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Politikwissenschaftliche Fallstudie zur Osterweiterung der Europäischen Union - Ganz ohne Gewalt verändert sich Europa gewaltig

Titel: Politikwissenschaftliche Fallstudie zur Osterweiterung der Europäischen Union - Ganz ohne Gewalt verändert sich Europa gewaltig

Seminararbeit , 2002 , 12 Seiten , Note: k. A.

Autor:in: Tina Dutschmann (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach einem Jahrhundert der Kriege, der Teilung und der Gewaltherrschaft ist der Erweiterungsprozess der EU nach Osten historisch, politisch und wirtschaftlich ohne Alternative. Der EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen Staaten markiert die endgültige Überwindung der Spaltung Europas in West und Ost. Am Beginn des 21. Jahrhunderts bedeutet die Vollendung der europäischen Einigung eine einmalige Chance für eine Zukunft des ganzen Kontinents in Freiheit, Frieden und Wohlstand. Die Union wird sich in der ersten Erweiterungsrunde um mehr als 100 Millionen neue Bürger erweitern. Dies wird den Handel und die Wirtschaft beleben und der Weiterentwicklung und dem Zusammenwachsen der europäischen Märkte insgesamt neuen Schwung verleihen. Auch auf der internationalen Bühne gewinnt die Union durch den Beitritt neuer Mitgliedstaaten an Gewicht und Einfluss.

Ich möchte in dieser Arbeit die Verpflichtung der EU-Mitgliedstaaten für eine Erweiterung der Union um mittel- und osteuropäische Länder (MOEL) aus der Sicht und mit Hilfe des Konstruktivismus, eine politikwissenschaftliche Denkschule der Internationalen Beziehungen, erklären. Zuerst stelle ich das Explanandum vor – Wo liegen die Konflikte? Warum stellt die Osterweiterung ein so großes Problem dar, wo doch die vorangegangen Erweiterungen weitestgehend problemlos verliefen? Warum fällt es den Mitgliedstaaten schwer in der Frage der EU-Osterweiterung eine gemeinsame Einheit zu bilden?
Das dritte Kapitel ist der eigentliche Hauptteil der Hausarbeit. Hier konfrontiere ich den Fall mit den theoretischen Annahmen des Konstruktivismus. Ich werde fallbezogene Hypothesen aufstellen, welche ich mit Hilfe des Falles überprüfe.
Auf den Punkt gebracht heißt das: Wie kann der Konstruktivismus erklären, dass alle EU-Staaten der Erweiterung der Union zustimmen, obwohl es viele Schwierigkeiten gibt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deskriptive Darstellung des Explanandums – Wo liegen die Konflikte bei der EU-Osterweiterung?

3. Konfrontation der Denkschule des Konstruktivismus mit der EU-Osterweiterung

4. Schlussbetrachtung

5. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der EU-Osterweiterung aus der politikwissenschaftlichen Perspektive des Konstruktivismus, um zu erklären, warum die Mitgliedstaaten der Erweiterung trotz bestehender Interessenkonflikte und wirtschaftlicher Herausforderungen zustimmen.

  • Analyse der Konfliktlinien im Erweiterungsprozess
  • Anwendung konstruktivistischer Theorien auf die EU-Erweiterung
  • Untersuchung von Identität, Normen und Interaktion als Handlungsgrundlagen
  • Bewertung der Kooperationsbereitschaft der Mitgliedstaaten
  • Beurteilung der EU-Integration als historisch notwendiger Prozess

Auszug aus dem Buch

3. Konfrontation der Denkschule des Konstruktivismus mit der EU-Osterweiterung

Der Konstruktivismus ist eine Denkschule der Internationalen Beziehungen, die sehr stark an die Soziologie anlehnt. Die Akteure konstruieren sich durch ihr gesellschaftliches Handeln und durch ihre Sinninterpretation die soziale Welt selbst. Dieses Verhalten bzw. Handeln basiert auf Normen → angemessenes Handeln. Sie folgen also nicht der Maxime der Nutzenmaximierung. Die Interessen und Identitäten der Akteure stehen nicht von Natur aus fest, sondern bilden sich erst durch Interaktion mit anderen Akteuren.

