Diese Arbeit enthält eine stichprobenartige, empirische Breitfelduntersuchung, die auf quantitative Art und Weise zu der folgenden Fragestellung realisiert wurde: Hat der Berufswunsch der Schüler/innen einer achten Sekundar- und Realklasse einen Zusammenhang mit der Ausbildung der Eltern.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HYPOTHESEN
3. THEORIE
3.1 Eignung und Neigung des Kindes in Angelegenheiten der Ausbildung und des Berufes
3.2 Der Einfluss von erlebter Arbeitssituation des Vaters und elterlichem Erziehungsstil auf kindliche Leistungsmotivation
4. METHODEN
4.1 Mittel
4.2 Umfrage
4.3 Auswertung
5. RESULTATE UND INTERPRETATIONEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Beruf der Eltern und dem Berufswunsch von Schülerinnen und Schülern einer 8. Sekundar- und Realklasse, um zu klären, ob elterliche Vorbilder und Sozialisationsbedingungen die berufliche Orientierung der Jugendlichen beeinflussen.
- Einfluss des elterlichen Berufs auf die Berufswahl der Kinder
- Zusammenhang zwischen elterlichem Erziehungsstil und kindlicher Leistungsmotivation
- Prüfung von Hypothesen zu sozialen Faktoren (Herkunft, Konfession, Alter)
- Methodische Vorgehensweise durch empirische Fragebogenuntersuchung
Auszug aus dem Buch
3.1 Eignung und Neigung des Kindes in Angelegenheiten der Ausbildung und des Berufes
Bis Januar 1980 gab es keine Stelle im Gesetz an der festgelegt war das Eignungen und Neigungen betreffend der Berufs- oder Ausbildungswahl des Kindes, von Seiten der Eltern zu beachten seien.
Es war bis dahin der Fall das Eltern über weiterführende Ausbildung oder Berufswahl entschieden, dieses „Recht“ der Eltern basierte auf dem Gesetz der Mündigkeit des Kindes bis zum 18. Lebensjahr.
1980 wurde dies mit dem Gesetz: „die Befugnisse der Eltern finden ihre Rechtfertigung in der Pflicht , die Interessen des der elterlichen Gewalt unterstellten Kindes im vollen Umfang zu wahren.“ Geändert. An der Ausführung allerdings scheiterte es, nach wie vor entschieden die Eltern über die Ausbildungsfragen des Kindes.
Diese Tatsache hatte schwerwiegende Folgen für Kinder und Jugendliche. Es gab Fälle bei denen Jugendliche sich in einem Beruf nicht wohl fühlten und sich gegen den Willen der Eltern entschlossen ihre Ausbildung zu wechseln, zum Teil wurden solche Auseinandersetzungen per Gerichtsbeschluss gelöst wobei jedoch immer die Eltern im Recht blieben, obschon es in dem 1980 verabschiedeten Gesetz folgendermassen steht:
„Es dürfte der natürlichen Entwicklung entsprechen, die jeder Mensch durchläuft, dass er in seiner Entscheidungsfreiheit, in der Bildung seines eigenen Willens, um so selbständiger wird und werden sollte, je mehr er sich der Volljährigkeit nähert, mit der er auch rechtlich die volle und grundsätzlich uneingeschränkte Entscheidungsfreiheit erlangt. Eine Rechtsordnung, die dahin ginge, dem Heranwachsenden jegliche Entscheidungsfreiheit zu erst mit der Volljährigkeit zuzubilligen, ihn aber bis zu diesem Tage in allen seinen Entschliessungen an den Willen der Eltern zu binden, auch hinsichtlich der Wahl seines Umganges, würde der vorbezeichnete natürlichen Entwicklung sicherlich nicht entsprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Autoren stellen die Forschungsfrage vor, ob ein Zusammenhang zwischen dem Beruf der Eltern und dem Berufswunsch der Kinder besteht, und motivieren diese durch eigene familiäre Erfahrungen.
2. HYPOTHESEN: Hier werden sieben Arbeitshypothesen formuliert, die Einflüsse wie den sozioökonomischen Status der Eltern, das Alter der Semester, die Konfession sowie Leistungsfächer auf die Berufswahl postulieren.
3. THEORIE: Dieser Abschnitt beleuchtet die rechtliche Entwicklung der elterlichen Erziehungsmacht in Bezug auf die freie Berufswahl des Kindes sowie den theoretischen Zusammenhang zwischen der Arbeitssituation des Vaters und der Leistungsmotivation des Kindes.
4. METHODEN: Es wird das Design der empirischen Studie beschrieben, welche auf Fragebögen für 35 Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern basiert, die mittels SPSS ausgewertet wurden.
5. RESULTATE UND INTERPRETATIONEN: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Befragung anhand von Kreuztabellen analysiert und auf die zu Beginn aufgestellten Hypothesen geprüft.
Schlüsselwörter
Berufswunsch, Elterneinfluss, Sozialisation, Berufswahl, Leistungsmotivation, empirische Studie, Erziehungsstil, Sekundarschule, Realschule, Berufsorientierung, Bildungsaspiration, Schülerbefragung, Väterrolle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Untersuchung widmet sich der Frage, inwiefern die Berufswahl bzw. der Berufswunsch von Jugendlichen durch den Beruf, die Ausbildung und die Erziehungseinstellungen ihrer Eltern geprägt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der elterlichen Erziehungsrechte, den Einfluss des Berufslebens der Väter auf die kindliche Motivation und die empirische Prüfung soziologischer Hypothesen zur Berufswahl.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Hat der Berufswunsch der Schüler/innen einen Zusammenhang mit der Ausbildung ihrer Eltern?“
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative, empirische Breitfelduntersuchung durchgeführt, bei der standardisierte schriftliche Fragebögen an Schülerinnen und Schüler sowie Eltern verteilt und anschließend statistisch (SPSS) ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum elterlichen Einflussspektrum sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem verschiedene Variablen (Herkunft, Lieblingsfächer, Motivation) in Bezug zur zukünftigen Berufswahl gesetzt werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kennzeichnend sind Begriffe wie Berufswunsch, Sozialisation, elterliche Erziehung, Leistungsmotivation und die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen schulischer Leistung und beruflicher Aspiration.
Welche Limitationen werden bei der Auswertung genannt?
Als wesentliche Einschränkung wird die geringe Stichprobengröße von lediglich 35 Probanden genannt, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse und die Signifikanz der statistischen Auswertungen einschränkt.
Wie schätzen die Autoren die Qualität der eigenen Fragebögen im Fazit ein?
Die Autoren reflektieren kritisch, dass die Fragebögen für das Alter der 8.-Klässler teilweise zu komplex waren und die Nutzung von zu vielen offenen Fragen zu Interpretationsspielräumen geführt hat.
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- Beatrice Silber (Author), 2010, Der Zusammenhang zwischen dem Beruf der Eltern und dem Berufswunsch der Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304957