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Zusammenarbeit im Ehrenamt im Rahmen einer sozialen Einrichtung mit dem Schwerpunkt Migrations- und Flüchtlingshilfe

Titel: Zusammenarbeit im Ehrenamt im Rahmen einer sozialen Einrichtung mit dem Schwerpunkt Migrations- und Flüchtlingshilfe

Forschungsarbeit , 2020 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Forschungsziel ist es, herauszufinden, welche Ziele Ehrenamtliche durch ihre Mitarbeit verfolgen, welche Motivationsgrundlage sie besitzen und, was die Menschen dazu bewegt, eine unbezahlte Tätigkeit auszuüben und ihre Zeit und Kraft darin zu investieren. Verbergen sich dahinter andere nicht materielle Belohnungen, die diese Menschen zufrieden stellen? Gilt der Prinzip der nicht-materiellen Belohnung wie Danksagungen, Selbstbehauptung oder andere Interessen oder auch Bedürfnisse zu helfen?

Neben der Arbeit beschäftigen sich einige Individuen mit zusätzlichen Aktivitäten und diese scheinen mehr Sinn und Freude in ihr Leben zu bringen. Beispielsweise Reitersport oder freiwillige Tätigkeit in einem örtlichen Tierschutzverein. Daraus folgt, dass die bezahlte Arbeit oft keine Grundlage der sozialen Befriedigung und Anerkennung oder auch Erfüllung besitzt und die Menschen zwingen kann, diese Werte in einem sozialen Engagement zu suchen. Das Ehrenamt stellt deswegen den Kern dieser Arbeit dar. Doch, wenn bei der entlohnten Arbeit die Entlohnung selbst eher vordergründig ist, ist es von großem Interesse das verbindende Element der Individuen, die sich ohne Entlohnung im Ehrenamt engagieren. So steht die Zusammenarbeit der Ehrenamtlichen und die Forschungsfrage, was die Ehrenamtlichen zusammenhält, im Vordergrund dieser Forschung. Da ehrenamtliche Tätigkeit nicht nur eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft darstellt, sondern auch mit menschlicher Leidenschaft ausgeführt wird, da diese so sinnerfüllt sein kann, habe ich dieses Thema ausgewählt, um mich damit tiefgreifender zu beschäftigen und auf der Praxis durch eigene Erfahrung zu erleben, was diese Art der Arbeit darstellt. Ehrenamtliche Tätigkeit wäre auch eventuell nicht so sinnerfüllt, wenn sie nicht in Verbindung mit Zusammenarbeit der Gleichgesinnten stehen würde, was auch bevorsteht, es in dieser Arbeit herauszufinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Empirische Methoden

2.1 Datenerhebung

2.2 Datenauswertung

3 Erwartungen, Feldzugang und die ersten Eindrücke als reflexives Erleben

4 Zusammenarbeit in den Gruppen: Kommunikation als Basis

4.1 Individuelle Grundzüge der Zusammenarbeit in den Gruppen: die Teilnehmenden als kooperationmobilisierendes und motivierendes Element

4.2 Motivationsgründe im Ehrenamtlichen Engagement: Ehrenamt unter den Teilnehmenden als Phänomen

5 Nähe und Distanz: Kultur als das Fremde und ein gemeinsames Miteinander

5.1 Konstellation von Nähe und Distanz im Ehrenamt

5.2 Die fremde Kultur als Bindeglied: ein interkulturelles Miteinander

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Dynamiken der Zusammenarbeit bei ehrenamtlich Tätigen in einer sozialen Einrichtung mit Schwerpunkt in der Migrations- und Flüchtlingshilfe. Ziel der Forschung ist es, die Motivationsgründe für dieses Engagement zu ergründen, bestehende Interaktionsmuster zwischen Ehrenamtlichen und Kursteilnehmenden zu analysieren und die Bedeutung von kultureller Nähe sowie Distanz im Kontext eines interkulturellen Konversationskurses zu beleuchten.