Die EU-Osterweiterung ist ein kooperativer Konfliktaustrag, da kriegerische Auseinandersetzungen eher unwahrscheinlich sind. Die EU-Mitglieder interpretieren sich nicht als Bedrohung, da diese in einem engen Verbund der EU zusammenarbeiten. Auch sehen sie die MOE-Staaten nicht als Bedrohung ihrer Existenz.

Im Fall der EU-Osterweiterung kommt es zu Kooperation. Die Akteure nehmen sich nicht als Bedrohung wahr, auch wenn ein Akteur dem anderen militärisch überlegen ist.

1. Hypothese: Kooperation zwischen Akteuren kommt dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zustande, wenn die Akteure grundlegende Identitätsmerkmale und Normen gemeinsam haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und politische Bedeutung der EU-Osterweiterung und definiert das Ziel, den Prozess mittels konstruktivistischer Ansätze zu erklären.

2. Deskriptive Darstellung des Explanandums – Wo liegen die Konflikte bei der EU-Osterweiterung?: Dieses Kapitel identifiziert die zentralen Konfliktfelder wie Lohnniveaus, Agrarsubventionen und institutionelle Anpassungsbedarfe der MOE-Staaten.

3. Konfrontation der Denkschule des Konstruktivismus mit der EU-Osterweiterung: Der Hauptteil wendet verschiedene konstruktivistische Hypothesen auf den Erweiterungsprozess an und belegt die Zustimmungsbereitschaft der Staaten durch Normen und Identitätsgemeinsamkeiten.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt die Validität der aufgestellten Hypothesen und resümiert, dass die EU-Osterweiterung als gemeinsames Friedens- und Stabilitätsprojekt überwiegt.

5. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur, Zeitschriften und Internetquellen.

Schlüsselwörter

EU-Osterweiterung, Konstruktivismus, Internationale Beziehungen, Kooperation, Europäische Union, MOE-Staaten, Identität, Normen, Integration, Wirtschaft, Politik, Sicherheitsstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Prozess der Osterweiterung der Europäischen Union und analysiert diesen aus der politikwissenschaftlichen Perspektive des Konstruktivismus.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Identitätsbildung von Staaten, die Bedeutung von Normen in der internationalen Kooperation sowie die konkreten ökonomischen und politischen Konfliktpunkte der EU-Osterweiterung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erklären, warum die EU-Mitgliedstaaten der Erweiterung zustimmen, obwohl diese mit signifikanten Herausforderungen und potenziellen Nachteilen für einzelne Mitglieder verbunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt den Konstruktivismus als theoretische Denkschule, um fallbezogene Hypothesen zu formulieren und diese anhand der tatsächlichen Entwicklung der EU-Osterweiterung zu überprüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil konfrontiert den Fall der Osterweiterung mit konstruktivistischen Annahmen, wobei die Kooperationsbereitschaft durch geteilte Werte und identitätsstiftende Faktoren erklärt wird.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EU-Osterweiterung, Konstruktivismus, Kooperation, politische Integration, Normen und Staatenverbund.

Warum wird gerade der Konstruktivismus als Lösungsansatz gewählt?

Der Konstruktivismus wird gewählt, weil er Interessen und Identitäten als durch Interaktion veränderbar begreift, was eine tiefere Erklärung für die Zustimmung zur Osterweiterung jenseits bloßer Nutzenmaximierung ermöglicht.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der MOE-Staaten?

Die MOE-Staaten werden als Akteure betrachtet, die sich durch Anpassungsprozesse an die EU-Normen angenähert haben, wodurch sie als Teil der europäischen Stabilitätszone anerkannt werden.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politikwissenschaftliche Fallstudie zur Osterweiterung der Europäischen Union - Ganz ohne Gewalt verändert sich Europa gewaltig
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar im Grundstudium: Einführung in die Internationalen Beziehungen
Note
k. A.
Autor
Tina Dutschmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V13041
ISBN (eBook)
9783638187947
ISBN (Buch)
9783640098934
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EU-Osterweiterung Konstruktivismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Dutschmann (Autor:in), 2002, Politikwissenschaftliche Fallstudie zur Osterweiterung der Europäischen Union - Ganz ohne Gewalt verändert sich Europa gewaltig, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13041
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Leseprobe aus  12  Seiten
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