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Die Naturbeschreibung und ihr Symbolgehalt in Theodor Storms 'Immensee'

Title: Die Naturbeschreibung und ihr Symbolgehalt in Theodor Storms 'Immensee'

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Heilek (Author)

German Studies - Modern German Literature
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„Immensee“ zählt zum novellistischen Frühwerk des Husumer Lyrikers und Erzählers Theodor Storm. Dennoch ist die Anschaulichkeit und der Symbolgehalt seiner Beschreibungen, welcher vor allem seinen Naturdarstellungen immanent ist, bereits von außerordentlicher Ausdruckskraft. Vielleicht gerade deshalb ist das in der Zweitfassung 1851 grundlegend überarbeitete, in einer Sommergeschichten- und Liedersammlung erschienene Werk „Immensee“ die erfolgreichste Novelle des Holsteinischen Schriftstellers zu dessen Lebzeiten. Im Folgenden widmet sich die vorliegende Arbeit demzufolge der Frage, welche Aufgaben die Naturbeschreibungen in „Immensee“ erfüllen und wie Storm die Natur in den Handlungsverlauf seiner ersten größeren Prosaarbeit einbettet. Um diese Fragestellung adäquat bearbeiten zu können, werden zunächst zwei markante Forschungspositionen zusammenfassend dargelegt, um anschließend im Hauptteil mit eigenen Forschungsansätzen an diese Basis anzuknüpfen. Als Grundlage sollen hierbei die Analysen von Birgit Reimann und Thomas Kuchenbuch dienen. Die Wahl fiel dabei bewusst auf einen aktuelleren sowie einen älteren literaturwissenschaftlichen Beitrag, um eventuelle Weiterentwicklungen wie auch gefestigte Erkenntnisse in der Bearbeitung dieses Themenkomplexes aufzuzeigen. Im Rahmen dieser Arbeit wird es nicht das Ziel sein beide Standpunkte detailgetreu miteinander zu vergleichen. Vielmehr konzentriert sich die Analyse der Naturbeschreibungen auf die für Stimmung und Handlungsverlauf wichtigsten werkimmanenten Bilder und Motive. Im Anschluss daran wird geklärt, weshalb das Verständnis dieser Symbolträchtigkeit konstituierend auf das gesamte Werk „Immensee“ wirkt und inwiefern Kritikern mit Vorwürfen der auftretenden naiven Distanzlosigkeit in Storms Werk zur Natur sowie subtil vermittelter Resignation begegnet werden sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Deutungsvarianten der Naturdarstellung

2.1 Interpretation von Thomas Kuchenbuch

2.2 Interpretation von Birgit Reimann

3 Naturbeschreibung und ihr Symbolgehalt

3.1 Darstellung und Einbettung von Natur in das Werk

3.2 Symbolträchtigkeit der Naturbeschreibung

4 Distanzlosigkeit/ Perspektivenvielfalt/ Resignation

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Funktion der Naturbeschreibungen in Theodor Storms Novelle „Immensee“. Dabei wird analysiert, wie Storm die Natur als stimmungstragendes Element in den Handlungsverlauf einbettet und welche symbolische Bedeutung den einzelnen Naturmotiven im Kontext der zwischenmenschlichen Entfremdung zukommt.

  • Analyse der narrativen Einbettung von Naturdarstellungen
  • Untersuchung der symbolträchtigen Motivik (u.a. Wald, Wasserlilie, Erdbeere)
  • Gegenüberstellung und kritische Einordnung literaturwissenschaftlicher Interpretationen
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen ästhetischem Anspruch und bürgerlicher Realität
  • Reflexion über Resignation und Aufbruchssymbolik im Werk

Auszug aus dem Buch

3.1 Darstellung und Einbettung von Natur in das Werk

Die Darstellung der Natur und Landschaft in Storms Novelle „Immensee“ verdient es, genau betrachtet zu werden, da sie vom Autor in verhältnismäßig großem Umfang geschildert wird und, wie sich zeigen wird, in aller Regel symbolische Verweise aufweist. Hierzu zählt allerdings nicht nur die reine Beschreibung der Umgebung, sondern auch alle sinnlichen Eindrücke sowie Jahres- und Tageszeiten, die zur Bildung einer zu erzielenden Stimmung eine große Rolle spielen. Wie wichtig die Natureindrücke in diesem Rahmen sind, lässt sich auch dadurch erklären, dass sie in einer Erinnerungserzählung enorm detailliert auftreten, was zeigt, dass sich diese Eindrücke äußerst intensiv eingeprägt haben.

