Ausländische Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa und deren Auswirkungen


Diplomarbeit, 2008
84 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel und Vorgehensweise der Arbeit

2 Theoretische Grundlage der ausländischen Direktinvestitionen
2.1 Definition ausländischer Direktinvestitionen
2.1.1 Direktinvestitionen und multinationalen Unternehmungen
2.1.2 Formen der Direktinvestitionen
2.2 Klassifikation der Direktinvestitionen
2.2.1 Horizontale, vertikale und konglomerate Direktinvestitionen
2.2.2 Additive und substitutive Direktinvestitionen
2.3 Ökonomische Aspekte und Motive von ausländischen Direktinvestitionen
2.3.1 Beschaffungsorientierte Motive
2.3.2 Absatzmarktorientierte Motive
2.3.3 Effizienzorientierte Motive
2.3.4 Strategische Motive
2.4 Erklärungsansätze von Direktinvestitionen
2.5 Der Eklektische Ansatz von Dunning

3 Intensität der ausländischen Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa
3.1 Förderung und Anreize ausländischer Direktinvestitionen
3.2 Standortfaktoren als Determinanten von ausländischen Direktinvestitionen
3.2.1 Allgemeine Standortfaktoren
3.2.1.1 Geographische Entfernung und soziokulturelle Standortfaktoren
3.2.1.2 Infrastruktur in den MOEL
3.2.2 Wirtschaftliche Standortfaktoren
3.2.2.1 Inflation und Wechselkursstabilität
3.2.2.2 Zahlungsbilanz und Auslandsverschuldung
3.2.2.3 Lohnkosten und Humankapital
3.2.2.4 Größe und Wachstum des Marktes
3.2.3 Politische Standortfaktoren
3.2.3.1 Länderrisiko
3.2.3.2 Rechtliche Unsicherheit
3.2.3.3 Außenhandelspolitik
3.2.3.4 Privatisierung und Restrukturierung
3.3 Umfang und Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen in MOE
3.3.1 Ziel- und Herkunftsländer
3.3.2 Sektorale Verteilung ausländischer Direktinvestitionen in MOEL

4 Ökonomische Auswirkungen der ausländischen Direktinvestitionen auf Gast- und Geberländer
4.1 Auswirkungen von ausländischen Direktinvestitionen auf mittelosteuropäischen Ländern
4.1.1 Allgemeine Auswirkungen
4.1.2 Auswirkungen auf die EU-Beitrittsländer
4.1.3 Auswirkungen auf die EU-Beitrittsländer
4.2 Auswirkungen von ausländischen Direktinvestitionen auf die Geberländer

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Liberalisierung des Handels (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Babetskij, Ian/ Babetskaia-Kukharchuk, Oxana/ Raiser, Martin, 2003, S. 3)

Abbildung 2: Ausländische Nettodirektinvestitionen in den MOEL-7 in Mrd. EURO (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Abbildung 3: Herkunftsländer für ADI in MOEL-7 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Dresdner Bank Group Economics, 2007; Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Betrachtungsebenen bei Direktinvestitione (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Zschiedrich, Harald, 2006, S. 3)

Tabelle 2: Einzelpositionen des internationalen Kapitalverkehrs (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Schratzenstaller, Margit, 2002, S. 29)

Tabelle 3: Vorteile von Neugründung und Akquisition (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Maisch, Christof, 1996, S. 204, S. 206)

Tabelle 4: Bedingungen für unterschiedliche Bearbeitungsformen von Auslandsmärkten gamäß dem OLI-Paradigma (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Bodenbender, Oliver, 2006, S. 54)

Tabelle 5: Aufteilung der ADI in den MOEL-7 nach Herkunftsländer in Prozent (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Dresdner Bank Group Economics, 2007; Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Tabelle 6: Infrastrukturindex der MOEL-7 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Deutsche Bank Research, 2004, S. 22)

Tabelle 7: Wechselkurs in den MOEL-7 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Deutsche Bank Research, 2006, S. 10)

Tabelle 8: Inflationsrate, Veränderung zum Vorjahr in Prozent (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Statistik Austria, 2008)

Tabelle 9: Leistungsbilanzsalden der MOEL-7 in Prozent des BIPs (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Tabelle 10: Auslandsverschuldung der MOEL-7 in Prozent des BIPs (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustia.at)

Tabelle 11: EWU-Konvergenz 2007 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Statistik Austria, 2008)

Tabelle 12: Lohnkostenvergleich in der MOEL-7 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Dresdner Bank Group Economics, 2007)

Tabelle 13: Bruttoinlandsprodukt in den MOEL-7 und ADI-Zuflüsse in Prozent des BIPs (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Tabelle 14: Corruption Perceptions Index 2007, Regional Highlights: EU and Western Europe (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Transparency International, CPI 2007)

Tabelle 15: Privatisierungsindex der MOEL-7 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten aus: EBRD, 2003, S. 128-129)

Tabelle 16: DI-Leistungsindex 2004-2006 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: UNCTAD, http://www.unctad.org) .

