoton, übernahm jedoch faktisch dessen bewährte Wegenetzstruktur und Sichtachsen, um sie in sein eigenes, kontrastreicheres Zonierungskonzept zu integrieren.

Welche Bedeutung hatte das Dampfmaschinenhaus für den Park?

Es bildete das technische Fundament, durch welches Pückler durch ein komplexes Bewässerungssystem erst in der Lage war, sein Konzept einer üppigen Vegetation und prunkvoller Wasserspiele auch in den sandigen Böden des Babelsbergs umzusetzen.

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Details

Titel
Der Babelsberger Park. Pücklers Anteil an der von Lenné geprägten Potsdamer Kulturlandschaft
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
57
Katalognummer
V1304089
ISBN (PDF)
9783346772701
ISBN (Buch)
9783346772718
Sprache
Deutsch
Schlagworte
babelsberger park pücklers anteil lenné potsdamer kulturlandschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Der Babelsberger Park. Pücklers Anteil an der von Lenné geprägten Potsdamer Kulturlandschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304089
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Leseprobe aus  57  Seiten
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