Dies wird besonders in den Szenen deutlich, in denen die Natur die Beziehung zwischen den Charakteren unterstreicht. Ein Beispiel ist die Anfangsdarstellung von Reinhardt und Elisabeth. Ihre glückliche Kindheit malt sich in Form einer idyllischen Szenerie ab. Die beiden Kinder sind viel im Freien, auf Feldern und Wiesen, und Reinhardt vermag es sogar „ein Haus aus Rasenstücken“ zu bauen. Dies gelingt ihm also mit den Materialien, welche die Natur selbst hervorbringt. Elisabeth beschäftigt sich indessen damit, aus Blumen Schmuck herzustellen. Die idyllische Atmosphäre spiegelt die Harmonie und Unbeschwertheit der jungen Beziehung wieder. Da Reinhardt jedoch sagt, dass er später einmal nach Indien möchte, weil es dort keinen Winter gebe, und im Folgenden erwähnt wird, dass er und Elisabeth im Winter immer in den „beschränkten Zimmern ihrer Mütter“ bleiben müssen, deutet sich schon an, wie wenig Bezug Reinhardt zur häuslichen Welt besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt den Stellenwert von „Immensee“ im Werk Theodor Storms und definiert das Ziel der Arbeit, die Aufgaben und die Einbettung der Naturbeschreibungen zu untersuchen.

2 Deutungsvarianten der Naturdarstellung: Dieses Kapitel stellt die gegensätzlichen Forschungsansätze von Thomas Kuchenbuch und Birgit Reimann vor, um die Technik der Wirklichkeitsspiegelung und das Naturverhältnis zu beleuchten.

3 Naturbeschreibung und ihr Symbolgehalt: Eine eigenständige Analyse untersucht die Funktion der Natur als stimmungstragendes Element und die symbolische Tiefe konkreter Objekte wie der Wasserlilie oder des Hänflings.

4 Distanzlosigkeit/ Perspektivenvielfalt/ Resignation: Hier wird die Rezeption des Werkes diskutiert, insbesondere die Vorwürfe der Naivität und der Resignation, und diese in einen größeren literaturgeschichtlichen Kontext gesetzt.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Natur in „Immensee“ als zentrales Medium dient, um die gefühlsbeladene Welt der Protagonisten und ihren Konflikt zwischen ästhetischem Ideal und bürgerlicher Realität abzubilden.

Schlüsselwörter

Theodor Storm, Immensee, Naturbeschreibung, Symbolgehalt, Poetischer Realismus, Literaturanalyse, Naturdarstellung, Ästhetik, Reinhardt, Elisabeth, Motivik, Resignation, Identitätsfindung, Stimmungszauber, Novelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Funktion und symbolische Bedeutung der Naturbeschreibungen in Theodor Storms Novelle „Immensee“ und deren Wirkung auf die Stimmung und den Handlungsverlauf.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verschränkung von Naturraum und menschlichem Empfinden, der Symbolik der Naturobjekte sowie der künstlerischen Existenz im Spannungsfeld zur bürgerlichen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Storm durch detaillierte Naturdarstellungen das Innenleben der Protagonisten Reinhardt und Elisabeth visualisiert und so den Fortgang der Novelle untermalt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse vorgenommen, die auf einer Zusammenfassung bestehender Forschungspositionen (Kuchenbuch/Reimann) aufbaut und diese durch eine eigene werkimmanente Untersuchung ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Basis durch Fachliteratur sowie eine eigene Analyse zur Darstellung der Natur und der Symbolträchtigkeit spezifischer Naturbilder.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Theodor Storm, Immensee, Naturbeschreibung, Symbolik, Poetischer Realismus und das Spannungsfeld zwischen ästhetischem Ideal und bürgerlicher Nüchternheit.

Wie deutet der Autor die „Erdbeerensuche“ im Wald?

Die Erdbeerensuche wird als Scheitern auf materieller Ebene gewertet, während sie für Reinhardt in ideeller Hinsicht einen Gewinn darstellt, da sie ihn zu seinem ersten Gedicht inspiriert.

Welche Rolle spielt die Wasserlilie im Kontext der Novelle?

Die Wasserlilie fungiert als Symbol für Elisabeth, das Ideal und die Unerreichbarkeit, wobei sie gleichzeitig die Einengung Reinhardts in seinen ästhetischen Vorstellungen widerspiegelt.

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Details

Title
Die Naturbeschreibung und ihr Symbolgehalt in Theodor Storms 'Immensee'
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,3
Author
Peter Heilek (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V130554
ISBN (eBook)
9783640363872
ISBN (Book)
9783640364275
Language
German
Tags
Naturbeschreibung Symbolgehalt Theodor Storms Immensee
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Heilek (Author), 2008, Die Naturbeschreibung und ihr Symbolgehalt in Theodor Storms 'Immensee', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130554
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