Tabelle 17: Zuflüsse von ausländischen Nettodirektinvestitionen in den MOEL-7 in Mrd. EURO (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: UNECE, 2000, S. 269, http://www.unece.org; Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Tabelle 18: Ausländische Direktinvestitonen in Prozent des BIPs nach Ländern (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Tabelle 19: Deutsche Direktinvestitionen in MOEL-7 in Mrd. EURO (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Deutsche Bundesbank, 2008)

Tabelle 20: Verteilung der ADI auf Branchen in den MOEL-7 in Prozent (Quelle: Eigene Darstellung, Daten von: Dresdner Bank Group, 2007; Bank Austria Creditanstalt, http://www.bankaustria.at)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Fast 50 Jahre war Europa in zwei Systeme geteilt: Das Wirtschafts- und das Ge-sellschaftssystem. Im November 1989 kam es mit dem Fall der Berliner Mauer in den Staaten Mittel- und Osteuropas zu fundamentalen Umbrüchen, die wenige Jahre zuvor völlig undenkbar waren. Eine außergewöhnliche Systemtransformati-on von sozialistischer Planwirtschaft hin zur marktwirtschaftlichen Wirtschafts-ordnung steht im Mittelpunkt dieses ökonomischen Transformationsprozess. Die-se Umwandlung war eine große Herausforderung für die Staaten Mittelosteuropas und die damit verbundenen Aufgaben bezogen sich besonders auf die binnen-und außenwirtschaftliche Liberalisierung der Märkte, die Schaffung eines neuen wirtschaftspolitischen Ordnungsrahmens, Modernisierung, Strukturierung sowie Privatisierung von ganzen Unternehmenssektoren. Dieser ökonomische Trans-formationsprozess in Mittel- und Osteuropa (MOE) stellt einen historischen Prä-zendenzfall dar und förderte die Stabilisierung und Weiterentwicklung dieser Staaten.1

Gleich nach dem Transformationsprozess am Anfang der 90er Jahre hatten viele Bürger eine optimistische Einstellung und erwarteten schnelle fundamentale Ver-besserungen der ökonomischen Situation in den jeweiligen Volkswirtschaften MOEs. Die Erwartungen auf schnellen Fortschritt sowie das Erreichen eines Wohlstandsniveaus westlicher Staaten wurde jedoch im Laufe der Zeit nicht er-füllt, sondern vielmehr mit ökonomischen Problemen, die durch den Transforma-tionsprozess entstanden, verbunden. Nach dem Zusammenbruch des planwirt-schaftlichen Wirtschaftssystems MOEs, verlief der Transformationsprozess, ab-hängig von der Ausgangssituation des jeweiligen Landes, unterschiedlich. Dieser Zusammenbruch führte zu nicht marktgemäßen Preisen in den MOE-Staaten ge-genüber der westlichen Länder. Eine ineffiziente Waren- und Regionalstruktur des Handels und eine geringe Tiefe der internationalen Arbeitsteilung war die Folge dieser Abschottung von den westlichen Absatzmärkten.2

Nach dieser Transformationskrise nahmen die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) vermehrt an die internationale Arbeitsleistung teil und wurden immer stärker in die internationale Kapitalverflechtung einbezogen. MOEL strebten mehr und mehr nach einer näheren Anpassung an die Weltwirtschaft. Seit dem haben die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in MOE einen enormen Wachstums-schub der jeweiligen Volkswirtschaften bewirkt. Das wirtschaftspolitische Inter-esse an ADI ist seit einigen Jahren ungebrochen und die weltwirtschaftlichen Ver-flechtungen zeichnen sich heute durch eine hohe internationale Arbeitsleistung aus. Als Grund für die gestiegene ADI wird die Vertiefung und Erweiterung des Binnenmarktes in der Europäischen Union und anderen Wirtschaftsgemeinschaf-ten genannt.3

1.2 Ziel und Vorgehensweise der Arbeit

Da die Dynamik des Transformationsprozess und die Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den MOE-Staaten mit sehr vielen Unterschieden und Komplexität verbunden sind, gibt es Anlass, aufgrund des stark gestiegenen Zuflusses an ADI in diesen Ländern, sich mit dieser Themens-tellung zu beschäftigen.

