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Peter Paul Rubens’ Antikenrezeption am Beispiel des "Ecce Homo" (1612)

Christus im Körper eines Kentauren?

Titel: Peter Paul Rubens’ Antikenrezeption am Beispiel des "Ecce Homo" (1612)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit ausgewählten Studien Rubens’ nach der Antike und erklärt deren Auswirkung auf seine eigene Kunst. Der Hauptbetrachtungsgegenstand und das Analysebeispiel wird Rubens’ Ecce Homo (um 1612) sein, welches eine unübersehbare Imitatio der römischen Antikenskulptur eines Kentauren ist. Auf eine vollständige Biografie des Künstlers wird aufgrund seiner Prominenz in der Kunstgeschichte und des beschränkten Rahmens der Arbeit verzichtet.

Nach einem Einblick in die Lebensumstände Peter Paul Rubens’ zu seiner Zeit in Italien und in die Hintergründe des Antikenstudiums wird der Schwerpunkt der Arbeit auf die Auseinandersetzung mit dem Ecce Homo und der Studie des römischen Kentauren gelegt. Rubens’ Christusdarstellung soll intensiv betrachtet und mit seiner Studienskizze der Antike verglichen werden.

Warum verwandte der flämische Meister gerade den Körper eines Kentauren als Vorlage für das Corpus Christi? Zur Erklärung der künstlerischen Intention hinter der Verschmelzung von antiker und christlicher Bilderzählung sollen auch weitere Gemälde Rubens’ mit antiker Vorgeschichte vergleichend herangezogen werden.

Der Italienaufenthalt Rubens’ von 1600 bis 1608 prägte das Œuvre des Meisters nach seiner Rückkehr in Antwerpen immens. Während seiner Anstellung am Hof in Mantua nutzte Rubens jede Möglichkeit, das Werk vorangegangener Meister zu studieren. Nach seinem Skizzenbuch und eigenen Schriften zu urteilen beschäftigte er sich dabei allem voran mit der Kunst der Antike, wie schon das obige Zitat des Künstlers verdeutlicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsstand

2. Rubens in Italien (1600-1608). Studienzeichnungen und deren Bedeutung

3. Rubens’ Ecce Homo und der Antikenbezug

3.1 Bildbeschreibung

3.2 Bildanalyse. Mittel der Hervorhebung

3.3 Vergleichende Betrachtung und Analyse: Der von Cupido gezähmte Kentaur

4. Weitere beispielhafte Studienzeichnungen und deren Wiederkehr in Gemälden

4.1 Studienzeichnungen nach Torso Belvedere und Laokoon

4.2 Antike Skulptur in christlichem Kontext: Herkules Farnese und Torso Gaddi

4.3 Kopien nach antiken Körpern: Rubens‘ künstlerische Intention

5. Fazit und Ausblick

6. Anhang

6.1 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Peter Paul Rubens während seines Italienaufenthaltes antike Skulpturen studierte und diese Erkenntnisse in seinem Gemälde Ecce Homo sowie weiteren Werken transformierte, um eine ideale, lebendige Darstellung menschlicher Körper zu erzielen.

  • Antikenrezeption und Studienzeichnungen von Peter Paul Rubens
  • Analyse des Werks Ecce Homo im Kontext antiker Vorbilder
  • Transformation von Marmorskulpturen zu lebendigen Körperdarstellungen
  • Künstlerische Intention und Bedeutung des Antikenstudiums für Rubens
  • Vergleichende Untersuchung weiterer Beispiele (Laokoon, Torso Belvedere)

Auszug aus dem Buch

3.3 Vergleichende Betrachtung und Analyse: Der von Cupido gezähmte Kentaur

Eines der erhaltenen Studienblätter Rubens’ zum römischen Kentauren ist das 481 x 371 mm große Blatt im Wallraf-Richartz-Museum in Köln (Abb. 3). Es ist wahrscheinlich während seines Aufenthaltes in Rom 1601/02 entstanden und mit schwarzer Kreide auf Papier angefertigt worden. Zur Zeit Rubens’ in Rom befand die Statue sich in der Sammlung des Kardinals Scipione Caffarelli-Borghese. Wie bereits im zweiten Kapitel angeschnitten, ist es eines der Blätter, welche man erst vor 20 Jahren in Köln wiederentdeckte. Zuvor war diese Ansicht des Kentauren nur aus Kopien von Panneels bekannt, aus Rubens’ Hand kannte man nur eine Ansicht von der anderen Seite der Figur.

