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Integrierte Gesamtschule. Zwischen Anspruch und Realität

Title: Integrierte Gesamtschule. Zwischen Anspruch und Realität

Examination Thesis , 2007 , 137 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Wachowski (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Gib es wirklich eine Durchlässigkeit und Chancengleichheit im gegliederten Schulsystem?
Auf Grund dieser und anderer Fragen wurde seit vielen Jahren immer wieder die Einführung einer Gemeinschaftsschule gefordert, in der alle Kinder gemeinsam lernen können, egal welchen Standes sie sind. Jeder sollte individuell gefördert werden.
Im Jahr 1968 kam es schließlich zur Gründung der ersten Gesamtschulen. Doch schon mit dem Zeitpunkt der Gründung startete eine Bildungsdiskussion von immensem Ausmaß, die bis heute anhält. Es wurden zahlreiche Stimmen laut, die einer radikalen Umstellung des Schulsystems sehr skeptisch gegenüberstanden.
Nun stellt sich die Frage, ob die Kritik an der Gesamtschule – damals wie heute – berechtigt war und ist.
Ist das Konzept der Gesamtschule nicht annehmbar? Ist vielleicht die Umsetzung des Konzeptes fehlerhaft? Oder entsteht die Kritik allein aus Vorurteilen gegenüber einer komplett anderen Schulform?

Aufgrund der aktuellen Umstrukturierung des Schulsystems, beispielsweise in Schleswig-Holstein, soll in dieser Arbeit dargestellt werden, wie sich der Gesamtschulgedanke durch die deutsche Geschichte bis heute gehalten und entwickelt hat und wie er heute und in Zukunft umgesetzt werden soll.
Dazu soll zunächst einmal die Geschichte der Gesamtschule bis heute und dann die Entstehung der Grundidee aufgezeigt werden, um zu verdeutlichen, wie lange es diese schon gibt. Im Anschluss daran werden die Ziele und das Konzept der Gesamtschule ausführlich dargestellt, um zu überprüfen, welche Ansprüche die Gesamtschule an sich selbst stellt. Daraufhin soll anhand von Beispielen erörtert werden, wie das theoretische Konzept an einzelnen Schulen umgesetzt wird. So soll aufgezeigt werden, ob die Gesamtschule ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden kann.
Man wird nicht umhinkommen, bei einer Arbeit über den Anspruch und die Praxis der Gesamtschule einen Vergleich zwischen dem traditionellen Schulsystem und der Gesamtschule anzustellen. Dieser wird anhand von empirischen Untersuchungsergebnissen durchgeführt. In diesem Kapitel wird geklärt, welcher Anspruch von außen an die Gesamtschule gestellt wird und ob die Befürchtungen der Kritiker berechtigt sind oder eben nicht.
Anschließend soll die Zukunftschance der Gesamtschule erörtert und als mögliche Alternative zur Gesamtschule die Gemeinschaftsschule vorgestellt werden.
In einem abschließenden Fazit werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESCHICHTE DER GESAMTSCHULE