Aus diesem Grunde ist das Ziel dieser Arbeit, die Entwicklung der ADI in den ausgewählten MOE-Ländern4 zu analysieren und ihre ökonomischen Auswirkun-gen auf Empfänger- und Herkunftsländer zu erläutern. Vor dem Beginn der Un-tersuchung wird die Vorgehensweise dieser Arbeit kurz vorgestellt: In dem zwei-ten Kapitel werden zunächst die theoretischen Grundlagen der ADI erläutert. Die-ses stellt die Definition sowie die Klassifikation der Direktinvestitionen (DI) vor. Weiterhin werden die ökonomischen Aspekte und die Motive der ADI erläutert, gefolgt von verschiedenen Erklärungsansätzen, wie der eklektische Ansatz von Dunning, der verschiedene partielle Theorieansätze kombiniert. Das ganze wird als Basis für die Erklärung der Bedeutung und Entwicklung der DI in den Länder MOEs im weiteren Verlauf dieser Analyse dienen. Das dritte Kapitel analysiert die Intensität der ADI in den MOE-Staaten. Es werden hier sowohl die Förderun-gen und Anreize, als auch die Standortfaktoren, die die wichtigsten Determinanten für die ausländischen Investitionsentscheidungen bilden, detailliert vorgestellt. Schließlich werden in drittem Kapitel der Umfang und die Entwicklung der ADI nach Ziel- und Herkunftsländer sowie nach ihrer sektoralen Aufteilung analysiert. Kapitel vier beinhaltet die ökonomischen Auswirkungen der ADI auf MOE-Ländern und in einem weiteren Schritt wird auf die Einzelländerebene detailliert eingegangen. Weiterhin werden die Auswirkungen der ADI auf die Hauptinvesti-tionsländer, die Länder aus der Europäischen Union (EU) und insbesondere auf Deutschland beschrieben. Schließlich werden in dem fünften und dem letzten Ka-pitel die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit kurz zusammengefasst.

2 Theoretische Grundlage der ausländischen Direktinves-titionen

Für eine analytische Untersuchung der ADI in den Ländern MOEs ist als erstes zu erklären: Was sind überhaupt ADI? Nach einer definitorischen Erklärung sowie Zielsetzung der ADI in dem ersten Abschnitt dieses Kapitels, werden weiter die Klassifikationen der DI aufgezeigt. Dies wird in dem zweiten Unterkapitel erläu-tert, gefolgt von den grundlegenden Motiven und ökonomischen Aspekten der ADI, die im dritten Unterkapitel vorgestellt werden. Weiterhin werden wichtige Erklärungsansätze der DI präsentiert, die sehr oft in der Literatur zu lesen sind und für einen weiteren Verlauf dieser Arbeit dienen. Sie haben eine besondere Bedeutung zur Erklärung der Bestimmungsfaktoren für Investitionen in den MOEL. Vergessen wird hier nicht die eklektische Theorie von Dunning, die mit den anderen Partialansätzen zusammen in dem letzten Teil des zweiten Kapitels analysiert werden.

2.1 Definition ausländischer Direktinvestitionen

Der Begriff der DI wird in der Literatur nicht einheitlich definiert, sondern es ist in einer ausreichenden Anzahl von Definitionsansätzen zu finden. Aufgrund des-sen wird die Definition der Organisation for Economic Cooperation and Deve­lopment (OECD) betrachtet, die auch in der Folge als Grundlage für diese Arbeit dient:

Eine DI wird nach der OECD als eine grenzüberschreitende Investition definiert, bei der ein Investor (Direktinvestor) das Ziel hat, dauerhafte Wirtschaftsbeziehun-gen (Langfristigkeit) an einem Unternehmen (Direktinvestitionsobjekt) im Aus-land zu schaffen.5

Der Direktinvestor, die Langfristigkeit und das Direktinvestitionsobjekt sind von der oben genannten Definition der ADI von besonderer Bedeutung und werden im Folgenden kurz erläutert.

