Die Thematik „Kämpfen“ ist im Kerncurriculum für das Land Niedersachen als eigenständiges Erfahrungs- und Lernfeld aufgeführt und somit legitimiert. Kinder jeglichen Alters haben das Bedürfnis, zu rangeln und ihre Kräfte zu messen. Das gehört zur Lebenswelt von Jungen, aber auch zu der von Mädchen und ist bedeutsam für die psychische, soziale und körperliche Entwicklung. (...)
Übergeordnete Kompetenz:
Die SuS sollen grundlegende Prinzipien des Ringens (das Ziehen und das Schieben) kennen lernen und anwenden sowie regelgeleitet kämpfen können, indem sie unterschiedliche Spiel- und Übungsformen am Boden durchführen.
1. Fachliche Kompetenzen:
Die Schülerinnen und Schüler sollen...
1.ihre Reaktions- und Orientierungsfähigkeit verbessern und ihre Schnelligkeit trainieren, indem sie beim Spiel „Schwänzchenfangen“ laufen und gleichzeitig versuchen, selber Schwänzchen (=Parteibänder) zu „klauen“ [Erwärmungsphase].
(...).
Inhaltsverzeichnis des Unterrichtsentwurfs
1. Zur Situation der Lerngruppe und zur Lernausgangslage
2. Sachanalyse
2.1 Ringen und Kniestandkampf
2.2 Regeln
2.3 Materialanalyse
3. Didaktische Entscheidungen
4. Didaktische Reduktion
5. Erwartete Kompetenzen
1. Fachliche Kompetenzen
2. Prozessbezogene Kompetenzen
6. Methodische Entscheidungen
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Ziel der Arbeit ist es, Schülerinnen und Schülern der Klasse 5.2 grundlegende Prinzipien des Ringens und Raufens in einer kontrollierten und fairen Umgebung zu vermitteln, wobei der Fokus auf dem verantwortungsvollen Partnerumgang liegt.
- Einführung in die elementaren Zweikampfprinzipien Ziehen und Schieben.
- Aufbau von Vertrauen und Abbau von Berührungsängsten durch spielerische Formen.
- Vermittlung und Einhaltung notwendiger Sicherheitsregeln beim Kämpfen.
- Förderung der sozialen Kompetenz und Empathiefähigkeit in Zweikampfsituationen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Ringen und Kniestandkampf
Der Ringkampf ist unterteilt in den Stand- und den Bodenkampf, wobei zunächst die Zielsetzung besteht darin, den Partner aus der Standposition in die Bodenlage zu überführen.
Alle Techniken im Bodenkampf beinhalten die Prinzipien Ziehen und Schieben, wodurch der Partner zu Boden gebracht wird. Außerdem wird beim Ringen der Kraftaufwand des Partners ausgenutzt, z.B. wird der Partner gezogen, wenn er selber schiebt. In dieser Stunde lernen die Schülerinnen und Schüler die Prinzipien Ziehen und Schieben in unterschiedlichen Übungen kennen.
Beim Kniestandkampf kämpfen jeweils zwei Partner, wobei sie sich von den Füßen bis zu den Knien auf dem Boden befinden, der restliche Körper ist aufgerichtet. Zunächst tragen die Schüler diese Kampfform statisch (ohne Fortbewegung) aus. Angelehnt an das Sumoringen liegt das Ziel darin, einen Körperteil des Partners oberhalb der Knie zu Boden zu bringen. Anschließend kämpfen sie in dynamischen Kniestandkämpfen (mit Fortbewegung).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zur Situation der Lerngruppe und zur Lernausgangslage: Analyse der motorischen Voraussetzungen, des Sozialverhaltens und der bestehenden Regeln und Rituale der Klasse 5.2.
2. Sachanalyse: Fachwissenschaftliche Einordnung der Disziplinen Ringen und Kniestandkampf sowie Erläuterung der Regeln und der benötigten Materialien.
3. Didaktische Entscheidungen: Begründung der Thematik im Rahmen des Kerncurriculums und Erläuterung der pädagogischen Relevanz von Kämpfen für die soziale und körperliche Entwicklung.
4. Didaktische Reduktion: Beschreibung der bewussten Fokussierung auf Bodenkämpfe zur Belastungssteuerung und zur Minimierung des Verletzungsrisikos.
5. Erwartete Kompetenzen: Definition der angestrebten fachlichen und prozessbezogenen Lernziele, die die Schülerinnen und Schüler durch die Einheit erreichen sollen.
6. Methodische Entscheidungen: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, insbesondere der Regeleinführung, der Demonstrationstechniken und der Binnendifferenzierung.
Schlüsselwörter
Ringen, Raufen, Kämpfen, Sportunterricht, Kniestandkampf, Bodenkampf, Ziehen, Schieben, Zweikampf, Sozialkompetenz, Partnervertrauen, Verletzungsprävention, Bewegungsförderung, Körperkontakt, Regelverständnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Sportunterrichtsstunde für die Klasse 5.2 zum Thema Ringen und Raufen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Vordergrund?
Im Zentrum stehen der kontrollierte Zweikampf, die Vermittlung von grundlegenden Bewegungsprinzipien und die Förderung der sozialen Interaktion.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsentwurfs?
Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler durch Zieh- und Schiebekämpfe mit den Grundprinzipien des Ringens vertraut zu machen und einen verantwortungsbewussten Umgang miteinander zu festigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Es handelt sich um eine sportdidaktische Unterrichtsplanung, die auf pädagogischen Prinzipien der Schulsporttheorie und dem Kerncurriculum basiert.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs thematisiert?
Der Hauptteil behandelt die Sachanalyse, didaktische Begründungen, die erwarteten Kompetenzen sowie die konkreten methodischen Entscheidungen für den Unterrichtsverlauf.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Partnerverantwortung, Zweikampfsport, Bewegungsprinzipien, soziale Entwicklung und Sicherheitsregeln geprägt.
Warum wird in dieser Stunde bewusst auf Bodenkämpfe fokussiert?
Dies dient als didaktische Reduktion, um die Kniebelastung zu steuern und die Schülermotivation durch altersgerechte, überschaubare Kampfformen zu maximieren.
Wie gehen die Lehrkräfte mit Leistungsunterschieden in der Klasse um?
Durch die Bildung gleichstarker Paare und die Differenzierung der Aufgabenstellung (statisch vs. dynamisch) wird sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler erfolgreich agieren können.
- Quote paper
- Nathalie Schween (Author), 2009, Ringen und Raufen mit spielerischem und zweikampforientiertem Schwerpunkt: Allgemeine Zieh- und Schiebekämpfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130447