Die Arbeit setzt sich mit Themen aus der Persönlichkeitspsychologie auseinander. Zunächst gibt sie einen Einblick in den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit. Anschließend definiert sie soziale Unterstützung sowie deren Zusammenhang mit der Gesundheit. Im letzten Schritt werden Persönlichkeitstests und deren Gütekriterien vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Aufgabe B1
1.1 Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit
1.2 Zusammenhänge zwischen Krankheit und Persönlichkeitsmerkmalen
1.3 Gesundheitlich relevante Persönlichkeitsmerkmale
1.3.1 Gesundheitsrelevante kognitive Merkmale:
1.3.2 Gesundheitsrelevante affektive Merkmale:
2.0 Aufgabe B2
2.1 Was ist soziale Unterstützung?
2.3 Zusammenhänge zwischen Sozialer Unterstützung und Gesundheit
2.4 Soziale Unterstützung als Persönlichkeitsmerkmal
2.5 Einfluss einer stabilen Partnerschaft auf chronische Erkrankungen
3.0 Aufgabe B3
3.1 Klassische Gütekriterien von Persönlichkeitstests
3.1.1 Objektivität
3.1.2 Validität (Gültigkeit)
3.1.3 Reliabilität (Zuverlässigkeit)
3.2 Narzisstische Persönlichkeitsstörung
3.2.1 Diagnose der narzisstischen Persönlichkeitsstörung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Persönlichkeitseigenschaften, sozialen Unterstützungsmechanismen und dem körperlich-seelischen Gesundheitszustand. Ein zentrales Ziel ist es, wissenschaftliche Modelle zur Entstehung krankheitsrelevanter Persönlichkeitsmerkmale zu erläutern, die Bedeutung sozialer Netzwerke für die Stressbewältigung zu analysieren und methodische Qualitätsstandards psychologischer Diagnostik darzulegen.
- Psychosomatische Zusammenhänge zwischen Persönlichkeit und Krankheitsentstehung
- Kognitive und affektive Determinanten gesundheitsrelevanten Verhaltens
- Die Rolle sozialer Unterstützung als externe Ressource und Schutzfaktor
- Dyadisches Coping bei chronischen Erkrankungen
- Wissenschaftliche Validierung von Persönlichkeitstests anhand von Gütekriterien
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit
Smith und Williams (1992), schlugen vier verschiedene Modelle vor, um den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Persönlichkeit zu erklären. Im Folgenden werden drei dieser Modelle genauer beschrieben.
Das erste Modell beschreibt Personen, welche aufgrund ihrer Persönlichkeitseigenschaften einem höheren Risiko ausgesetzt sind, zu erkranken (Maltby & Macaskill, 2011, S. 851). Psychologische Faktoren werden auf die Entstehung psychosomatischer Erkrankungen wie Asthma oder Magengeschwüre zurückgeführt. Die koronare Herzerkrankung, welche mit Stress und Emotionen in Verbindung gebracht wird, kann ebenfalls auf dieses Modell zurückgeführt werden (Maltby, 2011, S. 852).
In Modell zwei wird eher von einer Wechselwirkung zwischen Persönlichkeit und Gesundheit ausgegangen als von einer kausalen Verbindung. So wird in diesem Model die Annahme sichtbar, dass sowohl die Erkrankung als auch die Persönlichkeit auf die gleiche biologische Ursache zurückzuführen sind. Hier ist ebenfalls die koronare Herzkrankheit als Beispiel zu nennen, an welcher sich der Zusammenhang verdeutlichen lässt. So läge es im Bereich des Möglichen, dass ein Gen sowohl die Verantwortung für die Prädisposition zu feindseligem Verhalten wie auch für die genetische Anfälligkeit dieser Krankheit trägt (Maltby, 2011, S. 852).
Eine weitere Konzeption impliziert die Auffassung, dass Verhaltensweisen mit persönlichkeitsmerkmalen einhergehen, welche in Zusammenhang mit gesundheitlichen Folgen stehen und diese indirekt beeinflussen. Diese Persönlichkeiten tragen das Risiko schneller zu erkranken, da sie beispielsweise durch aggressives Verhalten eine negative Bewertung der Umwelt erfahren und ihnen somit weniger soziale Unterstützung zuteilwird. Die soziale Unterstützung stellt einen wichtigen Schutzfaktor im Hinblick auf körperliche Gesundheit, wie auch das subjektive Wohlbefinden dar (Cohen, 2004, S.681).
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Aufgabe B1: Dieses Kapitel erläutert theoretische Modelle, die den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und der Entstehung von Erkrankungen definieren.
2.0 Aufgabe B2: Hier wird die Bedeutung sozialer Unterstützung als schützende Ressource und ihre Wirkung auf die physische und psychische Gesundheit analysiert.
3.0 Aufgabe B3: Dieser Abschnitt behandelt die wissenschaftlichen Gütekriterien psychologischer Tests und charakterisiert die klinischen Aspekte sowie die Diagnostik der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Gesundheitspsychologie, Psycho-somatik, Soziale Unterstützung, Dyadisches Coping, Stressbewältigung, Selbstwirksamkeit, Neurotizismus, Objektivität, Validität, Reliabilität, Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Klinische Diagnostik, Ressourcenmodell, Gesundheitsverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und gesundheitlichen Auswirkungen bei Individuen und in sozialen Systemen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung psychosomatischer Risiken durch Persönlichkeit, die Funktion von Unterstützung bei Stress sowie die methodischen Qualitätsstandards psychologischer Testverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Verständnis für protektive Faktoren wie soziale Unterstützung und die psychologische Bedeutung von Testgütekriterien im klinischen und betrieblichen Kontext zu vertiefen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden psychologische Theorien und Modelle (z.B. nach Smith & Williams, Bodenmann oder Bandura) auf Basis aktueller Fachliteratur zusammengeführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse gesundheitsrelevanter Persönlichkeitsfaktoren, die Rolle sozialer Interaktion in der Krankheitsbewältigung und die explizite Darstellung klassischer Testtheorien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem Soziale Unterstützung, Dyadisches Coping, Gütekriterien (Objektivität, Validität, Reliabilität) und Diagnostik der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
Wie unterscheidet sich die wahrgenommene von der tatsächlichen sozialen Unterstützung?
Tatsächliche Unterstützung ist retrospektiv und bereits erhaltene Hilfe, während die wahrgenommene Unterstützung die subjektive Erwartung darstellt, in Zukunft bei Bedarf Hilfe zu erhalten.
Welche Kriterien müssen für die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erfüllt sein?
Mindestens fünf klinische Kriterien gemäß DSM-5 müssen zutreffen, darunter übersteigerte Selbstwichtigkeit, ein hohes Bedürfnis nach Bewunderung und ein ausgeprägter Mangel an Empathie im interpersonellen Umgang.
- Quote paper
- Jana Manke (Author), 2022, Themen der Persönlichkeitspsychologie. Der Zusammenhang von Persönlichkeit und Gesundheit, Soziale Unterstützung, Gütekriterien von Persönlichkeitstests und die narzisstische Persönlichkeitsstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304918