Als ein Direktinvestor kann eine Person- oder Kapitalgesellschaft, eine Einzelper-son, eine Regierung oder ein Zusammenschuss dieser Personen oder Unternehmen mit oder ohne eigene Rechtsfähigkeit genannt werden, der ein Direktinvestitions-objekt, wie Tochtergesellschaft, Niederlassung oder ein verbundenes Unterneh-men in einem Land erwirbt.6

Ein Unternehmen mit eigener Rechtsfähigkeit wird als Direktinvestitionsobjekt (Direktinvestitionsunternehmen) bezeichnet, wenn einen ausländischen Investor mindestens zehn Prozent der Stimmrechte oder Stammaktien dieses Unterneh-mens hält. Alternativ kann es sich auch um ein Direktinvestitionsobjekt handeln, wenn der ausländische Investor einen vergleichbaren Anteil an einem Unterneh-men ohne eigene Rechtsfähigkeit besitzt und dessen Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen kann.7

Bei Vorliegen von eigener Rechtspersönlichkeit des Zielobjekts werden die Inves-titionsunternehmen in zwei Formen differenziert: in Tochterunternehmen und in assoziierte Unternehmen. Der Unterschied der beiden Unternehmensformen liegt in der Beteiligungshöhe des Auslandsinvestors. Liegt der Anteil der stimmberech-tigten Aktien des ausländischen Investors zwischen zehn und fünfzig Prozent, so handelt es sich um ein assoziiertes Unternehmen. Übersteigt der Anteil des nicht gebietsansässigen Investors diese fünfzigprozentige Grenze, so spricht man von einem Tochterunternehmen.8

Unternehmen ohne eigene Rechtsfähigkeit werden als Betriebsstätten oder Zweigniederlassungen bezeichnet, wenn sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

- bewegliche Anlage, die innerhalb eines Gastlands mindestens ein Jahr lang unterhalten und vom Betreiber getrennt ausgewiesen wird,
- eine nicht rechtsfähige Personengesellschaft oder eine Kooperation von Gesellschaften zwischen Direktinvestoren und Drittunternehmen,
- ständige Niederlassung oder Niederlassungsbüro des Investors und
- Immobilie, die im unmittelbaren Eigentum des Direktinvestors steht.9

Durch die Kontrolltätigkeit des Direktinvestors auf das Management des Direkt-investitionsunternehmens wird die Langfristigkeit der Investition repräsentiert, welche von der OECD mit einer Mindestbeteiligung von zehn Prozent am Eigen-kapital quantifiziert wird. Das Involvieren in unternehmenspolitische Entschei-dungen, bedeutende Transaktionen zwischen Direktinvestor und Direktinvestiti-onsobjekt, die Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern des Zielobjekts durch den Direktinvestor sowie Transaktionen von Technologie, Personal und Bereitstellung von kostengünstigen Krediten zwischen beiden Parteien, können als weitere Fak-toren für eine dauerhafte Beziehung der Investition aufgeführt werden.10

Um die DI richtig zu erfassen, ist es wichtig, eine Unterscheidung nach Art und Richtung der jeweiligen Investitionsgrößen zu erläutern.

- Outward Foreign Direct Investment (FDI): Bezeichnen Investitionen, die aus Inland in anderen Ländern fließen
- Inward FDI: Verkörpern ADI, die aus anderen Ländern nach Inland kom-men
- Bestandsgrößen: Charakterisieren die kumulierten Beständen an FDI („FDI-Stocks“)
- Flussgrößen: Bezeichnen die Zuflüsse bzw. Abflüsse, die in der Regel während eines Jahres entstehen.

In der folgenden Abbildung werden diese Zusammenhänge dargestellt.11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Betrachtungsebenen bei Direktinvestitionen

(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Zschiedrich, Harald, 2006, S. 3)

Es ist zu beachten, dass in der Zahlungsbilanz internationale Kapitalströme nach Portfolioinvestititonen und DI unterschieden werden. Der Grund dafür ist, dass der Portfolioinvestor Interesse an der Rendite und Sicherheit der Anlage hat und eine direkte Einflussnahme auf die Geschäftstätigkeit nicht von Bedeutung ist. Portfolioinvestitonen sind Vermögensanlagen mit dem Ziel, Kapitalerträge zu erzeugen und sind im Gegensatz zur DI kurzfristig. Auf Grund der fehlenden un-mittelbaren Einflussnahme auf die Tätigkeit, Entwicklung und Entscheidungspro-zesse der ausländischen Firma und kurzfristigen Betrachtung spielt ein Kontroll-motiv sowie eine langfristige Anleihe bei Portfolioinvestitionen keine Rolle.12

