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Basel II - Herausforderung für Kreditinstitute und den Mittelstand

Title: Basel II - Herausforderung für Kreditinstitute und den Mittelstand

Diploma Thesis , 2003 , 128 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Wolfgang Volk (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Problemstellung
Kreditinstitute und der deutsche Mittelstand stehen vor neuen Herausforderungen, da sich die Spielregeln an den Kapitalmärkten tiefgreifend ändern. Die zentralen Stichworte dabei lauten Baseler Akkord II, internes und externes Rating und neue Finanzierungsformen für den Mittelstand.

Kaum ein Thema wird in Unternehmen, Verbänden und Medien derzeit so intensiv diskutiert wie Rating für den Mittelstand. Auslöser dieser Diskussionen ist die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (kurz: „Basel II“ bzw. „Baseler Akkord“), die erstmals im ersten Konsultationspapier im Juni 1999 veröffentlicht wurde. Ab 2006 müssen Kreditinstitute für risikobehaftetere Firmenkredite mehr Eigenkapital vorhalten als für risikoärmere. Zukünftig müssen Banken zur Eigenkapitalhinterlegung entweder ein externes Rating – sofern dies für ein Unternehmen zur Verfügung steht und die Bank hierauf zugreift – oder das Ergebnis eines intern erstellten Ratings zur Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer nutzen.

Grundsätzlich bedeutet dies, dass spätestens ab 2006 jedes Unternehmen, dass auf eine Fremdfinanzierung angewiesen ist, ein Rating erhalten wird. Ein Rating ist somit sowohl für die Kreditvergabe, die Kreditkonditionen und damit insgesamt für die Finanzierungskosten maßgeblich, es wird zum Dreh- und Angelpunkt im Firmenkundenkreditgeschäft bei den Kreditinstituten. Die einfache Formel dabei lautet:

Gute Bonität = geringes Risiko = niedrige Kreditzinsen
Schlechte Bonität = hohes Risiko = hohe Kreditzinsen oder kein Kredit

Gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stellt die neue Eigenkapitalvereinbarung des Baseler Ausschusses eine besondere Herausforderung dar. Während sich Großunternehmen in den letzten Jahren verstärkt über Emissionen von Aktien und Industrieanleihen finanziert haben, tendieren KMU dazu, ihren üblichen Finanzbedarf, insbesondere ihre Investitionen, traditionell über den klassischen (Haus-) Bankkredit zu finanzieren. Der Mittelstand befürchtet, dass die Kredite schlichtweg teurer werden oder sich die Banken zukünftig ganz aus dem Firmenkundengeschäft mit dem Mittelstand zurückziehen. Doch auch beim Mittelstand zeichnen sich Trends zu neuen alternativen Finanzierungsformen ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Arbeit

2 Grundlagen

2.1 Der Begriff des Mittelstands

2.2 Das Rating

2.2.1 Begriff

2.2.2 Ratingarten

2.2.3 Bankinternes Rating vs. Externes Rating

2.2.4 Ratingsymbole und ihre Bedeutung

3 Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung

3.1 Der Baseler Ausschuss

3.2 Stand der heutigen Eigenkapitalübereinkunft (Grundsatz I)

3.3 Der „Fahrplan“ von Basel II

3.4 Ziele von Basel II

3.5 Das Rahmenwerk – Die drei Säulen des neuen Baseler Akkords

3.5.1 Säule Eins: Mindestkapitalanforderungen

3.5.1.1 Kreditrisiko

3.5.1.1.1 Standardansatz

3.5.1.1.2 IRB-Ansatz (International Ratings Based Approach)

3.5.1.1.3 Retailgeschäft (Retail Business) und Behandlung des Mittelstands

3.5.1.1.4 Mindestanforderungen für den IRB-Ansatz

3.5.1.1.5 Techniken zur Risikominderung

3.5.1.1.6 Verbriefung von Forderungen

3.5.1.2 Operationelles Risiko

3.5.2 Säule Zwei: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren

3.5.3 Säule Drei: Marktdisziplin

4 Externes Rating der Agenturen

4.1 Ratingagenturen

4.2 Ratinganforderungen

4.3 Ratingprozess

4.4 Ratingkriterien

5 Kreditvergabeprozess der Kreditinstitute

5.1 Kreditrisiken

5.2 Bankinterne Kreditwürdigkeitsprüfung

5.3 Instrumente der klassischen Bonitätsanalyse

5.3.1 Die Jahresabschlussanalyse

5.3.2 Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)