2.1 Begründung der Gesamtschulkonzeption

2.2 Von der Grundidee der Gesamtschule bis zum Gesamtschulsystem der Gegenwart

2.2.1 Der Schulgedanke Comenius’

2.2.2 Schule zur Zeit der Französischen Revolution

2.2.3 Humboldt (1767 – 1835) und Süvern (1775 – 1829)

2.2.4 Sozialdemokratie und Einheitsschule (1911)

2.2.5 Das Mannheimer Schulsystem (Sickinger, 1858- 1930)

2.2.6 Die Zeit der Weimarer Republik

2.2.7 Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

2.2.8 Die 60er und die Jahre danach – Zeit der ersten Gesamtschulen und der ersten Probleme

2.3 Gesamtschule in der Gegenwart – schultheoretische Betrachtungen

2.3.1 Schulsystem der Gegenwart

2.3.2 PISA und LAU – Ergebnisse und Konsequenzen

2.3.2.1 Ergebnisse der Studien – Feststellung des “Istzustands“

2.3.2.2 Konsequenzen, um den “Sollzustand“ zu erreichen

2.3.3 Kurze Vorstellung von Gesamtschulmodellen

2.3.3.1 Struktur der integrierten Gesamtschule

2.3.3.2 Struktur der kooperativen Gesamtschule

2.3.3.3 Grundkonstruktionen der integrierten Gesamtschule und der kooperativen Gesamtschule im Überblick:

3. INTEGRIERTE GESAMTSCHULE – KONZEPT UND UMSETZUNG

3.1 Zielvorstellungen der Integrierten Gesamtschule

3.2 Das Konzept der integrierten Gesamtschule

3.2.1 Zwischenmenschliche Kultur und demokratische Teilhabe

3.2.1.1 Identität

3.2.1.2 Kommunikative Didaktik

3.2.1.3 Beziehungsdidaktik

3.2.1.4 Konfliktdidaktik

3.2.1.5 Demokratie an der Schule

3.2.2 Curriculare Strukturen

3.2.3 Pädagogik der Heterogenität (Möglichkeiten der Differenzierung)

3.2.4 Methodenvielfalt

3.2.5 Qualitätssteigerung

3.3 Praktische Umsetzung des Konzeptes IGS

3.3.1 Wilhelm-Leuschner-Schule, Wiesbaden

3.3.2 Integrierte Gesamtschule Halle/Saale

3.3.3 Die Geschwister-Prenski-Schule – Integrierte Gesamtschule Lübeck

3.4. Bilanz – wird die Gesamtschule ihrem Anspruch gerecht?

4. GESAMTSCHULE IM VERGLEICH

4.1 Kritik an dem System Gesamtschule

4.1.1 Historische Kritik an der Gesamtschule

4.1.2 Systematische und vergleichende Kritik an der Gesamtschule

4.1.2.1 Die IGS als Mammutschule

4.1.2.2 Die fortschreitende Auflösung der Klassengemeinschaft

4.1.2.3 Die Kritik an den Leistungen in der Gesamtschule

4.2 Vergleich: Gegliedertes Schulsystem – Integrierte Gesamtschule

4.2.1 Methoden empirischer Forschung

4.2.1.1 Was wird gemessen?

4.2.1.2 Problematik der empirischen Forschung

4.2.1.3 Grenzen des Messbaren und daraus folgende Konsequenzen

4.2.2 Ergebnisse der empirischen Forschung

4.2.2.1 Unterschiede zwischen traditionellem Schulsystem und der IGS

4.2.2.2 Bilanz der Untersuchungen: Welches Schulsystem ist das bessere?

4.2.3 Kriterien für eine gute Schule

4.3. Bilanz des Vergleichs Gesamtschule – Gegliedertes Schulsystem

5. KONSEQUENZEN FÜR DIE IGS UND DAS SCHULSYSTEM SELBST

5.1 Hat die IGS eine Zukunft?

5.1.1 Chancen der IGS

5.1.2 Warum wird die Gesamtschule nicht Regelschule?

5.1.3 Alternative zur IGS: Chancen der kooperativen Gesamtschule

5.1.4 Was muss sich am Konzept und der Praxis der IGS ändern?

5.1.5 Was könnte sich bei den Ansichten der Kritiker ändern?

5.2 Sinnvolle Alternative zur IGS Die Gemeinschaftsschule?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem theoretischen Anspruch der integrierten Gesamtschule (IGS) und deren tatsächlicher Umsetzung in der schulischen Praxis. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob die Gesamtschule ihrem eigenen Anspruch auf Chancengleichheit, individuelle Förderung und soziale Integration gerecht wird und wie sie sich im Vergleich zum gegliederten Schulsystem positioniert.

  • Historische Entwicklung und Begründung der Gesamtschulkonzeption.
  • Schultheoretische Betrachtungen und Vorstellung verschiedener Gesamtschulmodelle.
  • Analyse didaktischer Konzepte wie Kommunikations-, Beziehungs- und Konfliktdidaktik.
  • Empirischer Vergleich zwischen dem gegliederten Schulsystem und der Gesamtschule.
  • Zukunftsperspektiven der IGS und Einordnung der Gemeinschaftsschule als Alternative.

Auszug aus dem Buch

3.2.1.2 Kommunikative Didaktik

In der Schule findet nicht bloß eine nach Lehrplan festgelegte inhaltliche Didaktik statt. Es gibt noch einen „geheimen Lehrplan“ (Bönsch 2006, S. 123). Hier geht es um das Erlernen bestimmter Verhaltenskompetenzen und –positionen, die zur Sozialisation der Schüler beitragen. Den Schülern soll ein gesundes Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlichen Normen vermittelt werden. Hier sind Prozesse, die neben dem eigentlichen Unterricht stattfinden, gemeint. Nicht nur der offizielle Unterricht trägt zur Sozialisation der Schüler bei. Auch die Strukturen und Regelungen der Schule beeinflussen den Sozialisationsprozess. Durch vorgegebene Stundenpläne, einen Fächerkanon und durch vom Lehrer vorgegebene Lehrstile ist die Individualität der Schüler, aber auch die der Lehrer eingeschränkt. Es ist für beide Parteien nötig, sich diese Bedingungen bewusst zu machen und sie zu thematisieren, um mit ihnen besser umgehen zu können. Dabei kann die kommunikative Didaktik helfen (vgl. Bönsch 2006, S. 125).