Weiterhin sind die ADI neben den Portfolioinvestitionen von Finanzderivaten sowie von Kreditverkehr abzugrenzen. Der Kreditverkehr umfasst Handelskredite sowie kurz- und langfristige Finanzkredite. Bei den Finanzderivaten handelt es sich um Options- und Termingeschäfte auf ausländische Finanztitel.13

In der folgenden Abbildung werden die Einzelpositionen des internationalen Ka-pitalverkehrs nach der Systematik der Deutschen Bundesbank dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Einzelpositionen des internationalen Kapitalverkehrs (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Schratzenstaller, Margit, 2002, S. 29)

Bei Investitionen in MOE ist vor allem festzuhalten, dass DI auf dauerhafte Wirt-schaftsbeziehungen zielen und sie nicht auf isolierte, kurzfristige Gewinnmaxi-mierung ausgerichtet sind. Die DI streben nach Gewinnen, die den langfristigen Zielvorstellungen der Unternehmen in einem ausländischen Markt entsprechen.14

2.1.1 Direktinvestitionen und multinationalen Unternehmungen

Der Begriff der multinationalen Unternehmung ist eng mit den DI verbunden. Aufgrund der zahlreichen Begriffe in der Literatur, gibt es keine allgemein akzep-tierte Definition für ein multinationales Unternehmen. Durch DI führt ein inländi-sches Investorunternehmen seine DI-Tätigkeit grundsätzlich in mehreren Ländern durch und wird somit als ein multinationales Unternehmen bezeichnet. Um über eine multinationale Unternehmung zu sprechen, ist eine hundertprozentige Betei-ligung des Investitionsunternehmens nicht erforderlich, sondern es reicht eine Beteiligung auf die Geschäftsführung bei weniger als hundert Prozent aus.15 ADI inländischer Unternehmen begründen multinationale Unternehmungen mit Servi­ce-, Vertriebs- und/oder Produktionstätigkeiten in mehreren Ländern. Sie beinhal-ten sowohl Kapitaltransfer als auch Transfer von Kontrollrecht, Organisations-struktur und Know-How. Für die Abgrenzung von unterschiedlichen Unterneh-mensformen wie z.B. Franchising oder Joint Venture zu multinationalen Unter-nehmen durch ADI, müssen einige Abgrenzungskriterien erfüllt sein:

Multinationale Unternehmen werden durch die Eigenarten ihrer Struktur, ihrer Leistung und ihres Verhaltens sowie ihre institutionelle und oder funktionale Be-sonderheiten definiert. Weiterhin werden die multinationalen Unternehmen von den anderen Unternehmensformen durch ihre geistige Einstellung abgegrenzt. Alle diese Abgrenzungskriterien können in zwei große Gruppen, also in merk-malsmäßig-qualitative- und in statistisch-quantitative Abgrenzungen zusammen-gefasst werden. Handelt es sich um merkmalmäßig-qualitative Abgrenzung, so wird im Gegensatz zu statistisch-quantitativen Ansätzen versucht, die Unterneh-menseigenschaften mit geringerem Einsatz von Zahlen zu beschreiben. Statis-tisch-quantitative Abgrenzungen stellen die Auslandsanteile bei Produktion, An-lagevermögen, Investitionen, Umsatz, den Mitarbeitern usw. den entsprechenden Zahlen für das Inland gegenüber.16

2.1.2 Formen der Direktinvestitionen

Ausgehend von den in der Tabelle 2 genannten Positionen der DI, wird als näch-stes die Position des Beteiligungskapitals an Direktinvestitionsobjekten erläutert. Sie spielt in der Realität die größte Rolle und ist strategisch wichtigste DI. Die restlichen Positionen des internationalen Kapitalverkehrs von DI werden vernach-lässigt, da sie im Rahmen dieser Arbeit von geringerer Bedeutung sind.17 Im Fol-genden werden die Neugründung, die Komplettübernahme und die Minderheits-beteiligung eines ausländischen Unternehmens als Erscheinungsformen des Betei-ligungskapitals kurz erläutert.