5.3.3 Die Kontendatenanalyse

5.3.4 Betriebsbesichtigungen

5.3.5 Die Branchenanalyse

5.3.6 Permanente Sicherheitenbeobachtung

5.4 Bankinterne Ratingsysteme

5.4.1 Analysemethodik

5.4.2 Bestehende Ratingsysteme

5.4.3 Aktueller Vorbereitungsstand der Kreditinstitute

5.5 Das Kreditratingsystem des BVR

5.5.1 Aufbau

5.5.2 Praxisbeispiel

6 Auswirkungen auf die Mittelstandsfinanzierung

6.1 Strategischer Nutzen des (externen) Rating

6.2 Auswirkungen auf Kunde-Bank-Beziehung

6.3 Auswirkungen auf Konditionengestaltung

6.4 Auswirkungen auf Kreditvergabeverhalten

6.5 Alternative Finanzierungsformen

6.5.1 Traditionelle Kreditsubstitute

6.5.1.1 Leasing

6.5.1.2 Factoring

6.5.2 Kapitalmarktbezogene Produkte

6.5.2.1 Börsengang

6.5.2.2 Corporate Bonds (Unternehmensanleihen)

6.5.2.3 Asset-Backed-Securities

6.5.3 Private-Equity-Finanzierung

6.5.3.1 Direktbeteiligung

6.5.3.2 Mezzanine-Finanzierung

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf den Kreditvergabeprozess von Kreditinstituten sowie auf die Finanzierungssituation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland.

  • Entwicklung und Kerninhalte von Basel II (Drei-Säulen-Ansatz)
  • Vergleich und Anwendung von internen Ratingsystemen versus externen Ratings
  • Methodik der traditionellen Bonitätsprüfung im Vergleich zu modernen Ratingverfahren
  • Analyse der Folgen für die Kreditvergabe und die Finanzierungskosten im Mittelstand
  • Darstellung alternativer Finanzierungsformen als Antwort auf die veränderten Kapitalmarktbedingungen

Auszug aus dem Buch

Die Jahresabschlussanalyse

Die Jahresabschlussanalyse nimmt im Rahmen der traditionellen Bonitätsanalyse eine zentrale Stelle ein. Die Bank erhält auf diesem Weg wichtige Einblicke in die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage eines Unternehmens. Aus den gewonnenen Erkenntnissen zieht sie Rückschlüsse auf die Fähigkeit des Unternehmens, den Kapitaldienst für die beantragte Finanzierung zu leisten.

Jeder Firmenkundenberater muss sich mit den Grundsätzen der Jahresabschlusssauswertung, d. h. der Jahresabschlussanalyse und –kritik, auseinandersetzen. Zum Zweck der Informationsgewinnung werden bei der Jahresabschlussanalyse die Daten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechung und ggf. des Anhangs und des Lageberichtes ausgewertet. Banken wollen in der Regel die letzten drei Jahresabschlüsse sehen, weil anhand eines einzigen Jahresabschlusses nicht feststellbar ist, ob sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens gegenüber den Vorjahren verbessert oder verschlechtert hat bzw. gleich geblieben ist.