Durch Kopien seiner Schüler ist bekannt, dass er auch noch weitere Perspektiven zeichnete, welche heute nicht mehr erhalten sind. Wahrscheinlich war er ähnlich wie beim Laokoon auch vom Kentauren so sehr inspiriert, dass er sich schon beim Skizzieren einen späteren Verwendungszweck ausmalte. Für uns ist die Skizze daher im Bezug zu seinem Ecce Homo so interessant, da es ganz offensichtlich als Vorstudie für das St. Petersburger Gemälde diente. Das Ecce Homo Rubens’ aus dem Jahr 1612 ist auch laut David Jaffé „[…] [a] literal quote from the Centaur tamed by Cupid.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsstand: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Italienaufenthaltes für Rubens’ Antikenstudium und definiert den Ecce Homo als Hauptuntersuchungsobjekt.

2. Rubens in Italien (1600-1608). Studienzeichnungen und deren Bedeutung: Dieses Kapitel behandelt die Rolle von Skizzenbüchern und Kopien nach antiken Vorbildern bei der Ausbildung und Werkstattpraxis des Künstlers.

3. Rubens’ Ecce Homo und der Antikenbezug: Es erfolgt eine detaillierte Bildbeschreibung und Analyse der Ecce Homo-Darstellung, inklusive einer vergleichenden Betrachtung der Kentauren-Studie.

4. Weitere beispielhafte Studienzeichnungen und deren Wiederkehr in Gemälden: Die Analyse wird um weitere Vorbilder wie den Torso Belvedere, den Laokoon und den Herkules Farnese erweitert, um Rubens’ Rezeptionsweise zu verdeutlichen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die Verwendung antiker Körper nicht als Scherz, sondern als Mittel zur Demonstration von Kennerschaft und malerischer Meisterschaft diente.

6. Anhang: Der Anhang versammelt das Bildmaterial sowie das Verzeichnis der verwendeten Ausstellungen und Abbildungen.

Schlüsselwörter

Peter Paul Rubens, Antikenrezeption, Ecce Homo, Studienzeichnung, Italienaufenthalt, Kentaur, Torso Belvedere, Laokoon, Imitatio, Körperdarstellung, Ostentatio, Kunstgeschichte, Barock, Marmorskulptur, Inkarnat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Antikenstudium von Peter Paul Rubens während seines Italienaufenthaltes und die daraus resultierende Verwendung dieser antiken Vorbilder für seine Gemälde, fokussiert am Beispiel des Ecce Homo.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Zentrale Themen sind die Transformation antiker Skulpturen in barocke Malerei, die Bedeutung von Studienzeichnungen, der künstlerische Prozess der Imitatio sowie die ikonografische Neuinterpretation biblischer Motive.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum Rubens antike Skulpturen, konkret den Kentauren, als Vorlage für eine Christusdarstellung wählte und welche künstlerische Intention sich hinter dieser Verschmelzung verbirgt.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?

Es wird eine vergleichende kunsthistorische Analyse angewandt, die das Gemälde direkt mit überlieferten Antikenstudien (Skizzen) und den Originalskulpturen gegenüberstellt.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Bildanalyse des Ecce Homo, der Rolle des Kentauren als Vorbild und einer vergleichenden Untersuchung weiterer Beispiele wie dem Laokoon.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rubens, Antikenrezeption, Ecce Homo, Modellstudien, Körperdarstellung, Imitatio und die Transformation von Stein zu lebendig wirkendem Fleisch.

Warum wurde gerade der Körper eines Kentauren für den Christus gewählt?

Rubens suchte nach starken, idealen Körpern für seine Protagonisten. Die Physiognomie des Kentauren bot ihm eine beeindruckende, aufgebäumte Körperhaltung, die er für eine triumphierende Inszenierung des Ecce Homo als geeignet empfand.

Welche Rolle spielt die Farbtheorie für das Werk?

Rubens wird in Bezug zu den Opticorum libri sex des Aguilonius gesetzt; eine bewusst eingesetzte Farbtrias dient der Betonung der Mittelfigur und zeigt Rubens’ Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Diskursen seiner Zeit.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Peter Paul Rubens’ Antikenrezeption am Beispiel des "Ecce Homo" (1612)
Untertitel
Christus im Körper eines Kentauren?
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
35
Katalognummer
V1304090
ISBN (PDF)
9783346768452
ISBN (Buch)
9783346768469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
peter paul rubens’ antikenrezeption beispiel ecce homo christus körper kentauren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Peter Paul Rubens’ Antikenrezeption am Beispiel des "Ecce Homo" (1612), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304090
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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