Die Neugründung eines Auslandsunternehmens, das auch als „Greenfield Invest­ment“ bezeichnet wird, wird von den Empfängerländern präferiert und aufgrund der originären Kombination der Produktionsfaktoren, stellt diese Form der DI ein internes Unternehmenswachstum dar. Zu beachten ist bei der Neugründung eines Unternehmens in den MOE-Staaten, dass es zu keinen rechtlichen, staatlichen oder wirtschaftlichen Hindernissen kommt. So kann das Sozialprodukt des Gast-landes erhöht werden. Weiterhin kann der Staat durch Export Deviseneinnahmen beschaffen und Arbeitsplätze gewinnen.18

Eine weitere Form der DI ist die Komplettübernahme eines Auslandsunterneh-mens, die in der Fachsprache als „Merger & Acquisition“ („M&A“) genannt wird. Als Akquisition wird einen dauerhaften vollständigen Erwerb eines Auslandsun-ternehmens oder auch der Mehrheitserwerb von Kapitalanteilen dieses Unterneh-mens bezeichnet. Ein direkter Erwerb von Betriebsmitteln bietet sich bei dem Kauf von Betriebsstätten oder Niederlassungen im Rahmen eines „Asset Deals“ an, wobei nicht alle Assets des Unternehmens gekauft werden müssen.19 Stammen die Käuferunternehmen und das Zielobjekt aus zwei verschiedenen Ländern, so kann von einer grenzüberschreitenden Übernahme gesprochen werden.20

In Tabelle 3 werden die jeweiligen Vorteile von Neugründung eines Auslandsun-ternehmens sowie die Vorteile der Akquisition eines bestehenden Unternehmens dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Vorteile von Neugründung und Akquisition (Quelle: Eigene Darstel-lung in Anlehnung an: Maisch, Christof, 1996, S. 204, S. 206)

Die Minderheitsbeteiligung kann als dritte Form der DI bezeichnet werden. Hier-bei geht es um einer Beteiligung an einem Auslandsunternehmen, oftmals auch in Form eines Joint Ventures. Dabei kann in der Regel sowohl ein ausländischer als auch ein inländischer Geldgeber bei dem Mindesterwerb des Zielobjekts teilneh-men.21

2.2 Klassifikation der Direktinvestitionen

Um eine Analyse der Wirkungen von DI durchzuführen, muss neben der Diffe-renzierung nach den oben genannten Erscheinungsformen der DI ferner eine Klas-sifizierung nach verschiedenen Arten von DI vorgenommen werden. Als nächstes werden wichtige Klassifizierungsarten erläutert, deren Abgrenzung sich auf die Eingliederung in den Unternehmensprozess (horizontale, vertikale und konglome-rate DI), sowie auf den Zusammenhang zu den Investitionen im Empfängerland (substitutive und additive DI) bezieht.

2.2.1 Horizontale, vertikale und konglomerate Direktinvestitionen

Handelt es sich um eine horizontale DI, so werden in dem Investitionsobjekt ähn-liche oder sogar die gleiche Produkte wie in der Muttergesellschaft, hergestellt. Es liegt mindestens eine enge Verbindung mit dem bisherigen Produktionsprogramm vor. Als Beispiel hierfür ist der Aufbau von Produktionsstätten eines Automobil-herstellers im Ausland, wobei in diesem Fall eine parallele Produktion oder eine Verlagerung der Produktion bestehen kann. Dies ermöglicht die Durchführung des gesamten Produktionsprozess oder einer Auslagerung von nur einigen Produkti-onsstufen in das Empfängerland. Weiterhin kann die horizontale Integration durch ADI strategisch für Internalisierung von fehlenden künftigen Devisenmärkten sowie Vermeidung von Wechselkursrisiko verwendet werden, indem der erzielte Auslandsgewinn durch Güterströme zurück in dem Geberland geführt wird.22

Wird von einer vertikalen DI gesprochen, so werden im Empfängerland Produkti-onsstufen übernommen oder errichtet. Diese Produktionsstufen sind bezüglich der Herstellung im Geberland vor- oder nachgelagert und können zu einer Kostensen-kung im Produktions-, Vertriebs-, und Dienstleistungsbereich führen.23 Die verti-kalen DI werden in vorwärtsgerichteten- und rückwärtsgerichteten vertikalen DI aufgeteilt.