Die traditionelle Jahresabschlussanalyse beschäftigt sich überwiegend mit der Bildung von Kennziffern und deren Vergleich und versucht so u. a. Aussagen über die Bonität des Unternehmens zu gewinnen. Generell wird zwischen statischen (Basisinformationen einer Periode) und dynamischen (Basisinformationen mehrerer Perioden) Analysen unterschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen ein, die Basel II für Kreditinstitute und den deutschen Mittelstand durch veränderte Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung mit sich bringt.

2 Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie der Mittelstand und das Rating definiert sowie die unterschiedlichen Arten und Bedeutungen von Ratings vorgestellt.

3 Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung: Dieses Kapitel erläutert das Drei-Säulen-Konzept von Basel II und die Details der Mindestkapitalanforderungen, einschließlich des Standardansatzes und des IRB-Ansatzes.

4 Externes Rating der Agenturen: Hier werden die Aufgaben, Anforderungen und der Prozess bei der Erstellung eines Ratings durch unabhängige Ratingagenturen beschrieben.

5 Kreditvergabeprozess der Kreditinstitute: Dieses Kapitel behandelt die Transformation der traditionellen Bonitätsanalyse hin zu modernen, bankinternen Ratingsystemen und zeigt Praxisbeispiele auf.

6 Auswirkungen auf die Mittelstandsfinanzierung: Es wird analysiert, welche strategischen Folgen das Rating für KMU hat und welche alternativen Finanzierungsformen (z.B. Leasing, Factoring, Private Equity) existieren.

7 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet die zukünftige Relevanz von Ratings als essenzielle Grundlage für die Finanzierung und Kreditkonditionen.

Schlüsselwörter

Basel II, Mittelstand, Rating, Kreditwürdigkeit, Eigenkapitalvereinbarung, Bonitätsanalyse, Kreditrisiko, IRB-Ansatz, Bankenaufsicht, Finanzierung, Jahresabschlussanalyse, Diskriminanzanalyse, Leasing, Factoring, Mezzanine-Kapital

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Baseler Akkords II auf die Kreditvergabeprozesse der Banken und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Finanzierung des deutschen Mittelstands.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen das Rating-Verständnis, die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen von Basel II, moderne interne Risikoklassifizierungssysteme sowie alternative Finanzierungsinstrumente für KMU.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der veränderten Eigenkapitalvorschriften kritisch zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie mittelständische Unternehmen ihre Bonität transparent machen und ihre Finanzierung sichern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die Auswertung von Banken-Studien sowie eine detaillierte Modellrechnung anhand eines Praxisbeispiels, um die Auswirkungen von Rating-Verbesserungen zu demonstrieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Ratings, die Details des Baseler Rahmenwerks, die methodische Kreditwürdigkeitsprüfung durch Institute sowie die Auswirkungen auf Finanzierungsoptionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind neben Basel II und Rating insbesondere die Eigenkapitalquote, die Diskriminanzanalyse als Instrument zur Insolvenzfrüherkennung sowie die Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Faktoren.

Wie verändert Basel II konkret die Kreditkonditionen für KMU?

Durch die bonitätsabhängige Eigenkapitalunterlegung führen schlechtere Ratings tendenziell zu höheren Kreditzinsen, während Unternehmen mit einem guten Rating von sinkenden Finanzierungskosten profitieren können.

Welche Bedeutung haben die sogenannten „weichen Faktoren“ im Rating?

Die qualitativen oder „weichen“ Faktoren (wie Managementqualität oder Unternehmensstrategie) gewinnen massiv an Bedeutung, da sie die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens besser abbilden als rein historische Bilanzdaten.

Excerpt out of 128 pages  - scroll top

Details

Title
Basel II - Herausforderung für Kreditinstitute und den Mittelstand
College
University of Applied Sciences Aalen  (FB Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Wolfgang Volk (Author)
Publication Year
2003
Pages
128
Catalog Number
V13056
ISBN (eBook)
9783638188098
Language
German
Tags
Basel Herausforderung Kreditinstitute Mittelstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Volk (Author), 2003, Basel II - Herausforderung für Kreditinstitute und den Mittelstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13056
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