Damit Kommunikationsfähigkeiten durch die Schüler erlernt werden können, ist erst einmal wichtig, dass im Unterricht im ausreichenden Maße Kommunikation stattfindet. Dafür ist der traditionelle Frontalunterricht nur mäßig geeignet, da hier die Sprachvorherrschaft beim Lehrer liegt. Die Schüler sind nur eingeschränkt in der Lage sich zu äußern und häufig hat diese Unterrichtsform den Charakter eines “Frage-Antwort-Spiels“. Zudem sind alle Beteiligten in dieser Kommunikationsform inklusive der Lehrkraft sehr angespannt (vgl. Bönsch 2006, S. 125).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die Bildungsdiskussion um das dreigliedrige Schulsystem und hinterfragt die Legitimität der Gesamtschule durch historische und aktuelle Perspektiven.

2. GESCHICHTE DER GESAMTSCHULE: Dieses Kapitel zeichnet die chronologische Entwicklung der Idee einer gemeinsamen Schule von Comenius bis zu den ersten Gesamtschulen der 60er Jahre nach.

3. INTEGRIERTE GESAMTSCHULE – KONZEPT UND UMSETZUNG: Hier werden die Zielsetzungen, didaktischen Konzepte wie Identitätsfindung und Konfliktdidaktik sowie konkrete Beispiele der praktischen Umsetzung an verschiedenen Schulen detailliert erläutert.

4. GESAMTSCHULE IM VERGLEICH: Das Kapitel analysiert kritische Argumente und empirische Forschungsergebnisse, um die Leistungsfähigkeit der Gesamtschule dem traditionellen Schulsystem gegenüberzustellen.

5. KONSEQUENZEN FÜR DIE IGS UND DAS SCHULSYSTEM SELBST: Abschließend werden Zukunftsperspektiven der IGS diskutiert und die Gemeinschaftsschule als mögliche innovative Alternative beleuchtet.

Schlüsselwörter

Integrierte Gesamtschule, IGS, Gemeinschaftsschule, Chancengleichheit, Differenzierung, Binnendifferenzierung, Schulentwicklung, Kommunikative Didaktik, Konfliktdidaktik, Schulsystemvergleich, Bildungsreform, Soziale Integration, Pädagogik der Heterogenität, Leistungsbewertung, Schulkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Konzept der Integrierten Gesamtschule, deren historische Wurzeln sowie die praktische Umsetzung an Beispielschulen, um das Potenzial dieser Schulform kritisch zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Gesamtschule, schultheoretische Ansätze zur Differenzierung, verschiedene didaktische Konzepte sowie die Gegenüberstellung mit dem gegliederten Schulsystem.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob die Gesamtschule ihre selbst gesteckten Ziele – insbesondere Chancengleichheit und individuelle Förderung – in der Praxis tatsächlich einlösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und wertet zudem empirische Forschungsergebnisse sowie schuleigene Konzepte aus, um ihre Argumentation zu stützen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung des Konzepts (mit Fokus auf Identitätsbildung und Didaktik), eine praktische Analyse an Beispielschulen sowie einen empirischen Vergleich mit dem traditionellen Schulsystem.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Integration, Differenzierung, Chancengleichheit, Schulkultur und eine kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Bildungsdiskussion.

Wie unterscheidet sich die Integrierte Gesamtschule von der kooperativen Form?

Die Integrierte Gesamtschule bildet eine pädagogische und organisatorische Einheit, während bei der kooperativen Form die Schulzweige Hauptschule, Realschule und Gymnasium organisatorisch getrennt bleiben.

Welche Rolle spielt die Evaluation für die Integrierte Gesamtschule?

Die Evaluation ist für die IGS von entscheidender Bedeutung, da sie sich aufgrund ihres alternativen Anspruchs stetig rechtfertigen muss und durch ständige Reflexion und Feedback-Kultur an der Qualitätssteigerung arbeitet.

Was ist das zentrale Fazit der Arbeit bezüglich der Zukunft der Gesamtschule?

Das Fazit fällt positiv aus: Wenn das theoretische Konzept konsequent und engagiert umgesetzt wird, bietet die Gesamtschule (oder die Gemeinschaftsschule) ein großes Potenzial, das gegliederte System zu ersetzen.

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Details

Title
Integrierte Gesamtschule. Zwischen Anspruch und Realität
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,0
Author
Katharina Wachowski (Author)
Publication Year
2007
Pages
137
Catalog Number
V130512
ISBN (eBook)
9783640366200
ISBN (Book)
9783640365982
Language
German
Tags
Konzept Geschichte Beispiele IGS Gesamtschule Gemeinschaftsschule Kooperative Gesamtschule Vorteile Vergleich Integrierte Gesamtschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Wachowski (Author), 2007, Integrierte Gesamtschule. Zwischen Anspruch und Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130512
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