Von vorwärtsgerichteten vertikalen DI wird gesprochen, wenn Endprodukte, die im Geberland hergestellt werden, in die Produktion eines Auslandsunternehmens eingehen. Dies kann sowohl durch Einsatz der im Geberland produzierten End-produkte als auch durch Einsatz extern beschaffter Inputfaktoren ermöglicht wer-den. Die Errichtung von einem Auslandsunternehmen zur Fertigung von Anzügen durch einen Hersteller von Stoffen, kann als Beispiel für vorwärtsgerichtete verti-kale DI genannt werden. Sie führen tendenziell zu höheren Importen und folgen insbesondere Absatzsicherungszielen. Bei hoher Komplexität des Marktzugangs in nachgelagerten Wirtschaftsstufen, können vorwärtsgerichteten vertikalen DI erforderlich sein.

Werden im Empfängerland Vorprodukte hergestellt oder Rohstoffe gewonnen, so spricht man von rückwärtsgerichteten vertikalen DI. Sie können sowohl in die Produktion im Geberland eingehen als auch selbstständig am Markt abgesetzt werden. Rückwärtsgerichtete vertikale DI sind mit höheren Exporten des Emp-fängerlands verbunden.24

Im Gegensatz zu vertikalen DI werden bei horizontalen DI, bei einer Teilverlage-rung von Produktionsstufen, die Produkte auch von Mutterunternehmen im Ge-berland selbst am Markt abgesetzt. Werden diese Produkte im Empfängerland hergestellt und für Eigenbedarf verwendet, so wird von vertikalen DI gesprochen. Diese Abgrenzung der beiden Formen spielt eine entscheidende Rolle für die Auswirkungen von DI, insbesondere auf die Handelseffekte und wird weiterhin in den Motiven der DI näher erläutert.

Die DI können weiter in konglomerate und laterale DI klassifiziert werden, wenn sie in keinem produktionswirtschaftlichen Bezug zu Geberlandproduktion stehen. Als Beispiel hierfür kann ein Fahrradproduzent, der einen Handyhersteller im Ausland akquiriert, genannt werden. Konglomerate DI ermöglichen die Öffnung von neuen, künftigen, erfolgsversprechenden Geschäftsfeldern auf internationalen Märkten und haben das Ziel, das Geschäftsrisiko durch Kompensationsmöglich-keiten der einzelnen Auslandsmärkte zu streuen.25

2.2.2 Additive und substitutive Direktinvestitionen

Als nächstes werden zwei weitere Gruppen von DI, die sich auf den Zusammen-hang zu den Investitionen im Empfängerland beziehen, kurz präsentiert.

Von additiven DI wird gesprochen, wenn DI zusätzlich zu dem Investitionsvolu-men im Empfängerland durchgeführt werden. Kommt es zu einer direkten oder indirekten Verdrängung heimischer Investoren oder bereits existierender Unter-nehmen durch DI, so spricht man von substitutiven DI.

Im Gegensatz zu substitutiven, führen die additiven DI zu einer zusätzlichen Nachfrage und somit kann es zu einer Erhöhung der Produktion kommen. Kommt es durch DI zu zusätzlichen heimischen Investitionen, so spricht man von komp-lementären DI. Eine Unterscheidung der substitutiven und der additiven DI ist für die makroökonomische Analyse und für die Wirkungsanalyse der Kapitalstockef-fekte von besonderer Bedeutung.26

2.3 Ökonomische Aspekte und Motive von ausländischen Direktinvestitionen

Die Erfahrungen in der Praxis ADI zeigen, dass es zahlreiche ökonomische As-pekte und Motive von ADI gibt, die die Unternehmen veranlassen, DI vorzuneh-men. Auf Grund der großen Zahl von Motiven werden sie unterschiedlich gewich-tet, da die einzelnen Motive von Branche zu Branche sowie von Unternehmen zu Unternehmen schwanken. Weiterhin ist zu beachten, dass im internationalen Ver-gleich aus historischer sowie wirtschaftlicher Sicht, unterschiedliche Motiven ab-zuleiten sind.27

Im Folgenden werden Einzelmotive von DI vorgestellt, deren Strukturierung und Analyse eine wichtige Voraussetzung für die Wirkungsanalyse bildet und in Hinb-lick auf diese Arbeit als hilfreich angesehen werden.