  • Erwartungsmanagement und Feldzugang im soziologischen Kontext.
  • Kommunikationsstrukturen als Basis der Gruppenarbeit.
  • Motivationsfaktoren für unbezahltes zivilgesellschaftliches Engagement.
  • Interkulturelle Dynamiken und das Spannungsfeld von Nähe und Distanz.
  • Die Rolle der Ehrenamtlichen als Bindeglied in der Integrationsarbeit.

Auszug aus dem Buch

4.2 Motivationsgründe im Ehrenamtlichen Engagement: Ehrenamt unter den Teilnehmenden als Phänomen

Die von mir im Feld mit Ehrenamtlichen durchgeführte Interviews haben Gemeinsamkeiten gezeigt, dass alle Ehrenamtlichen selber im Großen und Ganzen die Ziele des Projektes und das gemeinsame Tun erkennen und auch genießen (Interview mit AE, S. 3), mit der Zusammenarbeit zufrieden sind und die Kommunikation unter den Ehrenamtlichen für „sehr nett und sehr offen“ (Interview mit AV, S. 5) halten. Der Wunsch einem Hilfesuchenden die eigene Hilfe anzubieten „ohne irgendwelche Hintergedanken“ steht bei allen Ehrenamtlichen im Vordergrund (Interview mit AC, S. 2), aber auch die Bereitschaft den anderen Ehrenamtlichen zu helfen ist vorhanden und wird als angenehm empfunden (Interview mit AV, S. 5). Doch alle sprechen von Geben und Nehmen, aber nicht im Sinne, dass man sich dadurch verwirklichen will, sondern dass man eine Art Anerkennung in Form von Wertschätzungen bekommt (Interview mit AE, S. 3). Dies verdeutlicht AE in ihrem Interview.

„Manchmal investiert man in eine Person oder in einen Migranten oder eine Migrantin und man merkt, es machte kein Erfolg oder so. Ja, aber, was eben auch schön ist, diese Wertschätzungen, diese Leute, die sind so dankbar und erfreuen sich. Es ist nicht so, dass ich einfach jedes mal erfüllt nach Hause gehe. (Interview mit AE, S. 3).

AC spricht über die Bedürfnissen zu helfen, aber auch von der menschlichen Wärme, die man zurück als Dankbarkeit bekommt und die Interaktionen mit Menschen an sich (Interview mit AC, S. 2f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus des Forschungsprojekts auf einen ehrenamtlich geleiteten Konversationskurs für Geflüchtete und Migranten und formuliert erste Forschungsfragen zum Zusammenhalt und den Zielen des Engagements.

2 Empirische Methoden: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der qualitativen Feldforschung, basierend auf teilnehmender Beobachtung und leitfadenorientierten Interviews, sowie die anschließende Auswertungsmethodik.

3 Erwartungen, Feldzugang und die ersten Eindrücke als reflexives Erleben: Hier wird der Weg zum Feldzugang beschrieben, inklusive der persönlichen Erfahrungen und Unsicherheiten der Forscherin sowie der ersten Beobachtungen im sozialen Umfeld des Projektes.

4 Zusammenarbeit in den Gruppen: Kommunikation als Basis: Das Kapitel analysiert die atmosphärischen Gegebenheiten im Kurs und betont die Bedeutung von Kommunikation als Instrument zur Förderung des Zusammenhalts und der Integration.

4.1 Individuelle Grundzüge der Zusammenarbeit in den Gruppen: die Teilnehmenden als kooperationmobilisierendes und motivierendes Element: Es wird untersucht, wie die spezifischen Arbeitsweisen der Ehrenamtlichen und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden ineinandergreifen.

4.2 Motivationsgründe im Ehrenamtlichen Engagement: Ehrenamt unter den Teilnehmenden als Phänomen: Dieses Unterkapitel beleuchtet die intrinsischen und extrinsischen Beweggründe hinter der ehrenamtlichen Arbeit und die Rolle von gegenseitiger Wertschätzung.