2.3.1 Beschaffungsorientierte Motive

Bei beschaffungsorientierten Motiven verhält sich der Direktinvestor als Resource Seeker. Durch getätigte DI im Ausland verfolgt er das Ziel, spezifische Ressour-cen zu günstigeren Preisen zu erhalten und somit niedrigere Produktionskosten zu realisieren. Dies ist der Fall, wenn diese Ressourcen im Geberland nicht verfügbar oder zu teuer sind und für die Produktion des Mutterunternehmens benötigt wer-den. Zu diesen besonderen Ressourcenarten zählen die physischen-, menschli-chen- und unternehmerischen Ressourcen, wie z. B. der Zugriff auf besonders qualifizierte Humanressourcen oder kostengünstigere Arbeitskräfte. Oft werden beschaffungsorientierte Motive von DI in der Literatur auch „faktororientiert“ genannt, wobei sie sowohl nach Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten als auch nach Arbeitskräften und Technologien streben. Da rohstoffarme Länder sich als Resource Seeker verhalten, um durch DI im Ausland Rohstoffe zu erzie-len, kann es sich bei den beschaffungsorientierten DI um rückwärtsgerichtete vertikale DI gehandelt werden.28

[...]


1 Vgl. Cluse, Reinhard (1999), S. 10.

2 Vgl. Brandmeier, Michael (2005), S. 2.

3 Vgl. Cluse, Reinhard (1999), S. 10-11.

4 Anm.: Ausgewählten MOEL sind: Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tsche-chien und Ungarn, kurz MOEL-7.

5 Vgl. Zschiedrich, Harald (2006), S. 1; Detscher, Stefan (2006), S. 13.

6 Vgl. Kuttenkeuler, Dirk (2007), S. 90.

7 Vgl. Kuttenkeuler, Dirk (2007), S. 90.

8 Vgl. Kuttenkeuler, Dirk (2007), S. 90-92.

9 Vgl. Kuttenkeuler, Dirk (2007), S. 90-92.

10 Vgl. Detscher, Stefan (2006), S. 14.

11 Vgl. Zschiedrich, Harald (2006), S. 2-3; Zschiedrich, Harald (2002), S. 13.

12 Vgl. Plum, Monika (1995), S. 6; König, Markus (2001), S. 9.

13 Vgl. Detscher, Stefan (2006), S. 15.

14 Vgl. Zschiedrich, Harald (2006), S. 1-2.

15 Vgl. Schuman, Rolf (1999), S. 19-20.

16 Vgl. Pfaffermayr, Michael (1996), S. 2; Broll, Udo (1990), S. 20; Heinen, Hjalmar (1982), S. 5­9; Dülfer, Eberhard (2001), S. 6-7; Tesch, Peter (1980), S. 59.

17 Vgl. Schratzenstaller, Margit (2002), S. 30-31.

18 Vgl. Autschbach, Jörg (1997), S. 78.

19 Vgl. Maisch, Christof (1996), S. 223.

20 Vgl. Ostaszewska, Ewa (2002), S. 17.

21 Vgl. Detscher, Stefan (2006), S. 17.

22 Vgl. Pfaffermayr, Michael (1996), S. 15-16; König, Markus (2001), S. 10; Kamm, Marcel (2001), S. 12-13; Plum, Monika (1995), S. 12-13.

23 Vgl. Brandis, Dirk (1980), S. 66-67.

24 Vgl. Otto, Alkis Henri (2005), S. 24; Plum, Monika (1995), S. 12-13; Ihrig, Falk (1995), S. 27­28.

25 Vgl. Ihrig, Falk (1995), S. 28-29; Plum, Monika (1995), S. 12-13.

26 Vgl. Plum, Monika (1995), S. 9-12.

27 Vgl. Brandis, Dirk (1980), S. 7; Zschiedrich, Harald (2006), S. 9.

28 Vgl. Plum, Monika (1995), S. 14-15; Schuman, Rolf (1999), S. 22; Bodenbender, Oliver (2006), S. 45.

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten

Details

Titel
Ausländische Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa und deren Auswirkungen
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
84
Katalognummer
V130439
ISBN (eBook)
9783640357826
ISBN (Buch)
9783640358359
Dateigröße
946 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausländische, Direktinvestitionen, Mittel-, Osteuropa, Auswirkungen
Arbeit zitieren
Diplomvolkswirt Tihomir Sevov (Autor), 2008, Ausländische Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa und deren Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130439

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