5 Nähe und Distanz: Kultur als das Fremde und ein gemeinsames Miteinander: Dieser Abschnitt widmet sich der soziologischen Beobachtung, wie Nähe und Distanz durch kulturelle Identitäten und persönliche Grenzen im interkulturellen Austausch konstruiert werden.

5.1 Konstellation von Nähe und Distanz im Ehrenamt: Die Analyse konzentriert sich auf das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit professioneller Distanz und der menschlichen Nähe, die im Kontext des Engagements entsteht.

5.2 Die fremde Kultur als Bindeglied: ein interkulturelles Miteinander: Das Kapitel stellt die Hypothese auf, dass das „Fremde“ in einer Gemeinschaft durch gemeinsame Zwecke und interkulturelle Begegnungen als integrativ wahrgenommen werden kann.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die ehrenamtliche Arbeit als integralen Bestandteil einer sozialen Gesellschaft zusammen und reflektiert die Erfüllung der Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Ehrenamt, Integration, Migrationshilfe, Flüchtlingshilfe, soziale Einrichtung, qualitative Forschung, teilnehmende Beobachtung, Kommunikation, interkulturelles Miteinander, Nähe und Distanz, Motivation, Zivilgesellschaft, soziales Engagement, individuelle Autonomie, soziale Gruppenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Forschungsarbeit?

Die Arbeit untersucht die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen in einer sozialen Einrichtung, die sich auf Migrations- und Flüchtlingshilfe spezialisiert hat, insbesondere im Kontext eines Konversationskurses.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven ehrenamtlicher Helfer, der Kommunikationsdynamik innerhalb der Gruppen sowie der Bedeutung kultureller Unterschiede und deren Einfluss auf das Miteinander.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu verstehen, was die Ehrenamtlichen zusammenhält, welche Ziele sie verfolgen und wie durch die Interaktion mit Migranten eine interkulturelle Integration ermöglicht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine qualitative Feldforschung, die auf der Methode der teilnehmenden Beobachtung sowie auf leitfadenorientierten Interviews und informellen Feldgesprächen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Feldzugang, die strukturellen und persönlichen Bedingungen der Zusammenarbeit, die Rollenmodelle der Akteure sowie das dialektische Verhältnis von Nähe und Distanz im interkulturellen sozialen Miteinander.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ehrenamt, Integration, Kommunikation, Nähe und Distanz, soziale Interaktion sowie die individuelle und kollektive Motivation der Engagierten.

Wird die Grenze zwischen privatem Leben und ehrenamtlichem Engagement thematisiert?

Ja, die Arbeit diskutiert das Spannungsfeld, in dem Ehrenamtliche sich bewegen, etwa wenn es um den Schutz der Privatsphäre gegenüber Teilnehmenden geht und wie dies die professionelle Distanz beeinflusst.

Welche Rolle spielt die Kultur für die Integration im untersuchten Projekt?

Kultur fungiert im Kurs als ein konstituierendes Element, das sowohl Distanz erzeugen als auch als Bindeglied für ein interkulturelles Miteinander dienen kann, je nachdem, wie Interaktionen gestaltet werden.

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Details

Titel
Zusammenarbeit im Ehrenamt im Rahmen einer sozialen Einrichtung mit dem Schwerpunkt Migrations- und Flüchtlingshilfe
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
32
Katalognummer
V1305724
ISBN (PDF)
9783346774675
ISBN (Buch)
9783346774682
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zusammenarbeit im Ehrenamt Ehrenamt freiwilliges Engagement Empiriepraktikum qualitative Forschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Zusammenarbeit im Ehrenamt im Rahmen einer sozialen Einrichtung mit dem Schwerpunkt Migrations- und Flüchtlingshilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1305724
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Leseprobe aus  32  Seiten
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